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Gesungene und gesprochene Aspekte in der Oper "L’incoronazione di Poppea"

Sprechgesang, eigentlicher Gesang, Liedgesang (vor der strikten Trennung von Rezitativ und Arie) – Wann „singen“ Nerone und Poppea tatsächlich?

Titel: Gesungene und gesprochene Aspekte in der Oper "L’incoronazione di Poppea"

Seminararbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Sophie Houriez (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Arbeit nun werde ich näher auf die gesungen und gesprochenen Aspekte in der Oper L’incoronazione di Poppea eingehen. Das Besondere hierbei ist, dass es in der Oper neben dem Gesang, sprich der Arie, und dem Sprechgesang, dem Rezitativ, auch noch gesungene Passagen innerhalb des Rezitativs gibt. Wann und wieso das Phänomen nun auftritt, werde ich im Folgenden ausführlicher erläutern, und unter dem Geschichtspunkt: „Sprechgesang, eigentlicher Gesang, Liedgesang (vor der strikten Trennung von Rezitativ und Arie) – Wann „singen“ Nerone und Poppea tatsächlich?“ untersuchen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rezitativ im 17. Jahrhundert

3. Arie im 17. Jahrhundert

4. Inhalt der Oper

5. Gesungene Passagen innerhalb des Rezitativs

6. Zusammenfassung

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Wechsels zwischen gesprochenem und gesungenem Stil in Claudio Monteverdis Oper L'incoronazione di Poppea. Dabei wird der Frage nachgegangen, durch welche musikalischen und dramaturgischen Faktoren ein Übergang vom Rezitativ zum Gesang (Arie) initiiert wird und welche emotionalen Zustände der Charaktere Nerone und Poppea diesen Stilwechsel motivieren.

  • Entwicklung und Definition des Rezitativs im 17. Jahrhundert
  • Entstehung und Formsprache der Arie im 17. Jahrhundert
  • Dramaturgische Analyse der Opernhandlung
  • Die Funktion von Musik-Text-Beziehungen bei Monteverdi
  • Emotionale Motivation als Triebfeder für stilistische Variabilität

Auszug aus dem Buch

Gesungene Passagen innerhalb des Rezitativs

Bevor ich nun auf den gesungenen und gesprochenen Stil in der Poppea eingehe, werde ich zunächst einen kurzen Überblick über die Musik-Text-Beziehung bei Monteverdi geben, speziell in der L'incoronazione di Poppea. Monteverdi versuchte in seinen dramatischen Werken ein zentrales Augenmerk auf die Musik-Text-Beziehung zu legen; die größte Herausforderung bestand darin die unterschiedlichen Bedeutungen von Gesang und Sprache zu erkennen und zu nutzen, denn hierbei musste die semantische Ausprägung des Textes mit der ausdrucksstarken Wirksamkeit von Musik verbunden werden. In L'incoronazione di Poppea stellt einen Höhepunkt in Monteverdis Text- Musik-Beziehung dar. Der Text wird durch die Musik ausgemalt, symbolisiert, repräsentiert und teilweise sogar ersetzt. Gesamt betrachtet, gibt es in der ganzen Oper nur wenige Stellen, bei denen die Musik nicht auf gewisse Weise mit dem Text assoziiert werden kann.

Zur Zeit Monteverdis gab es noch keine formale Differenzierung zwischen den Rezitativen und Arien. Ein wichtiger Punkt für die ihre Unterscheidung ist der Rhythmus. Für die Figuren der Ammen sowie des Valletto und der Damigella benutzt Monteverdi einen sehr regelmäßigen Rhythmus und erzeugt damit eine ganz unrezitativische Stimmung. Dies lässt sich aber auch dadurch erklären, dass es hier nicht um Arien handelt, sondern um komische Rollen, die in der Nähe von Tanzmusik stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage im Kontext von Monteverdis Opernwerk, insbesondere L'incoronazione di Poppea.

2. Rezitativ im 17. Jahrhundert: Erläuterung der Definition des Rezitativs als tonlich gehobene Art des Sprechens und Einordnung der verschiedenen Stile wie Stile narrativo, recitativo und rappresentativo.

3. Arie im 17. Jahrhundert: Beschreibung der Entwicklung der Arie als geschlossene musikalische Form und deren Abhängigkeit von neuen metrischen Vorgaben und italienischer Lyrik.

4. Inhalt der Oper: Zusammenfassung der dramatischen Handlung der Oper L'incoronazione di Poppea und deren zentrale Konflikte.

5. Gesungene Passagen innerhalb des Rezitativs: Analyse der Musik-Text-Beziehung bei Monteverdi und Untersuchung, warum und wie Charaktere innerhalb eines Rezitativs in gesungene Passagen wechseln.

6. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Frage nach den Motiven für Stilwechsel und deren dramaturgische Bedeutung.

7. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Claudio Monteverdi, L'incoronazione di Poppea, Rezitativ, Arie, Musik-Text-Beziehung, 17. Jahrhundert, Operngeschichte, Stile rappresentativo, Affektdarstellung, Gesangsstil, dramatische Musik, Metrumwechsel, Barockoper.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der differenzierten musikalischen Ausgestaltung von Sprache und Gesang in Claudio Monteverdis Oper L'incoronazione di Poppea.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung von Rezitativ und Arie im 17. Jahrhundert sowie die spezifische Anwendung dieser Stile durch Monteverdi zur dramatischen Charakterzeichnung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen und aus welchen emotionalen Gründen die Figuren Nerone und Poppea in der Oper vom Rezitativ zum gesungenen Stil übergehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche Analyse, die musiktheoretische Begriffe mit dramaturgischen Beobachtungen verknüpft und durch Notenbeispiele untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Rezitativ und Arie, eine Inhaltsangabe der Oper sowie die praktische Analyse der Stilwechsel anhand spezifischer musikalischer Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Monteverdi, Rezitativ, Arie, Affektdarstellung, Musik-Text-Beziehung und Stilwechsel.

Warum wechselt eine Figur wie Ottavia im Rezitativ plötzlich in den Gesang?

Der Wechsel findet meist dann statt, wenn die Figur emotional überfordert ist, beispielsweise durch Eifersucht oder Wut, und das Bedürfnis hat, ihren Gefühlen durch eine melodischere Form stärkeren Ausdruck zu verleihen.

Welche Rolle spielt die Figur des Nerone bei den Stilwechseln?

Bei Nerone zeigt sich der Wechsel zum Gesang ebenfalls als Ausdruck emotionaler Instabilität, wobei Monteverdi hier oft auch den antiken Hintergrund des Sängers und das dramatische Kalkül des Charakters mit einbezieht.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gesungene und gesprochene Aspekte in der Oper "L’incoronazione di Poppea"
Untertitel
Sprechgesang, eigentlicher Gesang, Liedgesang (vor der strikten Trennung von Rezitativ und Arie) – Wann „singen“ Nerone und Poppea tatsächlich?
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Musikwissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar Claudio Monteverdis dramatisches Werk
Note
2,5
Autor
Sophie Houriez (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V197400
ISBN (eBook)
9783656235996
ISBN (Buch)
9783656236900
Sprache
Deutsch
Schlagworte
L'incoronazione di Poppea Monteverdi Sprechen Singen Rezitativ Nerone Nero Poppea Da-capo-Arie Claudio Monteverdi Die Krönung der Poppea Uni Wien Schwob Musikwissenschaft Sophie Houriez
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie Houriez (Autor:in), 2010, Gesungene und gesprochene Aspekte in der Oper "L’incoronazione di Poppea", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197400
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Leseprobe aus  13  Seiten
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