In der Einleitung meiner Untersuchung heißt es direkt zu Beginn: "Einleitung – ein Linguist auf Abwegen?", denn ich wage mich daran, den Arbeitsgegenstand der Literaturwissenschaftler (den literarische Texte) zu nehmen und allein mit linguistischen Werkzeugen eine fundierte sprachwissenschaftliche Analyse anzufertigen. Es ist ein Irrtum, dass man nur mit literaturwissenschaftlichen Werkzeugen einen solchen Text analysieren könne. Auch die Linguistik kann einen bedeutenden Beitrag zur Betrachtung liefern und dem Text mit sprachwissenschaftlichen Werkzeugen seine Geheimnisse entlocken. Im Grunde ist es so, dass sich die Literaturwissenschaftler von jeher bei den Linguisten bedient haben. Sie erfassen die Metren von Gedichten, haben einen Katalog mit Tropen und diskutieren über ungewöhnliche Satzgliedstellungen. Linguisten können die Erscheinungsform eines Textes durch ihr Fachwissen jedoch noch gründlicher analysieren. Die hier präsentierte Erkenntnisgewinnung basiert dabei im Wesentlichen auf drei Dingen: der Textlinguistik, der Narrationstheorie und einer Analyse der mikrostilistischen und makrostilistischen Elemente.
Inhaltsverzeichnis
- A) THEORETISCHER TEIL
- 1. Einleitung - ein Linguist auf Abwegen?
- 2. Was ist ein Text? - Erkenntnisgewinnung durch Textlinguistik
- 2.1 Linguistische Textdefinition
- 2.2 Arbeitsfeld der literarischen Texte
- 2.2.1 Textstruktur
- 2.2.1.1 Kohäsion
- 2.2.1.2 Die thematische Entfaltung
- 2.2.2 Textfunktion
- 2.2.3 Textsorte
- 3. Narrationstheorie
- 3.1 Allgemeine Ausführungen
- 3.2 Erzählerinstanz
- 3.3 Narrative Muster
- 4. Das Spiel mit dem Stil - Was soll Stil eigentlich sein?
- 4.1 Allgemeine Ausführungen
- 4.2 Mikrostilistische Elemente
- 4.2.1 Stilmittel der Wortebene
- 4.2.1.1 Die Wortarten
- 4.2.1.2 Die Tropen
- 4.2.2 Stilmittel der Satzebene
- 4.2.2.1 Satzumfang, Satzbau und Wortstellung im Satz
- 4.2.2.2 Rhetorische Figuren
- 4.3 Makrostilistische Elemente - satzübergreifende Stilmittel
- B) PRAKTISCHE ANALYSE
- 5. „Die Therapie“ - Inhaltszusammenfassung
- 6. Textlinguistische Betrachtungen
- 6.1 Die Textsorte
- 6.2 Die Textstruktur
- 6.2.1 Kohäsion
- 6.2.2 Die thematische Entfaltung
- 6.3 Die Textfunktion
- 7. Erzählerinstanz und narrative Mittel in Fitzeks „Die Therapie“
- 8. „Ich war tot“ - linguistische Stilanalyse ausgewählter Aspekte
- 8.1 Stilmittel der Wortebene
- 8.2 Stilmittel des Satzbaus
- 8.3 Satzübergreifende Stilmittel
- 9. Fazit
- 9.1 Resümee zu Fitzeks Werk aus linguistischer Sicht
- 9.2 Resümee zu den Möglichkeiten einer linguistischen Analyse literarischer Texte
- Analyse der Textstruktur und Kohäsion
- Untersuchung der Textfunktion und Textsorte
- Erläuterung der Erzählerinstanz und narrativer Mittel
- Stilanalyse auf Wort-, Satz- und Textoberfläche
- Bedeutung der Linguistik für die Analyse literarischer Texte
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Masterarbeit untersucht den Roman „Die Therapie“ von Sebastian Fitzek aus linguistischer Perspektive, um zu zeigen, dass die Linguistik einen bedeutenden Beitrag zur Analyse literarischer Texte leisten kann. Dabei werden verschiedene linguistische Werkzeuge eingesetzt, um die Struktur, Funktion und den Stil des Textes zu analysieren.
Zusammenfassung der Kapitel
Der theoretische Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Definition des Begriffs „Text“ aus linguistischer Sicht und untersucht die Textstruktur, Textfunktion und Textsorte. Die Narrationstheorie wird erörtert, um die übergeordneten Aspekte eines Werkes analysieren zu können. Der letzte Teil des theoretischen Teils widmet sich der Stilanalyse und erklärt den Stilbegriff aus linguistischer Sicht.
Der praktische Teil der Arbeit analysiert den Roman „Die Therapie“ von Sebastian Fitzek, indem er die Textstruktur, Textfunktion und Textsorte untersucht. Die Erzählerinstanz und narrative Mittel werden analysiert, und die Stilanalyse konzentriert sich auf die Sprachebene, die Satzebene und die satzübergreifenden Stilmittel.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Textlinguistik, literarische Analyse, Erzähltheorie, Stilanalyse, Roman, „Die Therapie“, Sebastian Fitzek, Textstruktur, Textfunktion, Textsorte, Kohäsion, narrative Mittel, Wortarten, Tropen, Satzbau, Rhetorische Figuren.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der linguistischen Analyse von Sebastian Fitzeks „Die Therapie“?
Das Ziel der Masterarbeit ist es, zu zeigen, dass literarische Texte allein mit linguistischen Werkzeugen fundiert analysiert werden können, um dem Text seine „Geheimnisse“ zu entlocken, ohne sich rein auf literaturwissenschaftliche Methoden zu verlassen.
Welche linguistischen Teilbereiche werden in der Untersuchung genutzt?
Die Analyse basiert im Wesentlichen auf drei Säulen: der Textlinguistik, der Narrationstheorie sowie der Untersuchung mikrostilistischer und makrostilistischer Elemente.
Was wird unter mikrostilistischen Elementen verstanden?
In dieser Arbeit umfassen mikrostilistische Elemente Stilmittel auf der Wortebene (wie Wortarten und Tropen) sowie auf der Satzebene (Satzbau, Wortstellung und rhetorische Figuren).
Welche Rolle spielt die Kohäsion in der Analyse?
Die Kohäsion wird im Rahmen der Textstruktur untersucht, um zu verstehen, wie der Text sprachlich verknüpft ist und wie die thematische Entfaltung innerhalb des Romans funktioniert.
Wird in der Arbeit auch die Erzählerinstanz thematisiert?
Ja, die Untersuchung der Erzählerinstanz und narrativer Muster ist ein zentraler Bestandteil sowohl des theoretischen Teils als auch der praktischen Analyse von Fitzeks Werk.
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- M.A. Cornelia Scherpe (Author), 2011, „Ich war tot“ - Linguistische Analyse literarischer Texte am Beispiel Sebastian Fitzeks Roman „Die Therapie“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207294