Work-Life-Balance - Konzepte, Erfahrungen, Grenzen


Hausarbeit, 2012

19 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise

2. Begriffe
2.1. Die Begriffe Work, Life und Balance
2.2. Der Begriff Work-Life-Balance

3. Betrachtungsweisen, Erwartungen und Ziele
3.1. Gesellschaft
3.2. Unternehmen
3.3. Mitarbeiter

4. Rollenkonflikt
4.1. Work-Family-Conflict

5. Gesundheitliche Auswirkungen

6. Work-Life-Balance in Unternehmen
6.1.Maßnahmen und Ziele zur Verbesserung der Work-Life-Balance mit praktischen Beispielen

7. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Quellenverzeichnis

1.Einleitung

1.1. Problemstellung

Das Berufs- und Privatleben in einem gesunden Maß miteinander vereinbaren zu können, entwickelt sich immer mehr als Herausforderung für die Arbeitnehmer[1].

Aufgrund des immer höher werdenden Leistungs- und Erwartungsdrucks, der auf den Arbeitnehmern lastet, sowie der immer breiter gefächerten Freizeitaktivitäten betrifft das Thema Work-Life-Balance[2] nicht nur Arbeitnehmer mit Familien, sondern die gesamte Bandbreite der Beschäftigten. Die besondere Herausforderung ist, den ständig gesteigerten Ansprüchen der Qualität und Quantität von Qualifikationen und Belastbarkeit zu genügen. Die Verpflichtungen enden für die meisten egal welcher familiären Situation nicht mit dem Ende des Arbeitstages sondern ziehen sich weiter durch die private Lebenswelt, der „ Freizeit“. Ist dieses überhöhte Anforderungsprofil und dieser Leistungsdruck von langanhaltender Dauer, können daraus negative gesundheitliche Folgen entstehen. Diese Auswirkungen und deren Entwicklungstrend beeinflussen dann weiterführend auch die Unternehmen und die Gesellschaft. Bereits heute wirkt sich der demographische Wandel auf den Arbeitsmarkt aus, was in den nächsten Jahren noch bedeutender werden wird. Der steigende Wettbewerbsdruck auf den Märkten wirkt sich folglich auf die Beschaffung und Bindung von Fachkräften aus. ( Esslinger & Schober 2007, S.3) Unternehmen müssen sich daher um die langfristige Bindung von qualifizierten Mitarbeitern bemühen. Durch den allgemeinen Wertewandel in der Gesellschaft – weg vom Leben, um zu arbeiten; hin zum Arbeiten, um zu leben – bildet die WLB einen guten Ansatz für die Unternehmen, sich der Herausforderung der Mitarbeiterbindung zu stellen.

1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise

Das vorliegende Assignment verfolgt das Ziel, das Thema WLB grundsätzlich zu erläutern (Begriffsdefinitionen und unterschiedliche Betrachtungsweisen Kapitel 2 und 3), des Weiteren die Anforderungen und deren Auswirkungen auf den Einzelnen im Berufs- und Privatleben zu betrachten (Work-Family-Conflict, gesundheitliche Auswirkungen, Kapitel 4 und 5). Darüber hinaus soll das Assignment über das Thema WLB in Unternehmen informieren und deren Maßnahmen und Zielsetzungen aufzeigen (Kapitel 6). Abschließend werden kurz die Perspektiven des WLB-Einsatz und der WLB-Maßnahmen erläutert und die Ausführungen zusammengefasst (Kapitel 7).

2. Begriffe

2.1. Die Begriffe Work, Life und Balance

Es lässt sich in der Literatur keine eindeutige allgemeine Definition zur WLB finden. Aus der wörtlichen Übersetzung Arbeit-Leben-Gleichgewicht entsteht die Betrachtungsweise der zunächst einzelnen Begriffe Arbeit ( Work ), Leben (Life) und Gleichgewicht (Balance), um diese dann wiederum in der Gesamtheit zur WLB zusammen zu führen.

Arbeit – Work

Die körperlich anstrengende Tätigkeit, die früher als Arbeit bezeichnet worden ist, hat durch technische Weiterentwicklung und Rationalisierung ihre Wertigkeit verloren. Die geistige Arbeit bildet in der heutigen Zeit den Schwerpunkt (vgl. Stor, 2009, S.4). Das Unternehmen bildet in der Arbeitswelt den Mittelpunkt. (vgl. Michalk & Nieder, 2007, S.18, f.) Die drei wesentlichen Überschriften der Arbeit sind: Zeit (z.B. Arbeitszeit), Tätigkeiten (z.B. Aufgaben), strukturelle Gegebenheiten (z.B. Örtlichkeiten und Ausstattung der Arbeitsplätze). (vgl. Michalk & Nieder, 2007, S.20)

Leben – Life

Leben wird als gegensätzliche Begrifflichkeit zur Arbeit verwendet und häufig als Privatleben oder Lebenswelt bezeichnet.

„ Damit umfasst Lebenswelt sowohl die Arbeit, die im privaten Bereich anfällt, wie beispielsweise Hausarbeiten, als auch die Freizeit. “ (Michalk & Nieder, 2007, S. 20)

Die Bereiche, Personen, Handlungen und Erfahrungen, die nicht innerhalb der Arbeitswelt vorkommen, werden als Privatleben bzw. Life zusammengefasst (vgl. Michalk & Nieder 2007, S.20)

Gleichgewicht – Balance

Balance soll dazu dienen, die gegensätzlichen Pole (hier Work und Life) in ein Gleichgewicht zu bringen, um somit Stabilität und Ausgeglichenheit im Leben eines Einzelnen zu erreichen. ( vgl. Stor, 2009, S.5)

2.2. Der Begriff Work-Life-Balance

Die WLB soll verhindern, dass ein Lebensbereich langfristig überwiegt, dadurch das Gleichgewicht verloren geht und dieses somit auf Dauer zu psychischer oder physischer Krankheit des Menschen führen kann. Für eine langfristige Gesundheit und einen dauerhaften Einklang mit der Umwelt ist die Vereinbarkeit beider Lebensbereiche unabdingbar. (vgl. Michalk & Nieder, 2007, S21, ff.) Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Grundgedanke, dass Arbeit Stress und Privatleben Entspannung mit sich bringt, nicht als beständige Tatsache angenommen werden kann. Es ist daher eher darauf zu achten, die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu halten. Somit ist es in der Realität eher schwierig darzustellen, ein absolutes Gleichgewicht der Lebensbereiche verwirklichen zu können, dadurch sollte die Verbesserung der Vereinbarkeit von Arbeitswelt und Privatleben als gesunder Kompromiss angestrebt werden (vgl. Stor, 2009; Michalk & Nieder, 2007, S.21, ff.)

3. Betrachtungsweisen, Erwartungen und Ziele

Die WLB lässt sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, dem entsprechend haben die Perspektiven auch ihre eigenen Schwerpunkte. Nachfolgend werden die drei wichtigsten Betrachtungsweisen dargestellt.

3.1. Gesellschaft

Gesellschaftliche Rahmenbedingungen und damit verbundene Veränderungen in der Gesamtwirtschaftssituation beeinflussen die Anforderungen an die Gesellschaft.

„ Wichtige Einflussfaktoren in diesem Kontext sind: die demographische Entwicklung; der Strukturwandel der Arbeit; der allgemeine Wertewandel in der Gesellschaft sowie die gesellschaftspolitische Entwicklung hinsichtlich Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen „ (Klimpel & Schütte, 2006, S. 25)

Demographische Entwicklung

Die abnehmende Geburtenrate, die Änderung der Altersstruktur, sowie Fachkräftemangel stellt in nicht allzu ferner Zukunft ein Problem für die Wirtschaft sowie für die Unternehmenspolitik dar. Jährlich sterben durchschnittlich 100.000 Menschen mehr, als geboren werden, das bringt unter anderem den Generationenvertrag ins Wanken, und wird langfristig gesehen, zu einem Mangel an Steuerzahlern, qualifizierten Arbeitskräften und Konsumenten führen. (vgl. Michalk & Nieder, 2007, S.24, f.; Stor, 2009, S. 7, ff.; Klimpel & Schütte, 2006, S. 30)

Strukturwandel der Arbeit

Die Beschleunigung von technologischem Fortschritt und Innovation führt zu einem Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften, die im Rahmen von Personalentwicklungs-maßnahmen kontinuierlich weitergebildet werden müssen und auch von sich aus die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen mitbringen müssen. ( vgl. Michalk & Nieder, 2007,S.25)

Allgemeiner Wertewandel in der Gesellschaft

Heutzutage vertreten zahlreiche Arbeitnehmer die Einstellung „ Wir arbeiten, um zu leben“, dadurch wird das Bedürfnis nach Individualität, Kreativität, Autonomie und nach Vereinbarkeit von Privat -und Berufsleben deutlich stärker. (vgl. Stor, 2009,

S. 11,ff.; Michalk & Nieder , 2007, S.25,f.)

Somit müssen Unternehmen mit Hilfe von WLB-Maßnahmen versuchen, dem Bestreben ihrer Mitarbeiter nach Sicherheit, Gesundheit, Wertschätzung und Selbstverwirklichung zu entsprechen. ( vgl. Stor, 2009, S. 14)

Gesellschaftspolitische Entwicklung hinsichtlich Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen

„Die Wertvorstellungen junger Akademiker und Akademikerinnen nähern sich immer stärker aneinander an. Männer möchten mehr Zeit in Familie und Freizeit investieren, und Frauen wollen sich nicht länger entscheiden müssen zwischen Karriere und Kindern, sie wollen beides und das zu guten Bedingungen“ (Koschik, 2005, S. 43)

Zusammenfassend lässt sich zu diesem Punkt sagen, dass die Balance zwischen Berufs- und Privatleben gerade bei weiblichen Arbeitskräften immer noch problematisch ist und somit in den Unternehmen vor allem auf die Entwicklung, Unterstützung und Qualifikation von weiblichen Kräften eingegangen werden sollte. ( vgl. Stor, 2009, S. 16)

[...]


[1] Zur leichteren Lesbarkeit verwende ich in diesem Assignment die männliche Schreibweise. Damit sind weibliche und männliche Personen gleichermaßen gemeint.

[2] Work-Life-Balance wird im weiteren Assignment als WLB abgekürzt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Work-Life-Balance - Konzepte, Erfahrungen, Grenzen
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Pinneberg (ehem. Rendsburg)
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V207436
ISBN (eBook)
9783656358077
ISBN (Buch)
9783656359517
Dateigröße
821 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
work-life-balance, konzepte, erfahrungen, grenzen
Arbeit zitieren
Stephanie Lemke (Autor:in), 2012, Work-Life-Balance - Konzepte, Erfahrungen, Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207436

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