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Das Konzept des objektivierten Unternehmenswerts nach IDW Standard S1

Eine kritische Analye

Titel: Das Konzept des objektivierten Unternehmenswerts nach IDW Standard S1

Seminararbeit , 2011 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Rauch (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei vielen betriebswirtschaftlichen Transaktionen ist heute eine Unternehmensbewertung zentraler Bestandteil. Hierbei gelingt es in der Disziplin Unternehmensbewertung eine Vielzahl von Einzeldisziplinen zu verbinden. Beispielsweise hat die Unternehmensbewertung in der Theorie und Praxis eine Vielzahl von Berührungspunkten zur klassischen Betriebswirtschaftslehre, Finanzierungs- und Investitionstheorie, sowie zur Steuerlehre. Hier ist es also nicht verwunderlich, dass der Wirtschaftsprüfer in seiner Funktion als Gutachter bei objektivierten Unternehmensbewertungen umfassendes und aktuelles Know-how in einem breiten Spektrum vorhalten muss. Der objektivierte Unternehmenswert soll einen normierten, intersubjektiven Unternehmenswert darstellen, der von Adressaten und Verfahrensbeteiligten des Bewertungsgutachtens nachprüfbar sein soll. Um dies zu gewährleisten hat das Institut der Wirtschaftsprüfer den IDW Standard S1 entwickelt an dem sich die Wirtschaftsprüfer bei der Erstellung eines objektivierten Unternehmenswerts orientieren. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Unternehmensbewertung nach den Vorstellungen des IDW Standard S1 um diese anschließend kritisch zu diskutieren.

Einleitend wird auf allgemein gültige Grundlagen der Unternehmensbewertung eingegangen. Hierbei wird der Begriff des Unternehmenswerts, das Zweckadäquanzprinzip, typische Bewertungsanlässe, sowie die Vorgehensweise bei der Unternehmensbewertung dargestellt. Im Kern der Arbeit werden die spezifischen Erfordernisse des Bewertungsstandards IDW S1 aufgezeigt. Im darauf folgenden Kapitel wird dieser Standard kritisch betrachtet und analysiert. Hierbei wird auf die Probleme des IDW S1 sowie die Anwendungsschwierigkeiten in der Praxis eingegangen. Die Arbeit schließt mit einem Fazit zur objektivierten Unternehmensbewertung nach IDW Standard S1.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

1.1 Problemstellung der Arbeit

1.2 Vorgehensweise der Untersuchung

2 GRUNDLAGEN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG

2.1 Begriff des Unternehmenswerts

2.2 Zweckadäquanzprinzip und Funktionslehre

2.3 Anlässe zur Ermittlung eines objektivierten Unternehmenswerts

2.4 Vorgehensweise der Unternehmensbewertung

2.4.1 Der Bewertungsauftrag

2.4.2 Die Vergangenheitsanalyse

2.4.3 Die Ertragsprognose

2.4.4 Bestimmung Diskontierungssatz

3 DER OBJEKTIVIERTE UNTERNEHMENSWERT NACH IDW STANDARD S1

3.1 Der Ansatz des IDW

3.2 Die Unternehmensbewertung nach IDW Standard S1

3.2.1 Wichtige Grundsätze nach IDW Standard S1

3.2.2 Bewertungsverfahren

3.2.3 Berücksichtigung von Steuern

3.2.4 Der Kapitalisierungszinssatz nach IDW

4 KRITISCHE BETRACHTUNG DES IDW S1

4.1 Probleme bei der Unternehmensbewertung nach IDW S1

4.2 Theorie versus Praxis

5 FAZIT

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über das Konzept des objektivierten Unternehmenswerts gemäß dem IDW Standard S1. Dabei wird das Ziel verfolgt, die Anforderungen an den Wirtschaftsprüfer als neutralen Gutachter darzulegen und die Anwendung des Standards einer kritischen Analyse zu unterziehen, um Anwendungsschwierigkeiten und theoretische Defizite aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Funktionen der modernen Unternehmensbewertung
  • Gesetzliche Anlässe zur Ermittlung objektivierter Unternehmenswerte
  • Systematik und Vorgehensweise gemäß IDW Standard S1
  • Kritische Analyse von Bewertungsproblemen und Ermessensspielräumen
  • Diskrepanz zwischen theoretischen Modellen und der betriebswirtschaftlichen Praxis

Auszug aus dem Buch

4.1 Probleme bei der Unternehmensbewertung nach IDW S1

Der IDW S1 definiert die Vorgehensweise zur Ermittlung objektivierter, intersubjektiv nachprüfbarer Unternehmenswerte. Nun soll diskutiert werden ob die genannten Methoden auch tatsächlich zielführend sind. Ein Unternehmenswert kann grundsätzlich nur für einen bestimmten Zeitpunkt ermittelt werden, in diesem Sinne hat eine Abgrenzung des Bewertungsobjekts zum Bewertungsstichtag zu erfolgen. Nach dem IDW S1 sind hierbei bereits eingeleitete Maßnahmen zu berücksichtigen, noch nicht hinreichend konkretisierte Maßnahmen bleiben unbeachtet. Potentielle Erfolgsfaktoren aufgrund möglicher, aber noch nicht eingeleiteter Maßnahmen oder Strategien, bleiben damit unberücksichtigt. Insbesondere bei jungen, innovativen Unternehmen kann dies zu Fehlern in der Bewertung führen. Des Weiteren können enorme Abgrenzungsprobleme auftreten, im speziellen beim Auseinanderfallen des Bewertungsstichtags und der Durchführung der Bewertung. Anhaltspunkte für die Beurteilung ob Maßnahmen am Stichtag bereits eingeleitet waren können sich aus Umsetzungsbeschlüssen ergeben. Zu beachten ist hierbei die sog. Wurzeltheorie. Demnach sind spätere Entwicklungen nur insoweit zu berücksichtigen, als ihre Wurzeln schon in der Zeit vor dem Bewertungsstichtag liegen. Ein sich daraus ergebender Bewertungsspielraum für den Wirtschaftsprüfer entspricht nicht den Anforderungen eines objektivierten Unternehmenswerts, der intersubjektiv und nachprüfbar sein soll.

Ferner bedarf auch die Bewertungsirrelevanz von echten Synergieeffekten einer kritischen Würdigung. Unter Synergieeffekten versteht man die ex post eingetretene Wirkung der gemeinsamen Nutzung von materiellen und immateriellen Vermögensgegenständen. Gemessen an zukünftigen Überschüssen kann dieser Effekt sowohl positiver als auch negativer Art sein. IDW S1 unterscheidet bei Synergieeffekten zwischen echten und unechten Synergieeffekten. Unechte Synergieeffekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich auch ohne Durchführung der dem Bewertungsanlass zugrunde liegenden Maßnahme realisieren lassen, also mit der bestehenden Unternehmenskonstellation. Diese müssen nach IDW S1 im Unternehmenswert berücksichtigt werden. Als Beispiel kann hier die Ausnutzung von Größeneffekten genannt werden, wenn diese mit einer nahezu beliebigen Vielzahl von Partnern realisiert werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Unternehmensbewertung für Transaktionen und stellt den IDW Standard S1 als notwendiges Instrument für Wirtschaftsprüfer vor.

2 GRUNDLAGEN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG: Dieses Kapitel definiert den Unternehmenswert sowie das Zweckadäquanzprinzip und erläutert die methodischen Schritte von der Vergangenheitsanalyse bis zur Diskontierung.

3 DER OBJEKTIVIERTE UNTERNEHMENSWERT NACH IDW STANDARD S1: Hier werden die spezifischen Grundsätze des IDW S1, die angewandten Bewertungsverfahren und die Besonderheiten bei der Berücksichtigung von Steuern und Kapitalisierungszinssätzen detailliert dargestellt.

4 KRITISCHE BETRACHTUNG DES IDW S1: Das Kapitel analysiert methodische Probleme und Abgrenzungsfragen bei der Bewertung und diskutiert die Herausforderungen bei der Umsetzung theoretischer Modelle in die Praxis.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Bedeutung des Standards für die Rechtssicherheit zusammen und weist auf die Notwendigkeit stetiger Weiterentwicklungen aufgrund ökonomischer und rechtlicher Änderungen hin.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, IDW Standard S1, Wirtschaftsprüfer, objektivierter Unternehmenswert, Zweckadäquanzprinzip, Ertragswertverfahren, DCF-Verfahren, Kapitalkostensatz, Beta-Faktor, Synergieeffekte, Fairness Opinion, Diskontierungssatz, Unternehmensanalyse, Kapitalmarkt, Steuerplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Grundsätzen und der praktischen Anwendung des IDW Standards S1 zur Ermittlung objektivierter Unternehmenswerte in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Unternehmensbewertung, den spezifischen Anforderungen des IDW S1 an den Gutachter sowie einer kritischen Hinterfragung der Bewertungspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den IDW Standard S1 umfassend darzustellen und zu evaluieren, inwieweit er den Anspruch an einen intersubjektiv nachprüfbaren Unternehmenswert in der Praxis erfüllt.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine analytische Auseinandersetzung, die auf einer Literaturanalyse sowie der kritischen Würdigung von Standards und geltender Rechtsprechung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Bewertungslogik, die Vertiefung in den IDW Standard S1 (inklusive Verfahren und Kapitalisierung) sowie die kritische Reflexion des Standards.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Unternehmenswert, IDW Standard S1, Wirtschaftsprüfer, Ertragswertmethode, Kapitalkostensatz und intersubjektive Nachprüfbarkeit.

Wie geht der Standard mit dem Thema "Synergieeffekte" um?

Der IDW S1 unterscheidet zwischen echten und unechten Synergieeffekten, wobei nur letztere unter bestimmten Voraussetzungen im Unternehmenswert berücksichtigt werden dürfen, was die Aussagekraft der Gutachten beeinflussen kann.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Bestimmung des Beta-Faktors?

Die praktische Ermittlung des Beta-Faktors als Risikomaßstab wird kritisiert, da die Daten oft von externen Finanzdienstleistern stammen und die Offenlegung der Herleitung in Gutachten häufig lückenhaft ist.

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Details

Titel
Das Konzept des objektivierten Unternehmenswerts nach IDW Standard S1
Untertitel
Eine kritische Analye
Hochschule
Hochschule Aschaffenburg
Note
1,7
Autor
Thomas Rauch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
23
Katalognummer
V200056
ISBN (eBook)
9783656264262
ISBN (Buch)
9783656265092
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unternehmensbewertung IDW S1 Standard 1 Objektive Objektivierte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Rauch (Autor:in), 2011, Das Konzept des objektivierten Unternehmenswerts nach IDW Standard S1, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200056
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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