Konfliktlinien im spanischen Parteiensystem


Hausarbeit, 2008

16 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Cleavage-Theorie nach Lipset und Rokkan

3. Entwicklung des spanischen Parteiensystems

4. Das moderne spanische Parteiensystem

5. Cleavages im spanischen Parteiensystem
5.1 Die Entstehung des baskischen Parteiensystems
5.2 Das moderne baskische Parteiensystem

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Konfliktlinien im spanischen Parteiensystem

1.Einleitung

Erst im Jahr 1975 wurde Spanien zu einer Demokratie. Somit stellt das südeuropäische Land das „Schlusslicht der 'dritten Demokratisierungswelle' in Westeuropa dar“.[1]

Ein Großteil der Parteien, die die heutige Parteienlandschaft Spaniens prägen, wurde erst während des Demokratisierungsprozess gegründet. Zu ihnen zählen eine große Anzahl von kleinen Regionalparteien, die die Politik des Landes sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene mitbestimmen.

Welche Auswirkungen auf das heutige Parteiensystem Spaniens hat die späte Demokratisierung und Bildung von Parteien? Aus welchen historischen Konfliktlinien ist das Parteiensystem enstanden und welche sind noch heute von Bedeutung?

Diese Fragen sollen in der folgenden Arbeit beantwortet werden. Dazu wird zunächst die Cleavage-Theorie von Lipset und Rokkan vorgestellt, die das Entstehen von Parteiensystemen in Westeuropa verdeutlicht. Anschließend wird die Entstehung des spanischen Parteiensystems und dessen moderne Ausprägung dargestellt. Daraufhin wird das Parteiensystem auf Grundlage der Cleavage-Theorie auf die vorhandenen Konflikte überprüft. Anhand des Beispiels der Region Baskenland soll der für das spanische Parteiensystem zentrale Konflikt zwischen Zentrum und Peripherie verdeutlicht werden. Abschließend folgt ein Fazit, in dem die zuvor dargestellten Ergebnisse zusammengefasst werden.

2.Cleavage-Theorie nach Lipset und Rokkan

Die Cleavage-Theorie wurde 1967 von den Politikwissenschaftlern Seymour Martin Lipset und Stein Rokkan entwickelt. Die zentrale Aussage der Theorie ist, dass die Entwicklung nationaler Parteiensysteme Ende des 19.Jahrhunderts in Westeuropa auf das Vorhandensein von Konfliklinien (Cleavages) innerhalb der Gesellschaften zurückgeht. Diese Konfliktlinien basieren auf dem Bestreben sozialer, politisch mobilisierbarer Interessengruppen den Status Quo einer Gesellschaft (durch eine Revolution) entscheidend zu verändern. Zwei Revolutionen des 19.Jahrhunderts in Europa sind zentral für die Entstehung der Cleavages: Die nationale und die industrielle Revolution.

Die nationale Revolution, die zur politischen Modernisierung (Bildung der Nationalstaaten) führte, beinhaltet die zwei Konfliktlinien Zentrum vs. Peripherie und Staat vs. Kirche. Die industrielle Revolution, die zur wirtschaftlichen und sozialen Modernisierung führte, beinhaltet die beiden Konfliktlinien Stadt vs. Land und Arbeit vs. Kapital.

[...]


[1] Melanie Haas, Das Parteiensystem Spaniens, S.421, Z.1

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Konfliktlinien im spanischen Parteiensystem
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Veranstaltung
Die Parteiensysteme Westeuropas im Vergleich
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V209607
ISBN (eBook)
9783656371991
ISBN (Buch)
9783656372295
Dateigröße
517 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parteiensystem, Politiksystem, Spanien, Cleavage, Konfliktlinien, Demokratie, Parteien
Arbeit zitieren
Martin Schröter (Autor), 2008, Konfliktlinien im spanischen Parteiensystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209607

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