International agierende kapitalmarktorientierte Unternehmen sind darauf angewiesen, ihre wirtschaftliche Situation beziehungsweise ihre Ertragslage innerhalb des Jahresab-schlusses gegenüber ihren Jahresabschlussinteressenten möglichst transparent und in-formativ darzustellen. Die geforderte Transparenz kann allerdings nur dann erzeugt werden, wenn ein möglichst umfassendes Bild des gesamten Unternehmens geboten wird. Doch wird weder durch die herkömmliche Konzernbilanz, noch durch die Konzern-GuV ein Eindruck davon vermittelt, wie sich die Vermögensgegenstände und Schulden, beziehungsweise die Aufwendungen und Erträge, auf die einzelnen Konzernsegmente verteilen. Dadurch ist die Analyse der Konzernbilanz und der Konzern-GuV im Hin-blick auf die Mittelherkunft und –verwendung, sowie der Erfolgsquellen einzelner Segmente für externe Jahresabschlussinteressenten nicht möglich. Um diesem aktuellen Problem der Internationalen Rechnungslegung entgegenzutreten, wurde im November 2006 der Rechnungslegungsstandard IFRS 8 „Geschäftssegmente“ (Operating Segments) durch das IASB veröffentlicht, der den bis zu diesem Zeitpunkt gültigen IAS 14 „Segmentberichterstattung“ (Segment Reporting) ersetzte. Durch die Schaffung eines verbindlichen Regelwerks zur Abbildung einzelner Segmente innerhalb des Abschlusses kapitalmarktorientierter Unternehmen, ergibt sich nun die Möglichkeit für externe Bilanzanalysten, den Jahresabschluss detailliert zu analysieren und somit eine Beurteilung der Situation des Unternehmens mit größerer Aussagekraft zu erstellen. In der vorliegenden Arbeit soll dargestellt werden, wie die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 zu erfolgen hat und welche Maßstäbe bei der Anwendung des Standards gesetzt werden müssen, um die durch das IASB gesetzten Anforderungen zu erfüllen.
INHALTSVERZEICHNIS
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der Segmentberichterstattung nach IFRS 8
2.1 Die Zielsetzung der Segmentberichterstattung
2.2 Der Anwendungsbereich der Segmentberichterstattung
3. Segmentberichterstattung nach IFRS 8
3.1 Der Management Approach
3.2 Kriterien zur Segmentierung
3.3 Berichtspflichtige Segmente
3.4 Auszuweisende Segmentinformationen
3.4.1 Segmentbilanzierungs- und Segmentbewertungsmethoden
3.4.2 Überleitungsrechnung
3.5 Segmentübergreifende Angaben
4. Kritische Würdigung und Fazit
5. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Segmentberichterstattung nach IFRS 8?
Ziel ist es, den Abschlussadressaten Informationen zur Verfügung zu stellen, die es ihnen ermöglichen, die Art und die finanziellen Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten eines Unternehmens zu bewerten.
Was versteht man unter dem „Management Approach“?
Der Management Approach besagt, dass die Segmentberichterstattung auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur basieren muss, die auch die Unternehmensleitung nutzt.
Welche Kriterien gelten für die Segmentierung?
Segmente werden nach Geschäftsbereichen oder geografischen Regionen abgegrenzt, sofern sie von einem Hauptentscheidungsträger regelmäßig überwacht werden.
Wann ist ein Segment berichtspflichtig?
Ein Segment ist berichtspflichtig, wenn es bestimmte quantitative Schwellenwerte (z. B. 10 % des Umsatzes, des Ergebnisses oder des Vermögens) erreicht oder überschreitet.
Was muss in der Überleitungsrechnung stehen?
In der Überleitungsrechnung müssen die Summen der Segmentangaben auf die entsprechenden Beträge im Gesamtabschluss des Unternehmens übergeleitet werden.
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- Tim Schebler (Autor), 2012, Segmentberichterstattung nach IFRS 8, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209939