1. Einleitung
Selbständigkeit, der Traum vieler Menschen! Eine eigene Firma, ein eigenes Un-ternehmen gründen, viel Geld verdienen und erfolgreich sein. Das ist etwas, was sich viele wünschen. Doch der Schritt in die Selbständigkeit sollte gut überdacht und sorgfältig vorbereitet sein, auch wenn die deutsche Wirtschaft und deren Arbeitsmarkt von einer Unternehmensgründung profitiert. Laut KfW-Gründungsmonitor 2010 können sich nur rund 75% der Existenzgründer am Markt behaupten und scheitern nicht in den ersten drei Jahren. Eine gründliche Überlegung, genaue Analyse und solide Planung der Geschäftsidee sind somit unverzichtbar.
Bereits beim benötigten Eigenkapital wird der Weg für viele Unternehmensgründer schwierig, da der Finanzierungsbedarf häufig die eigenen Mittel übersteigt. Somit müssen Fremdkapital- oder Eigenkapitalgeber die Gründungsfinanzierung unterstützen. Diese Kapitalgeber zu überzeugen, in das geplante Vorhaben zu investieren, ist oftmals nicht leicht. Bei jeder Unternehmensgründung tragen die Kapitalgeber das Risiko, ihr Geld aufgrund der Betriebsblindheit, welche aus Vorfreude und Begeisterung des Unternehmensgründers resultieren kann, zu verlieren. Um die Kapitalgeber davon zu überzeugen, in das eigene Projekt zu investieren oder mit Zuschüssen zu unterstützen, benötigt man ein gut durchdachtes und strukturiertes Konzept - den Businessplan.
Mit Hilfe des Businessplans stellt der Unternehmensgründer bereits bei der Anfertigung selbst fest, ob seine Idee in der praktischen Anwendung umsetzbar ist oder nicht. Der Businessplan ist eine...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Untersuchung der Existenzgründungsschwierigkeiten
3. Finanzierung von Unternehmensgründungen
3.1 Eigenkapital
3.1.1 Family & Friends
3.1.2 Venture Capital-Gesellschaften
3.2 Fremdkapital
3.2.1 Banken
3.2.2 Staatliche Fördermittel
4. Inhalte des Businessplans vor dem Hintergrund der Kapitalbeschaffung
4.1 Executive Summary
4.2 Unternehmenskonzept
4.3 Produkt bzw. Dienstleistung
4.4 Markt und Marktwettbewerb
4.5 Marketing und Vertrieb
4.6 Management und Organisation
4.7 Chancen und Risiken
4.8 Finanzplanung – Das Zahlenwerk des Businessplans
4.9 Anhang
5. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Bachelor-Thesis ist es, die grundlegende Bedeutung des Businessplans als unverzichtbares Instrument für eine erfolgreiche Existenzgründung und die damit verbundene Kapitalbeschaffung aufzuzeigen. Dabei wird systematisch analysiert, welche inhaltlichen Anforderungen ein professioneller Businessplan erfüllen muss, um potenzielle Kapitalgeber von der Geschäftsidee zu überzeugen.
- Untersuchung der typischen Ursachen für das Scheitern von Existenzgründungen.
- Analyse verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten (Eigen- und Fremdkapital).
- Detaillierte Erläuterung der notwendigen inhaltlichen Bausteine eines Businessplans.
- Darstellung betriebswirtschaftlicher Planungsrechnungen für die Finanzplanung.
- Erläuterung der strategischen und operativen Aspekte von Marketing und Vertrieb.
Auszug aus dem Buch
4.1 Executive Summary
Jeder gut aufgebaute Businessplan beginnt mit der Executive Summary. Die Executive Summary, auch Zusammenfassung der Geschäftsidee genannt, ist das Herzstück des Businessplans und soll für einen schnellen Einstieg in die Thematik sorgen. Der Leser bekommt durch eine komprimierte, zwei bis vier Seiten umfassende Zusammenfassung des Businessplans den ersten Überblick über die Geschäftsidee. Da potentielle Kapitalgeber oftmals nicht die Zeit haben den kompletten Businessplan zu lesen, entscheiden sie aufgrund dieses ersten Eindruckes, ob es sich für sie um ein interessantes oder uninteressantes Geschäftsmodel handelt.
Die Executive Summary muss durch eine kurze und prägnante Darstellung das Interesse und die Neugier beim Leser wecken, schafft sie dies nicht, wird dem Businessplan keine weitere Beachtung geschenkt, mag er im weiteren Verlauf noch so gut aufgestellt sein. Da eine konzentrierte Zusammenfassung des Wesentlichen auf wenigen Seiten oftmals schwieriger ist als die Erstellung eines kompletten Businessplans, empfiehlt es sich, die Executive Summary nach Fertigstellung des Businessplans zu erstellen. Ebenso wird es hierdurch einfacher, sich auf die wesentlichen Kernaussagen zu begrenzen und somit eine kurze, aussagekräftige und dennoch detaillierte Reflexion des Businessplans anzufertigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung verdeutlicht die Relevanz einer fundierten Planung für Existenzgründer und stellt den Businessplan als essenzielle Visitenkarte für Investoren vor.
2. Untersuchung der Existenzgründungsschwierigkeiten: Das Kapitel analysiert die häufigsten Ursachen für das Scheitern junger Unternehmen und identifiziert Finanzierungsprobleme als zentralen Schwachpunkt.
3. Finanzierung von Unternehmensgründungen: Es werden die verschiedenen Möglichkeiten der Eigen- und Fremdkapitalbeschaffung sowie deren spezifische Voraussetzungen und Bedeutung für den Erfolg erläutert.
4. Inhalte des Businessplans vor dem Hintergrund der Kapitalbeschaffung: Dieser zentrale Teil der Arbeit detailliert die notwendigen Komponenten eines Businessplans, von der Executive Summary bis zur Finanzplanung.
5. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert, dass ein Businessplan ein unabdingbares Instrument ist, um Existenzgründer bei der Vorbereitung zu unterstützen und Kapitalgeber von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit zu überzeugen.
Schlüsselwörter
Existenzgründung, Businessplan, Kapitalbeschaffung, Eigenkapital, Fremdkapital, Finanzplanung, Liquiditätsplanung, Marktanalyse, Marketing-Mix, Unternehmenskonzept, Investoren, Rentabilitätsrechnung, Wettbewerbsanalyse, SWOT-Analyse, Unternehmensgründer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Erstellung und Bedeutung eines Businessplans als entscheidendes Instrument für Unternehmensgründer, um Kapitalgeber für die Finanzierung ihres Vorhabens zu gewinnen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Existenzgründungsproblematik, Finanzierungsquellen, inhaltliche Strukturvorgaben für Businesspläne sowie Methoden der Finanz- und Marketingplanung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Businessplan professionell ausgearbeitet werden muss, um als "Visitenkarte" des Unternehmens die Erfolgsaussichten auf eine Kapitalzusage zu erhöhen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Fachpublikationen, Studien und aktueller Statistiken zum Thema Existenzgründung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Existenzgründungsschwierigkeiten, Finanzierungsmöglichkeiten und die detaillierte Darstellung der notwendigen Kapitel eines Businessplans inklusive Finanz- und Marketinginstrumenten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Businessplan, Kapitalbeschaffung, Finanzplanung, Existenzgründung und Rentabilität definiert.
Warum ist das Finanzkapitel des Businessplans für Investoren so wichtig?
Investoren benötigen die Finanzplanung, um die wirtschaftliche Tragfähigkeit, die Liquidität und die Rentabilität des Vorhabens zu prüfen und das Risiko der Kapitalanlage realistisch einschätzen zu können.
Was unterscheidet das operative vom strategischen Marketing laut der Arbeit?
Das strategische Marketing befasst sich mit der langfristigen Zielplanung über meist fünf Jahre, während das operative Marketing kurzfristige Maßnahmen bis zu einem Jahr beschreibt, um den Markt aktiv zu beeinflussen.
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- Jens Steudel (Author), 2011, Der Businessplan als Instrument zur Kapitalbeschaffung: Die wesentlichen Bestandteile eines Businessplanes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195639