In der folgenden Hausarbeit für das Wahlfach Mediation geht es um die besonderen Fragestellungen die sich ein Mediator/eine Mediatorin stellen muss, wenn er/sie sich selbstständig machen möchte. Dabei wird vor allem auf die Phase der Existenzgründung eingegangen und auf die Besonderheiten des Marketings und der Kommunikationspolitik. Aufgrund der fehlenden Bekanntheit der Dienstleistung Mediation in Deutschland ist es eine Hauptaufgabe des Marketings, die Mediation bekannt zu machen und eine Nachfrage nach dieser Dienstleistung zu schaffen. Denn eine Dienstleistung die nicht bekannt ist, wird auch nicht nachgefragt.
Wie in der Gliederung erkennbar, wird zunächst auf die Voraussetzungen, die nötig sind um sich als Mediator selbständig zu machen, eingegangen. Danach werden einige rechtliche und betriebswirtschaftliche Fragestellungen, die im Zusammenhang mit der Existenzgründung auftauchen, dargestellt. Zu den dabei angesprochenen Themen gehören u.a. die Frage der Rechtsform, sowie die Wahl eines Namens für die Unternehmung - inklusive Namensrecherche, Schutz des Namens und die Aufstellung eines Businessplans. Danach folgen die beiden Hauptthemenbereiche Marketing und Kommunikationspolitik. Beim Marketing stehen vor allem die Besonderheiten des Marketings für Existenzgründer, sowie die Besonderheiten des Dienstleistungsmarketings im Mittelpunkt.
Beim Thema Kommunikationspolitik wird u.a. auf die Kundengewinnung, das Empfehlungsmanagement, sowie die anschließende Kundenbindung eingegangen.
Abschließend wird im Abschnitt 5 ein Lösungsansatz dargestellt wie man die in Abschnitt 2 genannten Fragestellungen in der Praxis händeln kann. Dabei wird der Autor von fünf Mediatoren unterstützt die sich nebenberuflich eine Existenz aufbauen wollen. Sie werden die für eine Gründung in Frage kommenden Rechtsformen vergleichen und die aus Ihrer Sicht sinnvollste nennen und dies kurz begründen. Darüber hinaus wird kurz dargestellt wie man an das Problem der Namensrecherche herangeht und an wen man sich dabei wenden kann. Den Schluss der Arbeit bildet ein kurzes Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Abgrenzung des Themas
2 Existenzgründung
2.1 Voraussetzungen
2.2 Rechtliche Fragestellungen
2.3 Betriebswirtschaftliche Fragestellungen
3 Marketing
3.1 Grundlagen und Bedeutung des Marketings
3.2 Marketing für Existenzgründer
3.3 Besonderheiten des Dienstleistungsmarketing
4 Kommunikationspolitik
4.1 Kundengewinnung und Empfehlungsmanagement
4.2 Kundenbindung
5 Praktische Anwendbarkeit
6 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Existenzgründung im Bereich der Mediation, wobei der Fokus auf dem Aufbau von Marketingstrategien und Kommunikationsmaßnahmen für eine in Deutschland noch wenig bekannte Dienstleistung liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gründer trotz knapper Ressourcen eine erfolgreiche Marktpositionierung erreichen und langfristige Kundenbindungen aufbauen können.
- Rechtliche und betriebswirtschaftliche Anforderungen bei der Gründung einer Mediationspraxis.
- Grundlagen des Marketings mit speziellem Fokus auf die Anforderungen von Existenzgründern.
- Besonderheiten des Dienstleistungsmarketings und dessen Bedeutung für Vertrauensgüter.
- Strategien zur aktiven Kundengewinnung und zum effektiven Empfehlungsmanagement.
- Methoden zur langfristigen Kundenbindung und zum Beschwerdemanagement.
Auszug aus dem Buch
3.3 Besonderheiten des Dienstleistungsmarketing
In Tabelle 2 ist dargestellt wie sich die 4P des klassischen Marketings zu den 8P des Dienstleistungsmarketings erweitern. Die 8P`s stehen für price (Kontrahierungspolitik), place (Distributionspolitik), physical facilities (Ausstattungspolitik), product (Leistungspolitik), process management (Prozesspolitik), personnel (Personalpolitik), promotion (Kommunikationspolitik) und public voice (Meinungspolitik).18
Die Übersicht macht deutlich, dass Marketing für Dienstleistungen deutlich anspruchsvoller und umfangreicher ist. Es bestehen mehr „Stellschrauben“ für den Unternehmer um sein Produkt besser zu positionieren. Desto mehr Einflussfaktoren beachtet werden müssen, umso mehr Fehlerquellen entstehen. Aber warum sind für den Absatz von Dienstleistungen Themen, wie z.B. die Prozess- oder Meinungspolitik, so wichtig? Das liegt an den dienstleistungsspezifischen Besonderheiten die beachtet werden müssen. Hier wäre zum einen die Intangibilität19 von Dienstleistungen. Im Gegensatz zu einem Sachgut sind Dienstleistungen für einen Verbraucher nicht physisch wahrnehmbar, d.h. der Käufer kann sie nicht sehen, fühlen oder prüfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Mediationspraxis und Darstellung der Notwendigkeit von Marketing für diese spezielle Dienstleistung.
2 Existenzgründung: Analyse der persönlichen Voraussetzungen, rechtlicher Rechtsformen und betriebswirtschaftlicher Planungsschritte für angehende Mediatoren.
3 Marketing: Erläuterung der Marketinggrundlagen sowie spezifischer Anforderungen für Dienstleister, insbesondere unter Berücksichtigung der Immateriellheit des Angebots.
4 Kommunikationspolitik: Darstellung von Strategien zur Neukundengewinnung, Empfehlungsmanagement und langfristigen Kundenbindung durch professionelles Beschwerdemanagement.
5 Praktische Anwendbarkeit: Anwendung der theoretischen Ergebnisse auf das Fallbeispiel der fünf Mediatoren sowie praktische Tipps zur Namensrecherche.
6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Herausforderungen und Empfehlung zur strategischen Planung und Inanspruchnahme professioneller Hilfe.
Schlüsselwörter
Mediation, Existenzgründung, Marketing, Dienstleistungsmarketing, Kommunikationspolitik, Kundengewinnung, Empfehlungsmanagement, Kundenbindung, Unternehmensgründung, Businessplan, Rechtsform, Vertrauensgut, Beschwerdemanagement, Marktpositionierung, Unternehmertum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die unternehmerischen Herausforderungen für Mediatoren, die sich selbstständig machen möchten, insbesondere im Hinblick auf Marketing und Mandantenakquise.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Kernbereichen zählen die Phasen der Existenzgründung, strategisches Marketing für Dienstleistungen sowie die Kommunikationspolitik zur Kundenbindung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine Mediatorin oder ein Mediator das Marketing trotz begrenzter Ressourcen professionell gestaltet, um die Bekanntheit der Dienstleistung zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit betriebswirtschaftlichen Grundlagen, ergänzt durch eine praktische Anwendung am Fallbeispiel von fünf Mediatoren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden rechtliche Rahmenbedingungen wie Rechtsformen, die spezifischen Herausforderungen des Dienstleistungsmarketings und Techniken zur Kundengewinnung erläutert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Mediation, Existenzgründung, Dienstleistungsmarketing, Kundengewinnung, Kundenbindung und Empfehlungsmanagement sind die zentralen Begriffe.
Warum wird Mediation als „Vertrauensgut“ eingestuft?
Da die Leistung immateriell ist und vor dem Kauf nicht geprüft werden kann, ist das Kundenvertrauen in die Person des Mediators das entscheidende Kriterium.
Welche Bedeutung hat das Beschwerdemanagement laut der Arbeit?
Es ist ein zentrales Instrument zur Kundenbindung, da unzufriedene Kunden bei konstruktiver Problemlösung oft zu treuen Dauerkunden werden können.
Warum wird die Rechtsform der GbR im praktischen Teil bevorzugt?
Sie wird als unkomplizierteste Lösung bewertet, da sie kein Startkapital erfordert und nur geringe bürokratische Hürden für Gründer mit sich bringt.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Betriebswirt (FH) Christian Becker (Autor:in), 2008, Existenzgründung, Marketing und Kundengewinnung für Mediatoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204955