Interpretation "Eine alltägliche Verwirrung" - Franz Kafka


Referat / Aufsatz (Schule), 2011

4 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Deutsch Klausur Nr.1/11.2/Patrice Toussaint/19.05.2011/Abschrift/Franz Kafka, „Eine alltägliche Verwirrung“ - Interpretation

Ein optimistischer Mensch – Was für jemand ist das? Glaubt er stets daran, dass sich alles zum Guten wenden wird? Oder ist ein Optimist derjenige, der seine Ziele auch tatsächlich umsetzt, der mit seiner Vision immer Hoffnung verbindet, jemand also, dessen positive Emotionen auf dem Vertrauen in die Zukunft beruhen? Das kann man so einfach nicht sagen. Es stellt sich eher die Frage, ob diese Person naiv ist oder einfach sich selbst vertraut. Nehmen wir also einen Menschen an, der hoffnungsvoll, mit positiven Emotionen einem zukünftigen Ereignis entgegen sieht. Was passiert mit dieser Person, wenn sie enttäuscht wird? Wenn trotz aller Hoffnung, trotz des Vertrauens am Ende nur Leere bleibt? Ist ein Mensch in der Lage das zu verdrängen? Ist er überhaupt fähig den Fehler im System zu identifizieren? Wird er glauben, er sei der Fehler? Dieser Mensch wird auf jeden Fall ein Versagens-Gedächtnis haben, wie das menschliche Schmerzgedächtnis, es wird ihm schwer fallen, das Kommende positiv zu bewerten, er wird vielleicht resignieren, da das Scheitern, unabhängig von individuellen Gründen, in seinem Geist präsent bleibt.

Dieser Prozess des Versagens, diese Fragen als Konsequenz sind ein Thema der Parabel „Eine alltägliche Verwirrung“, geschrieben von Franz Kafka im Jahre 1917, in der vorliegenden Version erschienen 1986 im Fischer Taschenbuch Verlag. Die Parabel setzt sich mit den Personen „A“ und „B“ auseinander, die einen Geschäftsabschluss anstreben. „A“ begibt sich nach einer Vorbesprechung zu „B“, trifft diesen jedoch aufgrund eines Missverständnisses nicht an. Dieses wird bei der Rückkehr „A“‘s aufgelöst, jedoch kommt aufgrund ungünstiger Umstände, die verhindern, dass sich „A“ und „B“ treffen, nicht zustande. Der Text ist insofern in drei abschnitt zu gliedern, wobei der erst Abschnitt den Weg von Person „A“ beschreibt. Abschnitt zwei rückt dann die Rückkehr von „A“ sowie dessen Ankunft ins Zentrum. Der erste Abschnitt erstreckt sich bis zu Zeile 12, der zweite Abschnitt bis zu Zeile 17. Von Zeile 18 an handelt es sich um den dritten Abschnitt, der den Versuch von „A“ beschreibt, das Geschäft doch noch abzuschließen. Die Handlung findet am bzw. im Zuhause von „A“ sowie dem vollständig anonymen Ort „H“, an welchem „B“ ansässig ist, sowie auf dem Weg dazwischen statt. Sowohl die Personen als auch die Orte sind daher vollständig anonymisiert und ohne spezifische Merkmale. Es handelt sich um den personalen Erzähler wobei eine leichte Zeitraffung vorliegt, vor allem auf den Weg zwischen den beiden Orten bezogen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Interpretation "Eine alltägliche Verwirrung" - Franz Kafka
Note
1
Autor
Jahr
2011
Seiten
4
Katalognummer
V208266
ISBN (eBook)
9783656368786
Dateigröße
508 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interpretation, eine, verwirrung, franz, kafka
Arbeit zitieren
Patrice Philippe Toussaint (Autor), 2011, Interpretation "Eine alltägliche Verwirrung" - Franz Kafka, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208266

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Interpretation "Eine alltägliche Verwirrung" - Franz Kafka



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden