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Depressionen im Leistungssport

Ein Überblick über Erscheinungsformen, Auslöser & Dopingproblematik sowie Präventions- und Interventionsmaßnahmen

Title: Depressionen im Leistungssport

Elaboration , 2012 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julius Martenstein (Author)

Sport - Sport Psychology
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Depressionen sind in unserer heutigen Gesellschaft ein Thema von enormer Wichtigkeit. So gibt es zahlreiche Studien, welche Auskunft darüber geben, dass Depressionen eine der häufigsten Erkrankungen in Europa sind. In einer Gesellschaft, in der immer mehr Wert auf Leistung gelegt wird, bleiben persönliche Interessen und Bedürfnisse oft uner-füllt. Durch das Nichterfüllen von persönlichen Bedürfnissen und dem Nichterfüllen von Leistungsansprüchen in unserer Gesellschaft geraten immer mehr Menschen in eine persönliche Krise, die Depression: Allein in Deutschland kostete die Behandlung depres-siver Patienten im Jahre 2002 rund 1,6 Milliarden Euro (vgl. Gerstner, 2001, S. 1).
Um den immer größer werdenden Anforderungen gerecht zu werden, geraten depressi-ve Menschen in eine Lage, in welcher sie mit allen Mitteln versuchen, ihren Anforderun-gen und den Erwartungen, welche an sie gestellt werden, gerecht zu werden. Oftmals findet diese Kompensation durch illegale pharmakologische Reinsubstanzen, auch Do-pingmittel genannt, statt. So wird „durch die Verabreichung von Substanzen … oder durch Anwendung verbotener Methoden“ (Poigné, 2003, S. 5) versucht, den Anforde-rungen gerecht zu werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Empirische Befunde zum Auftreten von Depressionen

2.1 Depressionen

2.2 Risikofaktoren und Auslöser

3. Doping als Folge von Depressionen im Leistungssport

3.1 Belastung im Leistungssport

3.2 Beanspruchung im Leistungssport

3.3 Doping als Problemlösestrategie bei Depressionen

3.3.1 Doping als Problemlösestrategie bei einer aktiven Karriere

3.3.2 Doping als Problemlösestrategie nach Beendigung der Karriere

3.4 Häufig verwendete Dopingsubstanzen

3.4.1 Häufig verwendete Dopingsubstanzen einer aktiven Karriere

3.4.2 Häufig verwendete Dopingsubstanzen nach Beendigung einer Karriere

3.5 Folgen ausgewählter Dopingmittel

3.5.1 Anabol-androgene Steroide

3.5.2 Stimulanzien

3.5.3 Diuretika

3.6 Doping und Depressionen - Ein Teufelskreis?

4. Präventionsmaßnahmen

4.1 Universelle & Selektive Präventionsmaßnahmen

5. Interventionsmaßnahmen

5.1 Pharmakologische Behandlungen

5.2 Psychotherapeutische Interventionsmaßnahmen

5.2.1 Förderung des Aktivitätsniveaus

5.2.2 Förderung sozialer Fähigkeiten und Fertigkeiten

5.2.3 Veränderung depressionsspezifischer Kognitionen

5.2.4 Veränderungen im emotionalen Bereich

5.3 Die Sporttherapie

5.3.1 Förderung der Aktivität

5.3.2 Förderung sozialer Kompetenz innerhalb der Sporttherapie

5.3.3 Veränderung depressionsspezifischer Verhaltensweisen und Kognitionen

5.4 Zusammenfassung

6. Der Fall ‚Robert Enke‘

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Depressionen im Leistungssport und dem daraus resultierenden Griff zu Dopingmitteln als Bewältigungsstrategie sowie die Möglichkeiten präventiver und therapeutischer Maßnahmen.

  • Epidemiologie und Symptomatik von Depressionen
  • Psychologische Belastungs- und Beanspruchungsfaktoren im Leistungssport
  • Doping als kompensatorische Problemlösestrategie
  • Spezifische pharmakologische und psychotherapeutische Interventionsansätze
  • Die Rolle der Sporttherapie bei depressiven Erkrankungen

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Doping als Problemlösestrategie bei einer aktiven Karriere

In der heutigen Gesellschaft ist der Leistungssport geprägt von einer hohen Kommerzialisierung, was zur Folge hat, dass Sportler und Sportlerinnen extremem Druck von Trainer und Verein unterliegen. Zudem werden Sponsorenverträge über Erfolge der Sportler und Sportlerinnen gewonnen, welche finanzielle Vorteile für Verein und Sportler bedeuten. Darüber hinaus herrscht eine große Medienpräsenz. Doping als Mittel zum Erfolg bietet sich im Falle von Depressionen also aller Hinsicht an. Mit Hilfe von Doping kann eine Durststrecke der Sportler und Sportlerinnen, welche unter Depressionen leiden, entgegengewirkt werden. Der Leistungsabfall durch mangelnde coping skills wird mit Doping als „unphysiologische Leistungssteigerung ... durch Verabreichung von Substanzen der verbotenen Wirkstoffgruppen oder durch Anwendung verbotener Methoden“ (Poigné, 2003, S. 5) kompensiert und lässt damit neue Erfolge der Sportler bzw. Sportlerinnen zu. Doping kann je nach Wirkstoff verschiedene Leistungssteigerungen hervorrufen. Im Erfolgsfall werden Depressionen durch daraus resultierenden Glücksgefühlen verdrängt. Durch einen Überschuss an Endorphinen lassen sich die Depressionen unterdrücken und Sportler bzw. Sportlerinnen werden aufgrund ihrer Erfolge von den Medien akzeptiert. Sponsorenverträge können geschlossen werden und die Karriere nimmt wieder einen, für die Sportler bzw. Sportlerinnen, positiven Verlauf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende gesellschaftliche Relevanz von Depressionen und den hohen Leistungsdruck im Sport, der Athleten oft zu illegalen Kompensationsmitteln greifen lässt.

2. Empirische Befunde zum Auftreten von Depressionen: Dieses Kapitel fasst statistische Daten zur weltweiten Verbreitung von Depressionen zusammen und erläutert deren wachsende Bedeutung für das Gesundheitswesen.

3. Doping als Folge von Depressionen im Leistungssport: Hier wird der Zusammenhang zwischen der hohen Beanspruchung im Leistungssport, unzureichenden Bewältigungsstrategien und dem Einsatz von Doping als verhängnisvoller Problemlösungsversuch analysiert.

4. Präventionsmaßnahmen: Das Kapitel differenziert zwischen universellen und selektiven Präventionsansätzen, um das Entstehen depressiver Erkrankungen im Sportkontext frühzeitig zu unterbinden.

5. Interventionsmaßnahmen: Hier werden Behandlungsmöglichkeiten wie Pharmakotherapie und insbesondere die verschiedenen Ansätze der Sporttherapie zur Wiederherstellung des Wohlbefindens diskutiert.

6. Der Fall ‚Robert Enke‘: Anhand des biografischen Beispiels von Robert Enke wird die Tragik einer im Verborgenen verlaufenden depressiven Erkrankung im Leistungssport verdeutlicht.

Schlüsselwörter

Leistungssport, Depression, Doping, psychische Belastung, Bewältigungsstrategien, Prävention, Sporttherapie, Pharmakotherapie, Leistungsdruck, Robert Enke, mentale Gesundheit, Coping Skills, Leistungssteigerung, Stress, psychologische Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Gesundheit von Leistungssportlern, insbesondere mit der Entstehung von Depressionen unter extremem Leistungsdruck und dem riskanten Versuch, diese durch Doping zu kaschieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die Epidemiologie depressiver Störungen, die Belastungsanalyse im Sport, die Mechanismen der Doping-Anwendung als Problemlösung sowie präventive und therapeutische Strategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen depressiven Erkrankungen und Doping im Leistungssport aufzuzeigen und Wege aufzuzeigen, wie Betroffenen durch therapeutische Interventionen geholfen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle empirische Befunde, psychologische Konzepte und sportwissenschaftliche Studien zusammengeführt und interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ursachen von Depressionen, die Analyse der Dopingproblematik als Folge mangelnder Coping-Strategien sowie die detaillierte Vorstellung von Interventionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind neben Depression und Doping vor allem Leistungsdruck, psychische Beanspruchung, Sporttherapie und Präventionsmaßnahmen.

Warum greifen Leistungssportler bei Depressionen häufig zu Doping?

Doping wird oft als instrumentelle Strategie eingesetzt, um trotz depressiver Episoden die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, den äußeren Erwartungsdruck zu erfüllen und durch den sportlichen Erfolg die belastenden Gefühle kurzzeitig zu überdecken.

Welche Rolle spielt die Sporttherapie bei der Behandlung?

Die Sporttherapie dient dazu, durch gezielte körperliche Aktivität nicht nur das Aktivitätsniveau zu steigern, sondern auch soziale Kompetenzen zu fördern und depressionsspezifische Kognitionen durch positive Erfolgserlebnisse zu verändern.

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Details

Title
Depressionen im Leistungssport
Subtitle
Ein Überblick über Erscheinungsformen, Auslöser & Dopingproblematik sowie Präventions- und Interventionsmaßnahmen
College
University of Marburg  (Institut für Sportwissenschaft und Motologie)
Course
Seminar: Emotionen und Geschlecht im Sport
Grade
1,0
Author
Julius Martenstein (Author)
Publication Year
2012
Pages
26
Catalog Number
V207539
ISBN (eBook)
9783656348504
ISBN (Book)
9783656349693
Language
German
Tags
Depressionen Depression Sport Leistungssport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julius Martenstein (Author), 2012, Depressionen im Leistungssport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207539
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