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Emilia Galotti und Luise Miller - zwei Schicksale

Title: Emilia Galotti und Luise Miller - zwei Schicksale

Term Paper , 2009 , 10 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sarah Falkenrich (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema: „Emilia Galotti und Luise
Miller – zwei Schicksale.“ In meiner Untersuchung vergleiche ich die beiden Dramen ‚Emilia
Galotti’ und ‚Kabale und Liebe’ anhand verschiedener Gesichtspunkte.
Im ersten Teil der Arbeit vergleiche ich die Familienverhältnisse in den Dramen mit besonderem
Schwerpunkt auf die Vater-Tochter-Beziehungen. Denn besonders die Erziehung durch
die Väter ist prägend für das Verhalten der Töchter im weiteren Verlauf des Dramas.
Weiterhin werden Adel und Bürgertum der beiden Dramen gegenübergestellt und miteinander
verglichen. Durch die ständeübergreifenden Verhältnisse in Form von Emilia und Hettore
Gonzaga sowie Luise und Ferdinand werden die Konflikte des Dramas erzeugt.
Zu welchen Ereignissen diese Konflikte führen wird im letzten Teil der Arbeit dargestellt.
Das Ziel dieser Arbeit ist es zu vergleichen, ob Emilia Galotti und Luise Miller ein vergleichbares
Schicksal widerfährt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Familienbeziehungen

2.1) Familie Galotti

2.2) Familie Miller

3) Konstellation zwischen Adel und Bürgertum in den Dramen

3.1) Familie Galotti und der Hof von Hettore Gonzaga

3.2) Familie Miller und der Hof von Präsident von Walter

4) Die Liebe in den Dramen

4.1) Emilia und der Prinz

4.2) Luise und Ferdinand

5) Die Intrigen und ihre Folgen

5.1) Der Tod der Emilia

5.2) Der Tod der Luise

6) Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die tragischen Schicksale der Protagonistinnen Emilia Galotti und Luise Miller durch einen vergleichenden Blick auf ihre jeweiligen Familienstrukturen und die sozialen Konflikte zwischen Adel und Bürgertum zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwiefern die Erziehung durch die Väter und die verinnerlichten patriarchalen Werte ihr Handeln determinieren und zu ihren jeweiligen Schicksalen führen.

  • Analyse der Vater-Tochter-Beziehungen in den Dramen.
  • Gegenüberstellung von Adel und Bürgertum als gesellschaftliches Konfliktfeld.
  • Untersuchung des Einflusses patriarchaler Erziehungsideale auf die weibliche Identitätsbildung.
  • Vergleich der Rollenbilder von Emilia Galotti und Luise Miller.
  • Reflexion über die Rolle der Liebe als Motor für gesellschaftliche Spannungen und Katastrophen.

Auszug aus dem Buch

2.1) Familie Galotti

In Gotthold Ephraim Lessings bürgerlichem Trauerspiel ‚Emilia Galotti‘ begegnet uns eine drei-köpfige Familie, die aus Odoardo Galotti, Emilias Vater, Claudia Galotti, Emilias Mutter und Emilia selbst besteht.

Claudia Galotti lebt gemeinsam mit ihrer Tochter in der Stadt, um ihrer Tochter eine bessere Erziehung ermöglichen zu können. Odoardo dagegen lebt allein auf dem Land. Die Tatsache, dass seine Frau und Tochter in der Nähe des Hofes leben, wird von Emilias Vater Odoardo nur schwer gebilligt. Denn der Hof stellt für ihn das lasterhafte Leben dar, das Leben auf dem Land bildet seiner Meinung nach dazu den Gegensatz.

Claudia vertritt im Stück eine Mittlerfunktion, sie steht durch ihr Leben in der Stadt zwischen der Absolutheit des Tugendverständnisses ihres Mannes und der äußeren Realität (Wurst 1988: 125). „Claudia vermittelt zwischen Idealität und Realität“ (Wurst 1988: 125).

Lessings Familie Galotti ist durch ein patriachales Familienverhältnis geprägt. Odoardo tritt als Familienoberhaupt auf, das durch die Ausübung von traditioneller Autorität und familialer Liebe seine Familie im Griff hat („…, der euch so herzlich liebet“ (S. 25)). Für Emilias Vater ist Emilia selbst sein wertvollstes Gut, da sie sein einziges Kind ist und nur sie somit seine Wertvorstellungen weiterführen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema des Vergleichs der beiden Dramen hinsichtlich ihrer Familienverhältnisse und Schicksale vor und formuliert die zentrale Forschungsfrage.

2) Familienbeziehungen: Dieses Kapitel untersucht die familiären Strukturen in den Familien Galotti und Miller und verdeutlicht den prägenden Einfluss des väterlichen Erziehungsideals.

3) Konstellation zwischen Adel und Bürgertum in den Dramen: Hier werden die gegensätzlichen Lebenswelten und Wertvorstellungen zwischen bürgerlichen Familien und dem jeweiligen höfischen Umfeld analysiert.

4) Die Liebe in den Dramen: Dieser Abschnitt thematisiert die unterschiedlichen Ausprägungen von Liebe in den Dramen sowie die daraus resultierenden emotionalen Konflikte der Protagonistinnen.

5) Die Intrigen und ihre Folgen: Das Kapitel widmet sich den Mechanismen der höfischen Intrigen und deren fatalen Auswirkungen, die letztlich zum Tod der beiden Protagonistinnen führen.

6) Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und stellt fest, dass trotz ähnlicher patriarchaler Erziehungsmodelle unterschiedliche Schicksalsverläufe vorliegen.

Schlüsselwörter

Emilia Galotti, Kabale und Liebe, Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Schiller, Patriarchat, Erziehung, Vater-Tochter-Beziehung, Adel, Bürgertum, Schicksal, Tugend, Liebe, Tragödie, Familienstruktur, Intrige

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht einen vergleichenden Literaturansatz zwischen den Dramen „Emilia Galotti“ von Lessing und „Kabale und Liebe“ von Schiller hinsichtlich der Schicksale der weiblichen Hauptfiguren.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themenfelder sind die Rolle des Patriarchats innerhalb der Familien, der Konflikt zwischen bürgerlichen Werten und höfischer Moral sowie der Einfluss väterlicher Erziehung auf die Töchter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob Emilia Galotti und Luise Miller vergleichbare Schicksale widerfahren und wie diese durch ihre familiäre Prägung und gesellschaftliche Umgebung beeinflusst werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der die Dramen anhand inhaltlicher Gesichtspunkte wie Familienkonstellationen, Liebe und gesellschaftlicher Stellung gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Familien Galotti und Miller, die Konstellation zwischen den sozialen Schichten, das Verständnis von Liebe in den Dramen sowie die Entstehung und Folgen höfischer Intrigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Patriarchat, Erziehung, Tugend, Bürgertum, Adel, Intrige und tragisches Schicksal.

Inwiefern beeinflusst Odoardo Galottis Erziehung das Schicksal seiner Tochter?

Odoardos Erziehung ist durch extreme Abhängigkeit und die Forderung nach blinder Tugend geprägt, was dazu führt, dass Emilia keine eigene Persönlichkeit bilden kann und in der Krise handlungsunfähig wird.

Warum unterscheidet sich das Handeln von Luise Miller von dem Emilias?

Luise Miller ist zu Beginn weniger stark an die väterlichen Werte gebunden und zeigt eine größere innere Zerrissenheit, während Emilia die Werte des Vaters nahezu vollständig internalisiert hat.

Welche Rolle spielt der Tod für das Selbstverständnis der Protagonistinnen?

Der Tod wird für beide zur letzten Möglichkeit, sich den patriarchalen Schuldverstrickungen oder dem Verlust der eigenen moralischen Integrität zu entziehen.

Kann man von einem "Erfolg" der Tugend in diesen Dramen sprechen?

Die Arbeit deutet an, dass der moralische Sieg der Protagonistinnen durch ihren Tod erkauft wird, was ein ambivalentes Bild von Tugend und gesellschaftlichem Zwang zeichnet.

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Details

Title
Emilia Galotti und Luise Miller - zwei Schicksale
College
University of Trier
Grade
2,3
Author
Sarah Falkenrich (Author)
Publication Year
2009
Pages
10
Catalog Number
V205316
ISBN (eBook)
9783656322948
ISBN (Book)
9783656324492
Language
German
Tags
emilia galotti luise miller schicksale
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Falkenrich (Author), 2009, Emilia Galotti und Luise Miller - zwei Schicksale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205316
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