Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Konservatismus – Zur Definition und seiner Erscheinung in CDU/CSU 5
2.1. Konservativ oder reaktionär?
2.2. Die CDU/CSU in der Opposition 6
2.2.1. Erste Reaktionen 8
2.2.2. Kurze Darstellung der Ostpolitik
2.2.3. Widerstand gegen die neue Ostpolitik seitens der CDU/CSU 9
3. Konservatismus in der evangelischen und der katholischen Kirche 12
3.1. Christlicher Konservatismus
3.2. Die evangelische Kirche 13
3.3. Die katholische Kirche und der Katholizismus 14
4. Der Konflikt um §218 und die „Lebensrechtler“ 16
4.1. Kurze Darstellung der Abtreibungs-Problematik
4.2. Die „Lebensrechtler“ als Beispiel einer konservativen Bewegung
4.2.1. Verbände und Organisationen
4.2.2. Wertvorstellungen
4.2.3. Strategien der Einflussnahme
5. Schlussbetrachtung
6. Literaturverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konservatismus – Zur Definition und seiner Erscheinung in CDU/CSU
2.1. Konservativ oder reaktionär?
2.2. Die CDU/CSU in der Opposition
2.2.1. Erste Reaktionen
2.2.2. Kurze Darstellung der Ostpolitik
2.2.3. Widerstand gegen die neue Ostpolitik seitens der CDU/CSU
3. Konservatismus in der evangelischen und der katholischen Kirche
3.1. Christlicher Konservatismus
3.2. Die evangelische Kirche
3.3. Die katholische Kirche und der Katholizismus
4. Der Konflikt um §218 und die „Lebensrechtler“
4.1. Kurze Darstellung der Abtreibungs-Problematik
4.2. Die „Lebensrechtler“ als Beispiel einer konservativen Bewegung
4.2.1. Verbände und Organisationen
4.2.2. Wertvorstellungen
4.2.3. Strategien der Einflussnahme
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, konservative Gegenreaktionen und Strategien in der Bundesrepublik Deutschland der 1970er Jahre gegenüber gesellschaftlichen Reformen und dem Wertewandel zu untersuchen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit von einer bewussten konservativen Strategie gegen die beobachteten Emanzipationsbewegungen und politischen Entwicklungen gesprochen werden kann.
- Analyse konservativer Strömungen innerhalb von CDU/CSU.
- Untersuchung von konservativen Positionen in der evangelischen und katholischen Kirche.
- Betrachtung des Konflikts um den §218 und die Bewegung der „Lebensrechtler“.
- Einordnung konservativer Reaktionen in den Kontext des gesellschaftlichen Wertewandels.
Auszug aus dem Buch
4.2. Die „Lebensrechtler“ als Beispiel einer konservativen Bewegung
Wie das vorherige Kapitel gezeigt hat sind neben konservativen durchaus auch progressive Strömungen in den Kirchen vorhanden. Diese nahmen die sich in zunehmender Weise organisierenden Abtreibungsgegner als Störfaktor wahr (vgl.: Rau 1985: III). Die Abtreibungsgegner kritisierten ihrerseits Pluralisierungstendenzen in der katholischen Kirche (vgl.: Rau 1985: 180).
Daher stellt sich die Bewegung nicht als originär kirchlich heraus, vielmehr seien die Abtreibungsgegner eine Gruppierung der „Neuen Rechten“ bzw. des Neokonservatismus, „...die über den institutionellen Widerstand der katholischen Kirche und einzelner konservativer Parteien hinausgeht.“ (Rau 1985: 77).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den historischen Kontext der Bundesrepublik um 1969 ein und beschreibt das Ziel, konservative Gegenreaktionen auf den gesellschaftlichen Wertewandel und die Ostpolitik zu untersuchen.
2. Konservatismus – Zur Definition und seiner Erscheinung in CDU/CSU: Das Kapitel definiert Konservatismus als heterogenen Sammelbegriff und analysiert die Oppositionsrolle sowie den Widerstand der Unionsparteien gegen die neue Ostpolitik.
3. Konservatismus in der evangelischen und der katholischen Kirche: Hier werden konservative Strömungen in den beiden großen Kirchen untersucht, wobei auf theologische Auslegungen und die Spannung zwischen Tradition und gesellschaftlicher Pluralisierung eingegangen wird.
4. Der Konflikt um §218 und die „Lebensrechtler“: Dieses Kapitel behandelt den gesellschaftlichen Konflikt um die Abtreibungsgesetzgebung und analysiert die „Lebensrechtler“ als eine spezifische neokonservative Bewegung.
5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass der Konservatismus heterogen blieb, jedoch eine einheitliche methodische Ablehnung des „Zeitgeistes“ und ein verbreiteter Materialismus-Vorwurf identifiziert werden konnten.
Schlüsselwörter
Konservatismus, CDU/CSU, Ostpolitik, 1970er Jahre, Wertewandel, §218, Lebensrechtler, Kirche, Emanzipation, Neokonservatismus, gesellschaftlicher Pluralismus, soziale Bewegung, Materialismus, Opposition, Bundesrepublik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identifikation und Analyse konservativer Strömungen in der Bundesrepublik Deutschland während der 1970er Jahre.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Unionsparteien CDU/CSU in der Opposition, konservative Tendenzen innerhalb der evangelischen und katholischen Kirche sowie die Bewegung der Abtreibungsgegner (Lebensrechtler).
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu untersuchen, ob es eine gezielte konservative Strategie als Antwort auf den gesellschaftlichen Wertewandel und die Politik der sozial-liberalen Koalition gab.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor führt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis zeitgenössischer Literatur, Fachliteratur und Dokumenten durch, um das konservative Spektrum dieser Ära abzubilden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Rolle der Unionsparteien bei der Ostpolitik, die theologischen und gesellschaftlichen Positionierungen der Kirchen sowie die Entstehung und Argumentationsweise der „Lebensrechtler“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Konservatismus, Ostpolitik, Wertewandel, §218, Lebensrechtler und die gesellschaftliche Pluralisierung der 1970er Jahre.
Wie positionierten sich die Unionsparteien gegenüber der neuen Ostpolitik?
Die Union reagierte gespalten, wobei große Teile der CDU/CSU, insbesondere unter dem Einfluss von Franz Josef Strauß, die Ostpolitik als Bedrohung für nationale Interessen und die Sicherheit der BRD ablehnten.
Warum betrachten die „Lebensrechtler“ die Liberalisierung des §218 kritisch?
Diese Bewegung sieht in der Abtreibung einen Verstoß gegen göttliche Weltordnungen und Naturrecht, wobei sie die staatliche Finanzierung von Abbrüchen als „staatlich legitimierten Massenmord“ stigmatisiert.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2008, Ausgewählte Beispiele für konservative Strömungen in der BRD der 1970er Jahre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199294