1. Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
Patentfonds/Patentverwertungsfonds sind die neuesten und jüngsten Kreationen aus der Gruppe der geschlossen Fonds. Diese vertreten eine neu gebildete Anlagenklasse, die sich mit intellektuellem Kapital beschäftigt. Aufgrund von Zeit- oder Kapitalmangel wurden laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln, ca. 100000 Patente nicht benutzt. deshalb wurden Patentverwertungsfonds, die sich über den Kapitalmarkt finanzieren, ins Leben gerufen. Diese stellen die notwendige Verbindung zwischen Patentmarkt und Kapitalmarkt her. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen sind diese Fondskonstruktionen von Vorteil, da sie das notwendige Kapital und Wissen für die Umsetzung von gewerblichen Schutzrechten in marktreife Produkte zur Verfügung stellen. Die Struktur sowie der Ablauf von Patentverwertungsfonds verlaufen anhand sog. strategischer Entscheidungsmodelle. Es gibt Modelle, die grundlegend nicht verschieden sind, sich dennoch in ihren Vorgehen und Anforderungen unterscheiden.Ziel dieser Arbeit ist es, den strategischen Entscheidungsprozess von Patentverwertungsfonds zu analysieren und zu verstehen. Dieser wird anhand der Fallstudie „Alpha Patentfonds 3“ von der Alpha Patentfonds Management GmbH zur besseren Erläuterung dargestellt. Dabei wird deutlich, dass ganz bestimmte Methoden aus der Literatur für die Vorbereitung einer strategischen Produktentscheidung nicht ausreichen, da die Problemsituationen in Unternehmen veränderte Vorgehen erfordert.
1.2 Vorgehensweise
Im anschließenden Kapitel 2 erfolgt zunächst die Analyse zwei verschiedener Entscheidungsmodelle. Bei der Zusammenführung erkennt man, dass beide Modelle unterschiedliche Prämissen aufweisen, grundlegend aber nicht verschieden sind. Teil 3 der Arbeit zeigt zunächst eine grundlegende Charakterisierung der drei Begriffe geschlossene Fonds, Patente und Patentfonds. Dabei werden die Patentfonds als eine Kombination aus Patenten und geschlossenen Fonds analysiert. Nach einer eingehenden Definition und Abgrenzung der wesentlichen Begrifflichkeiten werden die einzelnen Merkmale von Patentfonds, die ebenfalls für alle anderen geschlossenen Fonds gelten,beschrieben. Im Gliederungspunkt 4 wird der Aufbau von Patentverwertungsfonds anhand des Auswahl sowie des Verwertungsprozesses der Fallstudie „Alpha Patentfonds 3“ ergründet. Insbesondere werden die Chancen und Risiken hervorgehoben, die der Patenverwertungsfonds mit sich bringen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage und Problemstellung
1.2. Vorgehensweise
2. Modelle der Entscheidungsfindung
2.1. Diskursive Modelle
2.2. Kreative Modelle
2.3. Zusammenführung beider Modelle
3. Grundlagen zu Patentfonds
3.1. Begriffsbestimmungen
3.1.1. Definition des Begriffes Geschlossene Fonds
3.1.2. Definition des Begriffes Patente
3.1.3. Definition des Begriffes Patentfonds
3.2. Merkmale von Patentfonds
4. Strategische Entscheidungen anhand der Fallstudie Alpha Patentfonds 3
4.1. Alpha Patentfonds Management GmbH
4.2. Das Konzept der Portfoliogesellschaft
4.3. Chancen und Risiken auf dem Kapitalmarkt
5. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit analysiert den strategischen Entscheidungsprozess bei Patentverwertungsfonds, um deren Bedeutung als neuartige Anlageklasse im Spannungsfeld zwischen intellektuellem Kapital und Kapitalmarkt zu beleuchten. Dabei wird anhand der Fallstudie „Alpha Patentfonds 3“ untersucht, inwieweit klassische Literaturmethoden für komplexe strategische Produktentscheidungen ausreichen.
- Analyse diskursiver und kreativer Entscheidungsmodelle
- Grundlagen und Definitionen zu geschlossenen Fonds und Patenten
- Struktur und Prozessabläufe von Patentverwertungsfonds
- Chancen und Risiken für Anleger auf dem Kapitalmarkt
- Fallstudie zur Wertschöpfung bei der Alpha Patentfonds Management GmbH
Auszug aus dem Buch
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
Patentfonds bzw. Patentverwertungsfonds sind die neuesten und jüngsten Kreationen aus der Gruppe der geschlossen Fonds. Diese vertreten eine neu gebildete Anlagenklasse, die sich mit intellektuellem Kapital beschäftigt. Aufgrund von Zeit- oder Kapitalmangel wurden laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln, ca. 100000 Patente nicht benutzt. deshalb wurden Patentverwertungsfonds, die sich über den Kapitalmarkt finanzieren, ins Leben gerufen. Diese stellen die notwendige Verbindung zwischen Patentmarkt und Kapitalmarkt her. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen sind diese Fondskonstruktionen von Vorteil, da sie das notwendige Kapital und Wissen für die Umsetzung von gewerblichen Schutzrechten in marktreife Produkte zur Verfügung stellen.
Die Struktur sowie der Ablauf von Patentverwertungsfonds verlaufen anhand sog. strategischer Entscheidungsmodelle. Es gibt Modelle, die grundlegend nicht verschieden sind, sich dennoch in ihren Vorgehen und Anforderungen unterscheiden.
Ziel dieser Arbeit ist es, den strategischen Entscheidungsprozess von Patentverwertungsfonds zu analysieren und zu verstehen. Dieser wird anhand der Fallstudie „Alpha Patentfonds 3“ von der Alpha Patentfonds Management GmbH zur besseren Erläuterung dargestellt. Dabei wird deutlich, dass ganz bestimmte Methoden aus der Literatur für die Vorbereitung einer strategischen Produktentscheidung nicht ausreichen, da die Problemsituationen in Unternehmen veränderte Vorgehen erfordert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ungenutzter Patente ein und definiert das Ziel der Arbeit, strategische Entscheidungsprozesse am Beispiel von Patentfonds zu untersuchen.
2. Modelle der Entscheidungsfindung: Hier werden diskursive und kreative Entscheidungsmodelle gegenübergestellt, um die methodische Basis für strategische Produktentscheidungen zu schaffen.
3. Grundlagen zu Patentfonds: Dieses Kapitel liefert die notwendigen Begriffsbestimmungen zu geschlossenen Fonds, Patenten und Patentfonds sowie deren wesentliche Merkmale.
4. Strategische Entscheidungen anhand der Fallstudie Alpha Patentfonds 3: Dieser Abschnitt analysiert das Management und den Prozess der Wertschöpfung des Alpha Patentfonds 3 sowie die damit verbundenen Marktchancen und Risiken.
5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und betont die Notwendigkeit flexibler Ansätze jenseits rein klassischer Planungsmethoden.
Schlüsselwörter
Patentfonds, Patentverwertungsfonds, Geschlossene Fonds, Strategische Entscheidungsmodelle, Intellektuelles Kapital, Produktentscheidung, Alpha Patentfonds 3, Kapitalmarkt, Portfoliogesellschaft, Patentbewertung, Risikomanagement, Innovationsförderung, Schutzrechte, Wertschöpfung, Investment.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse strategischer Entscheidungsprozesse im Kontext von Patentverwertungsfonds, einer spezialisierten Anlageklasse für intellektuelles Kapital.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Entscheidungsfindung (diskursiv vs. kreativ), die Charakterisierung von Patentfonds als geschlossene Fonds sowie deren praktische Anwendung im Kapitalmarkt.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Entscheidungsprozess bei Patentfonds zu verstehen und aufzuzeigen, warum gängige Literaturmethoden zur Vorbereitung strategischer Entscheidungen oft unzureichend sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse von Entscheidungsmodellen sowie eine empirische Fallstudien-Methode am Beispiel der Alpha Patentfonds Management GmbH.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Entscheidungsmodelle, die Definition relevanter Fachbegriffe und die detaillierte Untersuchung des Selektions- und Verwertungsprozesses in der Praxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Patentfonds, strategische Entscheidung, intellektuelles Kapital, Alpha Patentfonds 3, geschlossene Fonds und Kapitalmarktrisiken.
Wie unterscheidet sich ein Patentfonds von anderen geschlossenen Fonds?
Während klassische geschlossene Fonds meist in physische Sachwerte wie Immobilien oder Schiffe investieren, fokussieren sich Patentfonds auf die Investition und Verwertung von intellektuellem Kapital in Form von Patenten.
Welche Rolle spielt die „Präparation“ in den kreativen Entscheidungsmodellen?
Die Präparation ist der wichtigste Anfangsschritt, bei dem grundlegendes Wissen gesammelt wird, das später in der Inkubationsphase zur Wirkung kommt, um kreative Lösungen zu ermöglichen.
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- Ivana Milosavljevic (Author), 2012, Strategische Produktentscheidungsprozesse bei Patentfonds, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194775