Galvez de Cabrera: La familia a la moda


Referat (Ausarbeitung), 2008
11 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

1. Allgemeines:

la familia a la moda: eine weibliche Dramaturgie (María Rosa Gálvez de Cabrera)

- die weibliche Autorin lebte während des 18. Jahrhunderts in der Schizophrenie zwischen ihrer literarischen Stimme und einem allgemein aufklärten Verstand der die Verbindung einer Frau zur Schreibfeder zwar duldete, sie jedoch permanent an ihren Verrat an der weiblichen Natur erinnerte.
- Die Situation der weiblichen Autorin verbesserte sich mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, man gewöhnte sich mehr und mehr an die Präsenz der Frau in der kulturellen Welt, man kann sagen, die Aufklärung brachte den Feminismus auf
- Somit kam es, dass die Frauen, die zwischen den beiden Jahrhunderten ihre Ideen entwickelten, in ihren Werken versuchten dieses Problem der inneren Zerrissenheit zu formulieren. Lösen konnten sie dieses Problem nicht, aber sie verschafften sich zumindest Gehör und man beachtete sie.

Einer dieser Autorinnen war María Rosa Gálvez de Cabrera

2. Zur Autorin:

- geboren am 14.8.1768 in Málaga, wird adoptiert, ihre wahren Eltern sind unbekannt, gestorben am 2.10.1806 in Madrid
- es gibt wenige Daten zu ihrem Leben, nur ein paar bruchstückhafte Ausschnitte und ihre Werken
- wächst in einem gebildeten und kosmopolitischen Haushalt auf, erfährt eine gute Ausbildung, mit besonderem Augenmerk auf moderne Sprachen, hat Zugang zu den höfischen Kreisen in Madrid
- 1790 wird ihr Name mehrmals im Diario von Jovellanos genannt
- inspiriert durch verschiedene literarische Kreise, aber auch aus ökonomischen Gründen fing sie an zu schreiben
- sie gilt als Autorin des Übergangs zwischen Aufklärung, Neoklassizismus und Romantik
- heiratet um 1789 rum ihren Cousin José Cabrera y Ramírez, aber Liebesbeziehung mit Manuel Godoy, dem Minister Carlos' IV, weshalb ihr Mann sich ihr scheiden ließ, was eine sehr seltene Aktion für die Zeit der Aufklärung war (eine Quelle behauptet jedoch, dass nicht die Liebesbeziehung mit Godoy der Anlass für die Scheidung gewesen sei, sondern die Inhaftierung des Ehemanns)
- ihr Ehemann machte ihr aber auch nach der Scheidung das Leben zur Hölle, und sie hatte bis zu ihrem Tod mit dem „Hoofstaat“ ihres Mannes zu kämpfen den er auf sie angesetzt hatte.Der Kampf gegen die Männer spiegelt sich auch in ihren Werken wieder.
- sie ist eine der bedeutendsten spanischen Autorinnen des 18. Jahrhunderts und vermochte unter den prekären Bedingungen weiblicher Autorschaft als eine der wenigen Frauen einen Beitrag zur literarischen Kultur des 18. Jahrhunderts zu leisten.
- sie hatte etwas modernes, feministisches, “unmoralisches” und unabhängiges an sich, was vielen ein Dorn im Auge war und wofür man sie kritisierte
- sie war quasi eine der ersten Feministinnen des Landes
- man konnte sie auf keine typische Rolle festlegen: weder war sie herausragend aufgeklärt wie etwa Josefa Amar y Borbon, noch begab sie sich nach ihrer Scheidung in ein Kloster
- sie kämpfte sich quasi als Single Frau durch die mit Vorurteilen und Moralvorstellungen geprägte Welt und konzentrierte sich ganz auf ihre künstlerische Karriere, denn die Welt der Kunst bedeutete ihr Glück: “feliz eleccion, grato consuelo de mis immensos males.”
- sie hatte die Gabe verschiene Genres miteinander zu kombinieren, dies kann in Beziehung gesetzt werden zu ihrem Ziel das Theater zu verändern und gleichzeitig ihren Platz als Autorin zu erstreiten
- sie hatte einige Feinde, konnte sich aber hinter ihren einflussreichen Verwandten verstecken, die ihr immer wieder den Rücken stärkten und sie ermutigten. Durch sie war es ihr erst möglich ihre Arbeiten zu veröffentlichen und sie aufzuführen. Sie war zwar, dank des Einflusses ihres Geliebten recht erfolgreich mit dem was sie tat, doch wahre Anerkennung bekam ihr Lebenswerk als Frau natürlich nicht,
- als sie mit nur 38 Jahren starb hatte sie einige für sich wichtige Schritte im spanische Drama gemacht, dennoch erreichte sie nie das was sie dachte das ihre Arbeit ihr bringen würde und das sie doch so sehr erstrebte: Glück

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Galvez de Cabrera: La familia a la moda
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V199057
ISBN (eBook)
9783656254317
Dateigröße
486 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
La familia a la moda, gender, Literatur, spanische Literatur, Galvez de Cabrera, Cabrera
Arbeit zitieren
Christina Müller (Autor), 2008, Galvez de Cabrera: La familia a la moda, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199057

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