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Grundlagen der Wunddokumentation

Wundeigenschaften, Wundfotografie und wesentliche Krankheitsbilder

Titel: Grundlagen der Wunddokumentation

Fachbuch , 2012 , 84 Seiten

Autor:in: Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) Christian Reinboth (Autor:in)

Medizin - Gesamtmedizin, allgemeine Grundlagen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Millionen Menschen leiden unter schlecht oder gar nicht heilenden Wunden - besonders bekannt ist etwa der häufig bei älteren Menschen auftretende Dekubitus - mit denen nicht nur enorme gesellschaftliche Kosten, sondern auch erhebliche soziale Belastungen durch den Verlust von Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit verbunden sind. Die Heilungschancen der Betroffenen hängen stark von der medizinischen Qualität der Wundbehandlung und Wundpflege ab, die selbst wiederum von der Qualität der Wunddokumentation abhängig ist. Sprich, den schriftlichen und fotografischen Aufzeichnungen über die Wundentwicklung sowie den durchgeführten Pflegemaßnahmen, die von den Pflegekräften für den behandelnden Arzt angefertigt werden.

In Vorbereitung eines F&E-Projekts zur Entwicklung eines digitalen Wunddokumentationssystems (DigiWund) wurde an der Hochschule Harz in Wernigerode eine umfangreiche Literaturstudie zur schriftlichen und fotografischen Dokumentation insbesondere chronischer Wunden durchgeführt. Ein Ergebnis dieser Recherchen ist die vorliegende Einführung in die Grundlagen der Wunddokumentation - eine leicht zu lesende und praxisrelevante Übersicht.

Nach einer allgemeinen Einführung in die volkswirtschaftlichen und medizinischen Grundlagen im ersten und einer Definition wesentlicher Grundbegriffe im zweiten Kapitel, werden im dritten Kapitel die drei bedeutendsten chronischen Wunderkrankungen - der Dekubitus, der diabetische Fuß und der Ulcus cruris - betrachtet. Das vierte Kapitel widmet sich der Frage, zu welchem Zweck chronische Wunden dokumentiert werden und beleuchtet häufig verwendete Skalensysteme zur Einschätzung der Schwere chronischer Wunden sowie wesentliche rechtliche Anforderungen an eine hochwertige Wunddokumentation.

Das fünfte und umfangreichste Kapitel listet alle wesentlichen Wundeigenschaften - von der Größe der Wunde über ihre Lokalisation und Tiefe bis hin zum Geruch eventuell austretenden Exsudats - auf, wobei für jedes dieser Merkmale die medizinische und pflegerische Bedeutung sowie gängige Methoden zur Erfassung und schriftlichen Dokumentation aufgezeigt werden. Im nachfolgenden sechsten Kapitel stehen dagegen die fotografische Wunddokumentation und die Frage im Vordergrund, welche Qualitätsmerkmale für Wundfotos existieren. Im siebten und letzten Kapitel werden abschließend noch einige der über das Buch hinausgehenden Themen wie etwa die Bedeutung der Ernährung für die Wundheilung oder die Wundprophylaxe aufgegriffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Chronische Wunden - ein gesellschaftliches Problem

1.2 Dekubitus - diabetischer Fuss - offenes Bein

1.3 Thematische Abgrenzung

2 Grundwissen

2.1 Die Haut

2.2 Wunden

2.3 Wundheilung

2.4 Chronische Wunden

2.5 Wundbehandlung

3 Wesentliche Krankheitsbilder

3.1 Dekubitus

3.1.1 Krankheitsbild

3.1.2 Entstehung

3.1.3 Stadien

3.1.4 Behandlung

3.2 Diabetischer Fuss

3.2.1 Krankheitsbild

3.2.2 Entstehung

3.2.3 Stadien

3.2.4 Behandlung

3.3 Ulcus cruris

3.3.1 Krankheitsbild

3.3.2 Entstehung

3.3.3 Behandlung

4 Wunddokumentation

4.1 Ziele

4.2 Aufbau und Inhalte

4.3 Durchführung der Wunddokumentation

4.4 Skalensysteme

4.5 Rechtliche Anforderungen

5 Wundeigenschaften

5.1 Übersicht

5.2 Wundlokalisation

5.3 Wunddauer

5.4 Wundgröße

5.4.1 Länge und Breite

5.4.2 Wundfläche

5.4.3 Wundtiefe

5.4.4 Weitere Parameter

5.5 Wundgrund

5.6 Wundrand

5.7 Wundumgebung

5.8 Wundschmerz

5.9 Wundexsudat

5.10 Wundgeruch

5.11 Wundinfektion

6 Wundfotografie

6.1 Bedeutung

6.2 Kameratypen

6.3 Bildeigenschaften

6.4 Rechtliche Anforderungen

7 Weiterführende Themen

8 Listen für eigene Vorlagen

9 Wundglossar

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Grundlagen der Wunddokumentation unter besonderer Berücksichtigung chronischer Wunden darzustellen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie durch eine strukturierte Erfassung von Wundeigenschaften die Qualität der pflegerischen Versorgung optimiert, Behandlungskosten gesenkt und die Vergleichbarkeit von Wundverläufen verbessert werden kann.

  • Darstellung wesentlicher Krankheitsbilder (Dekubitus, diabetischer Fuß, Ulcus cruris)
  • Diskussion von Zielen und Strukturen einer professionellen Wunddokumentation
  • Analyse und Bedeutung relevanter Wundeigenschaften für den Heilungsprozess
  • Einsatzmöglichkeiten und technische Aspekte der fotografischen Wunddokumentation
  • Rechtliche Anforderungen an eine rechtssichere Pflegedokumentation

Auszug aus dem Buch

4.1 Ziele

Die Fachliteratur (vgl. etwa Daumann 2009, S.11; Panfil & Linde 2006, S.10; Zöggeler 2010, S.5) gibt fünf wesentliche Ziele für die Wunddokumentation an:

Nachweisbarkeit der Maßnahmen: In der Wunddokumentation werden nicht nur die Wundentwicklung, sondern auch Art und Umfang der an einer Wunde durchgeführten Pflegemaßnahmen festgehalten. Eine saubere Aufzeichnung und Nachweisbarkeit der Maßnahmen ist aus einer Vielzahl von Gründen wichtig und dient unter anderem der rechtlichen Absicherung des Pflegepersonals. Da bei allen rechtlichen Auseinandersetzungen über Pflegefehler der Grundsatz »Was nicht dokumentiert wurde, wurde nicht gemacht« gilt (vgl. Zöggeler 2010, S.5), muss jede Handlung, die an einer Wunde vorgenommen wird, nachvollziehbar dokumentiert werden. Die enorme Bedeutung der Wunddokumentation bei Haftungsfragen sorgt dafür, dass auch seitens des Pflegemanagements in aller Regel größten Wert auf die Einhaltung wesentlicher Qualitätskriterien gelegt wird (vgl. Lorenzen 2010, S.8). Fehlleistungen und Versäumnisse bei der Dokumentation können daher in der Pflegepraxis leicht zu Schwierigkeiten und Abmahnungen für die Verantwortlichen bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes führen.

Sicherung einer adäquaten Versorgung: Die erfolgreiche Behandlung einer chronischen Wunde erfordert einen identischen Wissensstand auf Seiten der beteiligten Pflegekräfte – beispielsweise hinsichtlich des aktuellen Wundzustands sowie möglicher Verbesserungs- oder Verschlechterungstendenzen. Da jedoch selbst fachlich geschulte Pflegekräfte die gleiche Wunde oft unterschiedlich beschreiben und Wundveränderungen mal als Verbesserung und mal als Verschlechterung wahrgenommen werden, existiert bei der Schaffung eines gemeinsamen Wissensstands offenbar ein stark subjektives Element, welches es im Sinne der Behandlungsqualität möglichst zu minimieren gilt (vgl. Daumann 2009, S.5). Dieses Ziel kann am besten durch eine möglichst objektivierte Wunddokumentation (standardisierte Formulare zum Ausfüllen und Ankreuzen, Einbindung von Wundfotografien etc.) erreicht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Das Kapitel beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz chronischer Wunden und definiert den thematischen Rahmen der Arbeit.

2 Grundwissen: Hier werden die anatomischen Grundlagen der Haut sowie die theoretischen Phasen der Wundheilung und moderne Behandlungsansätze beschrieben.

3 Wesentliche Krankheitsbilder: Detaillierte Betrachtung von Dekubitus, diabetischem Fuß und Ulcus cruris hinsichtlich ihrer Entstehung, Stadien und Behandlung.

4 Wunddokumentation: Fokus auf die Zielsetzung, den Aufbau und die rechtlichen Anforderungen an eine fachgerechte Wunddokumentation in der Praxis.

5 Wundeigenschaften: Ein umfassender Katalog der relevanten Wundparameter, von der Lokalisation über die Größe bis hin zu Infektionszeichen und Wundschmerz.

6 Wundfotografie: Erläuterung der Bedeutung, der technischen Anforderungen an Kameras und der korrekten Bildeigenschaften für eine aussagekräftige Fotodokumentation.

7 Weiterführende Themen: Kurzer Ausblick auf Aspekte wie Wundmanagement, Ernährung, psychosoziale Betreuung und Entlastungsmöglichkeiten für Pflegekräfte.

8 Listen für eigene Vorlagen: Praktische Handreichung und Auflistung der wesentlichen Dokumentationspunkte zur Erstellung eigener Formulare.

9 Wundglossar: Kompakte Definitionen der wichtigsten Fachbegriffe aus dem Bereich der Wundversorgung.

Schlüsselwörter

Wunddokumentation, chronische Wunden, Dekubitus, diabetischer Fuß, Ulcus cruris, Wundheilung, Pflegemanagement, Wundfotografie, Wundeigenschaften, Wundprophylaxe, Pflegerecht, Dokumentationsqualität, Wundmanagement, Patientenversorgung, Wundassessment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen und Anforderungen an eine professionelle Wunddokumentation, insbesondere für chronische Wunden, um eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Darstellung verbreiteter chronischer Krankheitsbilder, die Dokumentationsziele, die Erfassung spezifischer Wundeigenschaften und die methodische Umsetzung der fotografischen Dokumentation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Prozess der Wunddokumentation zu optimieren, um Behandlungsqualität zu steigern, Kosten zu senken und die Vergleichbarkeit von Wundverläufen zu gewährleisten.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturstudie, in der relevante Quellen aus Wissenschaft und Praxis strukturiert ausgewertet wurden, um Anforderungen an Dokumentationssysteme abzuleiten.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in medizinisches Grundwissen, detaillierte Krankheitsbilder, die Struktur der Dokumentation, die Erfassung einzelner Wundeigenschaften und die Anwendung fotografischer Verfahren.

Welche Keywords charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Wunddokumentation, chronische Wunden, Dekubitus, diabetischer Fuß, Ulcus cruris sowie verschiedene Parameter wie Wundgröße, Wundgrund und rechtliche Aspekte.

Warum ist eine objektivierte Wunddokumentation so wichtig?

Da verschiedene Pflegekräfte eine Wunde oft subjektiv unterschiedlich einschätzen, minimiert eine standardisierte Dokumentation Fehlinterpretationen und sichert einen einheitlichen Wissensstand für alle Beteiligten.

Welche Herausforderungen bestehen bei der fotografischen Dokumentation?

Herausforderungen sind unter anderem die Vergleichbarkeit der Bilder (Abstand, Winkel, Licht), Datenschutzfragen beim Bildversand sowie die korrekte Archivierung der Aufnahmen über lange Zeiträume.

Warum dürfen Wundfotos nicht einfach an Dritte weitergegeben werden?

Aufgrund des Schutzes der Intimsphäre und des Urheberrechts ist für jede Fotodokumentation eine explizite schriftliche Einverständniserklärung des Patienten zwingend erforderlich.

Was unterscheidet das PUSH-System vom MAID-Skalensystem?

Während das PUSH-System subjektive Einschätzungen des Mediziners erfordert, zeichnet sich das MAID-System durch die rein objektive Erfassung von vier klar definierten Wundparametern aus.

Ende der Leseprobe aus 84 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundlagen der Wunddokumentation
Untertitel
Wundeigenschaften, Wundfotografie und wesentliche Krankheitsbilder
Hochschule
Hochschule Harz Hochschule für angewandte Wissenschaften  (Fachbereich Automatisierung und Informatik)
Autor
Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) Christian Reinboth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
84
Katalognummer
V204790
ISBN (eBook)
9783656320319
ISBN (Buch)
9783656320548
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wunddokumentation chronische Wunden Dekubitus Ulcus cruris diabetischer Fuß Diabetes mellitus Pflege ambulante Pflege Wundfotografie chronische Wunde stationäre Pflege Wundeigenschaften Wundgröße Wundtiefe Wundumgebung Wundschmerz Wundgeruch Wundinfektion Wunde Wunden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) Christian Reinboth (Autor:in), 2012, Grundlagen der Wunddokumentation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204790
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Leseprobe aus  84  Seiten
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