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Schillers "Die Jungfrau von Orleans" im Vergleich zu Anouilhs "Jeanne und die Lerche"

Titel: Schillers "Die Jungfrau von Orleans" im Vergleich zu Anouilhs "Jeanne und die Lerche"

Facharbeit (Schule) , 2011 , 43 Seiten , Note: Sehr gut (14 Punkte)

Autor:in: Madleen Wendt (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Gestalt der Jeanne d’Arc hat Künstler über Jahrhunderte immer wieder fasziniert. Die Anzahl der Darstellungen in den Gattungen Literatur, Bildende Kunst und Musik sind zahlreich. Wichtige Werke in der dramatischen Kunst, die eine vielfältige Interpretation ihres Lebens darstellen, wurden neben Schiller (Die Jungfrau von Orleans) und Jean Anouilh (Jeanne oder die Lerche) von William Shakespeare (Heinrich VI.), und George Bernard Shaw (Die heilige Johanna) geschrieben. Bertolt Brecht überträgt in seinem Drama Die heilige Johanna der Schlachthöfe Jeannes Schicksal in die Gegenwart.
Im Zuge meines Referates werde ich nun zwei ausgewählte Werke analysieren und vergleichen, die den historischen Stoff der Johanna von Orleans umsetzen: Friedrich Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ sowie Anouilhs „Jeanne oder Die Lerche“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse des Stücks „Die Jungfrau von Orleans“ von Friedrich Schiller

2.1. Hintergrund der Entstehung

2.2. Inhaltsangabe

2.3. Charakteristiken

2.3.1. Johanna

2.3.2. Repräsentanten des französischen Königshauses

2.3.3. Repräsentanten Englands

2.3.4. Randfiguren

2.4. Stil und Sprache

2.5. Aufbau des Dramas

2.6. Einordung ins klassische bzw. romantische Drama

2.7. Interpretationsansätze

2.8. Rezeption und Kritik

3. Analyse des Stückes „Jeanne oder die Lerche“ von Jean Anouilh

3.1. Biographie

3.2. Inhaltsangabe

3.3. Charakteristiken

3.3.1. Jeanne

3.3.2. Warwick, Ankläger, Inquisitor, Ladvenu, Cauchon

3.4. Einordnung des Dramas in die Form des absurden Theaters

3.5. Interpretationsansatz

4. Vergleich der beiden Dramen

4.1. Inhalt und historische Korrektheit

4.2. Darstellung der Johanna

4.3. Dramaturgische Gestaltung

5. Abschließendes Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die literarische Umsetzung des historischen Stoffs der Johanna d’Arc in Friedrich Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ und Jean Anouilhs „Jeanne oder die Lerche“ zu analysieren und kritisch zu vergleichen. Dabei steht die Untersuchung der unterschiedlichen Charakterkonzeptionen, der dramaturgischen Gestaltung sowie der epochenspezifischen Intentionen im Fokus, um aufzuzeigen, wie beide Autoren das Schicksal der historischen Figur für ihre jeweiligen künstlerischen und politischen Zwecke transformieren.

  • Vergleichende Analyse der Charakterzeichnung von Johanna in Schillers romantischer Tragödie und Anouilhs modernem Drama.
  • Untersuchung der epochenspezifischen Einordnung (Klassik/Romantik vs. Absurdes Theater).
  • Analyse der Dramaturgie und der historischen Korrektheit bzw. Fiktionalisierung des Stoffs.
  • Erörterung der politischen Dimension und der intendierten Wirkungsabsichten der Autoren.
  • Gegenüberstellung von Motivation, Schuldverständnis und Apotheose der Protagonistinnen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Hintergrund der Entstehung

Schiller schrieb „Die Jungfrau von Orleans“ im Jahre 1801. Eine Anregung zur Umsetzung des historischen Stoffs der Johanna erhielt Schiller durch Voltaire, dessen 1762 erschienene „La Pucelle d´Orleans“ als Parodie des Geschehens um die Gestalt der Johanna zu sehen ist. Voltaires Werk gab die Jungfrau dem Spott und der Lächerlichkeit preis, indem er aus dem heiligen Bauernmädchen eine vulgäre, grobsinnliche Magd machte, um den Jungfräulichkeitskult der katholischen Kirche zu entlarven.

Schiller strebte eine dichterische Wiederherstellung des Rufs der Jungfrau an. Dies thematisierte er in seinem Gedicht „Das Mädchen von Orleans“ von 1802, indem er sich auf Voltaires bezieht, der es gewagt habe das „edle Bild der Menschheit zu verhöhnen“.

Der Dichter wusste, dass bei den gebildeten Voltaires komisches Epos noch hoch im Kurs stand, und musste damit rechnen, dass unter Kennern anzüglich über Johanna geredet werden würde. Sogar der Herzog hatte ihn vor diesem Stoff gewarnt: „Das Sujet ist äußerst scabrös, und einem Lächerlichen ausgesetzt, das schwer zu vermeiden sein wird“. Doch Schiller empfand dies gerade wegen dieses Umstands als Herausforderung. Er wollte beweisen, dass er imstande war, ein Publikum zu verzaubern, das zu „Frivolitäten“ neigt.

Der Hintergrund der Entstehung des Werkes „Die Jungfrau von Orleans“ ist also der Umstand, dass Schiller das Image der historischen Jeanne d´Arc retten will, was eine seiner Intentionen darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Figur der Jeanne d'Arc und führt in das Vorhaben ein, die dramatischen Bearbeitungen von Schiller und Anouilh zu vergleichen.

2. Analyse des Stücks „Die Jungfrau von Orleans“ von Friedrich Schiller: Dieses Kapitel widmet sich detailliert Schillers Werk, von der Entstehungsgeschichte über die Charakterisierung, den dramatischen Aufbau und Stil bis hin zur Interpretation und Kritik.

3. Analyse des Stückes „Jeanne oder die Lerche“ von Jean Anouilh: Dieses Kapitel analysiert Anouilhs Stück, beleuchtet die Biografie des Autors, die Inhaltsangabe, die Charakterisierungen der Figuren sowie die Einordnung in das absurde Theater.

4. Vergleich der beiden Dramen: Hier werden beide Dramen in Bezug auf historische Korrektheit, die Darstellung der Johanna und die dramaturgische Gestaltung direkt gegenübergestellt.

5. Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass es sich um grundverschiedene Umsetzungen desselben historischen Stoffs handelt, die jeweils durch die Epoche und Intention der Autoren geprägt sind.

Schlüsselwörter

Jeanne d'Arc, Friedrich Schiller, Jean Anouilh, Die Jungfrau von Orleans, Jeanne oder die Lerche, Charakteranalyse, Dramaturgie, Romantische Tragödie, Absurdes Theater, Historischer Stoff, Heldenbild, Schuld, Apotheose, Vergleich, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht zwei literarische Bearbeitungen des historischen Schicksals der Jeanne d'Arc: Friedrich Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ und Jean Anouilhs „Jeanne oder die Lerche“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Charakterisierung der Protagonistin, die dramaturgische Gestaltung, die epochenspezifische Einordnung (Klassik/Romantik vs. Absurdes Theater) sowie die unterschiedliche Intention der Autoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schiller und Anouilh den historischen Stoff durch individuelle künstlerische Mittel transformieren, um ihre jeweiligen philosophischen und politischen Absichten umzusetzen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich um eine textimmanente literaturwissenschaftliche Analyse, die durch einen vergleichenden Ansatz (Komparatistik) ergänzt wird, um Unterschiede in Form und Inhalt herauszuarbeiten.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der einzelnen Stücke hinsichtlich Figurenkostellation, Sprache, Aufbau und Interpretationsansätzen, gefolgt von einem direkten Vergleich der beiden Werke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Literaturvergleich, Charakterdarstellung, Dramaturgie und die spezifischen Merkmale von romantischem und absurdem Theater aus.

Wie unterscheidet sich die Darstellung Johannas in den beiden Dramen?

Während Schiller Johanna als dominierende, idealisierte Heldin mit göttlichem Auftrag zeichnet, betont Anouilh die menschliche, teils naive und durch die Prozesssituation geprägte Entwicklung seiner Jeanne.

Welche Rolle spielt die Apotheose am Ende der Stücke?

Die Apotheose dient bei beiden Autoren dazu, Johanna über das rein Menschliche hinauszuheben, wobei Schiller sie als Vereinigung mit dem Göttlichen nach innerer Läuterung darstellt, während Anouilh diesen Schluss teilweise parodistisch bricht.

Warum wird Schillers Werk als romantische Tragödie bezeichnet?

Die Bezeichnung resultiert aus der Verwendung mystischer Elemente, der Symbolik der Seele und der bewussten Abweichung von strengen klassischen Formregeln, obwohl das Werk auch klassische Züge aufweist.

Inwiefern lässt sich Anouilhs Stück dem absurden Theater zuordnen?

Die Zuordnung erfolgt aufgrund der Auflösung von Zeit und Raum, der Zickzack-Dramaturgie (Spiel im Spiel) und der existentiellen Auseinandersetzung mit der Situation des Menschen, wobei Anouilh klassische und moderne Elemente mischt.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schillers "Die Jungfrau von Orleans" im Vergleich zu Anouilhs "Jeanne und die Lerche"
Veranstaltung
Deutsch Leistungskurs
Note
Sehr gut (14 Punkte)
Autor
Madleen Wendt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
43
Katalognummer
V212419
ISBN (eBook)
9783656400295
ISBN (Buch)
9783656400936
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schiller Die Jungfrau von Orleans Anouilh Jeanne oder die Lerche Drama Vergleich Deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Madleen Wendt (Autor:in), 2011, Schillers "Die Jungfrau von Orleans" im Vergleich zu Anouilhs "Jeanne und die Lerche", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212419
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Leseprobe aus  43  Seiten
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