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Negative psychische Auswirkungen durch Hartz IV

Title: Negative psychische Auswirkungen durch Hartz IV

Research Paper (undergraduate) , 2012 , 31 Pages , Grade: 1,32

Autor:in: Inge Hannemann (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Die vorliegende Ausarbeitung versucht die These zu beweisen, dass der Bezug von Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt, negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit hat. Dabei beschäftigt sie sich mit der subjektiv wahrgenommenen Gesundheit von Langzeitarbeitslosen unter dem Bezug von Hartz IV. Zur Untermauerung dieser Annahme führte ich bundesweit eine empirische Studie durch. Sie erfasste anonyme Aussagen und Daten von Hartz IV-Empfängern über deren subjektive Wahrnehmung ihrer Gesundheit seit Beginn des Bezuges von Grundsicherung und umfasste einen Zeitraum von sieben Wochen. Es sollte die Frage beantwortet werden, ob sich die Aussagen der Befragten mit Daten von früher durchgeführten Studien decken.
Arbeit hat eine elementare Bedeutung für die eigene Identität und das Selbstwertgefühl. Die Unsicherheit in der Zukunftsplanung, die fehlenden sozialen Kontakte mit Arbeitskollegen und die finanziellen Einschränkungen bei Arbeitslosigkeit lösen Ängste und Stress aus, die, je länger der belastende Zustand anhält, zu chronischen Krankheiten führen können. Der Arbeitslose gerät in einen Teufelskreis psychischer Selbstabwertung. Die Selbstzweifel nehmen zu, und dieser mentale Stress führt nicht selten zu psychischen Erkrankungen, die sich in vielfältigen körperlichen und psychosomatischen Beschwerden äußern.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Historische Einführung der Arbeitsmarktreform 2005

1.2 Kurzüberblick zu SGB II

2 Grundlagen der empirischen Studie von Langzeitarbeitslosen

2.1 Problemlage

2.2 Ziel der Studie

3 Empirische Studie zu negativen psychischen Auswirkungen durch den Bezug von Hartz IV

3.1 Demografische Merkmale der befragten Langzeitarbeitslosen

3.2 Die Dauer der Arbeitslosigkeit

3.3 Tätigkeiten vor Eintritt der Arbeitslosigkeit

3.4 Quellen des Arbeitslosengeldes

3.5 Beschwerden der befragten Personen vor und während der Arbeitslosigkeit

3.5.1 Beschwerden der befragten Personen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit

3.5.2 Beschwerden der befragten Personen seit dem Bezug von Hartz IV

3.6 Zugang zu Gesundheitsdiensten

3.7 Die Existenz eines eigenen sozialen Netzwerkes

4 Zusammenführung der quantitativen und qualitativen Ergebnisse

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen des Bezugs von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) auf die psychische und psychosomatische Gesundheit von Langzeitarbeitslosen zu untersuchen und bestehende Annahmen über negative gesundheitliche Folgen durch eine empirische Erhebung zu prüfen.

  • Historischer Kontext der Arbeitsmarktreform 2005
  • Einfluss von Hartz IV auf die subjektive Gesundheitswahrnehmung
  • Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeitsdauer und psychischer Belastung
  • Bedeutung sozialer Netzwerke und gesundheitlicher Versorgung
  • Qualitative und quantitative Analyse von Stressoren und psychischen Erkrankungen

Auszug aus dem Buch

3.5.2 Beschwerden der befragten Personen seit dem Bezug von Hartz IV

Einzelne Befunde, wonach Langzeitarbeitslosigkeit einen Einfluss auf die Gesundheit habe, bestärken die allgemeine Meinung, dass der Bezug von Hartz IV krank mache. In qualitativen Umfragen wurden als krankmachende Gründe folgende genannt: der geringe Leistungsbezug, der zu finanziellen Sorgen in Verbindung mit Existenzängsten führe, die inkompetente und herablassende Behandlung und die fehlende Gerechtigkeit der Sachbearbeiter in den Jobcentern, Angst vor dem kommenden Hartz IV-Bezug, schlechte Lebensbedingungen, Furcht vor Sanktionen sowie die Fremdbestimmung.

Allerdings darf die Meinung, Hartz IV mache krank, nicht pauschaliert werden. Stressoren wie die Dauer der Arbeitslosigkeit, der eigene finanzielle Rahmen, bestehende Erkrankungen sowie Familienstand, und damit ein eventuell vorhandenes soziales Netzwerk, müssen berücksichtigt werden. Studien belegten, dass die Hoffnung auf einen Arbeitsplatz sich verringert, je länger die Arbeitslosigkeit andauert. Mit der schwindenden Hoffnung wächst die Enttäuschung. So untersuchte Frese in Form einer Wiederholungsstudie die Variable „Hoffnung auf Kontrolle“.

Die von mir durchgeführten quantitativen und qualitativen Umfragen ergeben das Bild einer Zunahme psychischer Erkrankungen während der Arbeitslosigkeit. Gaben 18,6 Prozent der Befragten (n=70) eine regelmäßige und ständige Depression vor der Arbeitslosigkeit an, so sind rund 47 Prozent (n=114) während der Erwerbslosigkeit davon betroffen. Diese Zahlen decken sich wiederum mit dem Mittelwert des depressiven Situationserlebens nach Altersgruppen in der Studie eines Forschungsprojektes im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung Düsseldorf, und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Hartz IV ein und formuliert die These, dass der Leistungsbezug negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit hat.

2 Grundlagen der empirischen Studie von Langzeitarbeitslosen: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der anonymen Online-Befragung und legt die psychologische Problemlage bei Arbeitslosigkeit dar.

3 Empirische Studie zu negativen psychischen Auswirkungen durch den Bezug von Hartz IV: Im Hauptteil werden die demografischen Daten und die gesundheitlichen Befunde der Befragten analysiert, wobei besonders der Anstieg psychischer Beschwerden während des Hartz IV-Bezugs hervorgehoben wird.

4 Zusammenführung der quantitativen und qualitativen Ergebnisse: Hier werden die statistischen Daten mit den qualitativen Kommentaren der Betroffenen verknüpft, um die vielfältigen Facetten der Belastung durch Hartz IV zu verdeutlichen.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt die Hypothese einer Korrelation zwischen langanhaltender Arbeitslosigkeit und psychischen sowie psychosomatischen Erkrankungen, weist jedoch auf die Komplexität der Kausalzusammenhänge hin.

Schlüsselwörter

Hartz IV, Langzeitarbeitslosigkeit, psychische Gesundheit, Arbeitslosengeld II, psychosomatische Beschwerden, Depression, Burn-out, Jobcenter, Existenzängste, soziale Netzwerke, empirische Studie, Gesundheitswahrnehmung, Arbeitsmarktreform, Stressoren, Leistungsbezug.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die subjektiv wahrgenommenen negativen Auswirkungen des Bezugs von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) auf die psychische und psychosomatische Gesundheit von Langzeitarbeitslosen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Arbeitsmarktreform von 2005, der Einfluss des Leistungsbezugs auf die psychische Stabilität, die Rolle des sozialen Umfelds sowie die Erfahrungen der Betroffenen mit dem Jobcenter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu belegen, dass langanhaltende Arbeitslosigkeit die psychische Gesundheit negativ beeinflusst, und herauszufinden, ob sich die subjektiven Aussagen der Befragten mit bestehenden wissenschaftlichen Studien decken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer bundesweiten empirischen, anonymen Online-Studie sowie einer qualitativen Auswertung von Kommentaren betroffener Hartz IV-Empfänger.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert demografische Merkmale, die Dauer der Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Symptome vor und während des Hartz IV-Bezugs sowie den Zugang zu Gesundheitsdiensten und sozialen Netzwerken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hartz IV, psychische Gesundheit, Langzeitarbeitslosigkeit, Depression, Stressoren und soziale Netzwerke.

Warum unterscheidet die Studie zwischen dem Zustand vor und während der Arbeitslosigkeit?

Die Unterscheidung ist essenziell, um aufzuzeigen, ob die gesundheitlichen Beschwerden erst durch den Bezug von Hartz IV hinzugekommen sind oder bereits vorher bestanden, um eine fundiertere Aussage über die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit zu treffen.

Welche Rolle spielt die Dauer der Arbeitslosigkeit laut den Ergebnissen?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit für psychische Belastungen und Suchtverhalten mit einer längeren Dauer des Hartz IV-Bezugs signifikant ansteigt.

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Details

Title
Negative psychische Auswirkungen durch Hartz IV
College
Freie Journalistenschule
Course
Fachjournalistik
Grade
1,32
Author
Inge Hannemann (Author)
Publication Year
2012
Pages
31
Catalog Number
V197815
ISBN (eBook)
9783656239833
ISBN (Book)
9783656240402
Language
German
Tags
Hartz IV Hartz 4 Studie Empirische Studie Auswirkungen durch Hartz 4
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Inge Hannemann (Author), 2012, Negative psychische Auswirkungen durch Hartz IV, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197815
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