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Konfliktlinien im spanischen Parteiensystem

Titel: Konfliktlinien im spanischen Parteiensystem

Hausarbeit , 2008 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Martin Schröter (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Erst im Jahr 1975 wurde Spanien zu einer Demokratie. Somit stellt das südeuropäische Land das „Schlusslicht der 'dritten Demokratisierungswelle' in Westeuropa dar“.
Ein Großteil der Parteien, die die heutige Parteienlandschaft Spaniens prägen, wurde erst während des Demokratisierungsprozess gegründet. Zu ihnen zählen eine große Anzahl von kleinen Regionalparteien, die die Politik des Landes sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene mitbestimmen.
Welche Auswirkungen auf das heutige Parteiensystem Spaniens hat die späte Demokratisierung und Bildung von Parteien? Aus welchen historischen Konfliktlinien ist das Parteiensystem enstanden und welche sind noch heute von Bedeutung?
Diese Fragen sollen in der folgenden Arbeit beantwortet werden. Dazu wird zunächst die Cleavage-Theorie von Lipset und Rokkan vorgestellt, die das Entstehen von Parteiensystemen in Westeuropa verdeutlicht. Anschließend wird die Entstehung des spanischen Parteiensystems und dessen moderne Ausprägung dargestellt. Daraufhin wird das Parteiensystem auf Grundlage der Cleavage-Theorie auf die vorhandenen Konflikte überprüft. Anhand des Beispiels der Region Baskenland soll der für das spanische Parteiensystem zentrale Konflikt zwischen Zentrum und Peripherie verdeutlicht werden. Abschließend folgt ein Fazit, in dem die zuvor dargestellten Ergebnisse zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cleavage-Theorie nach Lipset und Rokkan

3. Entwicklung des spanischen Parteiensystems

4. Das moderne spanische Parteiensystem

5. Cleavages im spanischen Parteiensystem

5.1 Die Entstehung des baskischen Parteiensystems

5.2 Das moderne baskische Parteiensystem

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des spanischen Parteiensystems vor dem Hintergrund der Cleavage-Theorie von Lipset und Rokkan. Ziel ist es zu analysieren, welche historischen Konfliktlinien das Parteiensystem prägten, wie sich die späte Demokratisierung auf die heutige Parteienlandschaft auswirkte und warum insbesondere der Konflikt zwischen Zentrum und Peripherie, verdeutlicht am Beispiel des Baskenlandes, auch heute noch von zentraler Bedeutung ist.

  • Anwendung der Cleavage-Theorie auf den spanischen Kontext
  • Analyse der Auswirkungen der späten Demokratisierung auf Parteien
  • Bedeutung des Zentrum-Peripherie-Konflikts in Spanien
  • Vergleichende Betrachtung des baskischen Parteiensystems
  • Modernisierungsprozesse und politische Polarisierung

Auszug aus dem Buch

Zentrum vs. Peripherie

Das Cleavage Zentrum vs. Peripherie beschreibt den Konflikt zwischen denjenigen Kräften die während der Bildung der modernen Staaten, dem Staat mehr bzw. weniger Kompetenzen zusprechen wollten. Die zentralistischen Kräfte auf der einen Seite forderten einen stark zentralistischen Nationalstaat der mit Entscheidungskompetenzen im wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bereich ausgestattet war und so allgemein geltende Rahmenbedingungen schaffen konnte. Die peripheren Kräfte auf der anderen Seite forderten die Beschränkung dieses staatlichen Einflusses und eine größere Unabhängigkeit ihrer jeweiligen Regionen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die späte Demokratisierung Spaniens und Vorstellung der zentralen Fragestellung bezüglich historischer Konfliktlinien und deren heutiger Bedeutung.

2. Cleavage-Theorie nach Lipset und Rokkan: Theoretische Herleitung der vier klassischen Konfliktlinien der nationalen und industriellen Revolution sowie deren Erweiterung um den Postmaterialismus.

3. Entwicklung des spanischen Parteiensystems: Historischer Rückblick auf die Entstehung der ersten Parteien und die instabilen politischen Phasen bis zur Etablierung des Franco-Regimes.

4. Das moderne spanische Parteiensystem: Analyse der Parteienlandschaft seit der Transition, charakterisiert durch die Dominanz der Mitte-Parteien und die Rolle regionaler Akteure.

5. Cleavages im spanischen Parteiensystem: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Konfliktlinien mit Fokus auf die Sonderrolle der baskischen Regionalpolitik.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der geringen Verankerung der klassischen Cleavages in Spanien bei gleichzeitiger Dominanz des Zentrum-Peripherie-Konflikts.

Schlüsselwörter

Spanien, Parteiensystem, Cleavage-Theorie, Lipset, Rokkan, Demokratisierung, Zentrum-Peripherie, Baskenland, PNV, PSOE, PP, Regionalparteien, Postmaterialismus, Transition, Parteienlandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Struktur des spanischen Parteiensystems und die historischen sowie gesellschaftlichen Ursachen für dessen heutige Ausprägung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Cleavage-Theorie, die historische Transition Spaniens, das Verhältnis zwischen Zentrum und Peripherie sowie die Entwicklung regionaler Parteisysteme.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der späten Demokratisierung Spaniens auf das heutige Parteiensystem zu identifizieren und die Relevanz klassischer Konfliktlinien zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Analyserahmen (die Cleavage-Theorie) auf die historische und politische Entwicklung eines spezifischen Landes (Spanien) angewendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die historische Entwicklung, das moderne spanische System sowie eine vertiefende Analyse der baskischen Region als Fallbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Parteiensystem, Cleavage-Theorie, Zentrum-Peripherie, Transition und Regionalparteien.

Warum spielt der Konflikt zwischen Zentrum und Peripherie in Spanien eine so große Rolle?

Er hat sich im Gegensatz zu anderen klassischen Cleavages als äußerst persistent erwiesen und manifestiert sich in einer Vielzahl regional-nationalistischer Parteien, die den Wettbewerb besonders im Baskenland und Katalonien prägen.

Welche Bedeutung hat das Baskenland für die Argumentation des Autors?

Das Baskenland dient als spezifisches Fallbeispiel, um die Verschiebung des politischen Wettbewerbs weg vom nationalen Standard hin zu einer nationalistisch geprägten Peripherie-Logik aufzuzeigen.

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Details

Titel
Konfliktlinien im spanischen Parteiensystem
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Veranstaltung
Die Parteiensysteme Westeuropas im Vergleich
Note
2,0
Autor
Martin Schröter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V209607
ISBN (eBook)
9783656371991
ISBN (Buch)
9783656372295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parteiensystem Politiksystem Spanien Cleavage Konfliktlinien Demokratie Parteien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Schröter (Autor:in), 2008, Konfliktlinien im spanischen Parteiensystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209607
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Leseprobe aus  16  Seiten
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