Auf die Frage „Was wissen wir über die Steinzeit?“ gibt das gleichnamige kleine Taschenbuch des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst eine Antwort. Es schildert die wichtigsten Errungenschaften unserer Vorfahren in der Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit in Wort und Bild. Ernst Probst hat sich durch Bücher, Taschenbücher, Broschüren, Museumsführer und E-Books aus den Themenbereichen Paläontologie, Archäologie und Geschichte einen Namen gemacht. Sein erstes Werk „Deutschland in der Urzeit“ wurde als „Meisterwerk der Wissenschaftspublizistik“ gelobt.
Inhaltsverzeichnis
1. Was wissen wir über die Steinzeit?
2. Die Anfänge der Menschheitsgeschichte in Afrika
3. Die Ausbreitung der Frühmenschen
4. Die Nutzung des Feuers durch Frühmenschen
5. Die Gedankenwelt und Lebensweise der Frühmenschen
6. Der Neandertaler als Urmensch
7. Die Errungenschaften der Jetztmenschen
8. Die Mittelsteinzeit und ihre Besonderheiten
9. Die neolithische Revolution und die Linienbandkeramische Kultur
Zielsetzung & Themen
Das Werk gibt einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zur Steinzeit, von den Anfängen der Menschheitsgeschichte in Afrika bis hin zu den kulturellen Entwicklungen des modernen Menschen, und erläutert die Bedeutung archäologischer Funde für unser Verständnis dieser Epoche.
- Archäologische Funde und ihre Bedeutung für die Forschung
- Die Entwicklung und Ausbreitung früher Menschenformen wie Homo habilis und Homo erectus
- Die Entdeckung und Nutzung des Feuers sowie frühe technische Erfindungen
- Die Lebensweise, Bestattungskultur und soziale Struktur von Neandertalern
- Der Übergang zur Sesshaftigkeit und die Anfänge von Ackerbau und Viehzucht
Auszug aus dem Buch
Was wissen wir eigentlich über das Leben unserer steinzeitlichen Vorfahren?
Eigentlich nur das, was mehr oder minder zufällig entdeckte archäologische Funde aussagen. Sie gelingen zum Beispiel bei Bauarbeiten, bei denen Reste von Siedlungen, Jagdbeute, Werkzeuge, Waffen, Gräber oder Friedhöfe aufgedeckt werden. Es ist ein großes Glück für die Prähistoriker, wenn in einem solchen Fall irgendein geschultes Auge sofort die wahre Natur derartiger Hinterlassenschaften erkennt und der zuständigen Stelle meldet.
Urgeschichtliche Zeugnisse aus der Steinzeit werden aber auch beim Absuchen von Kies- und Sandgruben sowie von Äckern geborgen. Manchmal geschieht dies jahrelang, etwa wenn beim Pflügen eines Feldes immer wieder Steinwerkzeuge oder Reste von Tongefäßen an die Erdoberfläche befördert werden. Nicht in jedem Fall meldet der Landwirt oder Hobby-Archäologe sofort die Funde dem nächstliegenden Landesamt für Denkmalpflege, Museum oder Universitätsinstitut.
Dadurch werden die Fundzusammenhänge unzureichend dokumentiert, aussagekräftige Hinterlassenschaften nur unbeholfen restauriert, konserviert und nicht selten sogar zerstört. Hinzu kommt, dass ein im Wohnzimmer aufbewahrter archäologischer Fund, von dem niemand weiß, für die Fachwelt nicht existiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Was wissen wir über die Steinzeit?: Einleitung in die Problematik, wie wir durch archäologische Funde überhaupt Wissen über die prähistorische Zeit erlangen.
2. Die Anfänge der Menschheitsgeschichte in Afrika: Erläuterung des Begriffs Steinzeit und der frühen Entwicklung in Afrika durch Vertreter der Gattung Homo.
3. Die Ausbreitung der Frühmenschen: Darstellung der Eroberung Eurasiens durch Frühmenschen der Art Homo erectus.
4. Die Nutzung des Feuers durch Frühmenschen: Nachweise und Bedeutung der Feuerbeherrschung für die frühen Menschen.
5. Die Gedankenwelt und Lebensweise der Frühmenschen: Analyse ritueller Praktiken wie Kannibalismus und der sozialen Aspekte des frühen Zusammenlebens.
6. Der Neandertaler als Urmensch: Ein Porträt des Neandertalers, seiner Bestattungskultur und der kulturellen Leistungen, die ihm lange Zeit abgesprochen wurden.
7. Die Errungenschaften der Jetztmenschen: Übersicht über die technologische und künstlerische Evolution des modernen Menschen ab ca. 35.000 Jahren vor heute.
8. Die Mittelsteinzeit und ihre Besonderheiten: Kennzeichnung der Mittelsteinzeit durch Mikrolithen und eine stärkere Sesshaftigkeit der Jäger und Sammler.
9. Die neolithische Revolution und die Linienbandkeramische Kultur: Beschreibung des Übergangs zur Landwirtschaft und der Besiedlung Mitteleuropas durch sesshafte Bauern.
Schlüsselwörter
Steinzeit, Archäologie, Homo erectus, Neandertaler, Jetztmensch, Feuerbeherrschung, Faustkeil, Höhlenmalerei, Mittelsteinzeit, Jungsteinzeit, Linienbandkeramische Kultur, Ackerbau, Viehzucht, Siedlungen, Funde
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk grundsätzlich?
Das Buch bietet einen informativen Überblick über das Leben unserer Vorfahren in der Steinzeit auf Basis archäologischer Erkenntnisse.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen die Evolution des Menschen, technologische Meilensteine wie die Nutzung des Feuers, soziale Strukturen und den Wandel zur Sesshaftigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, dem Leser das Leben in der Steinzeit durch die Deutung archäologischer Hinterlassenschaften verständlich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Auswertung archäologischer Funde, Skelettreste und prähistorischer Artefakte in ihrem historischen Kontext.
Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung verschiedener Entwicklungsstufen von der Alt- über die Mittel- bis zur Jungsteinzeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Kernbegriffe sind Steinzeit, Neandertaler, Archäologie, technologische Evolution und Menschheitsgeschichte.
Was sagt der Autor über die Erhaltungsfähigkeit von Funden aus der Steinzeit?
Er weist darauf hin, dass nur widerstandsfähige Materialien wie Stein oder Knochen gut erhalten bleiben, während organische Stoffe wie Holz oder Textilien meist vergehen.
Welche Rolle spielten die Neandertaler im Vergleich zu früheren Ansichten?
Der Autor korrigiert das veraltete Bild des "primitiven Neandertalers" und betont deren soziale Komplexität, Bestattungskultur und geistige Fähigkeiten.
Was markiert den Übergang zur Jungsteinzeit?
Der Übergang wird durch die neolithische Revolution definiert, insbesondere durch Ackerbau, Viehzucht und die Herstellung von Töpferwaren.
Wie wurde die Entdeckung des Neandertalers bewertet?
Anfänglich wurden die Funde oft verkannt oder als Reste von Tieren oder exotischen Zeitgenossen missinterpretiert, bevor ihre Bedeutung als Urmensch anerkannt wurde.
- Quote paper
- Ernst Probst (Author), 2012, Was wissen wir über die Steinzeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195529