Grüne Logistik im Straßengüterverkehr


Hausarbeit, 2012
19 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Grundlagen
1.1 Wirtschaftliche Bedeutung der Logistik
1.2 Besondere Bedeutung von Straßengütertransporten
1.3 Umwelt und ihr Zusammenhang mit der Logistik

2. Grüne Logistik
2.1 Begriffserläuterung
2.2 Handlungsmöglichkeiten
2.2.1 Fuhrpark
2.2.2 Fahrertraining
2.2.3 Transportverlagerung und –bündelung
2.2.4 CO2-Fußabdruck (carbon footprint)
2.3 Akutelle Umsetzungen
2.4 Zukünftige Entwicklungen

3. Zusammenfassung

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der „Grünen Logistik“ im Straßengüterverkehr. Dazu soll im ersten Schritt die Wichtigkeit der Logistik und insbesondere des Straßengüterverkehrs dargestellt werden. Das Hauptaugenmerk gilt dabei den Einflüssen gegenüber der Umwelt durch die Logistik.

Im Weiteren soll der Begriff der „Grünen Logistik“ definiert werden. Es soll aufgezeigt werden, wie eine „Grüne Logistik“ erfolgreich umgesetzt werden kann und in wieweit eine solche Umsetzung bereits praktiziert wird. Abschließend stellt sich die Frage, was der Begriff der „Grünen Logistik“ für die Zukunft für eine Bedeutung hat.

Es soll bewusst weniger auf Normen und Rechtssprechungen eingegangen werden. Stattdessen wird versucht, eine möglichst praxisnahe Präsentation zu bieten.

1. Grundlagen

1.1 Wirtschaftliche Bedeutung der Logistik

„Die Logistik ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobil-Wirtschaft und dem Handel. Rund 222 Milliarden Euro Umsatz (Prognose) wurden im Jahr 2011 branchenübergreifend erwirtschaftet. Logistik rangiert noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau. Mit 2,8 Millionen übertrifft sie dessen Beschäftigtenzahl um das Dreifache.

Der Logistik-Markt Europa wird auf 930 Milliarden Euro geschätzt (2010). Daran hat Deutschland mit gut 20 % einen europaweit einzigartig hohen Anteil. Das liegt nicht nur an der geografischen Lage im Herzen Europas. Deutschland nimmt aus Sicht vieler ausländischer Investoren eine internationale Spitzenposition in Infrastrukturqualität und Logistiktechnologie ein“ (http://www.tag-der-logistik.de/logistik-ist-mehr/bedeutung-fuer-deutschland/bedeutung-der-logistik).

1.2 Besondere Bedeutung von Straßengütertransporten

Die Beförderung von Gütern im Straßenverkehr hatte im Jahr 2010 mit rund 77 Prozent der Beförderungsmenge den höchsten Anteil am Transportaufkommen.

Laut Statistischem Bundesamt sind im Jahr 2010 rund 3.120 Millionen Tonnen im Straßengüterverkehr absolviert worden (vgl. Statistisches Bundesamt: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Verkehr/Gueterbefoerderung/Tabellen/Content75/Gueterbefoerderung,templateId=renderPrint.psml).

Die im Inland erzielte Leistung pro Tonnenkilometer ist dabei im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent bzw. auf 434 Milliarden Tonnenkilometer gestiegen. Solche Zahlen zeigen, dass trotz der Bemühungen, aufgrund der Verkehrsüberlastung auf deutschen Straßen mehr Beförderungsanteile auf die Schienen und auf die Wasserstraßen zu verlagern, der bedeutendste Leistungsträger vor allem im Güternahverkehrsbereich der Straßentransport

bleibt (vgl. Statistisches Bundesamt: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Verkehr/Gueterbefoerderung/Tabellen/Content75/VerkehrstraegerHauptverkehrsRelationB,templateId=renderPrint.psml).

1.3 Umwelt und ihr Zusammenhang mit der Logistik

Unter der Umwelt versteht man die Summe der natürlichen Lebensgrundlagen, in Abgrenzung zu den vom Menschen geschaffenen, sozialen, ökonomischen, kulturellen oder technischen Lebensgrundlagen (vgl. Murswiek, 1996, S. 653). Unter die natürlichen Lebensgrundlagen fallen somit alle Belange der Tiere, Pflanzen und der biologischen Vielfalt sowie die Themen Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft (vgl. UVPG, 2010). Angesichts der zunehmenden Umweltzerstörung wurde die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen in Deutschland 1994 über den Artikel 20a des Grundgesetzes (GG) als Staatsziel in die Verfassung aufgenommen (vgl. Lohre et al., Grüne Logistik, S. 11).

Natürlich hat auch der Straßengüterverkehr einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Umwelt. So besteht laut IHK Stuttgart vor allem dringender Handlungsbedarf besonders bei

- den Treibhausemissionen (Verbesserung der CO2-Bilanz des Verkehrs),
- der Fragmentierung von Ökosystemen (Reduzierung der Flächenzerschneidung
bei der Anlage von Verkehrswegen),
- der Luftqualität in städtischen Räumen (Feinstaubemissionen des Verkehrs)
und
- dem Gefahrguttransport (vgl. Lohre et al., Grüne Logistik, S. 12).

2. Grüne Logistik

2.1 Begriffserläuterung

Trotz der Tatsache, dass „Grüne Logistik“ in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, existiert aktuell noch kein einheitliches Verständnis bezüglich der Merkmale (vgl. Lohre & Herschlein, 2010, S.3 ff. Kpt. 2.2).

Obwohl der Umweltschutz bei vielen Speditions- und Logistikunternehmen, wie in den meisten anderen Branchen auch, nicht das Hauptziel darstellt, bekennt sich mittlerweile eine steigende Anzahl von Unternehmen zu ihrer Verantwortung für die Umwelt. Die Hauptaufgabe setzt sich für die Unternehmen also daraus zusammen, Lösungen zu finden, die Zusammengehörigkeit zwischen ökologischen und ökonomischen Zielen herzustellen. (vgl. Lohre & Herschlein, 2010, S.3 ff. Kpt. 2.2).

Ein deutliches Anzeichen dafür, dass der Begriff „Grüne Logistik“ jedoch noch nicht übereinstimmend verwendet wird, sind die immens abweichenden ökologiebezogenen Anstrengungen der Speditions- und Logistikunternehmen

(Lohre & Herschlein, 2010, S.3 ff. Kpt. 2.2).

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) hat zur eindeutigen Begriffsklärung der „Grünen Logistik“ eine Studie durchgeführt. Dazu wurde unter Logistikunternehmen die Zustimmung zu den folgenden drei zur Auswahl gestellten Definitionen von „Grüner Logistik“ erfragt:

a) „‘Grüne Logistik‘ umfasst alle Maßnahmen zur Auslastungsoptimierung, Bündelung und Tourenoptimierung, um so Verkehr und verkehrsbedingte Emissionen zu reduzieren.“
b) „‘Grüne Logistik‘ umfasst zusätzlich zu a) weitere Maßnahmen zur Reduzierung verkehrsbedingter und stationärer Umweltbelastungen der Logistik, wie z.B. die Nutzung von Geothermie im Lager oder eine gezielte Veränderung des Modal Split.“
c) „‘Grüne Logistik‘ bezeichnet die bewusste Gestaltung umweltfreundlicher Logistikprodukte, die für die Kunden im Vergleich zu klassischen Logistikprodukten einen umweltrelevanten Mehrwert bieten.“

(vgl. Lohre & Herschlein, 2010, S. 4)

Definition a) zielt vor allem auf die Bündelungsfunktion des Spediteurs ab, die in erster Linie ökonomisch motiviert ist. Gleichzeitig ergeben sich aus dem ökonomischen Handeln jedoch ökologische Vorteile, sodass hier eine Zielharmonie zwischen ökonomischen und ökologischen Zielen vorliegt. Dieses Begriffsverständnis könnte auch als „lean is green“ bezeichnet werden. Die Quelle der Motivation für entsprechende Maßnahmen findet sich dabei in der Regel im ökonomischen Bereich und zielt auf die Reduzierung ökonomischer Ineffizienzen (Auslastung steigern, Ausschuss verringern, …)

(vgl. Lohre & Herschlein, 2010, S. 4 ff.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Grüne Logistik im Straßengüterverkehr
Hochschule
Europäische Fernhochschule Hamburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V209967
ISBN (eBook)
9783656378655
ISBN (Buch)
9783656380450
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grüne, logistik, straßengüterverkehr
Arbeit zitieren
Steffen Pollmann (Autor), 2012, Grüne Logistik im Straßengüterverkehr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209967

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