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Spiritualität in der Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrern. Analyse von Mentoratsprogrammen in Köln, München und Münster

Title: Spiritualität in der Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrern. Analyse von Mentoratsprogrammen in Köln, München und Münster

Master's Thesis , 2012 , 99 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Matthias Grammann (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird ein Modell zur Untersuchung von Spiritualität entwickelt und vorgestellt. Im Folgenden wird der Themenkomplex der Spiritualität in der Ausbildung katholischer Religionslehrerinnen und Religionslehrer in Deutschland bearbeitet. Dabei werden zunächst Texte der Deutschen Bischofskonferenz (sowie ein Text der Würzburger Synode) analysiert, anschließend zwei Studien ausgewertet und in einem dritten Schritt verschiedene Mentoratsprogramme analysiert.

Die Inhalte des Religionsunterrichtes werden in Deutschland von den Kirchen verantwortet. Die Religionslehrer benötigen eine kirchliche Lehrerlaubnis, mit der die Lehrer (in der katholischen Kirche) erklären, „den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der Katholischen Kirche zu erteilen und in […][der] persönlichen Lebensführung die Grundsätze der Katholischen Kirche zu beachten“. Wenn Spiritualität zur Professionalität von Religionslehrern gehört, muss diese auch Teil der Ausbildung sein.

Die Konzentration dieser Arbeit auf (werdende) katholische Religionslehrer in Deutschland ist damit angezeigt. Ökumenische Fragestellungen werden nur am Rande verhandelt, ein internationaler Vergleich bleibt außen vor. Beides kann aufgrund der Rahmenbedingungen dieser Arbeit nicht geleistet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ein Modell zur Untersuchung von Spiritualität

2.1. Versuch einer Begriffsdefinition

2.2. Das Riemann-Thomann Modell

2.3. Kontinuität und Wandel

2.4. Aktion und Kontemplation

2.5. Gemeinschaft und Individuum?

2.6. Das Spiritualitätsfeld

3. Spiritualität des Religionslehrers in Veröffentlichungen der Deutschen Bischofskonferenz

3.1. Der Religionsunterricht in der Schule (1974)

3.2. Zum Berufsbild und Selbstverständnis des Religionslehrers (1983)

3.3. Zur Spiritualität des Religionslehrers (1987)

3.4. Die bildende Kraft des Religionsunterrichts (1996)

3.5. Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen (2005)

3.6. Kirchliche Anforderungen an die Religionslehrerbildung (2010)

3.7. Zusammenfassung – Entwicklungen und Akzentverschiebungen in den analysierten Texten der deutschen Bischofskonferenz

4. Empirische Befunde über die tatsächliche Spiritualität (werdender) Religionslehrer

4.1. ‚Religion‘ bei ReligionslehrerInnen (2000)

4.2. Studienmotive fürs Lehramt Religion (2011)

4.3. Zusammenfassung

5. Analyse von Mentoratsprogrammen in Köln, München und Münster

5.1. Zur Auswahl und Struktur der untersuchten Mentorate

5.2. Die Programme im Überblick

5.3. Obligatorische Angebote als Voraussetzung für die Erlangung der vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis

5.3.1. Allgemeines

5.3.2. Auftaktveranstaltungen, Orientierungs- und Abschlussgespräch

5.3.3. Einführung in die christliche Spiritualität und Besinnungstage/Exerzitien

5.3.4. Kirchenpraktisches Engagement

5.3.5. Zusammenfassung

5.4. Fakultative Angebote im Bereich des geistlichen Mentorats

5.5. Fakultative Angebote im Bereich des Studienmentorats

5.6. Sonstige Angebote

5.7. Analyse und Kritik

6. Fazit und Ausblick

7. Anhang: Analyse der Mentoratsprogramme aus Köln, Münster und München

7.1. Übersicht der Analyse

7.2. Factsheet

7.3. Das Programm des Mentorats Köln

7.4. Das Programm des Mentorats Münster

7.5. Das Programm des Mentorats München

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Förderung von Spiritualität in der Ausbildung von (werdenden) katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrern. Ziel ist es, ein theoretisches Modell zur Analyse von Spiritualität zu entwickeln, die diesbezüglichen Erwartungen der Deutschen Bischofskonferenz kritisch zu hinterfragen, empirische Befunde zur Spiritualität Studierender auszuwerten und die Praxis der kirchlichen Mentoratsprogramme in Köln, Münster und München hinsichtlich ihrer spirituellen Angebote zu analysieren.

  • Entwicklung eines Spiritualitätsmodells basierend auf den Polen Kontinuität/Wandel sowie Aktion/Kontemplation.
  • Analyse normativer Texte der Deutschen Bischofskonferenz zur Rolle der Spiritualität im Berufsbild des Religionslehrers.
  • Empirische Auswertung bestehender Studien zur Religiosität und Spiritualität von angehenden Religionslehrkräften.
  • Evaluation der konkreten Angebote der kirchlichen Mentorate als Orte der spirituellen Begleitung in der ersten Ausbildungsphase.
  • Diskussion von Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die spirituelle Ausbildung im Rahmen des Mentorats.

Auszug aus dem Buch

2.4. Aktion und Kontemplation

Die Parameter Aktion und Kontemplation sind die Begriffe, die ich auf der räumlichen Ebene anstelle von Nähe und Distanz in das zu entwickelnde Modell einsetze. Sowohl innerhalb der Dimension der Aktion als auch innerhalb der Dimension der Kontemplation spielen Nähe und Distanz eine Rolle: Es geht auf der einen Seite um Nähe und Distanz zu Gott und auf der anderen Seite um Nähe und Distanz zur Welt. Dabei ist es aber, wie sich zeigen wird, nicht zulässig, Kontemplation als Nähe zu Gott und gleichzeitig als Distanz zur Welt, beziehungsweise Aktion als Nähe zur Welt und gleichzeitig als Distanz zu Gott zu definieren.

Aktion und Kontemplation sind in der Theologie ein „klassisches Begriffs­paar“. Sie als zwei Pole von Spiritualität zu erfassen, ist keine neue Idee. In ihrer aus der antiken (aristotelischen) Philosophie stammenden Bedeutung ist mit Aktion eine auf die Bedürfnisse und Nöte des diesseitigen Lebens beschränkte Tätigkeit, mit Kontemplation die beschauliche Betrachtung, d. h. die Beschäftigung mit der Wahrheit um ihrer selbst willen gemeint. Beide Begriffe verhalten sich dabei, wie Mieth aufzeigt, nicht absolut konträr zueinander, wie es zum Beispiel bei aktiv und passiv der Fall ist.

In der Theologie sind beide Begriffe immer wieder rezipiert worden. In der Rezeption der mönchischen Tradition haben sie als Lebensformen im Sinne einer vita contemplativa und einer vita activa einen exponierten Platz eingenommen.

Lange Zeit war dabei Aktion der Kontemplation untergeordnet (z. B. bei Origines, Augustinus und Thomas von Aquin). Diese hellenistisch beeinflusste Wertung ist heute so nicht mehr aufrecht zu halten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Relevanz der Spiritualität für das berufliche Handeln von Religionslehrkräften und stellt die Forschungsfragen sowie das methodische Vorgehen vor.

2. Ein Modell zur Untersuchung von Spiritualität: Es wird ein theoretisches Raster entwickelt, das Spiritualität anhand der vier Pole Kontinuität, Wandel, Aktion und Kontemplation verortet und für die Analyse nutzbar macht.

3. Spiritualität des Religionslehrers in Veröffentlichungen der Deutschen Bischofskonferenz: Die offiziellen Dokumente werden chronologisch analysiert, um die Entwicklung der Anforderungen an die Spiritualität von Religionslehrkräften durch die Bischöfe nachzuzeichnen.

4. Empirische Befunde über die tatsächliche Spiritualität (werdender) Religionslehrer: Bestehende Studien werden ausgewertet, um ein Bild der tatsächlichen religiösen Praxis und der spirituellen Voraussetzungen der Studierenden zu gewinnen.

5. Analyse von Mentoratsprogrammen in Köln, München und Münster: Die konkrete Ausgestaltung der spirituellen Begleitung in den drei untersuchten Mentoraten wird anhand einer Programmanalyse kritisch untersucht.

6. Fazit und Ausblick: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung der spirituellen Ausbildung im Mentorat abgeleitet.

Schlüsselwörter

Spiritualität, Religionslehrerbildung, Religionsunterricht, Mentorat, Deutsche Bischofskonferenz, Kontinuität, Wandel, Aktion, Kontemplation, berufliche Identität, kirchliche Lehrerlaubnis, Missio canonica, Lehramtsstudium, religiöse Praxis, Glaubensvollzug.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Spiritualität in der Ausbildung von katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrern und untersucht, wie diese in der ersten Ausbildungsphase durch kirchliche Mentorate gefördert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Berufsbild des Religionslehrers, die spirituellen Anforderungen der Amtskirche, die tatsächliche Religiosität Studierender und die konkrete Ausgestaltung von Mentoratsprogrammen als Orte der Begleitung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein analytisches Modell für Spiritualität zu entwickeln und auf Basis einer Untersuchung kirchlicher Vorgaben sowie empirischer Daten zu prüfen, wie die spirituelle Entwicklung angehender Religionslehrkräfte in der Praxis gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theologische Begriffsanalyse, eine Dokumentenanalyse kirchlicher Texte, eine Auswertung quantitativer empirischer Studien sowie eine qualitative Programmanalyse von Mentoratsangeboten in drei deutschen Diözesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden ein theoretisches Spiritualitätsmodell erarbeitet, Dokumente der Deutschen Bischofskonferenz analysiert, empirische Daten zur Religiosität angehender Lehrkräfte diskutiert und die Angebote der Mentorate in Köln, München und Münster evaluiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Spiritualität, Religionslehrerbildung, Mentorat, kirchliche Lehrerlaubnis (Missio canonica), sowie die analytischen Kategorien Kontinuität, Wandel, Aktion und Kontemplation.

Welche Rolle spielt das „Riemann-Thomann Modell“ in der Untersuchung?

Das Modell dient als theoretische Grundlage, um ein eigenes Spiritualitätsfeld zu entwickeln, das Dimensionen wie Kontinuität und Wandel sowie Aktion und Kontemplation in ein graphisches Koordinatensystem überführt und so vergleichbar macht.

Warum ist die Trennung zwischen „Forum internum“ und „Forum externum“ für die Arbeit so bedeutsam?

Diese kirchenrechtliche Unterscheidung ist zentral für das Verhältnis zwischen der spirituellen Begleitung im Mentorat (intern) und der formalen Beurteilung zur Erlangung der kirchlichen Unterrichtserlaubnis (extern), was Auswirkungen auf die Gestaltung der Mentoratsarbeit hat.

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Details

Title
Spiritualität in der Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrern. Analyse von Mentoratsprogrammen in Köln, München und Münster
College
University of Münster  (Seminar für Pastoraltheologie)
Course
Katholische Religionslehre
Grade
1,0
Author
Matthias Grammann (Author)
Publication Year
2012
Pages
99
Catalog Number
V202871
ISBN (eBook)
9783668139046
ISBN (Book)
9783668139053
Language
German
Tags
Spiritualität Religionslehrer Religionslehrerausbildung Mentorat Deutsche Bischofskonferenz Verlautbarungen Hirtenschreiben Würzburger Synode Riemann-Thomann Modell Spiritualitätsfeld Köln Münster München Feige Feige-Studie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Grammann (Author), 2012, Spiritualität in der Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrern. Analyse von Mentoratsprogrammen in Köln, München und Münster, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202871
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