Einleitung
Im theoretischen Teil werden die Begriffe „Terrorismus“ und „Meinungsführer“ näher erläutert und mit dem Thema in Verbindung gesetzt. Im Vordergrund steht die Frage, ob „Terrorismusexperten“ auch als „Meinungsführer“ beziehungsweise „opinion leader“ bezeichnet werden können? Auf die Meinungsführerforschung wird hier besonders eingegangen. In diesem Zusammenhang werden der Begriff des Meinungsführers und seine Funktionen und Merkmale näher betrachtet. In der Kommunikationswissenschaft ist der Begriff des Terrorismusexperten genauso wie die betreffende Wissenschaft selbst noch recht neu. In etlichen Artikeln, Magazinen und Büchern spricht man ganz konkret erst seit dem 11. September 2001 von Terrorismusexperten. Davor waren es Personen, die sich einem speziellen Fachgebiet widmeten.
Bei dieser Bachelor-Arbeit werden die Begriffe ausschließlich von der kommunikationswissenschaftlichen Seite betrachtet. Bei der Erläuterung bietet sich nach der Literaturrecherche ein chronologischer Überblick an. Das spiegelt auch am besten wider, wie sehr sich die Bezeichnung des „Meinungsführers“ bis zum „Experten“ verändert und aus welchen Gründen.
Abschließend werden folgende Fragen geklärt: Was macht einen Terrorismusexperten aus? Stimmen die vorher erarbeiteten Eigenschaften mit den Fallbeispielen überein? Ist es nach den vorherigen Kapiteln möglich, eine kurze treffende Definition für einen solchen Experten zu geben? Und ist der Name „Experte“ mehr als Label oder Synonym zu sehen? Insbesondere ist der schlussendliche Beweis zu führen, dass ein Experte auch Meinungsführer sein kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Meinungsführer
3. Meinungsführerforschung
3.1 Funktionen
3.2 Merkmale
3.3 Motive und Voraussetzungen
3.4 Meinungsbildungsprozess
3.5 Rollenverteilung
3.6 Typen von Meinungsführern
3.6.1 „Locals“ und „Cosmopolitans“
3.6.2 Formelle und informelle Meinungsführer
3.6.3 Gelegentliche und aktive Meinungsführer
3.6.4 Reale und virtuelle Meinungsführer
3.6.5 Angeber und Experten
4. Terrorismus
4.1 Begriff
4.2 Terrorismus in der Medienberichterstattung
5. Datenbanken und Internetrecherche
5.1 Tabellenauswertung
5.2 Holger Schmidt
5.3 Ulrich Kienzle
6. Kritik
7. Fazit
Literatur
Häufig gestellte Fragen
Sind Terrorismusexperten auch Meinungsführer?
Die Arbeit untersucht, ob Experten in Talkshows die Kriterien eines „Opinion Leaders“ erfüllen und somit maßgeblich die öffentliche Meinung beeinflussen.
Seit wann gibt es den Begriff „Terrorismusexperte“?
Konkret spricht man in den Medien erst seit dem 11. September 2001 verstärkt von Terrorismusexperten; davor wurden sie eher als Fachgebiets-Spezialisten bezeichnet.
Was sind die Merkmale eines Meinungsführers?
Merkmale sind unter anderem hohe Mediennutzung, soziale Vernetzung, Fachkompetenz und die Funktion als Informationsfilter für andere.
Welche Experten werden als Fallbeispiele herangezogen?
Die Arbeit analysiert unter anderem die Medienpräsenz und Rollen von Holger Schmidt und Ulrich Kienzle.
Ist der Titel „Experte“ nur ein mediales Label?
Die Untersuchung hinterfragt, ob die Bezeichnung als Experte oft nur als Synonym für eine formelle Rolle dient oder ob tatsächliche wissenschaftliche Expertise dahintersteht.
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- Christian Koge (Author), 2012, Terrorismusexperten: Zur Expertenauswahl in Fernsehnachrichten und Talk-Shows, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202448