Logistikcontrolling. Aufgaben, Inhalte, Ziele und Instrumente


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004
28 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielstellung und Vorgehensweise

2. Entwicklung, Definition und Begriffsabgrenzung
2.1. Logistik
2.1.1. Logistik – ein schillernder Begriff in Theorie und Praxis
2.1.2. Die 4 Stufen der Logistikentwicklung
2.2. Controlling
2.2.1. verschiedene Definitionen
2.2.2. Kernaussagen
2.3. Logistikcontrolling – ein Definitionsansatz

3. Ausgestaltung des Logistikcontrolling
3.1. Controlling für die TUL-Logistik
3.2. Controlling für die koordinationsorientierte Logistik
3.3. Controlling für die flussbezogene Logistik
3.4. Controlling für das Supply Chain Management

4. Aufgaben des Logistikcontrolling im Überblick
4.1. aktuelle Aufgaben des strategischen Logistikcontrolling
4.2. aktuelle Aufgaben des operativen Logistikcontrolling

5. Ablauf des Logistikcontrolling

6. Instrumente des Logistikcontrolling
6.1. Informationen
6.2. Logistikkosten- und Logistikleistungsrechnung
6.2.1. Die Notwendigkeit einer Logistikkosten- und Logistikleistungsrechnung
6.2.2. Abgrenzung der Logistikkosten
6.3. Kennzahlen
6.3.1. Begriff und Bedeutung
6.3.2. Funktionen von Kennzahlen
6.3.3. Grenzen der Anwendung von Kennzahlen
6.4. Spezialanalysen
6.5. Berichtswesen

7. Beispiele der Schritte eines Einführungsprozesses von Logistikcontrolling

8. Logistikcontrolling in der Praxis

9. Schluss

Literatur- und Quellenverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die 4 Entwicklungsstufen der Logistik

Abbildung 2: Logistikportfolio

Abbildung 3: Ablauf des Logistikcontrolling

Abbildung 4: Hauptaufgaben der Logistikkosten- und Logistikleistungsrechnung

Abbildung 5: Überblick über die Funktionen von Kennzahlen

Abbildung 6: Anforderungen an den Aufbau eines Berichtswesens

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

Logistik ist in den letzten Jahren immer stärker als ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Unternehmen erkannt worden und hat auch durch die Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Unternehmen stark an Bedeutung gewonnen. Sie stellt eine Schlüsselfunktion dar, die alle Aufgabenbereiche im Unternehmen beeinflusst. Ein professionelles Logistikmanagement ist daher ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. In den letzten Jahren ist die Logistik durch neue Managementkonzepte und dem Einsatz neuer Medien stark in Bewegung geraten: Supply Chain Management, E-Business – das Angebot an logistischen Ideen, Konzepten und Werkzeugen ist inzwischen riesengroß.

Was jedoch noch immer vielfach vernachlässigt wird, ist die Sicherstellung einer entsprechenden Transparenz der Logistikkosten und –leistungen. An dieser Stelle knüpft das Controlling an. Die Anwendung des Controlling auf die Logistik soll die Ausschöpfung von Rationalisierungspotentialen ermöglichen. Mit Hilfe einer guten Informationsbasis sollen logistische Prozesse zielorientiert geplant, gesteuert und kontrolliert werden können.

1.2. Zielstellung und Vorgehensweise

In der vorliegenden Arbeit sollen Aufgaben, Inhalte, Ziele und Instrumente des Logistikcontrolling näher erläutert werden.

Zu diesem Zweck werden im 2. Abschnitt verschiedene Definitionen von Logistik und Controlling dargestellt. Darüber hinaus werden die Entwicklungsstufen der Logistik und Kernaussagen zum Controlling dargelegt.

Im Anschluss daran wird die Ausgestaltung eines Logistikcontrolling in Abhängigkeit der logistischen Entwicklungsstufe erläutert, um danach auf die strategischen und operativen Aufgaben einzugehen.

Im 5. Teil wird der Ablauf des LC erläutert und danach werden wesentliche Instrumente eingehender betrachtet.

Ergänzt wird dies durch ein Beispiel zum Einführungsprozess von LC in einem Unternehmen und Fakten zum Stand des Logistikcontrolling in der Praxis.

2. Entwicklung, Definition und Begriffsabgrenzung

2.1. Logistik

2.1.1. Logistik – ein schillernder Begriff in Theorie und Praxis

Der Begriff Logistik weist einen langen Definitionskatalog auf. – Einige Beispiele nachfolgend:

(1) Logistik ist die „marktorientierte, integrierte Planung, Gestaltung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Material- und dazugehörigen Informationsflusses zwischen einem Unternehmen und seinen Lieferanten, innerhalb eines Unternehmens sowie zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden.“[1]
(2) „Die Logistik soll (...) sicherstellen, dass die benötigten Güter zur richten Zeit am richtigen Ort in der richtigen Menge und in der richtigen Qualität zur Verfügung stehen.“[2] Sie umfasst material- und warenflussbezogene Koordinationsaufgaben ebenso wie material- und warenflussbezogene Dienstleistungsaufgaben.[3]
(3) „Logistik ist eine Querschnittsfunktion, die die Optimierung des Flusses von Objekten (Material, Informationen, Menschen) zum Gegenstand hat. Sie umfasst die Aufgaben Sammlung, Transport, Umschlag, Lagerung.“[4]

Für diese Seminararbeit soll die folgende Definition gelten:

„Logistik ist das Management von Prozessen und Potentialen zur koordinierten Realisierung unternehmensweiter und unternehmensübergreifender Materialflüsse und der dazu gehörigen Informationsflüsse. Die materialflussbezogene Koordination beinhaltet insbesondere die horizontale Koordination zwischen Lieferanten (Vorlieferanten), Unternehmensbereichen und Kunden (bis hin zum Endabnehmer) sowie die vertikale Koordination zwischen allen Planungs-, Steuerungs-, Durchführungs- und Kontrollebenen (von der strategischen bis zur operativen Ebene).“[5]

2.1.2. Die 4 Stufen der Logistikentwicklung

Die grundsätzliche Aufgabe der Logistik liegt in der Deckung eines Versorgungsproblems. Je nach Situation eines Unternehmens werden auf Grund dieser Aufgabe verschiedene Schwerpunkte gesetzt. – Grundsätzlich lassen sich vier verschiedene, aufeinander aufbauende Entwicklungsstadien der Logistik unterscheiden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die 4 Entwicklungsstufen der Logistik[6]

(1) Logistik als material- und warenflussbezogene Dienstleistungsfunktion (TUL-Logistik): ganzheitliche Betrachtung material- und warenflussbezogener Dienstleistungen, insbesondere von Transporten, Umschlagsvorgängen und Lagerungen
(2) Logistik als flussbezogene Koordinationsfunktion: aktive Einflussnahme der Logistik auf den Bedarf im Unternehmen durch Übertragung von Produktionsplanung und –steuerung an die Logistik
(3) Logistik als Flussorientierung des Unternehmens: flussorientierte Gestaltung aller Wertschöpfungsprozesse durch die Logistik
(4) Logistik als unternehmensübergreifende Flussorientierung (Supply Chain Management): Logistik bezieht sich nicht länger nur auf die Wertschöpfungsprozesse in einem Unternehmen sondern (idealtypisch) auf alle Unternehmen in einer Wertschöpfungskette.[7]

2.2. Controlling

2.2.1. verschiedene Definitionen

Ebenso wie der Begriff Logistik wird auch der Begriff Controlling in der Literatur kontrovers diskutiert. Einige Beispiele sollen daher hier angeführt werden:

(1) Controlling lässt sich als ein funktionsübergreifendes Führungssystem beschreiben, das der Unterstützung des unternehmerischen Entscheidungs- und Steuerungsprozesses durch zielgerichtete Informationser- und -verarbeitung dient. Dabei soll das Controlling durch systematische Planungsunterstützung, Kontrolle und Koordination zur zielgerichteten Steuerung der Unternehmensaktivitäten beitragen und somit das Erreichen der Unternehmensziele sicherstellen.[8]
(2) „Controlling bezeichnet als Funktion alles, was mit Verfügbarmachung von Informationen zu tun hat.“[9]

Für diese Arbeit kommt die folgende Definition zur Anwendung:

„Controlling ist eine Komponente der Führung sozialer Systeme. Es unterstützt die Führung bei ihrer Lenkungsaufgabe durch eine Koordination des Führungs-Gesamtsystems. Diese Koordination beinhaltet insbesondere systembildende und systemkoppelnde Aufgaben und bezieht sich schwerpunktmäßig auf das Planungs-, Kontroll- und Informationssystem, ist aber nicht auf diese beschränkt. Controlling setzt ein dezentrales, planungs- und kontrolldeterminierendes Führungsparadigma voraus. Die Koordinationsform des Controlling ist damit ebenfalls planungs- und kontrolldeterminiert.“[10]

2.2.2. Kernaussagen

Wesentliche Aussagen zum Controlling finden sich in den folgenden Kernaussagen wieder:

Controlling übernimmt in Unternehmen, die Wert auf systematische Planung und Kontrolle legen, eine Funktion innerhalb der Führung solcher Unternehmen.

Die Funktion, die das Controlling wahrnimmt, ist die Koordination.

Unter Koordination versteht man die Strukturgestaltung aller Führungsteilsysteme. Darunter fällt auch die Koordination zwischen bestehen Strukturen und die Koordination innerhalb eines Führungsteilsystems.

Die Funktion Controlling wird gemeinsam von Controllern und Managern getragen.

Ziele des Controlling sind die Erhöhung von Effektivität und Effizienz der Führung einerseits und Steigerung von Anpassungsfähigkeit und Flexibilität des Unternehmens andererseits.[11]

2.3. Logistikcontrolling – ein Definitionsansatz

„Das Logistikcontrolling hat den Zweck, das Logistik-Management durch eine systemgestützte Informationsbeschaffung und Informationsverarbeitung bei der Planerstellung, Koordination und Kontrolle zu unterstützen.“[12]

Der jeweilige Schwerpunkt des Logistikcontrollings wird dabei von der Branche, der verfolgten Politik des Unternehmens und den darauf abgeleiteten Erfolgsfaktoren maßgeblich beeinflusst.[13]

[...]


[1] aus Schulte, Christof: Logistik, München 1995, 2. Auflage: Seite 1

[2] aus Weber, Jürgen: Logistikcontrolling, Stuttgart 1991, 2. Auflage: Seite 15

[3] vgl. Weber, Jürgen: Logistikcontrolling, Stuttgart 1995, 3. Auflage: Seite 29

[4] aus Palupski, Rainer: Über Führung, Lern- und Denkbuch; Essen 2003, 2. Auflage: Seite 73

[5] vgl. Weber, 2. Auflage: Seite 18

[6] vgl. Weber, Jürgen und Blum, Hannes: Logistikcontrolling, Konzept und empirischer Stand; Vallendar 2001, 1. Auflage: Seite 9

[7] vgl. Weber, Jürgen und Blum, Hannes: Seite 9 ff.

[8] Vgl. Bliesener, Max-Michael: Logistikcontrolling; München 2003, 1. Auflage: Seite 5

[9] aus: Palupski: Seite 17

[10] aus: Weber, 2. Auflage: Seite 25

[11] vgl. Weber, 3. Auflage: Seite 39 ff.

[12] aus Piontek, Jochen: Bausteine des Logistikmanagements; Berlin 2003; 1. Auflage: Seite 165

[13] vgl. Schulte Seite 355 f.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Logistikcontrolling. Aufgaben, Inhalte, Ziele und Instrumente
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Veranstaltung
Supply Chain Management / Logistik
Note
1,3
Autoren
Jahr
2004
Seiten
28
Katalognummer
V20460
ISBN (eBook)
9783638243254
ISBN (Buch)
9783638691727
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit vermittelt einen guten Überblick über das Thema.
Schlagworte
Logistikcontrolling, Supply, Chain, Management, Logistik
Arbeit zitieren
Anja Repke (Autor)Katja Kröckel (Autor), 2004, Logistikcontrolling. Aufgaben, Inhalte, Ziele und Instrumente, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20460

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