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Zum Selbstkonzept Heranwachsender in der stationären Jugendhilfe

Inwieweit wirkt sich die Heimunterbringung aus Sicht der Heranwachsenden auf ihre sozial-emotionale Entwicklung aus?

Title: Zum Selbstkonzept Heranwachsender in der stationären Jugendhilfe

Bachelor Thesis , 2011 , 84 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Johannes Ilse (Author), Anika Pohl (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Es handelt sich bei dieser Untersuchung um ein sonderpädagogisches Forschungspraktikum, in welchem der Einsatz qualitativer Untersuchungsmethoden und die Auswertung des gewonnenen Datenmaterials erprobt werden sollten. Die Studie ist in ihrem Umfang der befragten Personen zu gering, als dass sie als repräsentativ gelten kann. Dennoch können die Ergebnisse den teilnehmenden Heimen eine Hilfe für die Reflexion ihrer eigenen Arbeit sein.

Wir haben die Lebenssituation von neun Kindern im Alter von 13 – 17 Jahren aus zwei konzeptionell unterschiedlichen Kinder- und Jugendheimen in Thüringen anhand eines auf Forschungshypothesen gestützten Interviewleitfadens dokumentiert. Dabei wurde untersucht, welches Bild die Heranwachsenden von sich haben und inwiefern die Heimunterbringung dieses Bild zusätzlich positiv oder negativ beeinflusst. Zur Absicherung der Darstellungen der Kinder interviewten wir zusätzlich pro Heim eine Erzieherin.
Nach Auswertung unserer Interviews sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass das Selbstkonzept der Heranwachsenden alterstypisch ausgebildet ist und ihre sozial-emotionale Entwicklung durch die Heimunterbringung nicht gefährdet wird.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Teil

2.1 Selbstkonzept – Was ist das?

2.1.1 Ansätze der Selbstkonzeptforschung

2.1.2 Die Entwicklung des Selbstkonzepts im Kindes- und Jugendalter

2.2.3 Die entwicklungspsychologische Perspektive

2.2 Stationäre Jugendhilfe als eine Form staatlicher Hilfen zur Erziehung

2.2.1 Klientel

2.2.2 Rechtlicher Rahmen

2.2.3 Fallzahlen und Unterbringungskosten

3. Kurzportraits

3.1 Kinderheim „Reisersches Tal“ in Reiser

3.2 Kinder- und Jugendheim „Am Ringelberg“ in Erfurt

4. Methodenteil

4.1 Tabellarischer Verlauf des Forschungsprozesses

4.2 Methode Leitfadeninterview

4.3 Hypothesen

4.4 Probanden

4.5 Durchführung des Interviews

5. Auswertung der Interviews

5.1 Hypothese 1: Heim als Familienergänzung

5.1.1 Kinderinterviews

5.1.2 Experteninterviews

5.2 Hypothese 2: Heim als letzter Ausweg?

5.2.1 Kinderinterviews

5.2.2 Experteninterviews

5.3 Hypothese 3: Heimkinder sind selbstständig und realistisch

5.3.1 Kinderinterviews

5.3.2 Experteninterviews

5.4 Hypothese 4: Heimkinder und Ausgrenzung

5.4.1 Kinderinterviews

5.4.2 Experteninterviews

5.5 Hypothese 5: Elternkontakt ist positiv für das Kind

5.5.1 Kinderinterviews

5.5.2 Experteninterviews

6. Reflexion

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht das Selbstkonzept von neun Kindern im Alter zwischen 13 und 17 Jahren, die in zwei unterschiedlichen Kinder- und Jugendheimen untergebracht sind. Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern die Heimerziehung die sozial-emotionale Entwicklung dieser Heranwachsenden beeinflusst und ob das Heim eine adäquate Familienergänzung darstellen kann.

  • Einfluss der Heimerziehung auf das Selbstkonzept von Kindern und Jugendlichen.
  • Die Rolle der stationären Jugendhilfe als staatliche Erziehungshilfe.
  • Qualitative Untersuchung mittels Leitfadeninterviews mit Kindern und Erziehern.
  • Analyse von Themen wie Selbstständigkeit, Stigmatisierung und Elternkontakt.
  • Entkräftung von Vorurteilen gegenüber Heimkindern und der Institution Kinderheim.

Auszug aus dem Buch

2. Theoretischer Teil

Sein Abbild im Spiegel zu erkennen, ist eine Fähigkeit, die sich erst in den ersten Lebensjahren herausbildet. Das Selbst-Bewusst-Sein, sich seiner selbst bewusst zu werden, stellt den ersten Schritt bei der Entwicklung des Selbstkonzepts dar (vgl. Lohaus et al. 2010: 164).

„ Das Selbstkonzept besteht als kognitive Komponente des Selbst aus der Selbstwahrnehmung und dem Wissen um das, was die eigene Person ausmacht. Neben persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten, die man besitzt, gehören zu diesem Wissen auch Neigungen, Interessen und typische Verhaltensweisen“ (ebd.: 165).

In Abgrenzung zum Selbstkonzept, bezieht sich der Selbstwert oder vielmehr das Selbstwertgefühl auf die affektive Komponente des Selbst, das heißt auf die emotionale Einstellung.

„Der Selbstwert resultiert als affektive Komponente des Selbst aus der Bewertungen der eigenen Person oder von Aspekten, die die eigene Person ausmachen. Somit können sich die Bewertungen auf Persönlichkeitseigenschaften, Fähigkeiten oder aber auch auf das emotionale Erleben beziehen“ (ebd.).

Über diese Definitionen ist man sich heutzutage weitestgehend einig. Im Folgenden möchten wir auf die aktuellen Ansätze eingehen und zuvor kurz die frühen theoretischen Ansätze erläutern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Urvertrauens für die Entwicklung des Selbstkonzepts und führt in die Problematik und die Zielsetzung der Studie zur Heimerziehung ein.

2. Theoretischer Teil: Erläutert die psychologischen Grundlagen des Selbstkonzepts, die Entwicklung im Kindesalter sowie die Strukturen und Rahmenbedingungen der stationären Jugendhilfe.

3. Kurzportraits: Stellt die zwei in der Untersuchung berücksichtigten Heime „Reisersches Tal“ und „Am Ringelberg“ sowie deren pädagogische Konzepte vor.

4. Methodenteil: Detailliert den Forschungsprozess, die Wahl des teilstandardisierten Leitfadeninterviews als Methode sowie die Hypothesenbildung und die Probandenauswahl.

5. Auswertung der Interviews: Präsentiert die Analyse der geführten Interviews anhand der fünf aufgestellten Hypothesen unter Einbeziehung der Kinder- und Expertenperspektive.

6. Reflexion: Reflektiert kritisch über den Forschungsprozess, die methodische Vorgehensweise und die Herausforderungen während der Datenerhebung.

7. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und betont, dass Heimerziehung eine unterstützende Entwicklungsumgebung bieten kann, die nicht negativ auf das Kind wirkt.

Schlüsselwörter

Selbstkonzept, Heimerziehung, Stationäre Jugendhilfe, Sozial-emotionale Entwicklung, Leitfadeninterview, Kindeswohl, Pädagogische Konzepte, Identitätsfindung, Stigmatisierung, Elternarbeit, Erziehungshilfe, Qualitative Forschung, Resilienz, Verselbstständigung, Adoleszenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Selbstkonzept von Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe und analysiert, wie sich das Aufwachsen im Heim auf ihre Entwicklung auswirkt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die psychologische Definition des Selbstkonzepts, die Rolle der Jugendhilfe, das Erleben von Ausgrenzung sowie die Bedeutung von familiären Bindungen und Elternkontakten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, wie Heimkinder ihre Lebenssituation und ihr Selbstbild wahrnehmen, und dabei veraltete Vorurteile gegenüber der Heimerziehung zu entkräften.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign mit teilstandardisierten Leitfadeninterviews angewendet, wobei sowohl die Jugendlichen als auch pädagogische Fachkräfte befragt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Vorstellung der Einrichtungen und eine systematische Auswertung der Interviews anhand von fünf Forschungshypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Selbstkonzept, Heimerziehung, Jugendhilfe, Sozial-emotionale Entwicklung, Leitfadeninterview, Identitätsfindung und Stigmatisierung sind prägende Begriffe.

Wie unterscheidet sich die Betreuung in den untersuchten Heimen?

Während ein Heim einen stärkeren Fokus auf heilpädagogische Maßnahmen legt, betont das andere stärker die Beheimatung im Sinne einer familiären Atmosphäre.

Welche Schlussfolgerung ziehen die Autoren bezüglich des Elternkontakts?

Ein regelmäßiger Elternkontakt wird grundsätzlich als positiv erachtet, sofern keine Kindeswohlgefährdung vorliegt, wobei die Ausgestaltung stets individuell an die Situation des Kindes angepasst werden muss.

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Details

Title
Zum Selbstkonzept Heranwachsender in der stationären Jugendhilfe
Subtitle
Inwieweit wirkt sich die Heimunterbringung aus Sicht der Heranwachsenden auf ihre sozial-emotionale Entwicklung aus?
College
University of Erfurt  (Sonder- un Sozialpädagogik)
Course
Sonderpädagogisches Forschungspraktikum
Grade
1,3
Authors
B.A. Johannes Ilse (Author), Anika Pohl (Author)
Publication Year
2011
Pages
84
Catalog Number
V203335
ISBN (eBook)
9783656298717
Language
German
Tags
selbstkonzept heranwachsender jugendhilfe inwieweit heimunterbringung sicht heranwachsenden entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Johannes Ilse (Author), Anika Pohl (Author), 2011, Zum Selbstkonzept Heranwachsender in der stationären Jugendhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203335
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