Inhalt dieser Veröffentlichung ist das Jubiläum 100 Jahre nichtrostende Stähle wie auch ihre Entwicklung sowie Bedeutung und, dass ihre Schöpfung ein Erfolg vieler Väter ist. Anhand von umfangreicher Literatur über nichtrostende Stähle, den eigentlichen Schöpfer dieser Edelstähle vor 100 Jahren, Eduard Maurer, wie auch weiterer im Schrifttum als Urheber der ER Stähle benannte Metallurgen wird im Buch berichtet. Mit dem vorliegenden Werk wird dabei das Ziel verfolgt, nicht nur den Fachleuten, sondern auch Ingenieuren, Konstrukteuren, Architekten, Planern, Designern, Kunsthandwerkern sowie darüber hinaus Interessierten, Laien, Lernenden, Studierenden sowohl den Einblick in den Wissensschatz der nichtrostenden Stähle wie auch den Überblick über das in ihnen steckende außergewöhnliche Potential und die Bandbreite ihrer Verfügbarkeit zu geben. In das Buch wurde zur Objektbeschreibung eine Gliederung der nichtrostenden Stähle gemäß EN 10088-1 wie auch nach François Cardarelli aufgenommen, die diese auf der Basis ihrer metallurgischen Phasen bzw. Mikrostruktur beschreibt. Damit wird dem Leser zur Kenntnis gebracht, die im Fokus stehenden Edelstähle Rostfrei gliedern sich in vier Hauptgruppen, nämlich in: austenitische korrosionsbeständige Stähle, ferritische korrosionsbeständige Stähle, austenitisch-ferritische korrosionsbeständige Stähle, martensitische und ausscheidungshärtende korrosionsbeständige Stähle. Die vorliegende Arbeit betrachtet die nichtrostenden Stähle nicht nur beim üblichen Einsatz, sondern sie gibt von ihrem Aufbau aus auch Auskünfte zum gebrauchssicheren bis hin zum körperverträglichen und gesundheitsschützenden Charakter der Edelstähle, im Einzelnen für: ▪ Parks, Anlagen, Kunst und Spiel, ▪ Stadtbereiche, Fußgängerzonen, Plätze, Wegeführung und Begrenzung, ▪ Öffentlichen Verkehr, Geländer, Treppen, Fußgängerbrücken, ▪ Sanitärbereiche, Sportstätten, Wellnesslandschaften, Freizeitzonen, ▪ Fassaden und Gebäudehüllen, Dachentwässerung und Dachzubehör, ▪ Innovatives Design, futuristische Architektur, kreativer Schmuck, ▪ Tafelschmuck, Edelstahlbestecke, Kochtöpfe, Pfannen, Bräter, Küchenhelfer, ▪ Industrie, Gewerbe, Spezialeinrichtungen, Institute, kosmischer und strategischen Bedarf. Bewusst eingebunden in das Buch sind auch die ersten Patentschriften zu den nichtrostenden Stählen, da sie einige Väter der Edelstähle nennt und ihre Ansprüche, nachlesbar macht.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung.
Interpretation - Nichtrostender Stahl. Nichtrostender Stahl. Edelstahl. Qualitätsstahl.
100 Jahre Edelstahl.
Entwicklung der Weltstahlproduktion und Produktionsmenge nichtrostender Stähle.
Einteilung der nichtrostenden und Edelstähle nach ihrem Gefügeaufbau.
Martensitische nichtrostende Stähle.
Ferritische nichtrostende Stähle.
Austenitische nichtrostende Stähle.
Austenitisch-ferritische Edelstähle – Duplexstähle.
Ausscheidungshärtende nichtrostende Stähle, (Precipitation Hardening, PH).
Ausgewählte Eigenschaften nichtrostender Stähle nach DIN EN 10088-3.
Daten zur Geschichte der nichtrostenden Stähle.
Anwendungsbeispiele für Edelstahl Rostfrei.
Innovative Anwendungsbeispiele für Edelstahl Rostfrei
125. Geburtstag von Eduard Maurer.
Erste Patentschriften zu nichtrostenden Stählen, die Väter der Edelstähle.
US-Patent USP No. 49,495, Julius Baur, New York, 1865.
Britisches Patent GB No. 23,861, La Societe Anonyme La-Neo-Metallurgie 1904
Deutsches Reichspatent DRP Nr. 270750, Dr. Gustav Tammann, Göttingen, 1909.
US-Patent No. 1,026,461, Franz Wilhelm Schilling, Friedr. Krupp AG, Essen.
Deutsches Reichspatent DRP Nr. 246035, Dr. Wilhelm Borchers und Phillipp Monnartz, Aachen, 1910.
Österreichisches Patent AT Nr. 64009, Poldihütte Tiegelgussstahlfabrik, Wien, 1912
Deutsches Reichspatent DRP Nr. 304126, Clemens Pasel, Essen, 1912.
Deutsches Reichspatent DRP Nr. 304159, Clemens Pasel, Essen, 1912.
Österreichisches Patent AT Nr. 71693, Clemens Pasel, Essen, 1914.
Französisches Patent FR No. 461.753, Clemens Pasel, Essen, 1914.
Britisches Patent GB No. 13,414, Clemens Pasel, Essen, 1914.
US-Patent USP No. 1,197,256, Harry Brearley, Sheffield, 1916.
Österreichisches Patent AT Nr. 86424, Harry Brearley, Sheffield, 1916/1921.
US-Patent USP No. 1,316,817, Benno Strauss, of Bredeney, Germany, 1919.
US-Patent USP No. 1,299,404, Elwood Haynes, of Kokomo, 1919.
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über die Entwicklung, die Bedeutung und das Anwendungspotenzial von nichtrostenden Stählen zu geben. Dabei wird insbesondere die Rolle von Eduard Maurer als Pionier gewürdigt und die technologische Vielfalt der Edelstahlgruppen beleuchtet.
- Historische Entwicklung und Väter der Edelstahltechnologie
- Metallurgische Einteilung und Eigenschaften nichtrostender Stähle
- Anwendungsgebiete von Architektur bis zur Lebensmittelindustrie
- Dokumentation der ersten Patentschriften und ihrer Erfinder
Auszug aus dem Buch
100 Jahre Edelstahl.
Mehr als ein Part in der Datenline wert ist folgende Tatsache: Eine Wurzel früher Versuche zur Erzeugung von Edelstählen führt auch in das von Johann Heinrich August Bleckmann (1826-1891) im Jahre 1862 in und bei Mürzzuschlag a.d. Mürz (Steiermark, A) gegründete Edelstahlwerk „Phönix Stahlwerke Joh. E. Bleckmann“ in dem seit 1899 Max Mauermann (1868-1929), der zuvor Chefchemiker in der Bismarckhütte bei Kattowitz (OS) war. Auf „Phönix“ hatte er beste Voraussetzung für diesbezügliche Tests, denn da unterstanden ihm anfangs drei Tiegelgussstahlöfen und das chemische Laboratorium.
Förderlich für die Entwicklung der Edelstähle war außerdem, dass Max Mauermann zum einen 1916 zum Direktor des Stahlwerkes sowie der Forschungs- und Versuchsanstalt bestellt wurde und zum anderen er ab 1924, nach der Fusion der Bleckmann-Stahlwerke AG mit der Schoeller-Stahlwerke AG zur Schoeller-Bleckmann-Stahlwerke AG, in Ternitz (NÖ) wie auch ab 1927 in der GD Wien technischer Fachberater war. Anregungen für seine Tests, nichtrostende Cr-Ni-Stähle zu erschmelzen, kamen zusätzlich aus einer 1910 von der Poldi-Hütte in Kladno (Böhmen, CZ) vorgenommenen Patentanmeldung ÖP: 64 009 (s.S. 47) auf einen korrosionsbeständigen Gewehrlaufstahl (mit ca. 10 % Ni, max. 0,25 % C). Auf ihn gehen ebenso die Stahlmarken „Phönix Edelweiß MM“, „Phönix Edelweiß MA“, „Phönix Edelweiß MAT“ und gilt als (ein, d.A.) Erfinder des nichtrostenden Edelstahl [1], [2]. Einige davon gibt Dr. techn. Franz Ritter, Leoben-Linz, in [3]: Phönix-Edelweiß MM 1-4, Fe, 13-16 Cr; Phönix-Edelweiß ARH 8, Fe, 13-16 Cr (Cr-Stähle, untereutektoid); Phönix-Edelweiß MA 1-3, Fe, 0,1 C [4] 18 Cr; 8 Ni (18/8 Cr-Ni-Stähle, austenitisch, nicht kornzerfallsicher).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung.: Zusammenfassung des Anlasses und der Zielsetzung der Veröffentlichung anlässlich des 100-jährigen Jubiläums.
Interpretation - Nichtrostender Stahl. Nichtrostender Stahl. Edelstahl. Qualitätsstahl.: Definition und Abgrenzung der verschiedenen Stahlsorten und deren Bedeutung.
100 Jahre Edelstahl.: Historischer Abriss zur Entwicklung und den Anfängen der Edelstahlproduktion durch Pioniere wie Max Mauermann.
Entwicklung der Weltstahlproduktion und Produktionsmenge nichtrostender Stähle.: Statistische Analyse der globalen Stahlerzeugung von 1880 bis 2011.
Einteilung der nichtrostenden und Edelstähle nach ihrem Gefügeaufbau.: Systematische Kategorisierung der Stähle in ferritische, martensitische, austenitische, Duplex- und PH-Stähle.
Ausgewählte Eigenschaften nichtrostender Stähle nach DIN EN 10088-3.: Zusammenfassung technischer Daten und Eigenschaften basierend auf der relevanten DIN-Norm.
Daten zur Geschichte der nichtrostenden Stähle.: Chronologische Auflistung wichtiger Meilensteine in der Geschichte des Edelstahls.
Anwendungsbeispiele für Edelstahl Rostfrei.: Darstellung der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Bauwesen, der Industrie und Umwelttechnik.
Innovative Anwendungsbeispiele für Edelstahl Rostfrei: Vorstellung aktueller technologischer Neuerungen und innovativer Architekturprojekte.
125. Geburtstag von Eduard Maurer.: Biographischer Teil über den Pionier und seine Verdienste um die Stahlforschung.
Erste Patentschriften zu nichtrostenden Stählen, die Väter der Edelstähle.: Dokumentation und Analyse der historischen Patente, die den Grundstein für moderne Legierungen legten.
Schlüsselwörter
Edelstahl, Nichtrostender Stahl, Eduard Maurer, Chrom-Nickel-Stahl, Metallurgie, Korrosionsbeständigkeit, Stahlgeschichte, Werkstofftechnik, Patentschriften, austenitische Stähle, ferritische Stähle, Duplex-Stähle, Legierungselemente, Bauwesen, Umwelttechnik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Publikation beleuchtet das 100-jährige Jubiläum nichtrostender Stähle, ihre technische Entwicklung, Bedeutung sowie die wegweisenden Leistungen von Pionieren wie Eduard Maurer.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Edelstahlerfindung, die metallurgische Klassifizierung nach Gefügestrukturen, Anwendungsgebiete in Architektur und Technik sowie eine fundierte Quellenanalyse historischer Patentschriften.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, Fachleuten und Interessierten einen detaillierten Einblick in das Potenzial, die Anwendungsvielfalt und die wissenschaftliche Historie der Edelstahltechnologie zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Patentrecherche, ergänzt durch technische Datenblätter, Materialeigenschaften nach DIN-Normen und historische Zeitaufstellungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Einteilung der Edelstahlgruppen, die Dokumentation der Produktionshistorie, detaillierte Anwendungsbeispiele und die Würdigung der Arbeit von Eduard Maurer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Edelstahl Rostfrei, Metallurgie, Eduard Maurer, Korrosionsbeständigkeit und technische Legierungsentwicklung charakterisiert.
Welche Rolle spielte Eduard Maurer bei der Erfindung?
Eduard Maurer war ein Pionier, der durch seine Forschung zur Austenitisierung und seine Arbeit bei Krupp maßgeblich an der Entwicklung austenitischer Chrom-Nickel-Stähle (VA-Stahl) beteiligt war.
Warum sind die Patentschriften im Buch enthalten?
Sie dienen als historischer Beleg für die Ursprünge der Edelstahlentwicklung und würdigen die verschiedenen "Väter der Edelstähle" und deren Ansprüche.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Ing., Dr.-Ing. Wolfgang Piersig (Autor:in), 2012, 100 Jahre Edelstahl - 125. Geburtstag von Eduard Maurer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197254