Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Movies and Television

Fernsehformate als Spiegelbild der Gesellschaft. Die russischen Telenovelas „Hand aufs Herz“ und „Shkola“

Title: Fernsehformate als Spiegelbild der Gesellschaft. Die russischen Telenovelas „Hand aufs Herz“ und „Shkola“

Seminar Paper , 2011 , 20 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Movies and Television
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Telenovela ist ein Begriff, der jedem geläufig ist. In fast jedem Land wurden die
klassischen mexikanischen Telenovelas wie „Cassandra“, „Die einfache Maria“ und
„Wilde Rosa“ übersetzt und ausgestrahlt. Dieses Format spricht besonders viele
Zuschauer an, weil es gewisse märchenhafte Handlungslinien aufweist wie zum Beispiel
die „Aschenputtelvariante“. Die Serie repräsentiert Glück, Liebe, Leid und natürlich viel
Hoffnung. Mit all diesen Faktoren können sich die meisten Zuschauer identifizieren und
ihr Leid mit den anderen teilen. Darüberhinaus gibt es immer ein „Happy End“, was den
Rezipienten ihre Lebensfreude und die Hoffnung auf ein besseres Leben gibt. Im
Allgemeinen sind in jeder Telenovela die gleichen Handlungslinien, Charakteristika und
Aufbau vorhanden. Denn genau diese Bestandteile führen zu dem „genialen“ Erfolg und
großer Reichweite einer Telenovela.
So kam es dazu, dass das klassische Format einer Telenovela von den anderen
Nationen übernommen und in der eigenen Verfilmung ausgestrahlt wurde. Folgernd
kann man feststellen, dass die Telenovelas zwar im Kern alle den gleichen Aufbau
haben, sich aber aufgrund der unterschiedlichen Mentalität, Religion und Sitten
unterscheiden und durch gewisse Besonderheiten hervorheben.
Dieses Phänomen gilt in der nachstehenden Arbeit zu untersuchen. Dabei werden die
deutsche Telenovela „Hand aufs Herz“ und die russische Telenovela „Shkola“ auf
bestimmte Merkmale miteinander verglichen.
Um allerdings die eventuell aufkommenden Unterschiede der beiden, insbesondere der
russischen, Telenovelas besser verstehen zu können, werde ich in dieser Arbeit mit
einer groben Analyse des russischen Mediensystems beginnen. Dieses soll vor allem im
Fazit dazu dienen, gewisse Vermutungen aufzuheben, zu bestätigen oder ganz neue
Sichtweisen zu eröffnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Medienrecht Russlands

3. Markteilnehmer TV

4. Klassifikation des russischen Mediensystems

5. Phänomenen: Fernsehormate als Spiegelbild der Gesellschaft am Fallbeispiel von Telenovela „Hand aufs Herz“ und „Shkola“

5.1 Merkmale und Aufbau der Dailiy Soaps

5.1.1 Deutschland: „Hand aufs Herz“

5.1.2 Russland: „Shkola“

5.2 Zielverfolgung der Daily Soaps

5.2.1 Deutschland: „Hand aufs Herz“

5.2.2 Russland: „Shkola“

6. Fazit

10. Fragebogenauswertung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend das Phänomen der Telenovela im russischen und deutschen Kontext, um Unterschiede in der medialen Repräsentation, den Strukturen und den gesellschaftlichen Funktionen der Formate zu identifizieren und das russische Mediensystem kritisch zu beleuchten.

  • Vergleich der Telenovela-Formate „Hand aufs Herz“ und „Shkola“.
  • Analyse der medienrechtlichen Rahmenbedingungen in Russland.
  • Untersuchung der Zielsetzungen und pädagogischen Aspekte von Daily Soaps.
  • Bewertung des russischen Mediensystems hinsichtlich Pressefreiheit und staatlicher Einflussnahme.
  • Auswertung von Zuschauerreaktionen und gesellschaftlicher Resonanz.

Auszug aus dem Buch

5.1.2 „Shkola“

Im Vergleich zu der klassischen Telenovela „Hand aufs Herz“ weiß die russische Telenovela „Shkola“ gewisse Parallelen auf, hebt sich aber gleichzeitig durch bestimmte Besonderheiten hervor. Dies liegt daran, dass die russischen Rezipienten gewisse Vorlieben ein ein bestimmtes Gengre haben. Gemeint ist an dieser Stelle ein Fabel für Dokumentationen jeglicher Art. Diese Vorliebe geht in die 20er Jahre, als der Filmtheoretiker, Dsiga Wertow, als Erster die Idee zu einer filmischen Dokumentation hatte und es in Russland populär gemacht hat. Des Weiteren spielt natürlich auch die Erfinderin und Regisseurin, Valerija Gai Germainka, eine wichtige Rolle, da sie eine gewisse rebelische und modernisierte Sicht auf die Kunst hat.

Valerija Gai Germainka wollte mit ihrer Verfilmung der Telenovela alle Regeln der Kunst brechen. Sie betont, so Onlineseite serienjunkies.de, dass ihr mehr um die Darstellung der Wahrheit ging als um die technischen Besonderheiten oder bestimmte Vorgaben.

Dass es der Valerija sehr stark darum ging die Telenovela so realistisch wie möglich darzustellen, merkt man insbesondere daran, indem sie den dokumentalistischen Kamerastil gewählt hat. Die Zuschauer haben das Gefühl live dabei zu sein. Die Kamera wackelt, wenn man schnell läuft oder geht- eben wie im richtigen Leben. Auch werden die Schauspieler nicht nur aus einem geraden Blickwinkel, der Totale, gefilmt. Die Ereignisse oder Konfrontationen werden so eingefangen wie es die Person, die sich in diesem Raum befindet, wahrnehmen würde.

Zusätzlich hat sie keine ausformulierten Dialoge in ihrem Drehbuch verfasst. Die Leihen dieser Produktion mussten sich überwiegend in diese Situation hineinversetzen und aus den daraus resultierenden Emotionen handeln und sprechen. Auch hier greift der Gedanke der realistischen Darstellung wieder auf. Sie möchte eben die „wahren Emotionen, die in diesem Augenblick empfunden werden“ einfangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Telenovelas als gesellschaftliches Phänomen ein und umreißt den Vergleich zwischen dem deutschen und russischen Format.

2. Medienrecht Russlands: Dieses Kapitel behandelt die historische und aktuelle Gesetzgebung sowie die problematische Unabhängigkeit der Medien in Russland.

3. Markteilnehmer TV: Hier werden die Struktur des russischen Fernsehmarktes und die Eigentumsverhältnisse der Sendeanstalten analysiert.

4. Klassifikation des russischen Mediensystems: Das Kapitel ordnet das russische System in theoretische Modelle ein und beleuchtet die Rolle staatlicher Lenkung.

5. Phänomenen: Fernsehormate als Spiegelbild der Gesellschaft am Fallbeispiel von Telenovela „Hand aufs Herz“ und „Shkola“: Der Hauptteil analysiert die spezifischen Merkmale, Handlungsweisen und Rezeptionsbedingungen beider Telenovelas.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Rolle der Telenovela als Spiegelbild politischer und gesellschaftlicher Zustände.

10. Fragebogenauswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Befragung zur Wahrnehmung der Formate durch das Publikum.

Schlüsselwörter

Telenovela, Russland, Medienrecht, Hand aufs Herz, Shkola, Daily Soap, Medienfreiheit, Staatliche Kontrolle, Realismus, Fernsehformat, Gesellschaftsspiegel, Zuschauerrezeption, Journalismus, Propaganda, Mediensystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Blick auf Telenovela-Formate in Deutschland und Russland und analysiert, wie diese das jeweilige gesellschaftliche Umfeld widerspiegeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Medienrecht, die Struktur des russischen Fernsehmarktes, die dramaturgische Gestaltung von Telenovelas und deren pädagogische sowie gesellschaftspolitische Wirkung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den beiden Telenovela-Formaten aufzuzeigen und dabei insbesondere das russische Mediensystem sowie die Rolle der Regisseure in Bezug auf Realitätsnähe und staatliche Einflussnahme zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse von Fernsehformaten sowie eine empirische Auswertung eines Fragebogens zur Zuschauerwahrnehmung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medienrechtliche Einordnung, die Marktanalyse des russischen Fernsehens sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Serien „Hand aufs Herz“ und „Shkola“ hinsichtlich Aufbau, Zielsetzung und Wirkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Telenovela, Medienfreiheit, staatliche Kontrolle, Realismus und Mediensystem geprägt.

Wie unterscheidet sich die Telenovela „Shkola“ von klassischen Formaten?

„Shkola“ zeichnet sich durch einen dokumentalistischen Kamerastil, den Verzicht auf starre Skripte und eine bewusste Provokation durch die Darstellung gesellschaftlicher Missstände aus.

Welche Rolle spielt die Politik bei der Ausstrahlung der russischen Serie „Shkola“?

Die Serie steht in der Kritik, da sie gesellschaftliche Probleme offenlegt, jedoch gleichzeitig in einem Umfeld ausgestrahlt wird, das unter starkem staatlichem Einfluss steht, was Fragen zur Intention der Regie und Regierung aufwirft.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Fernsehformate als Spiegelbild der Gesellschaft. Die russischen Telenovelas „Hand aufs Herz“ und „Shkola“
College
University of Applied Sciences München
Course
Internationale Medienwirtschaft
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V211578
ISBN (eBook)
9783656403319
ISBN (Book)
9783656403050
Language
German
Tags
Internationale Medienwirtschaft Medien International Medienrecht Medienordnung Medienlandschaft Deutschland Medienlandschaft Russland Russland Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2011, Fernsehformate als Spiegelbild der Gesellschaft. Die russischen Telenovelas „Hand aufs Herz“ und „Shkola“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211578
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint