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Untersuchung der Zuschauermotivation neuer Formate des Reality-TV

Am Beispiel von Big Brother

Titel: Untersuchung der Zuschauermotivation neuer Formate des Reality-TV

Magisterarbeit , 2011 , 106 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Lucy Czech (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Big Brother is watching you“ – das wohl bekannteste Zitat aus George Orwells Roman 1984, welcher im Jahr 1948 erschien. Orwells Zukunftsvisionen der staatlichen Überwachung durch Kameras und Mikrofone sind heutzutage präsenter denn je. Besonders im Zusammenhang mit dem World Wide Web ist immer wieder die Rede vom ‚gläsernen Menschen’ und der ‚totalen Überwachung’ aller Vorgänge jedes einzelnen Bürgers. Im Medium Fernsehen finden Orwells Visionen seit 1999 in den Niederlanden und seit 2000 in der Bundesrepublik Deutschland durch das Format Big Brother ihre Umsetzung.
Kaum eine Sendung wurde in den Medien so stark diskutiert und feierte anschließend solche Erfolge wie Big Brother. Wo anfangs noch von Verboten und Boykotten die Rede war, steht im Frühjahr 2011 bereits die elfte Staffel in den Startlöchern. Weiterhin gilt Big Brother als ein Vorreiter in der Nutzung eines multimedialen Mixes und durch den innovativen Einsatz technischer Mittel. Erstmals gelang es einer Sendung, so sehr in Interaktion mit dem Publikum zu treten. Zudem ist mit Big Brother eine neue Form des Reality-TV geboren – die Real Life Soap.
Der Sendestart von Big Brother löste eine Welle neuer Reality-TV Formate aus. Allein innerhalb eines Jahres wurden neun Sendungen ausgestrahlt, welche versuchten an den Erfolg von Big Brother heran zu reichen. Nur wenige konnten diesem nahe kommen.
...
Ziel der vorliegenden Arbeit Untersuchung der Zuschauermotivation neuer Formate des Reality-TV am Beispiel von „Big Brother“ ist es, herauszustellen, mit welcher Motivation Zuschauer ein Format wie Big Brother, welches bereits seit zehn Jahren Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft ist, ansehen.
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Mit Bezugnahme auf die Befragung werden die aktuellen Motive aufgezeigt und in einen Zusammenhang mit den Rezeptionsmotiven zu Beginn des neuartigen Formates gesetzt. Zudem wird der Stellenwert des Mediums Fernsehen im Vergleich zum Internet dargestellt.
Im Abschluss der Arbeit werden alle zentralen Ergebnisse zusammengefasst. Zusätzlich erfolgt ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Fernsehlandschaft, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung des Genres Reality-TV sowie des Formats Big Brother.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufbau und Vorgehensweise

3 Das Genre Reality-TV

3.1 Definition des Terminus Reality-TV

3.2 Historische Entwicklung des Genres

3.3 Aktuelle Bestandsaufnahme des Genres im deutschen Fernsehen

3.4 Real Life Soaps als Ausprägung des performativen Realitätsfernsehens

3.4.1 Charakteristika von Docu Soaps und Reality Soaps

3.4.2 Charakteristika der Dokumentation

3.4.3 Charakteristika der Serie

3.4.4 Real Life Soaps – ein Hybridgenre – eine Ausprägung des Reality-TV

4 Big Brother

4.1 Idee und Konzeption

4.2 Die Bedeutung von Big Brother

4.3 Die Ethikdiskussion rund um Big Brother

4.4 Reaktionen aus Politik und Presse

4.5 Die Zuschauer – Struktur und Motivation

4.5.1 Rezeptionsstudie von Grimm

4.5.2 Rezeptionsstudie von Göttlich/Nieland

4.5.3 Rezeptionsstudie von Mikos

4.5.4 Rezeptionsstudie von Schweer/Lukaszewski

4.5.5 Rezeptionsmotive nach Schwäbe

4.6 Exkurs: Der mediale Mix bei Big Brother

5 Big Brother 10 – Jeder hat ein Geheimnis

5.1 Konzeptionelle Unterschiede zur ersten Staffel

5.2 Quoten, Marktanteile und Verlängerung

5.3 Die Bewohner

5.4 Inszenierungsstrategien, Dramaturgie und Montage

6 Untersuchung der Zuschauermotivation von Big Brother

6.1 Internetgestützte Befragung

6.2 Fragestellung

6.3 Auswertung

6.3.1 Fernsehverhalten

6.3.2 Zuschauermotivation bei Big Brother

6.3.3 Big Brother – Die 10. Staffel

6.3.4 Teilnahme bei Big Brother

6.3.5 Internetnutzung

6.3.6 Fazit

7 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zuschauermotivation des Reality-TV-Formats Big Brother nach seinem zehnjährigen Bestehen in Deutschland. Ziel ist es, durch eine internetgestützte Befragung die aktuellen Motive der Zuschauer zu analysieren und diese mit den Ergebnissen früherer Rezeptionsstudien in einen wissenschaftlichen Kontext zu setzen.

  • Historische Entwicklung des Genres Reality-TV
  • Konzeptionelle Analyse der Sendung Big Brother
  • Ethikdiskussion und öffentliche Wahrnehmung des Formats
  • Struktur und Entwicklung der Zuschauermotivation
  • Der mediale Mix: Zusammenspiel von Fernsehen und Internet

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Charakteristika von Docu Soaps und Reality Soaps

Stephanie Lücke fasst in ihrer Arbeit Real Life Soaps. Ein neues Genre des Reality TV die Charakteristika von Docu Soaps, welche sie anhand von Pressemeldungen der Sender zu deren jeweiligen Sendungen ausmachen konnte, wie folgt zusammen:

„Docu Soaps werden von den Fernsehsendern formal als eine Mischform zwischen der Dokumentation (speziell der Reportage) und der Serie angesehen, inhaltlich stehen die alltäglichen Freuden und Probleme normaler Menschen im Vordergrund, diese sollen echt, authentisch und ohne Inszenierung wiedergegeben werden.“ (Lücke 2002, S. 99)

Zudem schlägt Eggert (vgl. Lücke 2002) eine Typenbildung der Docu Soaps nach Ort, Personen und Themen vor. Demzufolge existieren Docu Soaps, deren Themen und Personen sich um einen spezifischen Ort drehen und somit über diesen zusammengehalten werden. Weiterhin definiert Eggert Docu Soaps, deren Themen und Orte über bestimmte Personen transportiert werden und dadurch zusammengefügt werden. Zusätzlich trennt sie nach Themen, also Docu Soaps, deren Personen und Orte so gegensätzlich sind, dass sie nur über ein gemeinsames Thema zusammengefasst werden können (vgl. ebd., S. 100).

Im Gegensatz zu den Docu Soaps äußerten sich die Fernsehsender nicht zu dem Format der Reality Soap. Allerdings versucht sich Lothar Mikos hier an einer Definition. Er beschreibt die Reality Soap als „ein um die Inszenierung von Authentizität bemühtes, auf die Alltagswelt von Zuschauern und Kandidaten Bezug nehmendes Format [...]“ (Mikos/Weidemann 2001, S. 28) Laut Stephanie Lücke installieren Reality Soaps schon im Vorfeld der Dreharbeiten ein künstlich arrangiertes soziales Setting, in das sie die Akteure hineinsetzen, wie den Container bei Big Brother oder die unbewohnte Insel des Inselduells. Von daher würde die gefilmte Handlung ohne Regisseure nicht entstehen (vgl. Lücke 2002).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die mediale Bedeutung von Big Brother und begründet das wissenschaftliche Interesse der Autorin an der Fernsehforschung.

2 Aufbau und Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert das Ziel der Arbeit, die Forschungsfragen und die methodische Struktur der Untersuchung, einschließlich der Rezeptionsstudien und der Analyse der zehnten Staffel.

3 Das Genre Reality-TV: Hier wird das Genre terminologisch eingegrenzt, historisch entwickelt und als performatives Realitätsfernsehen sowie Hybridformat definiert.

4 Big Brother: Dieses Kapitel beschreibt Idee, Konzeption und mediale Einbettung des Formats sowie die ethischen Debatten und frühere Rezeptionsergebnisse.

5 Big Brother 10 – Jeder hat ein Geheimnis: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der zehnten Staffel hinsichtlich konzeptioneller Neuerungen, Quotenentwicklung und Inszenierungsstrategien mittels Montage.

6 Untersuchung der Zuschauermotivation von Big Brother: Dieser Teil präsentiert die internetgestützte Befragung, deren Methodik, Auswertung des Fernsehverhaltens und die aktuelle Motivation der Zuschauer.

7 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Reality-TV im deutschen Fernsehen.

Schlüsselwörter

Big Brother, Reality-TV, Real Life Soap, Zuschauermotivation, Fernsehforschung, Performatives Realitätsfernsehen, Medienkonvergenz, Inszenierung, Authentizität, Fernsehverhalten, Internetnutzung, parasoziale Interaktion, Rezeptionsstudie, Hybridformat, Quotenerhebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Zuschauermotivation für das Reality-TV-Format Big Brother in Deutschland nach zehn Jahren Laufzeit und analysiert, warum das Publikum dieses Format heute noch verfolgt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Reality-TV, die Entwicklung der Sendung Big Brother, ethische Diskursfragen sowie eine detaillierte Auswertung der Zuschauermotivation anhand eigener empirischer Daten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, herauszustellen, mit welcher Motivation Zuschauer das Format Big Brother nach zehn Jahren Bestehen verfolgen und inwieweit sich dies von der Motivation zu Beginn des Formats unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine internetgestützte quantitative Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit vorliegenden qualitativen und quantitativen Rezeptionsstudien aus den Anfangsjahren der Sendung verglichen wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Genres, eine detaillierte Analyse der zehnten Staffel von Big Brother (inklusive Inszenierung und Dramaturgie) sowie die Auswertung der neuen Umfrageergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Big Brother, Reality-TV, Zuschauermotivation, Inszenierung, Authentizität und Medienkonvergenz charakterisieren.

Warum unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Rezeptionsmotiven wie „soziale Interaktion“ oder „parasoziale Interaktion“?

Diese Differenzierung ist notwendig, um zu verstehen, ob Zuschauer das Format als Unterhaltung, als Mittel zum sozialen Austausch oder aufgrund einer (scheinbaren) persönlichen Bindung zu den Kandidaten nutzen.

Welche Rolle spielt die „White Box“ oder der „Strafbereich“ bei der Analyse der zehnten Staffel?

Diese Elemente werden als konzeptionelle Neuerungen und Mittel der Dramaturgie identifiziert, die aktiv dazu dienen, Spielcharakter zu erzeugen und die Motivation der Zuschauer zu lenken.

Ende der Leseprobe aus 106 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Untersuchung der Zuschauermotivation neuer Formate des Reality-TV
Untertitel
Am Beispiel von Big Brother
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Department für Medien- und Kommunikationswissenschaften)
Note
1,6
Autor
Lucy Czech (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
106
Katalognummer
V199027
ISBN (eBook)
9783656607915
ISBN (Buch)
9783656607878
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reality-TV Zuschauermotivation Big Brother Untersuchung Real Life Soap Docu Soap Reality Soap Dokumentation Serie Ethikdiskussion Zuschauerstruktur medialer Mix Fernsehverhalten Internetnutzung Big Brother 10 Inszenierungsstrategien Montage Dramaturgie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucy Czech (Autor:in), 2011, Untersuchung der Zuschauermotivation neuer Formate des Reality-TV, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199027
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  106  Seiten
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