Oda Nobunaga - Der erste Schritt zur Reichseinigung Japans


Essay, 2011

12 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Odas Jugend und Aufstieg

3. Odas Verhältnis mit den Mönchen des Berges Hiei 1571

4. Die Schlachten von Nagashino 長篠 (1575) und Tedorigawa 手取川 (1577)
4.1 Die Schlacht von Nagashino 1575
4.2 Die Schlacht von Tedorigawa 1577

5. Oda und Akechi
5.1. Oda Nobunagas Demütigungen gegenüber Akechi Mitsuhide
5.2 Der Vorfall bei Honnō-ji 1582 und das Ende Akechis in Yamazaki

6. Fazit

Anhang:

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In meiner Semesterarbeit möchte ich mich mit dem Thema Oda Nobunaga 織田 信長(1534- 1582) auseinandersetzen. Hauptsächlich befasse ich mich mit der Thematik, wie Oda Nobunaga im Laufe der Zeit aufgestiegen ist, sich entwickelt hat und letztendlich Japan veränderte. Des Weiteren wird noch zusätzlich thematisiert werden, warum Akechi Mitsuhide 明智 光秀 (1528-1582) seinen Herrn Oda Nobunaga hinterging und wie er dies vollbrachte. Außerdem gehe ich auf Oda Nobunagas wichtigste Schlachten ein, werde diese kurz erläutern, sowie entscheidende Aspekte unterstreichen. Zusätzlich versuche ich seinen Stil der Kriegsführung genauer darzustellen. Ich beziehe mich hauptsächlich auf Quellen, welche der englischen und vereinzelt auch aus der deutschen Sprache zu Grunde liegen. Dazu muss ich erwähnen, dass es mehrere interessante Quellen zu der Thematik über den Reichseiniger gibt, aber ich mich hauptsächlich auf die Biographie des Oda Nobunagas berufen werde. Sie wurde von Jeroen Pieter Lamers1 verfasst und ist am verständlichsten, sehr detailliert und auf dem aktuellsten historischen Stand, im Vergleich zu mehreren anderen Quellen. Speziell wenn es um das Verhältnis zwischen Akechi Mitsuhide und Oda Nobunaga geht, widersprechen sich aber leider manche Quellen außerordentlich.

Die Kernfrage meiner Semesterarbeit soll lauten: „Wie schaffte es Oda Nobunaga den größten Teil Japans zu einen und somit zu einem der stärksten Feldherren 大 名 (daimyō) aufzusteigen?“.

Im ersten Kapitel will ich auf den jungen Oda Nobunaga, sein Verhalten am Hofe und den entscheidenden Zeitpunkt seines Aufstiegs eingehen.

Im zweiten Kapitel habe ich noch den Hintergrund angeführt, warum Oda Nobunaga oft als gnadenloser Tyrann dargestellt wird. Dazu bringe ich ein Musterbeispiel, welches sich mit dem Verhältnis Oda Nobunagas gegenüber den Mönchen des Berges Hiei 比叡山 (Hieizan) erklärt.

Im dritten Abschnitt werde ich dann auf seinen größten Sieg und seine einzige nennenswerte Niederlage eingehen.

Im letzten Abschnitt werde ich mich mit der Beziehung Odas und seinem Mustergeneral

Akechi Mitsuhide auseinandersetzen und die Zusammenhänge sowie den Grund des Konfliktes mit Hilfe von Beispielen präzisieren.

Abschließend muss ich sagen, dass es meines Erachtens nach ausreichend viele Quellen gibt, die Oda Nobunaga explizit behandeln sowie seine wichtigsten Errungenschaften, Eroberungen und Verhaltensformen erläutern. Einzig das Verhalten des Akechi Mitsuhide und sein Coup d´État den er in Honnō-ji 本能寺 (Honnōji) gegen Oda Nobunaga ausführte, wurden in manchen Quellen verschieden dargestellt.

Ich werde in meiner Semesterarbeit, wenn ich von Oda Nobunaga spreche, nur seinen Familiennamen nennen, für Akechi Mitsuhide gilt das gleiche Prinzip, sowie bei allen anderen wichtigen Personen welche mit Oda Nobunaga in Verbindung waren.

2. Odas Jugend und Aufstieg

Oda Nobunaga war der zweite Sohn des Oda Nobuhide 織田 信秀 (1510-1551) und lebte in der Provinz Owari 尾 張 国 (Owari no Kuni). Oda hat sich schon in seiner Jugend bemerkenswert verhalten. Aber wohl nicht im Sinne, wie man es sich unter dem Initiator der Einigung Japans vorstellen würde. Er wanderte oftmals durch die Stadt und aß währenddessen Kastanien, Melonen und andere Früchte sowie Reiskuchen aber in einem Stil, der dem eines Bauern ähnelte. Demzufolge bekam Oda unter seinen Altersgenossen den Spitznamen Narr von Owari 尾張の大うつけ (Owari no Ōutsuke).2

Als Odas Vater im Jahre 1551 im Sterben lag, fragte er die Mönche ob er sich erholen würde, diese bejahten das. Nachdem sein Vater am 8. April 1551 nun starb, lies Oda die Mönche in einen Tempel sperren und erschoss einige von ihnen mit einer Arkebuse. Dies ist vielleicht ein ausschlaggebendes Ereignis, welches seinen Hass gegen den Buddhismus erklärt und somit einer der Hauptgründe seiner Gräueltat gegen die Mönche des Bergs Hiei ist, zu welcher ich noch kommen werde.3

Zur Beerdigung seines Vaters verhielt sich Oda wieder einmal für seinen Stand sehr unpassend. Er trug die falsche Kleidung, ein großes Schwert und einen Dolch. Oda ging an den Altar, warf plötzlich ein bisschen Weihrauch auf diesen und ging wieder. Alle sagten erneut über ihn, dass er sich wie ein Narr verhielt und dies bestärkte nur noch die Meinung seiner Altersgenossen gegenüber ihm.3

Seine Reputation war also die eines Narren, welcher sich andauernd unpassend verhalten hatte und somit stark auffiel. Höchstwahrscheinlich lässt sich dieses Verhalten am einfachsten damit erklären, dass ihn niemand seiner Familie für eine Gefahr hielt und ihn somit als Gegner wahrnahm. Dass er nebenbei eine Armee von ca. 1000 Mann aufbaute, viel mit ihnen trainierte und das Marschieren übte wurde wegen seines sonstigen Verhaltens weniger Augenschein gegeben. Er übte mit ihnen das Reiten bestimmter Strecken und was auch sehr wichtig zu nennen ist, ist dass Oda Nobunaga seine Männer nicht auf Grund von Stand oder Familie auswählte.³ Er wählte jene, die am fähigsten waren und sagte ihnen wenn sie ihm mit aller Kraft und Entschlossenheit dienten, würden sie es bei ihm sehr gut haben. Dies ist wieder einmal ein extraordinärer Gesichtszug, welcher Oda einfach nur einzigartig in seiner Heerespolitik machte. Er hatte persönliche Lehrer, die ihm die Kunst des Krieges beibrachten aber selbst dabei verhielt er sich arrogant und abweisend. Einer seiner Lehrer beging sogar Selbstmord um Oda beizubringen dass er sich mehr auf seine Pflichten konzentrieren sollte.4

Wenige Jahre nach dem Tode seines Vaters tötete er seinen größten Feind aus der Familie. Danach lockte er einen seiner Brüder Oda Nobuyuki 織田 信行 (1536-1557) in seinem Schloss, indem er vorgab schwer krank zu sein. Dieser kam demnach zu ihm und Oda tötete ihn einfach,5 um seine Macht auszubauen und mögliche Gefahren abzuwenden, da er ahnte dass sein Bruder ihn zukünftig angreifen würde und somit eine Gefahr darstellen könnte. Dieser Sieg bracht ihm mehrere neue Soldaten, so dass er immer mächtiger wurde.

Im Jahre 1560 war es dann soweit, Oda Nobunaga besiegte mit seiner ca. 2000 Mann starken Armee den zu jener Zeit wohl stärksten Feldherren Imagawa Yoshimoto 今川 義元 (1519- 1560), welcher zwischen 20.000 und 45.000 Mann unter seinem Kommando hatte.

[...]


1 LAMERS, Jeroen Pieter. Japonius Tyrannus: The Japanese Warlord Oda Nobunaga reconsidered. 2L0eiden: Hotei Publishing 2000.

2 LAMERS, Jeroen Pieter. Japonius Tyrannus: The Japanese Warlord Oda Nobunaga 0recons2idered. Leiden: Hotei Publishing 2000.

3 LAMERS, Jeroen Pieter. Japonius Tyrannus: The Japanese Warlord Oda Nobuna200reconsidered. Leiden: Hotei Publishing 2000.

4 WESTON, Mark. Giants of Japan The Lives of Japan’s Greatest Men and Women. New Yo2 00Kodansha America, Inc. 1999.

5 WESTON, Mark. Giants of Japan The Lives of Japan’s Greatest Men and Women. New Yo2 00Kodansha America, Inc. 1999.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Oda Nobunaga - Der erste Schritt zur Reichseinigung Japans
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,3
Jahr
2011
Seiten
12
Katalognummer
V206660
ISBN (eBook)
9783656339298
ISBN (Buch)
9783656339922
Dateigröße
1207 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Oda, nobunaga, oda nobunaga, regionalstudien, asien, afrika, japan, japanologie, sengoku jidai, sengoku, jidai, tokugawa ieyasu, tokugawa, japanische geschichte, japanische, geschichte
Arbeit zitieren
Anonym, 2011, Oda Nobunaga - Der erste Schritt zur Reichseinigung Japans, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206660

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