[...] In der neueren Vergangenheit standen die Wirkungen des Wandels und deren Prävention
bzw. Milderung häufig im politischen Fokus. Wie wird dadurch die Wettbewerbsfähigkeit
Deutschlands beeinflusst? Wie sehen die sozialen Sicherungssysteme der Zukunft
aus, wenn 100 Personen im Erwerbsalter statt 25 Personen im Rentenalter (Stand:
1970) oder 34 (Stand: 2009) plötzlich mehr als 50 (Prognose: 2030) „finanzieren“ müssen?
11 Dahingegen würde eine kommunale Betrachtungsweise solche Faktoren in geringerem
Umfang berücksichtigen. Wichtig wäre dort die Assoziation der demografischen
Herausforderungen mit der Erfüllung der kommunalen Pflichtaufgaben. Es wird
zu klären sein, welche freiwilligen Ausgaben künftig noch finanziert werden können,
um die Standortattraktivität einer Kommune aufrechtzuerhalten.
Im Rahmen dieser Ausführungen erfolgt eine Darstellung der Ausprägung der demografischen
Entwicklung in der BRD unter besonderer Berücksichtigung der Bevölkerungsalterung.
Es findet eine Analyse des Wandels in Oberhausen für den Zeitraum 2003 bis
2030 auf Grundlage der bisherigen realen sowie der künftig prognostizierten Bevölkerungsentwicklungen
statt. Im Anschluss daran werden die Konsequenzen für die kommunale
Verwaltungstätigkeit dargelegt und Lösungsansätze sowie Vorschläge zur Bewältigung
der demografischen Herausforderungen im Hinblick auf die individuellen Demografiestrukturen
der Stadt entwickelt. Dabei erfolgt stets eine Berücksichtigung der
kommunalen Finanzwirtschaft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der demografische Wandel in der BRD
2.1. Die Bevölkerung wird weniger
2.2. Die Bevölkerung wird bunter
2.3. Die Bevölkerung wird älter
2.3.1. Die verschiedenen Alterungsprozesse
2.3.2. Ageism, Disengagement und Devianzen
3. Rahmenbedingungen in Oberhausen
3.1. Demografische Rahmenbedingungen
3.2. Finanzwirtschaftliche Rahmenbedingungen
4. Lösungsansätze zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen am Beispiel der Stadt Oberhausen
4.1. Das aktive PAS
4.1.1. Allgemeines
4.1.2. Herausforderungen und Lösungsansätze aufgeteilt nach Produktbereichen
4.2. Das reaktive PAS
5. Ausblick
I. Abkürzungsverzeichnis
II. Abbildungsverzeichnis
III. Literaturverzeichnis
IV. Quellenverzeichnis
V. Gesetzesverzeichnis
VI. Anhang
VII. Erklärung und Wortstatistik
Häufig gestellte Fragen
Welche demografischen Herausforderungen kommen auf deutsche Kommunen zu?
Kommunen müssen bewältigen, dass die Bevölkerung insgesamt weniger, älter und bunter (vielfältiger) wird.
Wie beeinflusst der demografische Wandel die kommunalen Finanzen?
Sinkende Bevölkerungszahlen können zu geringeren Einnahmen führen, während die Ausgaben für Infrastruktur und soziale Sicherung für Ältere steigen.
Was wurde am Beispiel der Stadt Oberhausen analysiert?
Die Arbeit analysiert die Bevölkerungsentwicklung von 2003 bis 2030 und entwickelt Lösungsansätze zur Aufrechterhaltung der Standortattraktivität.
Was versteht man unter "aktiven" und "reaktiven" Lösungsansätzen?
Aktive Ansätze gestalten den Wandel proaktiv (z.B. durch neue Angebote), während reaktive Ansätze auf bereits eingetretene Veränderungen antworten.
Warum ist die Wettbewerbsfähigkeit von Kommunen gefährdet?
Wenn Pflichtaufgaben die Finanzen binden, bleibt weniger Spielraum für freiwillige Ausgaben, die eine Stadt für Familien und Unternehmen attraktiv machen.
- Arbeit zitieren
- Patrick Wiedemann (Autor:in), 2012, Handlungsempfehlungen an die kommunale Verwaltungsebene zur Bewältigung demografischer Herausforderungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206496