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Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) - Macht und Revolution: Neuaufbau in Rußland 1917 bis 1923

Titel: Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) - Macht und Revolution: Neuaufbau in Rußland 1917 bis 1923

Hausarbeit , 2002 , 35 Seiten , Note: 2

Autor:in: Nina Bludau (Autor:in)

Soziologie - Krieg und Frieden, Militär
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Revolution und Macht sind zwei Begriffe, die in dem Leben von Wladimir Iljitsch Uljanow
(Lenin) eine große Rolle gespielt haben. Die Revolution bestimmte sein Leben, noch bevor er
selber aktiv daran teilnahm. Sie verhalf ihm später zu der Macht, mit deren Hilfe er versuchte,
eine bessere politische Umgebung für sein Volk zu schaffen.
Wie die sowjetische Regierung ab 1917 unter Lenin das vorhandene Staatssystem umgeformt,
bzw. neu aufgebaut hat, und welche Konsequenzen das für die Wirtschaft und die Bürger
Rußlands hatte, wird im Hauptteil ausgeführt und untersucht. Dabei begrenze ich den ersten
Teil des Hauptteils auf das erste Jahr nach der Oktoberrevolution, auf die Anfänge der
Machtübernahme und die damit verbundenen Neuerungen. Im zweiten Teil wird dann auf die
Rote Armee, den Bürgerkrieg und die Planwirtschaft und daraus folgende Ökonomie
eingegangen. Die Vorgeschichte zur Oktoberrevolution wird lediglich in der Einleitung kurz
erläutert, um den Einstieg in die Thematik zu erleichtern. Das neue Regierungssystem wurde
sehr komplex, viele einzelne Details können in diesem Rahmen nur kurz angesprochen
werden, um einen Gesamtüberblick der Situation zu ermöglichen.
Ich habe dabei als Quellen vor allem Rudi Dutschkes „Versuch, Lenin auf die Füße zu
stellen“ zum Verständnis der Theorien Lenins, und Helmut Altrichters „Staat und Revolution
in Sowjetrussland 1917-1922/23“ verwendet, um ein Bild von der damaligen Situation in
Rußland zu bekommen. Eine weitere Hauptquelle waren die Originaltexte Lenins in den
„Ausgewählten Werke in drei Bänden“.
Im Jahr 1917 war das zaristische Russland ein ökonomisch rückständiges Land. Das
Volkseinkommen betrug nur ungefähr ein Zehntel dessen der USA. Ein Großteil des Landes
war durch die Landwirtschaft geprägt, die eigentlich eher typisch für das 17. Jahrhundert war.
Hunger und Armut bestimmten den Alltag der Bauern. Etwa 30.000 Großgrundbesitzer waren
im Besitz von ebensoviel Land wie ungefähr zehn Millionen Familien kleinerer Bauern.
Dennoch entstand zwischen dieser wirtschaftlichen und kulturellen Rückständigkeit auch eine
fortschrittliche Weiterentwicklung: Der zaristische Staat führte einen militärischen
Konkurrenzkampf mit den moderneren kapitalistischen Staaten des Westens. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte zur Oktoberrevolution 1917

B. I. Der Aufbau des sowjetischen Regierungssystems unter Lenin

1.1. Übergangsgremien

1.2. Die Räteadministration

1.3. Die neue Wirtschaftsordnung

II. Wandel und Neuanfang durch den Bürgerkrieg

1.1. Die Rote Armee und die Milizidee

1.2. Der Beginn der Planwirtschaft

1.3. Neue Ökonomische Politik (NEP) und die Liberalisierung der Agrarrechte

C. Waren Lenins Theorien ausgereift genug, um vor den Herausforderungen der praktischen Realität zu bestehen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Transformationsprozess des russischen Staatssystems unter Wladimir I. Lenin zwischen 1917 und 1923. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie die bolschewistische Führung das politische System umgestaltete, welche wirtschaftlichen Konsequenzen daraus resultierten und inwieweit die theoretischen Konzepte Lenins den Anforderungen der praktischen Realität standhielten.

  • Machtübernahme und Etablierung des sowjetischen Regierungssystems
  • Transformation der Wirtschaft und Einführung der Planwirtschaft
  • Aufbau der Roten Armee und militärische Entwicklungen
  • Einführung und Auswirkungen der Neuen Ökonomischen Politik (NEP)
  • Kritische Reflexion von Lenins Theorien in der historischen Praxis

Auszug aus dem Buch

Die neue Wirtschaftsordnung der Bolschewiki

Die neue Wirtschaftsordnung der Bolschewiki führte dazu, dass die ohnehin schon poröse Wirtschaft des Landes zu bröckeln begann. Einen weiteres Scherflein gegen eine funktionierende Wirtschaft bedeutet der Bürgerkrieg, der im Sommer 1918 das Land überrannte.

II.

Wie anhand der katastrophalen Wirtschaftslage schon ersichtlich ist, hatte Lenin mit seinen Theorien nun einen schweren Stand. Die Bolschewiki, die aus dem Schicksal der Regierung Kerenskij gelernt hatten, hatten jedoch seit der Machtübernahme bereits alle ,,nichtbolschewistischen'' Kräfte ausgeschaltet, bürgerliche Parteien verboten und die Menschewiki und rechten und linken anderweitigen, sozialistischen Revolutionäre aus dem politischen Leben verbannt.

Die allein dominierende politische Kraft wurden die Bolschewiki. Im März 1918 wurde sie auf dem 7.Parteitag von „Sozialdemokratischer Arbeiterpartei Rußlands/Bolschewiki“ in „Kommunistische Partei Rußlands/Bolschewiki“ (KPR) umbenannt und die Zentrale wurde nach Moskau in den Kreml verlegt. Am 10.7.18 verabschiedete der 3. Allrussische Kongreß die Verfassung der „Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik“ (RSFSR).

Zusammenfassung der Kapitel

Vorgeschichte zur Oktoberrevolution 1917: Kurze Erläuterung der ökonomischen Rückständigkeit und der sozialen Spannungen im zaristischen Russland, die den Weg zur Revolution ebneten.

B. I. Der Aufbau des sowjetischen Regierungssystems unter Lenin: Analyse der Machtübernahme und der administrativen Neugestaltung durch den Rat der Volkskommissare sowie der Bedeutung des Rätesystems.

II. Wandel und Neuanfang durch den Bürgerkrieg: Untersuchung des Aufbaus der Roten Armee, der Herausforderungen durch den Bürgerkrieg und der daraus resultierenden Umstellung auf eine Planwirtschaft.

C. Waren Lenins Theorien ausgereift genug, um vor den Herausforderungen der praktischen Realität zu bestehen?: Kritische Schlussbetrachtung, die Lenins Adaption marxistischer Theorien an die russische Realität hinterfragt und eine flexible Krisenbewältigung feststellt.

Schlüsselwörter

Wladimir Lenin, Oktoberrevolution, Bolschewiki, Sowjetunion, Räteverwaltung, Planwirtschaft, Rote Armee, Bürgerkrieg, Neue Ökonomische Politik, NEP, Agrarpolitik, Arbeiterkontrolle, Industrialisierung, Machtübernahme, Staatssystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Aufbau des sowjetischen Staates und die wirtschaftlichen sowie militärischen Transformationsprozesse unter Lenin in den Jahren 1917 bis 1923.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Etablierung des Räte-Regierungssystems, die wirtschaftliche Umgestaltung inklusive der Planwirtschaft und der Einführung der Neuen Ökonomischen Politik (NEP) sowie die militärische Organisation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu analysieren, wie die bolschewistische Regierung das Staatssystem umwandelte und ob Lenins theoretische Konzepte in der Realität der damaligen Zeit erfolgreich umsetzbar waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Primärtexten Lenins sowie fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur zu den Theorien und der Geschichte Sowjetrusslands basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Anfänge der Machtübernahme und den Aufbau des Regierungssystems sowie in die Herausforderungen des Bürgerkriegs, die Transformation der Armee und die Einführung wirtschaftlicher Steuerungsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lenin, Bolschewiki, Räteverwaltung, Planwirtschaft, Rote Armee, NEP und die Transformation des russischen Staates.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des "Militärischen Revolutionskomitees"?

Die Autorin hebt hervor, dass das Komitee eine entscheidende organisatorische Rolle bei der Machtübernahme und Sicherung des neuen Staates spielte, da es in der Übergangsphase als unentbehrliche Kommandozentrale fungierte.

Warum musste Lenin seine ursprünglichen Wirtschaftspläne revidieren?

Aufgrund des wirtschaftlichen Zusammenbruchs durch Krieg, Hunger und die ineffektive radikale Industrialisierung sah sich Lenin gezwungen, pragmatische Anpassungen wie die Neue Ökonomische Politik (NEP) einzuführen, um das Überleben des Staates zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) - Macht und Revolution: Neuaufbau in Rußland 1917 bis 1923
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Soziologie)
Veranstaltung
Die Gesetze der Macht. Erwerb - Erhalt - Verlust
Note
2
Autor
Nina Bludau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
35
Katalognummer
V19777
ISBN (eBook)
9783638238229
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wladimir Iljitsch Uljanow Macht Revolution Neuaufbau Rußland Gesetze Macht Erwerb Erhalt Verlust
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Bludau (Autor:in), 2002, Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) - Macht und Revolution: Neuaufbau in Rußland 1917 bis 1923, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19777
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Leseprobe aus  35  Seiten
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