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Dokumentation des regionalen Sprachgebrauchs im Mansfelder Land

Title: Dokumentation des regionalen Sprachgebrauchs im Mansfelder Land

Research Paper (postgraduate) , 2010 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benny Schmidt (Author)

German Studies - Linguistics
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Unsere Sprache ist stets im Wandel und verändert sich kontinuierlich. Das wird nicht immer sofort deutlich und zudem geschehen solche Veränderungen meist unbewusst und erfolgen über einen langen Zeitraum, sodass der erfolgte Wandel nicht unmittelbar wahrgenommen wird. Täglich wird man mit ihr, der Sprache, konfrontiert und nicht selten ergeben sich Situationen, in denen nicht immer gleich klar wird, was zum Beispiel in einem Gespräch der Sender beabsichtigte, dem Empfänger mit seiner Nachricht mitzuteilen.

So spricht man vom „Deutschen“ und meint in der Regel damit den überregionalen, kodifizierten und in unterschiedlichsten Werken dokumentierten Standard dieser Sprache der schriftlich und mündlich wiedergegeben wird. Daneben existieren jedoch auch eine große Anzahl an regionalen Varietäten, den Dialekten. Diese sind weit weniger auf dem Papier oder in anderer Form schriftlich festgehalten als das Standarddeutsch. Sie werden viel mehr tradiert, mündlich übertragen und treten im allgemeinen Sprachgebrauch auf. Viele Veränderungen im Vergleich zum Standard zielen dabei zuallererst auf eine Sprachökonomie. Kraft, Aufwand und Energie werden reduziert und dabei dennoch die gewünschten Informationen in der Mitteilung übertragen.
Wie bei den Sprachen gibt es auch beim Vergleich unterschiedlicher Dialekte bestimmte Wörter für beispielsweise einzelne Sachverhalte oder Gegenstände, die in einer anderen Region gänzlich unbekannt sind und demzufolge auch keine Anwendung finden können. So ist die Verständlichkeit innerhalb ein und derselben Region in der Regel ohne große Probleme möglich, außerhalb derselbigen kann es allerdings zu Missverständnissen und Verständigungsproblemen kommen.
Die Verschiedenartigkeit der Dialekte entsteht aufgrund mehrere Faktoren. Wichtig ist dabei unter anderem die historische Entwicklung der Region, durch die sie geprägt wurde. Ferner sind wirtschaftliche Bedingungen ausschlaggebend, die sich ihrerseits auch auf die Arbeit der dort ansässigen Menschen auswirken. Die Tätigkeiten der Bewohner eines Gebietes bestimmen ebenso die Sprache und den Sprachgebrauch. Auch finden sprachliche Entwicklungsprozesse in Abhän-gigkeit vom Bildungsstand statt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsgebiet

3 Forschungsmethode

4 Übersicht der Sprecher

5 Fragebogen und untersuchte Laute

6 Auswertung der Sprachdatenerhebung

6.1 Realisierung des g mit darauf folgendem Vokal

6.2 Realisierung des ei

6.3 Realisierung der Konsonantenverbindung nd/nt im Inlaut

6.4 Realisierung des intervokalischen b

6.5 Realisierung des ü und ö im Inlaut

7 Fazit

8 Bibliografie

9 Anhang: Sprachaufzeichnungen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Dokumentation und Analyse des regionalen Sprachgebrauchs im Mansfelder Land, um die spezifischen dialektalen Abweichungen des "Mansfeldischen" gegenüber der Standardsprache empirisch zu erfassen und zu untersuchen.

  • Empirische Erhebung dialektaler Merkmale mittels direkter Enquête.
  • Analyse spezifischer Lautphänomene wie Gutturalisierung und Monophthongierung.
  • Vergleich der regionalen Sprachrealisierungen mit der Standardaussprache.
  • Untersuchung des Einflusses von Alter und Lebensraum auf die dialektale Varietät.
  • Dokumentation des Sprachwandels anhand einer sprachwissenschaftlichen Momentaufnahme.

Auszug aus dem Buch

6. Auswertung der Sprachdatenerhebung

Die Auswertung der erhobenen Laute und Lautverbindungen erfolgt in der Reihenfolge, in der sie unter vorherigem Gliederungspunkt aufgeführt wurden. Eine tabellarische Übersicht stellt bei jedem Untersuchungsbereich die von den Sprechern wiedergegebenen Realisierungen dar. Anschließend erfolgt die Beschreibung und Benennung der Veränderungen im Hinblick auf die Standardaussprache. Der Doppelpunkt hinter einem Vokal bezeichnet eine Verlängerung desselbigen, ein Punkt seine Verkürzung im Vergleich zu seiner Länge im Standard. Die Aussprache der regionalen Sprecher wird unter Verwendung der Sonderzeichen ə, ŋ, ç und ɐ ansonsten in regulärer Schrift entsprechend der jeweiligen Realisierung wiedergegeben.

Bei der Auswertung liegt der Fokus auf der Realisierung des jeweils gerade betrachteten Lautes. Dennoch sollen auch weitere Auffälligkeiten kurz erwähnt und betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den kontinuierlichen Sprachwandel sowie das Verhältnis von Standarddeutsch zu regionalen Dialekten und Varietäten.

2 Forschungsgebiet: Dieses Kapitel charakterisiert das Mansfelder Land geografisch sowie historisch und ordnet den Dialekt "Mansfeldisch" ein.

3 Forschungsmethode: Die Erhebungsmethode der direkten Enquête mittels Fragebogen wird erläutert und methodisch begründet.

4 Übersicht der Sprecher: Hier werden die zehn ausgewählten Informanten anhand ihrer sozioökonomischen Daten tabellarisch vorgestellt.

5 Fragebogen und untersuchte Laute: Dieses Kapitel präsentiert das methodische Instrumentarium und definiert die zu untersuchenden lautlichen Schwerpunkte.

6 Auswertung der Sprachdatenerhebung: Der Hauptteil analysiert detailliert die Realisierungen spezifischer Laute und Verbindungen im Mansfeldischen.

6.1 Realisierung des g mit darauf folgendem Vokal: Analyse der Frikatisierung des g-Lauts bei verschiedenen Sprechern im Vergleich zur Standardnorm.

6.2 Realisierung des ei: Untersuchung der Monophthongierung von ei zu e in verschiedenen Wortumgebungen.

6.3 Realisierung der Konsonantenverbindung nd/nt im Inlaut: Analyse der Gutturalisierungsprozesse und der Konsonantenreduktion bei spezifischen Wortbeispielen.

6.4 Realisierung des intervokalischen b: Untersuchung des Wechsels von b zu w als Artikulationserleichterung.

6.5 Realisierung des ü und ö im Inlaut: Analyse der Entrundung von Umlauten und deren Auswirkungen auf die Lautquantität.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die erstaunlich hohe Übereinstimmung zwischen den Generationen hervor.

8 Bibliografie: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen.

9 Anhang: Sprachaufzeichnungen: Umfassende Dokumentation der Transkriptionen aller zehn Sprecher.

Schlüsselwörter

Mansfeldisch, Dialektologie, Sprachvariation, Lautwandel, Gutturalisierung, Monophthongierung, Enquête, Sprachökonomie, Mansfelder Land, Regionalsprache, Varietät, Lautforschung, Konsonantenschwächung, Entrundung, Soziolekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert und analysiert den regionalen Sprachgebrauch im Mansfelder Land anhand einer empirischen Untersuchung dialektaler Laute.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Lautentwicklung, dialektale Besonderheiten, sprachökonomische Tendenzen und der Vergleich zwischen regionaler Aussprache und Standarddeutsch.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine Momentaufnahme des "Mansfeldischen", um die spezifische Ausprägung der lokalen Dialekte zu erfassen und zu dokumentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommt die Methode der direkten Enquête zum Einsatz, bei der Probanden spezifische Sätze mündlich wiedergeben, die anschließend transkribiert und ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung von Lautphänomenen wie der Frikatisierung des g, der Monophthongierung von ei und der Entrundung von Umlauten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mansfeldisch, Dialektologie, Sprachvariation, Lautwandel, Gutturalisierung und Entrundung.

Welche Rolle spielt die Altersstruktur der Sprecher?

Die Arbeit vergleicht Sprecher verschiedener Generationen und stellt fest, dass es trotz unterschiedlicher Lebensläufe erstaunlich viele Übereinstimmungen im dialektalen Gebrauch gibt.

Wie wurde die Datenerhebung durchgeführt?

Die Datenerhebung erfolgte durch einen Explorator, der zehn Sprechern einen Fragebogen vorlegte und deren mündliche Antworten handschriftlich dokumentierte.

Welche Besonderheit weist der Lautwandel im Mansfelder Land auf?

Ein zentrales Ergebnis ist das Streben nach Sprachökonomie durch Prozesse wie Gutturalisierung oder den Wechsel von b zu w, was die Artikulation erleichtert.

Warum wurde das Mansfelder Land als Forschungsgebiet gewählt?

Die Region zeichnet sich durch ein eigenes, als "Mansfeldisch" bezeichnetes Dialektprofil innerhalb des nordostthüringischen Sprachraums aus.

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Details

Title
Dokumentation des regionalen Sprachgebrauchs im Mansfelder Land
College
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Course
Sprachliche Variation, Sprachliche Kommunikation und Mediävistik - Dialektologie
Grade
2,0
Author
Benny Schmidt (Author)
Publication Year
2010
Pages
22
Catalog Number
V211806
ISBN (eBook)
9783656404224
ISBN (Book)
9783656406334
Language
German
Tags
Dialekt Mansfelder Land Variation Sprachvarietät
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benny Schmidt (Author), 2010, Dokumentation des regionalen Sprachgebrauchs im Mansfelder Land, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211806
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