Aktuelle Anforderungen an die Entsorgungslogistik


Hausarbeit, 2012

16 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffsklärung
1.1 Abfall
1.2 Entsorgungslogistik

2. Aufgaben der Entsorgungslogistik
2.1 Sammlung und Sortierung
2.2 Transport und Umschlag
2.3 Lagerung
2.4 Behandlung
2.5 Information

3. Aktuelle Anforderungen an die Entsorgungslogistik
3.1 Gesellschaftliche und staatliche Anforderungen
3.2 Marktanforderungen
3.3 Innerbetriebliche Rahmenbedingungen

Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Einordnung der Entsorgungslogistik in die betriebliche Logistik

Abbildung 2: Anforderungen an die Entsorgungslogistik

Einleitung

Wie kann man Abfall entsorgen? Ein Problem, das jeher die Menschheit beschäftigte. Zu Urzeiten noch einfach gelöst, wurde das Problem Abfall mit Zunahme der Bevölkerungsdichte eine immer größere Aufgabe.

So gab es schon während der Zeit der Römer ein ausgeklügeltes System zum einen für Versorgung mit frischem Wasser wie auch für die Entsorgung von Abfällen und Fä- kalien. Im antiken Rom oblag die Abfallentsorgung des öffentlichen Raumes zwei un- tergeordneten Behörden, die unter anderem auch dazu ermächtigt waren, Unterneh- men mit der Reinigung der Straßenfront, welche eigentlich den Hausbesitzern oblag, zu beauftragen, wenn deren Besitzer Ihren Pflichten nicht nachkamen. Die Kosten konnten anschließend den entsprechenden Bürgern auferlegt werden.

Ausgediente Gegenstände wurden damals an speziell dafür eingerichteten Orten deponiert. Allerdings war die damalige Aussage der „Müllberge“ nicht kohärent zur heutigen Sicht. Je höher der Abfallberg im antiken Rom, so die damalige Sichtweise, desto wohlhabender war die entsprechende Stadt.

Doch nicht nur im antiken Rom war Abfall und dessen Entsorgung ein zu lösendes Problem. Auch im europäischen Spätmittelalter wurden erste Erlasse beschlossen, welche die Bürger verpflichteten Ihren Müll nicht sich selbst zu überlassen. In Potsdam wurde beispielsweise 1587 die Stadtreinigung erstmals urkundlich erwähnt.1 Die Stadt- reinigung oblag hier dem Scharfrichter, welcher sich zusammen mit seinen Gehilfen darum bemühte, die Straßen soweit vom Unrat zu befreien, dass das Regenwasser ungehindert abfließen konnte.2

Nach den großen Pestepidemien in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs wurden die ersten Gesetze zur Müllbeseitigung in Kraft gesetzt. Am 14. August 1660 erließ der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm die „Brunnen- und Gassenordnung beyder Residentz- und Hauptstädte Berlin und Cölln an der Spree“.3 Die Bürger wurden mit dieser Verordnung verpflichtet, vor ihren Häusern den Unrat in Gefäßen zu sammeln und diese dann in den Wagen des Gassenmeisters zu entleeren.4

Mit Beginn des 19. Jahrhundert wurde aufgrund der zunehmenden Bevölkerung eine weiterreichende Entsorgung nötig. Durch den steigenden Konsum an Verbrauchsgü- tern wurde nach und nach eine Entsorgungswirtschaft aufgebaut.5 Bereits 1893 wurde das Kommunalabgabengesetz für Preußen beschlossen, welches den Kommunen ermöglichte für ihre Dienstleistungen Gebühren einzufordern.6

Mit einher ging das Wissen, dass Müll schädlich für die Gesundheit der Bevölkerung ist und somit entgegengesteuert werden musste.7 Allein in Preußen starben zu Beginn des 19. Jahrhunderts jährlich 10.000 Menschen an Cholera was schlussendlich zu gesetzlichen Regelungen führte.8 Mit einem Polizeierlass wurde die staubfreie und geruchsarme Müllabfuhr vorgeschrieben.9

Heutzutage ist Deutschland schon viele Schritte weiter. Mit der steigenden Rohstoffverknappung weiten sich die Anforderungen an die Entsorgung aus und in diesem Zusammenhang auch an die Entsorgungslogistik. „ Eine moderne Kreislaufwirtschaft ge winnt Ressourcen, sch ü tzt das Klima und die Umwelt - und ist gleichzeitig ein Parade beispiel f ü r ö kologisches Wirtschaften. “10

Im Folgenden wird die Entsorgungslogistik an sich und ihre Aufgaben kurz vorgestellt. In Kapitel 3 wird auf die aktuellen Anforderungen an die Entsorgungslogistik eingegangen. Hierbei handelt es sich um ausgewählte Beispiele, da der Rahmen dieser Arbeit für eine umfassende Darstellung nicht ausreichend ist.

1. Begriffsklärung

1.1 Abfall

Zu den Begriffen Abfall, Rückstände, Reststoffe etc. findet man in der Literatur unterschiedliche Erklärungen. Deshalb wird dieser hier kurz erläutert.

Nach § 3 Absatz 1 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) sind Ab- fälle „alle beweglichen Sachen…deren sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss. Abfälle zur Verwertung sind Abfälle, die verwertet werden; Abfälle, die nicht verwertet werden, sind Abfälle zur Beseitigung.“11 Abfälle werden gemäß An- hang 1 KrW-/AbfG je nach Herkunft in 16 verschiedene Abfallgruppen eingeteilt.12

1.2 Entsorgungslogistik

Unter dem Oberbegriff „Entsorgung“ sind alle planenden und ausübenden Tätigkeiten der umweltgerechten Verwendung, Verwertung und ordnungsgemäßen Beseitigung von Abfällen inbegriffen.13

In einem Industrieunternehmen hat sich die Entsorgungslogistik als viertes Aufgabengebiet neben der Produktions-, Beschaffungs- und Distributionslogistik etabliert.14 Während diese drei Bereiche der Versorgungslogistik aufeinander folgen, agiert die Entsorgungslogistik parallel dazu.

Abbildung 1: Einordnung der Entsorgungslogistik in die betriebliche Logistik15

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Vgl. Stadtwerke Potsdam GmbH: Geschichte der Entsorgung in Potsdam, Online im Internet

2 Vgl. ebenda

3 Vgl. Curter, M.: Die erste Brunnen- und Gassenordnung, in: Berlinische Monatsschrift, Nr. 8, 2000, S. 88

4 Vgl. ebenda

5 Vgl. Stadtwerke Potsdam GmbH: Geschichte… a.a.O.

6 Vgl. Stadtwerke Potsdam GmbH: Geschichte… a.a.O.

7 Vgl. ebenda

8 Vgl. ebenda

9 Vgl. ebenda

10 Röttgen, N./Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), (Hrsg.): Kreislaufwirtschaft, Abfall nutzen - Ressourcen schonen, Berlin 2011, S. 4

11 Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz - KrW-/AbfG), § 3 Absatz 1

12 Vgl. ebenda, Anhang 1

13 Vgl. Werner, W./Stark, H.: Abfallwirtschaft, in Beschaffung aktuell, 1989, Nr. 5, S. 49

14 Vgl. Jünemann, R. (Hrsg.): Entsorgungslogistik I, Berlin 1991, S. 5

15 angelehnt an: Nollau, H.-G. (Hrsg.): Entsorgungslogistik in der Automobilindustrie, Köln 2003, S. 13

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Aktuelle Anforderungen an die Entsorgungslogistik
Hochschule
Hochschule Ludwigshafen am Rhein
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V211337
ISBN (eBook)
9783656401773
ISBN (Buch)
9783656402244
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entsorgungslogistik, Reverse Logistic
Arbeit zitieren
Diplom-Betriebswirtin Cathrin Huber (Autor), 2012, Aktuelle Anforderungen an die Entsorgungslogistik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211337

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Aktuelle Anforderungen an die Entsorgungslogistik



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden