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Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen -für eine Männerquote in Kindertagesstätten?

Title: Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen -für eine Männerquote in Kindertagesstätten?

Essay , 2012 , 6 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Margaretha Seifferth (Author)

Gender Studies
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Die Zahl der männlichen Beschäftigten in Kindergärten ist erschreckend gering. Im Jahr 2010 waren es nur 3,7%1 der Beschäftigten. Und diese Zahl setzt sich nicht nur aus ausgebildeten Fachkräften zusammen, sondern auch aus Praktikanten und Zivildienstleistenden - die mit Ende des Zivildienstes 2011 ohnehin wegfallen - sowie aus Männern im Freiwilligen Sozialen Jahr und ABM-Kräfte.2 Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind vor allem frauendominiert, was sich auch in der Gestaltung der Kindergartenräume wiederspiegelt. Man könnte meinen, Männer machen sich rar. Denn meist hört man von Frauen, die zu Hause bleiben und sich in den ersten Jahren um die Kinder kümmern. Dann kommen sie in den Kindergarten und dort gibt es wieder kaum männliche Bezugspersonen. So wird den Kindern schon frühzeitig ein Rollenbild vermittelt, in dem der Mann der Versorger ist und die Frau sich um die Erziehung kümmert. Im Alltag der Kitas treten auch ganz praktische Fragen auf, bei denen der Mangel an Männern bemerkbar wird: Wer zum Beispiel ist Ansprechpartner vor allem für die Jungs, wenn es um sexuelle Fragen geht, die schon früh aufkommen können? Wer erklärt ihnen, wie man sich zum Beispiel bei einem Spaziergang im Stehen erleichtert? Wer klettert mit den Kindern? Wer bringt ihnen handwerkliches Können bei? Wer könnte sie für Technik begeistern? Natürlich sind dies alles Dinge, die Frauen auch könnten, aber meist ist es dann doch nicht so, weil z.B. einfach die Lust fehlt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der aktuellen Situation in Kindertagesstätten

3. Das Konzept des Gender Mainstreaming

4. Möglichkeiten der Männerförderung und kritische Betrachtung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz des Gender Mainstreaming-Ansatzes für Kindertageseinrichtungen mit dem Fokus auf die Erhöhung des Männeranteils im Erzieherberuf, um frühkindliche Rollenbilder aufzubrechen und eine geschlechtersensible Pädagogik zu fördern.

  • Gender Mainstreaming als politisches Steuerungsinstrument
  • Mangel an männlichen Fachkräften in Kitas
  • Auswirkungen der frauendominierten Erziehung auf Kinder
  • Möglichkeiten zur Steigerung der Männerquote
  • Kritische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Geschlechterrollen

Auszug aus dem Buch

Die Rolle des Mannes in Kindertageseinrichtungen

Die Zahl der männlichen Beschäftigten in Kindergärten ist erschreckend gering. Im Jahr 2010 waren es nur 3,7% der Beschäftigten. Und diese Zahl setzt sich nicht nur aus ausgebildeten Fachkräften zusammen, sondern auch aus Praktikanten und Zivildienstleistenden - die mit Ende des Zivildienstes 2011 ohnehin wegfallen - sowie aus Männern im Freiwilligen Sozialen Jahr und ABM-Kräfte. Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind vor allem frauendominiert, was sich auch in der Gestaltung der Kindergartenräume wiederspiegelt. Man könnte meinen, Männer machen sich rar. Denn meist hört man von Frauen, die zu Hause bleiben und sich in den ersten Jahren um die Kinder kümmern. Dann kommen sie in den Kindergarten und dort gibt es wieder kaum männliche Bezugspersonen. So wird den Kindern schon frühzeitig ein Rollenbild vermittelt, in dem der Mann der Versorger ist und die Frau sich um die Erziehung kümmert.

Im Alltag der Kitas treten auch ganz praktische Fragen auf, bei denen der Mangel an Männern bemerkbar wird: Wer zum Beispiel ist Ansprechpartner vor allem für die Jungs, wenn es um sexuelle Fragen geht, die schon früh aufkommen können? Wer erklärt ihnen, wie man sich zum Beispiel bei einem Spaziergang im Stehen erleichtert? Wer klettert mit den Kindern? Wer bringt ihnen handwerkliches Können bei? Wer könnte sie für Technik begeistern? Natürlich sind dies alles Dinge, die Frauen auch könnten, aber meist ist es dann doch nicht so, weil z.B. einfach die Lust fehlt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die persönliche Motivation der Autorin und stellt die zentrale Frage nach der Bedeutung von Männern als pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten.

2. Analyse der aktuellen Situation in Kindertagesstätten: Dieses Kapitel beleuchtet den geringen Anteil männlicher Beschäftigter sowie die Auswirkungen der einseitig weiblich geprägten Sozialisationserfahrung in Kitas.

3. Das Konzept des Gender Mainstreaming: Hier wird Gender Mainstreaming als „top-down Modell“ erklärt und seine Bedeutung für die tatsächliche Gleichstellung von Mädchen und Jungen in der Kinder- und Jugendhilfe diskutiert.

4. Möglichkeiten der Männerförderung und kritische Betrachtung: Das Kapitel diskutiert Strategien zur Gewinnung männlicher Fachkräfte, wie Imagekampagnen oder Männerseminare, und setzt sich kritisch mit Vorbehalten gegenüber Männern in Kitas auseinander.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein geschlechtergerechterer Ansatz durch mehr männliche Präsenz notwendig ist, um traditionelle Rollenklischees langfristig aufzubrechen.

Schlüsselwörter

Gender Mainstreaming, Kindertageseinrichtungen, Männerquote, Erzieherberuf, Geschlechtersensible Pädagogik, Sozialisation, Rollenbilder, Fachkräftemangel, Frühkindliche Erziehung, Gleichstellung, Geschlechterrollen, Kitas, Männerförderung, Bildungsauftrag, Gender-Dialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterrepräsentation von Männern in Kindertageseinrichtungen und untersucht, ob das Konzept des Gender Mainstreaming dazu beitragen kann, den Männeranteil zu erhöhen und traditionelle Rollenbilder zu durchbrechen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Mangel an männlichem Personal in Kitas, die Auswirkungen von frauendominierter Erziehung auf die kindliche Entwicklung sowie die gesellschaftspolitische Umsetzung des Gender Mainstreamings.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Männerförderung und ein geschlechtergerechteres pädagogisches Umfeld eine zukunftsorientierte Erziehung gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit aktuellen bildungspolitischen Berichten und Stellungnahmen zum Gender Mainstreaming.

Welche Kerninhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle Situation in deutschen Kitas, erläutert die theoretischen Hintergründe des Gender Mainstreamings und entwickelt praxisnahe Vorschläge zur Gewinnung männlicher Erzieher.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Gender Mainstreaming, Männerquote in Kitas, geschlechtersensible Erziehung und den Abbau von Rollenklischees geprägt.

Wie bewertet die Autorin die Angst vor dem Kindesmissbrauch durch Männer?

Die Autorin ordnet diese Bedenken ein und merkt kritisch an, dass solche Gefahren nicht geschlechtsspezifisch sind und durch eine allgemeine Professionalisierung der Ausbildung begegnet werden muss.

Warum ist laut der Autorin ein „top-down Modell“ allein nicht ausreichend?

Die Autorin argumentiert, dass politische Vorgaben zwar wichtig sind, jedoch an der Basis eine Begeisterung für den Beruf und ein Aufbrechen der gesellschaftlichen Klischees stattfinden muss, um nachhaltig Männer für den Erzieherberuf zu gewinnen.

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Details

Title
Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen -für eine Männerquote in Kindertagesstätten?
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Grade
2,3
Author
Margaretha Seifferth (Author)
Publication Year
2012
Pages
6
Catalog Number
V204692
ISBN (eBook)
9783656307310
Language
German
Tags
gender mainstreaming kindertageseinrichtungen männerquote kindertagesstätten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Margaretha Seifferth (Author), 2012, Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen -für eine Männerquote in Kindertagesstätten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204692
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