Analyse des Textes "Erzählen als Form der Konfliktbewältigung" von Karlheinz Fingerhut

Erörterung


Referat / Aufsatz (Schule), 2003
9 Seiten

Leseprobe

Gliederung

A. Allgemeine Informationen zum vorliegenden Text

B. Analyse des Textes: "Erzählen als Form der Konfliktbewältigung" von Karlheinz Fingerhut
I. Beschreibung von Inhalt und Aufbau
1. Einleitungsgedanken und Hinführung zum Thema des Textes
2. Gegenüberstellen zweier Thesen über die Bedeutung des Schreibens bei Kafka
3. Thesen zu den Merkmalen der Erzählkomposition bei Kafka
4. Einschränkung der Thesen und Schlussgedanken
II. Persönliche Stellungnahme zu den Aussagen des Autors
1. Möglichkeit der Selbstreflexion
2. Schreiben als schwer kontrollierbare Inspiration
3. Bedeutung der Erzählmodelle
4. Repräsentation des Autors durch Perspektivfigur des Textes
5. Merkmale der Erzählkompositionen bei Kafka
III. Erörterung
1. Allgemeiner literarischer Wert seiner Texte
2. Vielfältige Interpretationsmöglichkeiten
3. Besondere Gestaltung seiner Texte

C. Zusammenfassung

Thema:

Analysieren Sie den vorliegenden Text nach Inhalt und Aufbau, setzen Sie sich mit den Aussagen des Autors auseinander, indem Sie Das Urteil und Die Verwandlung als Beispiele mit heranziehen, und erörtern Sie davon ausgehen, inwiefern die Bedeutung von Kafkas Texten über das Autobiographische hinausgeht.

Beziehen Sie auch eigene Leseerfahrungen in die Erörterung mit ein.

A Der vorliegende Text „Erzählen als Form der Konfliktbewältigung", wurde von Karlheinz Fingerhut verfasst. Es handelt sich dabei um einen nichtpoetischen, informativen und argumentativen Sachtext, dessen zentrales Thema das autobiographische Schreiben von Kafka und die damit verbundenen Deutungsprobleme bei der Interpretation seiner Werke ist.

I. Der vorliegende Text ist inhaltlich in vier Hauptabschnitte gegliedert. In einem einleitenden Teil werden Angaben zur Situation der neueren Kafka-Forschung gemacht und zum Thema des Textes hingeführt. Der Hauptteil lässt dann eine klare Strukturierung in drei Argumentationsabschnitte erkennen.

Letztendlich endet der Sachtext mit einigen weiterführenden Fragestellungen und Schlussgedanken des Autors zur Problematik des Themas.

1. Einleitend stellt der Autor die Behauptung der neueren Forschung, Kafkas Schreiben sei vor allem „in der Phase des Durchbruchs [...] extrem autobiographisch” (Z. 1) als bewiesen dar, um im Folgenden davon ausgehend die in der Forschung unterschiedlich behandelte Frage, „welche Schlussfolgerungen für die Interpretation und die literarische Wertung”(Z. 3) von Kafkas Texten aus dieser Behauptung zu ziehen seien, als Thema zu formulieren. Dabei verweist Karlheinz Fingerhut auf einen aktuellen Gesichtspunkt der Kafka-Forschung: deren Auffassung, dass die „Egozentrik des autobiographischen Schreibens eine Form der Kommunikation darstellt, in der es dem Autor darum geht, andere an der Lösung seiner Probleme zu beteiligen"
(Z. 5f), leitet zum Hauptteil über
2. Im ersten Sinnabschnitt beginnt er seine Argumentation mit einer Gegenüberstellung zweier Thesen, die er ausgehend von der Feststellung, dass Kafka selbst sich zu dieser Auffassung der Forschung nicht eindeutig geäußert hat, formuliert. Die eine These lautet, dass das Schreiben für Kafka eine Art „Möglichkeit der Selbstreflexion, des Durchspielens biographischer Konfliktsituationen" (Z. 8) darstellt und somit „eine Art ästhetisch verfremdete[s] Probehandeln” (Z. 8f) ist. Dem gegenüber stellt der Autor die zweite These, dass Kafka das Schreiben „seit der Erfahrung bei der Niederschrift des Urteils [... als] schwer kontrollierbare Inspiration" (Z. 9f) empfindet, „dessen Sinn nur andeutungsweise im nachfolgenden Leseprozess erfasst werden kann" (Z. 11f). Als Beleg für diese Behauptung dienen ihm Zitate aus Kafkas Tagebüchern und Briefe. Der Autor zieht daraus die Schlussfolgerung, dass „die Begriffe Selbstreflexion, existenzerhellendes Figurenspiel, Probehandeln oder Erzählmodell keineswegs auf die Ästhetik des rationalen Experimentierens mit Erzählelementen reduziert werden" (Z. 12ff.) dürfen. Seiner Meinung nach müssen sie „eine starke irrational-intuitive Komponente aufnehmen" (Z. 14), da, so behauptet er, die Erzählmodelle „weder von der im Text auftretenden Perspektivfigur noch von dem wie in einem dunklen Tunnel schreibenden Autor (FK 349) im Einzelnen begriffen" (Z. 14ff.) werden. Karlheinz Fingerhut ist der Auffassung, dass die verfremdeten Situationen lediglich defensive Reflexion, Verdrängungsmechanismen und Abwehrüberlegungen auslösen. Abschließend äußert er die Vermutung, dass hierin „einer der Gründe liegt, warum so viele Texte Kafkas nicht zu Ende erzählt sind und gerade die Schlussteile den Autor nicht zufrieden stellen" (Z. 17f).

[...]

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Details

Titel
Analyse des Textes "Erzählen als Form der Konfliktbewältigung" von Karlheinz Fingerhut
Untertitel
Erörterung
Veranstaltung
Leistungskurs
Autor
Jahr
2003
Seiten
9
Katalognummer
V208661
ISBN (eBook)
9783656361466
Dateigröße
1108 KB
Sprache
Deutsch
Reihe
UNICUM.de – Die Wissensreihe
Schlagworte
Kafka, Das Urteil, Die Verwandlung, Karlheinz Fingerhut
Arbeit zitieren
Hannah-Kristin Elenschneider (Autor), 2003, Analyse des Textes "Erzählen als Form der Konfliktbewältigung" von Karlheinz Fingerhut, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208661

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