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Methoden und Konzepte des offenen Unterrichts

Eine kritische Auseinandersetzung (unter Einbeziehung der Seminarkenntnisse aus dem Bereich Unterrichtsorganisation und -kommunikation)

Title: Methoden und Konzepte des offenen Unterrichts

Term Paper , 2010 , 17 Pages

Autor:in: Bernadette Greiten (Author)

Didactics - German Studies
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Nach dem schlechten Abschneiden der deutschen Schüler in der PISA-Studie wird viel am deutschen Schulsystem kritisiert. So werden unter anderem Lehr- und Lernmethoden in Frage gestellt, die im deutschen Schulalltag Einzug gehalten haben. Von den einen gefordert, von den anderen abgelehnt, polarisiert der offene Unterricht in der Methodenauswahl die Kritiker. Erweckt er bei dem einen den Anschein, es herrsche Chaos, sieht der andere die Stärken in der kreativen und selbstständigen Lernleistung der Schülerinnen und Schüler. Welche Methoden und Konzepte jedoch genau den offenen Unterricht zu gerade diesem machen und wo Probleme auftauchen, das gilt es zu untersuchen.
Wird dem klassischen Unterricht oftmals Frontalunterricht vorgeworfen, so wird am offenen Unterrichtskonzept Planlosigkeit und mangelnde Struktur kritisiert. Doch was ist eigentlich didaktisch für Schülerinnen und Schüler sinnvoll? Von welcher Form des Unterrichtskonzeptes profitieren Schülerinnen und Schüler? Diese der eigentlichen Diskussion zu Grunde liegenden Fragestellungen weitestgehend zu beantworten, ist Ziel meiner Ausarbeitung.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Dilemma einer fehlenden Definition von offenem Unterricht

III. Historische Einflüsse des offenen Unterrichts

IV. Kommunikation und Organisation des offenen Unterrichts

1. Architektonische Gegebenheiten

2. Lernmethoden

3. Organisationsform

4. Lernzeit

5. Öffnung von Lernzielen und -inhalten

6. Alternative Bewertungsmaßstäbe

V. Klassische Unterrichtsorganisation im Unterschied zum offenen Unterricht

VI. Fazit

VII. Literaturnachweise

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Konzepten des offenen Unterrichts auseinander, um zu untersuchen, inwieweit diese die klassische Unterrichtsorganisation übertreffen oder durch welche spezifischen Merkmale sie sich grundlegend unterscheiden. Das primäre Ziel besteht darin, die didaktische Sinnhaftigkeit der verschiedenen Modelle zu evaluieren und herauszuarbeiten, welche Form der Unterrichtsgestaltung Schülerinnen und Schüler am stärksten in ihrer selbstständigen Lernleistung unterstützt.

  • Historische Herleitung des offenen Unterrichts aus der Reformpädagogik.
  • Analyse der Merkmale und Kriterien des offenen Unterrichts (Raum, Zeit, Methoden).
  • Gegenüberstellung von klassischer Lehrerzentrierung und schülerzentriertem Lernen.
  • Untersuchung der Rolle von Kommunikation und Organisation im Schulalltag.
  • Kritische Bewertung von Leistungsnachweisen und Lernzielen in offenen Lernumgebungen.

Auszug aus dem Buch

IV. Kommunikation und Organisation des offenen Unterrichts

Aus der Ausführung Wallrabensteins im letzten Abschnitt von Punkt III. werden einzelne Kriterien deutlich, die den offenen Unterricht definieren. So wird der inhaltliche, methodische und organisatorische Aspekt der Öffnung erwähnt, sowie das Ziel benannt. Gibt es auch, wie in Kapitel II. aufgeführt, verschiedene Definitionen, so sind diese doch allen Konzepten des offenen Unterrichts gemein.

Eine zentrale Annahme von offenem Unterricht besteht darin, dass die Schülerinnen und Schüler „[…] selbstgesteuert bzw. selbstreguliert […]“ lernen können. Um dies zu gewährleisten, müssen einige „[…] unnötige organisatorische(n) Zwänge vermieden werden, das heißt so weit wie möglich sollten die Beteiligten frei über Raum, Zeit und Sozialformen, entscheiden können.“

Im Folgenden werden diese Kriterien, anhand derer man den Grad der Offenheit in verschiedenen Bereichen der Unterrichtsgestaltung und –organisation differenzieren kann, nun nach dem Ansatz Gruehns (2000) näher erläutert.

a) Architektonische Gegebenheiten

Ein Merkmal offenen Unterrichts sind die architektonischen Gegebenheiten. Ein Raum soll für die Schüler und Schülerinnen „[…] variabel und damit für unterschiedliche Ansprüche einzelner Lerneinheiten anpassbar sein.“ Diese Anforderung leitet sich aus der Annahme ab, dass ein Klassenraum kein statisches Objekt ist, sondern für die verschiedensten Tätigkeiten und Lernarrangements umgestaltet werden kann. Dabei kann auch die dezentrale Sitzordnung von Bedeutung sein, da die frontale Ausrichtung zur Tafel nicht gegeben sein soll. Dies führt dann zu Raumgewinn, da dieser Innenraum für großflächige Aktivitäten zur Verfügung steht. Jedoch reduziert sich der Unterricht nicht nur auf den Klassenraum, sondern die gesamte Schule mit komplettem Schulgelände soll im offenen Unterricht zum Arbeitsraum werden. So wird ein „Klassenraum zum Lebensraum“, der zu einer „veränderten Lernumgebung“ beiträgt, auch mit der Perspektive ein verändertes „schulisches Lernen“ zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die PISA-Krise und die resultierende Kritik an Lehrmethoden, wobei die Notwendigkeit einer Untersuchung offener Unterrichtskonzepte zur Steigerung der selbstständigen Lernleistung definiert wird.

II. Das Dilemma einer fehlenden Definition von offenem Unterricht: Dieses Kapitel thematisiert die Schwierigkeit, einen konsensfähigen Definitionsbegriff für den offenen Unterricht zu finden, da dieser aus einer Vielzahl reformpädagogischer Strömungen erwachsen ist.

III. Historische Einflüsse des offenen Unterrichts: Hier werden die Wurzeln in der Reformpädagogik aufgezeigt, insbesondere der Wandel durch Vordenker wie Rousseau und die Rezeption internationaler Bildungsansätze.

IV. Kommunikation und Organisation des offenen Unterrichts: Dieses Kernkapitel detailliert die praktischen Säulen der Offenheit wie Lernarchitektur, Zeitmanagement, Methodenvielfalt und neue Bewertungsmaßstäbe.

V. Klassische Unterrichtsorganisation im Unterschied zum offenen Unterricht: Das Kapitel vergleicht die stark ritualisierte, lehrerzentrierte Kommunikation des traditionellen Frontalunterrichts mit den flexibleren Anforderungen des offenen Lernens.

VI. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion, die feststellt, dass die Verbindung unterschiedlicher didaktischer Wege oft zielführender ist als das dogmatische Festhalten an einem einzelnen „perfekten“ Konzept.

VII. Literaturnachweise: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und die wissenschaftliche Literatur auf.

Schlüsselwörter

Offener Unterricht, Reformpädagogik, Schülerzentrierung, Unterrichtsorganisation, Kommunikation, Konstruktivismus, Lernmethoden, Leistungsbewertung, Lernumgebung, Selbstständigkeit, Schulpraxis, PISA-Studie, Didaktik, Lernprozess, Frontalunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen Auseinandersetzung über die Methoden und Konzepte des offenen Unterrichts unter besonderer Berücksichtigung der Unterrichtsorganisation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Genese der Reformpädagogik, die Definitionsproblematik des offenen Unterrichts sowie die Differenz zwischen lehrer- und schülerzentriertem Lernen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, welche Unterrichtsform didaktisch am sinnvollsten ist, um Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen Lernern zu erziehen und ihre Motivation zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich fachdidaktischer Literatur und Forschungsergebnisse zur Unterrichtskommunikation und -organisation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der architektonischen, methodischen und zeitlichen Kriterien des offenen Unterrichts sowie einen Vergleich mit klassischen Unterrichtsmustern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Offener Unterricht, Schülerzentrierung, Selbstständigkeit, Unterrichtsorganisation und Konstruktivismus.

Inwiefern ist der „Klassenraum als Lebensraum“ für das Konzept wichtig?

Dies ist ein zentraler Aspekt der Öffnung von Lernumgebungen, da der Raum variabel gestaltet werden muss, um selbstständiges Handeln jenseits frontaler Sitzordnungen zu ermöglichen.

Warum wird im Fazit von einem „perfekten“ Unterricht abgeraten?

Die Autorin argumentiert, dass aufgrund der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler eine Kombination verschiedener Ansätze sinnvoller ist, als starr auf eine einzige didaktische Form zu setzen.

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Details

Title
Methoden und Konzepte des offenen Unterrichts
Subtitle
Eine kritische Auseinandersetzung (unter Einbeziehung der Seminarkenntnisse aus dem Bereich Unterrichtsorganisation und -kommunikation)
College
University of Paderborn  (Germanistik)
Course
Kommunikation im Unterricht (mit fachdidaktischem Schwerpunkt)
Author
Bernadette Greiten (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V195651
ISBN (eBook)
9783656214489
ISBN (Book)
9783656217992
Language
German
Tags
Offener Unterricht Frontalunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernadette Greiten (Author), 2010, Methoden und Konzepte des offenen Unterrichts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195651
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