Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Economy and Industry

Operationalisierungsprobleme von Humankapital und die Auswirkung auf den Unternehmenserfolg

Title: Operationalisierungsprobleme von  Humankapital und die Auswirkung auf den Unternehmenserfolg

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: B. Sc. Empirische Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Fabian Sohns (Author)

Sociology - Economy and Industry
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Man hört immer wieder, Mitarbeiter seien das wichtigste Kapital einer Unternehmung. Dieser Ausspruch gewinnt in unserem Informations- und Wissenszeitalter immer mehr an Bedeutung. Der intern geschaffene Wert von Humankapital findet keinen Eingang in die Bilanzen, sondern schmälert als Kosten das Betriebsergebnis. Eine andere Sichtweise beschreibt das Humankapital als Leistungspotenzial aller Arbeitskräfte eines Unternehmens. Besonders für personalintensive Organisationen wie bei Dienstleistungsunternehmen wird in Forschung und Praxis nach Ansätzen gesucht, Mitarbeiter mit ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten in Bewertungsverfahren entsprechend ihrem Beitrag zum Unternehmenserfolg berücksichtigen zu können.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Erfassung, Identifizierung und Bewertung von relevanten Indikatoren zur Messung des Humankapitals, um damit Rückschlüsse auf den Unternehmenserfolg schließen zu können.
Ein Vergleich, der diese Schwierigkeiten verständlicher macht stammt aus der Allgemeinmedizin. Der Gesundheitszustand eines Menschen ist per se nicht messbar, obgleich die Medizin darauf abzielt, ihn zu verbessern oder zu erhalten. Messbar sind Indikatoren wie Blutdruck, Atmung, Temperatur oder Blutwerte. Wenn der Arzt feststellt, dass der Patient Fieber hat, sucht er nach Ursachen und behandelt ihn. Selten stellt er ihn in den „Frigidaire“, um das Fieber zu senken. In diesem Beispiel ist ein Indikator eine messbare Größe, die eine Aussage über die interessierende Größe erlaubt, ohne die interessieren- de Größe zu messen. Der Erfolg wird an der Abnahme des Fiebers gemessen. Ziel ist immer die Verbesserung des Gesundheitszustandes. Um die Problematik verstehen zu können gilt es zunächst in Kapitel zwei die Begrifflichkeiten zu definieren und auf die Entwicklung von Humankapital einzugehen. Im dritten Kapitel werden gezielt die Operationalisierungsprobleme geschildert. Es wird die Zuordnung von theoretischen Begriffen der beobachtbaren Indikatoren geklärt, um dann die Indikatoren von Humankapital und unternehmerischem Erfolg zu benennen. In Kapitel vier wird der Zusammenhang von Humankapital und Unternehmenserfolg anhand von einer Wirkungskette veranschaulicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangslage und Problematik

2 Grundlagen und Definitionen

2.1 Definition Humankapital

2.1.1 Entwicklung

2.2 Definition Unternehmenserfolg

3 Probleme Operationalisierung

3.1 Gegenstandsbenennung

3.2 Indikatoren

3.2.1 Auswahl von Indikatoren

3.2.1.1 Indikatoren Humankapital

3.2.1.2 Indikatoren Unternehmenserfolg

4 Auswirkung von Humankapital auf den Unternehmenserfolg

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit der methodischen Problematik der Erfassung, Identifizierung und Bewertung relevanter Indikatoren zur Messung von Humankapital, um daraus Rückschlüsse auf den monetären Unternehmenserfolg ableiten zu können.

  • Definition und historische Entwicklung des Humankapitalbegriffs
  • Operationalisierungsprobleme bei der Messung immaterieller Werte
  • Identifikation und Auswahl geeigneter Indikatoren (z.B. Leistungsträger-Portfolio, Mitarbeiterzufriedenheit)
  • Analyse des indirekten Zusammenhangs zwischen Humankapital und wirtschaftlichem Erfolg

Auszug aus dem Buch

3. Probleme Operationalisierung

„Das zentrale Problem einer Operationalisierung besteht darin, wie die Zuordnung eines Indikators zu einem theoretischen Begriff gerechtfertigt werden kann. Besozzi/Zehnpfenning unterscheiden drei Ansätze, um das Problem der Zuordnung von theoretischen Begriffen zu beobachtbaren Indikatoren zu lösen:

• die operationalistische Lösung

• die typologisch-induktive Lösung

• die kausal-analytische Lösung“

Mit diesem zentralen Problem ist auch das Humankapital konfrontiert. Es ist sehr schwierig zu entscheiden, welche Indikatoren aussagekräftig, sinnvoll und gerechtfertigt sind. Hierzu müssen wir zunächst eine Gegenstandbenennung durchführen.

3.1 Gegenstandsbenennung

Eine systematische Erfassung sozialer Wirklichkeit kann immer nur Ausschnitte erfassen. Folglich ist die Begrenzung des Forschungsgegenstandes, also die klare Gegenstandsbenennung, ein zentraler Schritt, um die Informationen zu ordnen. Die Gegenstandsbenennung verfolgt drei allgemeine Grundgedanken:

• Zeitlicher Aspekt

Die Humankapitalerfassung ist eine Momentaufnahme, des kumulativen individuell angesammeltem Wissens und erworbenen Fähigkeiten der Mitarbeiter. Sobald es einmal erfasst ist und gezielt gefördert wird, scheint es sinnvoll, jährlich die Steigerung des Humankapitals mit dem Unternehmensergebnis zu vergleichen und die Korrelation zu bestimmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema durch die Bedeutung der empirischen Sozialforschung und Darstellung der Problematik der Messbarkeit von Humankapital.

2 Grundlagen und Definitionen: Begriffliche Einordnung von Humankapital und Unternehmenserfolg sowie Erläuterung der historischen Entwicklung der Humankapitalmessung.

3 Probleme Operationalisierung: Erläuterung der methodischen Herausforderungen bei der Zuordnung von Indikatoren und Festlegung der Forschungsgegenstände.

4 Auswirkung von Humankapital auf den Unternehmenserfolg: Herleitung einer Wirkungskette, die erklärt, warum Humankapital einen indirekten, aber positiven Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg hat.

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Relevanz von Humankapital und das ausstehende Bedürfnis nach verbindlichen Standards.

Schlüsselwörter

Humankapital, Unternehmenserfolg, Operationalisierung, Indikatoren, Sozialforschung, Human Ressource Accounting, Leistungsfähigkeit, Wissensmanagement, Mitarbeiterzufriedenheit, Effizienz, Betriebsergebnis, Wertschöpfungspotenzial, Erfolgsmessung, Mitarbeiterqualität, Kennzahlen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das schwer greifbare „Humankapital“ eines Unternehmens methodisch erfasst werden kann und in welcher Beziehung dieses zu messbaren Unternehmenserfolgsfaktoren steht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Humankapital, die Herausforderungen der Operationalisierung in der Sozialforschung und die Entwicklung von Indikatoren zur Messung der Leistungsfähigkeit des Personals.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Problematik bei der Identifizierung und Bewertung von Indikatoren für Humankapital aufzuzeigen und zu klären, ob und wie ein Zusammenhang zum Unternehmenserfolg besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird ein kausal-analytischer Ansatz verfolgt, der die Spezifizierung einer Hilfstheorie zur Verknüpfung latenter Variablen mit beobachtbaren Indikatoren nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodischen Probleme der Operationalisierung (inklusive Gegenstandsbenennung) und die konkrete Herleitung einer Wirkungskette zwischen Mitarbeitereigenschaften und Unternehmenserfolg.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Kernbegriffe sind Humankapital, Operationalisierung, Unternehmenserfolg, Indikatoren, Mitarbeiterqualität und Wirkungsketten.

Welche Rolle spielt die „Gegenstandsbenennung“ bei der Operationalisierung?

Sie dient der notwendigen Begrenzung des Forschungsgegenstandes, um eine systematische und geordnete Erfassung der sozialen Wirklichkeit überhaupt erst zu ermöglichen.

Warum hat Humankapital laut dem Autor keinen direkten Einfluss auf den Unternehmenserfolg?

Der Autor argumentiert, dass Humankapital nur indirekt wirkt: Qualifizierte Mitarbeiter beeinflussen zunächst Faktoren wie die Kundenzufriedenheit oder die Arbeitsqualität, welche sich erst zeitversetzt in monetären Kennzahlen niederschlagen.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Operationalisierungsprobleme von Humankapital und die Auswirkung auf den Unternehmenserfolg
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Institut für Soziologie)
Course
Erhebungsmethoden der empirischen Sozialforschung
Grade
2,0
Author
B. Sc. Empirische Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Fabian Sohns (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V202209
ISBN (eBook)
9783656284949
ISBN (Book)
9783656285243
Language
German
Tags
Humankapital Definition Humankapital Operationalisierung Humankapital Indikatoren Unternehmenserfolg Indikatoren Humankaptial Humankapital und Unterehmenserfolg Unternehmenserfolg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B. Sc. Empirische Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Fabian Sohns (Author), 2008, Operationalisierungsprobleme von Humankapital und die Auswirkung auf den Unternehmenserfolg , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202209
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint