In dieser Facharbeit wird in das weite Feld der Forensischen Chemie ein kleiner Einblick gegeben. Historische Themen sind ebenso vertreten wie Themen der Chemie, die sich auf Nachweismethoden beschränken. Diese Nachweismethoden können auch praktisch im Chemieunterricht angewendet werden.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Geschichte der forensischen Chemie
Experiment zur chemischen Wende – Die Mitscherlich - Probe
Die Toxikologie – Eine Einführung
Der analytische Nachweis von Cyanid
Daktyloskopie-Nachweis von Fingerabdrücken
Klassischer chemischer Nachweis von Fingerabdrücken
Bericht von einem berühmten Kriminalfall
Weitere wichtige analytische Nachweismethoden
Zielsetzung & Themen
Diese Facharbeit untersucht die Rolle der chemischen Analytik bei der Aufklärung von Verbrechen und beleuchtet verschiedene forensische Methoden, die sowohl historisch als auch in der modernen Kriminaltechnik von Bedeutung sind.
- Grundlagen und Geschichte der forensischen Chemie
- Toxikologische Analysen und Giftmorde
- Chemische Nachweisverfahren für Cyanid und Phosphor
- Daktyloskopische Methoden zur Identifizierung
- Fallbeispiele aus der Kriminalgeschichte
Auszug aus dem Buch
Die Geschichte der forensischen Chemie
Begriffserklärung: Der Begriff stammt von lat. „ forum“: Marktplatz, öffentlicher Platz (Pl. Foren) . In der Antike, vor allem in Rom, wurden Gerichtsverfahren, Untersuchungen, Urteilssprüche und die daraus folgenden Strafen öffentlich auf dem Marktplatz untersucht. Heute versteht man unter Forensik verschiedene naturwissenschaftliche Arbeitsgebiete, die systematisch kriminelle Handlungen untersuchen, analysieren und rekonstruieren.
Die forensische Wissenschaft ist unterteilt in die Teilgebiete:
• Medizin mit der Pathologie
• Biologie mit der Immunologie oder Serologie
• Physik mit der Ballistik
• Chemie mit der Toxikologie, Daktyloskopie und weiteren analytischen Nachweisen
Diese Arbeit wird sich vor allem auf die chemische Forensik und deren analytische Nachweismethoden konzentrieren. In der Praxis überschneiden sich mehrere Arbeitsgebiete der Naturwissenschaften. In Deutschland ist das BKA zuständig für alle forensischen Untersuchungen.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einleitung in die Thematik der Forensik sowie Erläuterung der persönlichen Motivation und Danksagung.
Geschichte der forensischen Chemie: Definition des Begriffs Forensik und historischer Rückblick auf die Entwicklung von Giftmorden bis hin zu ersten Ansätzen chemischer Beweisführung.
Experiment zur chemischen Wende – Die Mitscherlich - Probe: Detaillierte Darstellung eines Experiments zum Nachweis von weißem Phosphor mittels Chemilumineszenz.
Die Toxikologie – Eine Einführung: Erläuterung der Grundlagen der Giftwirkung, der Dosis-Wirkungs-Beziehung und verschiedener Arten der Giftaufnahme.
Der analytische Nachweis von Cyanid: Beschreibung eines chemischen Nachweisverfahrens für Cyanid durch die Bildung des Berliner Blaus.
Daktyloskopie-Nachweis von Fingerabdrücken: Einführung in die Technik der Daktyloskopie und ihre historische Etablierung in der Kriminalistik.
Klassischer chemischer Nachweis von Fingerabdrücken: Beschreibung eines Verfahrens zur Sichtbarmachung von Fingerabdrücken durch Silbernitratlösung.
Bericht von einem berühmten Kriminalfall: Analyse historischer Kriminalfälle wie dem Fall der Marquise de Brinvilliers und Mary Blandy im Kontext der toxikologischen Entwicklung.
Weitere wichtige analytische Nachweismethoden: Übersicht über ergänzende physikalisch-chemische Verfahren wie Chromatografie und Massenspektroskopie.
Schlüsselwörter
Forensische Chemie, Kriminalistik, Analytik, Toxikologie, Fingerabdrücke, Daktyloskopie, Giftmord, Cyanid, Marshsche Probe, Mitscherlich Probe, Berliner Blau, Chromatografie, Massenspektroskopie, Stoffnachweis, Kriminalgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die forensische Chemie als Teilgebiet der Kriminaltechnik und untersucht, wie chemische Analytik zur Aufklärung von Verbrechen beiträgt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung der Forensik, die Toxikologie, chemische Nachweisreaktionen für Gifte sowie die Identifizierung durch Fingerabdrücke.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit möchte aufzeigen, wie durch chemische Analytik Verbrechen aufgeklärt werden können und welche Bedeutung dieser Bereich für die Kriminalistik hat.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden sowohl theoretische Beschreibungen analytischer Methoden als auch praktische Experimente (z.B. Mitscherlich-Probe, Nachweis von Cyanid) beschrieben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen, toxikologische Grundlagen, konkrete chemische Nachweisverfahren und die Darstellung bekannter Kriminalfälle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Forensik, Analytik, Toxikologie, Daktyloskopie, Giftnachweis und Kriminaltechnik sind die prägenden Fachbegriffe.
Wie funktioniert der Nachweis von Fingerabdrücken mittels Silbernitrat?
Silbernitrat reagiert mit dem Chlorid der im Schweiß enthaltenen Salze, wodurch die Strukturen der Fingerabdrücke durch Silberionen sichtbar gemacht werden können.
Warum spielt die Mitscherlich-Probe eine Rolle in der Forensik?
Sie ermöglicht den Nachweis von hochgiftigem weißem Phosphor in organischen Proben, was historisch zur Aufklärung von Giftmorden genutzt wurde.
- Arbeit zitieren
- Laura Stöber (Autor:in), 2012, Forensische Chemie. Die Kunst der Analytik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195839