Risikomanagement in KMU

Wie sichere ich Erfolg und Wachstum?


Hausarbeit, 2009

25 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Entwicklung des Risikomanagements

Ziele und Aufgaben des Risikomanagement

Risikoarten
Interne Risiken
Externe Risiken

Risikoidentifikation

Analyse und Bewertung von Risiken

Risikohandhabung
Risikovermeidung
Risikoverminderung und Risikobegrenzung

Risikocontrolling

Exkurs Basel II

Exkurs KonTraG

Eingliederung des Risikomanagement in die Organisation
Verrichtungorientierte Eingliederung des Risikomanagement in die Organisation
Objektorientierte Eingliederung des Risikomanagement in die Organisation
Eingliederung des Risikomanagement in eine Matrixorganisation
Risikomanagement in einer Stab-Linien-Organisation

Zusammenfassung

Quellenverzeichnis

Aufteilung der Themengebiete

Einleitung

In unserer Hausarbeit "Risikomanagement in KMU - wie sichere ich Erfolg und Wachstum?" wollen wir Ihnen zunächst einmal den Begriff "Risiko" näher bringen. Risiko ist ein Bestandteil des alltäglichen Lebens. Ständig stehen wir vor risikobehafteten Entscheidungen. Diesen sollte man logisch und uneingenommen entgegen sehen um nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln und dadurch Verbesserungen im Leben zu erzielen. Aber um auf ein solches Ergebnis, also ein zufriedenstellendes, zu kommen muss man Entscheidungen fällen. Ob diese dann richtig sind, wird sich früher oder später heraus stellen. Aber egal welche Wahl man trifft, ein kleines Restrisiko bleibt immer bestehen.

Ein weiterer Punkt ist die Angst, die bei wichtigen Entscheidung eine große Rolle spielt. SIe vermittelt uns das Gefühl, unsere Entscheidung nochmals zu überdenken und alle Aspekte gegeneinander abzuwägen. Dies ist in der Regel normal, denn wer macht schon gerne Fehler.

Risikomanagement ist somit ein Instrument für Unternehmen um risikobehaftete Entscheidungen zu optimieren.

Entwicklung des Risikomanagements

Entwickelt hat sich das systematische Risikomanagement in dem Bereich des betrieblichen Versicherungswesens. Amerikanische Großunternehmen haben Anfang der Sechzigerjahren damit begonnen, um den Einkauf und die Verwaltung von Versicherungspolizzen zu optimieren. Die Versicherungen stimmten einer Polizzenminderung zu, falls die Unternehmen möglichen Risiken die sich zu Gefahren entwickeln können vorbeugen. Daraus entwickelte sich die „Risk Management" -Funktion in Unternehmen. Noch heute werden Risk Manager in Unternehmen beschäftigt. Deren Aufgabe ist der Versicherungseinkauf und die versicherungsspezifische Risikofinanzierung.

Neben dem systematischen Risikomanagement, gibt es das finanzielle Risikomanagement. Dort werden die finanziellen Risiken durch den Einsatz von finanzwirtschaftlichen Instrumenten abgesichert. Ziel dabei ist, das Risiko abzuwägen.

Abgesehen davon haben sich in etlichen weiteren Unternehmen charakteristische Risikomanagementinstrumente und -methoden entwickelt. IT-Risikomanagement (Datensicherheit), Projektrisikomanagement (Analyse, Bewertung und Steuerung) sind gute Beispiele dafür. Nicht zu vergessen ist das technische und das strategische Risikomanagement. Diese Risikomanagement-Systeme und Instrumente wurden bis vor ein paar Jahren vom vielen Unternehmen getrennt. Die Analyse und die Absicherung von Risiken, ist das wichtigste im Unternehmen.1

Ziele und Aufgaben des Risikomanagement

Ziel eines Unternehmens sollte es sein Risiken zu minimieren oder zu vermeiden. Um dies zu berwerkstelligen wurde wie bereits im vorangegangenen Teil ("Entwicklung des Risikomanagements") das Risikomanagement entwickelt. Die Risiken werden daraufhin bewertet, ob sie für die Gesellschaft und das Unternehmen wichtig oder unwichtig sind. Dies geschieht im Rahmen eines Zielbildungsprozesses. Anforderung an das Risikomanagement ist unter anderem ein überprüfbares Zielsystem zu erstellen.2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: t eialehrbuch.de

Sicherung der Existenz des Unternehmens, Sicherung des Unternehmenserfolges und Senkung der Risikokosten sind wichtige Ziele des Risikomanagement. Es ist nicht leicht jedes Risiko zu unterbinden, aber es ist möglich die vorhandenen Risiken zu beobachten und diese einzudämmen, dies ist ein wesentliche Aufgabe des Risikomanagements. Wenn ein Unternehmen dies nicht macht, ist es für dieses sehr schwer in der Zukunft bestehen zu bleiben.3

Die Aufgabe des Risikomanagement ist es nicht nur Risiken zu eliminieren, sondern diese frühzeitig zu erkennen und die notwendigen Maßnahmen zur Behebung/Minimierung einzuleiten. Das Risikomanagement bewirkt damit, dass negative Veränderungen im Unternehmen erst gar nicht ausarten. Ziel dabei sollte sein, dass unnötige Kosten nicht entstehen und Ressourcen effizient eingesetzt werden.

Risikoarten

In jedem Unternehmen gibt es Risiken und Chancen. Jedoch kann das Unternehmen selbst, nicht immer auf diese Risiken und Chancen Einfluss nehmen. Deshalb unterscheidet man bei Risiken zwischen internen und externen Risiken.

Interne Risiken

Interne Risiken entstehen durch Handlungen und Entscheidungen, die im Unternehmen selbst getroffen werden. Sie haben keinerlei Einfluss von Außen. Um diese Risiken zu beeinflussen und zu steuern reichen meist operative Maßnahmen und Entscheidungen die das Unternehmen selbst treffen kann. Man unterscheidet zwischen 3 internen Risiken:

- Risiken aus der Leistungserbringung
- Finanzwirtschaftliche Risiken
- Risiken aus Management und Organisation

Risiken aus der Leistungserbringung

Wenn man über Risiken in der Leistungserbringung spricht, meint man Risiken die in der Beschaffung, Produktion, Absatz, und EDV auftreten.

Risiken in der Beschaffung sind z.B. die Liefertreue, die Abhängigkeit und die Qualität der gelieferten Produkte eines Lieferanten.

In der Produktion können Risiken auftreten wenn z.B. der technische Stand der Maschinen nicht mehr auf dem neusten stand ist, die Maschinen nicht regelmäßig gewartet werden oder der Grad der Auslastung zu hoch oder zu niedrig ist. Gefahren im Absatz bestehen dann, wenn ein zu hoher Preisdruck durch die Konkurrenz herrscht (somit würden wir nicht das geplante Ergebnis erreichen, wenn wir diesem Preisdruck folgen), bei der Wahl der Absatzwege oder der Wahl der Zielgruppe.

Risikovermeidung in der EDV ist besonders wichtig, da in der Regel heutzutage alles computergestützt ist und eine hohe Abhängigkeit von diesen vorliegt. Wenn es

Probleme in der EDV gibt, betreffen diese meist das ganze Unternehmen und können zu einem völligen Stillstand aller Unternehmensaktivitäten führen. Deshalb müssen dies Risiken frühzeitg erkannt und behoben werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ein wichtiger Punkt zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit ist die Sicherung der Liquidität. Das Unternehmen muss darauf achten alle monetären Entscheidungen unter Berücksichtigung der vorhandenen liquiden Mittel zu treffen. Falls es dies nicht tut und es zu höheren Ausgaben statt Einnahmen kommt, kann es zu Liquiditätsengpässen kommen. Im schlimmsten Fall ist man Zahlungsunfähig! Das Verhalten bei Kreditgeschäften birgt ebenfalls ein finanzwirtschaftliches Risiko. Genauso wie die Finanzorganisation.

Risiken aus Management und Organisation

Das größte Risikopotential verbirgt sich in der Regel im Management und deren Entscheidungen. Es ist von großer Bedeutung welche Art der Organisation man wählt, da hier die Hierarchien, welche für die Kommunikations- und Berichtswege äußerst wichtig sind, festgelegt werden.

Durch schlechte Informationssysteme ist es für das Management schwer schnelle und richtige Entscheidungen zu treffen. Ebenfalls muss man darauf achten, dass es im Unternehmen eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation gibt. Somit ist es wichtig die Mitarbeiter genügend zu Motivieren. Fehlende Kenntnisse des Managements mit Führungsinstrumente verstärken solche Risiken.

Externe Risiken

Im Gegensatz zu den internen Risiken kann dem Unternehmen für die externen Risiken keine Verantwortung zugerechnet werden. Diese Risiken entstehen durch diverse Rahmenbedingungen und Umwelteinflüsse, die nicht unmittelbar beeinflusst werden können. Risiken die z.B. durch Veränderungen der Marktlage, des Wettbewerbs, der Konjunktur, bei technologischen und rechtlichen Richtlinien auftreten sind nicht dem Unternehmen zuzurechnen. Dieses kann und sollte diesen Veränderungen entgegenwirken z.B. durch Umstellung und Anpassung der eigenen

Strategie an die neuen Gegebenheiten.

Wenn sich die Markt- und Wirtschaftsentwicklung nicht zu unserem Vorteil verändert, verbirgt sich hier immer ein hohes Risikopotential. Veränderung des Kaufverhaltens unserer Kunden und konjunkturelle Einbrüche können sich negativ auf unser Unternehmen auswirken. Ebenso wenn innovative Neuentwicklungen von der Konkurrenz geplant sind. Es ist äußerst wichtig diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und dem entsprechend zu Handeln.

Rechtliche Veränderungen sowie mögliche Reformen in der Branche ziehen oft Risiken mit sich. Ebenso haben Veränderungen in der Besteuerungs- und Bilanzierungspolitik meist Finanzwirtschaftliche Auswirkungen auf das Unternehmen. Eher unwahrscheinlich aber trotzdem zu beachten sind Risiken, die Betriebseinrichtungen beschädigen können (Wasserschäden, Stürme, Brand, …).4

Risikoidentifikation

Um ein erfolgreiches Risikomanagement betreiben zu können ist eine effektive Risikoidentifikation notwendig. Hierbei sollten alle Risiken identifiziert und analysiert werden, die dem Unternehmensaktivitäten gefährlich sein könnten. Es ist von besonderer Bedeutung alle aktuellen und potentiellen Risiken Vollständig zu erfassen und aufzudecken.

Die Aktualität der Informationen spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Um Risiken effektiv vorzubeugen oder gar im Voraus zu erkennen ist es notwendig, dass die Daten immer aktuell, falls möglich sogar mit Prognosen für die Zukunft versehen sind. Die Umwelt eines Unternehmens ist äußerst dynamisch und ändert sich stetig. Deshalb ist es notwendig, dass die Daten kontinuierlich aktualisiert werden. Es ist ein sehr aufwendiges und kostspieliges Unterfangen Risikopotential rechtzeitig zu erkennen und dementsprechende Maßnahmen einzuleiten. Wenn also die Schadenskosten (die von nicht erkannten Risiken entstehen) sehr gering sind, sind

[...]


1 Vgl: www.oeci.at (Stand 27.9.2009)

2 Vgl: www.teialehrbuch.de (Stand 27.9.2009)

3 Vgl: www.behrs.de (Stand 27.9.2009)

4 Vgl: www.mittelstandswiki.de (Stand 25.9.2009) Vgl: Wolke, Thomas - Risikomanagement (2. Auflage 2008) Vgl: Wolf, Klaus/Runzheimer,Bodo (4. Auflage 2003)

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Risikomanagement in KMU
Untertitel
Wie sichere ich Erfolg und Wachstum?
Hochschule
Hochschule Osnabrück  (Management und Technik)
Veranstaltung
Entrepreneurship
Note
2,3
Autoren
Jahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V210403
ISBN (eBook)
9783656385721
ISBN (Buch)
9783656386889
Dateigröße
995 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entrepreneurship, Unternehmensgründung, KMU, Risikomanagement, BWL, Start-Up
Arbeit zitieren
Michael Butter (Autor)Jan-Henric von Garrel (Autor)Yilmaz Bedel (Autor), 2009, Risikomanagement in KMU, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210403

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