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Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache in der Grundschule

Das Sprach-Sommercamp auf dem Prüfstand (eine Pre-Posttesterhebung)

Titel: Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache in der Grundschule

Bachelorarbeit , 2013 , 89 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Woerner (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
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Auch zwölf Jahre nach dem PISA-Schock haben es Kinder mit Zuwanderungshintergrund und Kinder aus sozial schwachen Familien im deutschen Bildungssystem besonders schwer. Vor den größten Hindernissen stehen Kinder, deren beide Elternteile im Ausland geboren sind. Die Sprachförderung in der Zweitsprache Deutsch ist für Kinder mit Zuwanderungshintergrund wichtig, ist die Grundlage für schulischen Erfolg. Deutlich wurde auch, dass Schülerinnen und Schüler mit DaZ nach wie vor sichtbar an Hauptschulen über- und an Gymnasien unterrepräsentiert sind. Die Autorengruppe Bildungsberichtserstattung betont, dass insbesondere im Hinblick auf die demographische Entwicklung die Bildung von Kindern mit Zuwanderungshintergrund von großer Bedeutung ist (vgl. Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2010, S.137).
Im Bildungsplan 2004 wurde erstmals in Baden-Württemberg versucht, DaZ im Fach Deutsch zu integrieren. Es fehlen jedoch gemeinsame und verbindliche Standards. Namentlich die Bildungssprache stellt insbesondere für Kinder mit DaZ eine Barriere für den Schulerfolg dar. Um diese Kinder adäquat fördern und begleiten zu können,
ist eine vorausgehende Erhebung des Sprachstands notwendig. Der Entwicklungsgrad der Verfahren zur Sprachstandserhebung in der Zweitsprache ist jedoch gegenwärtig noch nicht zufriedenstellend. Lernangebote in den Ferien können als wertvoller Beitrag zur Sprachförderung gesehen werden.

Ziel dieser Arbeit ist es, das Sprach-Sommercamp der Stadt Ravensburg hinsichtlich Effektivität und Wirkungsbereich „auf den Prüfstand“ zu stellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Teil

Einleitung

1. Aktuelle Situation von Kindern mit Zuwanderungshintergrund an deutschen Grundschulen

2. Einführung: Deutsch als Zweitsprache

2.1 Abgrenzung von DaM – DaZ – DaF

2.2 Deutsch als Zweitsprache in der Grundschule

3. Sprachliche Anforderungen in der Schule

4. Sprachstandserhebungen in der Zweitsprache

4.1 Begründungen für die Durchführung von Sprachstandserhebungen in der Zweitsprache

4.2 Typen von Testverfahren

4.3 Verfahren zur Sprachstandserhebung in der Zweitsprache

4.4 Schwierigkeiten bei Sprachstandserhebungen in der Zweitsprache

5. Sprachförderung

5.1 Sprachförderungsmaßnahmen in außerschulischem Kontext

5.2 Sprachförderung im Fokus von Sommer und Herbstschulen

5.3 Das Sprach-Sommercamp in Ravensburg

6. Zusammenfassung des Theorieteils

II. Teil

Einleitung in den empirischen Teil

1. Methode

1.1 Daten

1.2 Untersuchungsdesign

1.3 Erhebungsinstrument – SET 5-10

1.3.1 Aufbau des Sprachtests

1.3.2 Durchführung und Auswertung des Sprachtests

1.4 Auswertungsmethode

2. Ergebnisse

2.1 Ergebnisse zur Effektivität und Wirksamkeit der Sprachförderung

2.2 Ergebnisse differenziert nach Geschlecht

2.3 Ergebnisse zur exemplarischen Entwicklung von drei Kindern

2.4 Ergebnisse einer Mehrfachteilnahme

3. Zusammenfassung der Ergebnisse

4. Methodenkritik

5. Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität und Wirksamkeit des Sprach-Sommercamps in Ravensburg zur Förderung von Grundschulkindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ), um den Zusammenhang zwischen gezielten Fördermaßnahmen in den Ferien und dem individuellen Sprachzuwachs empirisch zu evaluieren.

  • Aktuelle Situation und Herausforderungen für Kinder mit Zuwanderungshintergrund im deutschen Bildungssystem.
  • Differenzierung der Begriffe Erst-, Zweit- und Fremdsprache im Kontext schulischer Anforderungen.
  • Kritische Analyse von Sprachstandserhebungsverfahren (insbesondere SET 5-10) für Kinder im Grundschulalter.
  • Evaluation des Sprach-Sommercamps als außerschulische Fördermaßnahme unter Einbeziehung quantitativer Testergebnisse.

Auszug aus dem Buch

Testkonstruktion anlehnend an das Modell von Barrett

Der SET 5-10 basiert auf dem Modell der Komponenten von Sprache nach Barrett (1999). Nach Barrett ist die Sprache in die drei Segmente Laut, Semantik und Pragmatik unterteilt, die hierarchisch aufeinander aufbauen und wiederum auf einzelnen Bausteinen basieren (vgl. Abbildung 4).

Aus Abbildung 4 wird ersichtlich, dass der Laut die erste Komponente bildet. Diese Komponente gliedert sich wiederum in die Teilbereiche Phonetik und Phonologie. Der Erwerb phonetischer Kompetenzen, wie die Repräsentation, das Verstehen und die Produktion von Lauten, ist bei der Altersgruppe, für die der SET 5-10 konzipiert wurde, bereits abgeschlossen. Aus diesem Grund fand diese Komponente der Sprache keine Berücksichtigung bei der Testentwicklung.

Die zweite Komponente bildet die Semantik mit den Teilbereichen Lexikon, Morphologie und Syntax (vgl. Petermann 2010, S. 9). Da die Semantik eine zentrale Komponente der Sprachentwicklung ist, gibt es verschiedene Untertests im SET 5-10, die diese Teilbereiche erfassen. Im Lexikon sind Wortschatz und Wortwissen gespeichert. Erst ab einem gewissen Wortschatz kann der Erwerb von Grammatik voranschreiten. Demnach ist das Erlernen von Wörtern und ihrer Bedeutung die Grundlage für das Lernen sprachlicher Regularien. Die zweite Teilkomponente Morphologie beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Struktur von Wörtern. Die Syntax befasst sich mit den Kombinationsregeln von Wörtern im Satz (vgl. Petermann 2010, S. 10).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Teil: Dieser Teil beleuchtet die theoretischen Grundlagen, die Situation von Kindern mit Zuwanderungshintergrund sowie die Bedeutung von Sprachförderung im Kontext von Alltagssprache und Bildungssprache.

II. Teil: Hier wird das Sprach-Sommercamp als empirische Untersuchungsobjekt analysiert, die Testmethodik (SET 5-10) dargestellt, die Ergebnisse der Sprachstandserhebungen kritisch bewertet und ein Ausblick auf zukünftige Maßnahmen gegeben.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Sprachförderung, Sprachstandserhebung, Grundschule, SET 5-10, Zuwanderungshintergrund, Sprach-Sommercamp, Bildungssprache, Alltagssprache, Evaluation, Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung, Förderdiagnostik, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Sprachfördermaßnahmen im außerschulischen Kontext, speziell am Beispiel des Sprach-Sommercamps in Ravensburg für Grundschulkinder mit Deutsch als Zweitsprache.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Neben der theoretischen Einbettung der Sprachförderung und der Bildungssprache liegt der Fokus auf der Anwendung und Kritik diagnostischer Testverfahren zur Ermittlung des Sprachstands bei Kindern mit Migrationshintergrund.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, das Sprach-Sommercamp hinsichtlich seiner Effektivität und seines Wirkungsbereichs auf den Prüfstand zu stellen, um zu belegen, ob bereits zwei Wochen intensiver Förderung messbare positive Lerneffekte bewirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde ein Pretest-Posttest-Design ohne Kontrollgruppe gewählt, um mittels des standardisierten Sprachtests SET 5-10 individuelle Lernzuwächse bei den teilnehmenden Kindern deskriptiv auszuwerten.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung der Sprachförderung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem SET 5-10 als Erhebungsinstrument sowie die quantitative und qualitative Auswertung der gewonnenen Leistungsdaten der teilnehmenden Kinder.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Deutsch als Zweitsprache, Sprachförderung, Sprachstandserhebung, SET 5-10 und Zuwanderungshintergrund aus.

Warum wird der Test SET 5-10 im empirischen Teil kritisiert?

Die Autorin bemängelt unter anderem den hohen zeitlichen Aufwand bei der Durchführung, die teilweise mangelnde Eignung einzelner Untertests für Kinder mit DaZ sowie den hohen Anschaffungspreis des Testpakets.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des Sprach-Sommercamps?

Die Autorin zieht ein positives Fazit: Die Ergebnisse bestätigen, dass trotz kurzer Dauer messbare Lerneffekte eintreten, empfiehlt jedoch für die Zukunft eine engere Kooperation mit den Lehrkräften der Grundschulen sowie eine Ausdehnung des Zeitrahmens.

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache in der Grundschule
Untertitel
Das Sprach-Sommercamp auf dem Prüfstand (eine Pre-Posttesterhebung)
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
1,0
Autor
Julia Woerner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
89
Katalognummer
V212893
ISBN (eBook)
9783656408581
ISBN (Buch)
9783656408727
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch als Zweitsprache DaZ Sprachförderung Migration Pretest Posttest Auswertung; Sprachtest SET5-10 Testauswertung Sprachstandserhebung Sprach-Sommercamp; Zweitsprache Bildungssprache Alltagssprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Woerner (Autor:in), 2013, Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212893
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Leseprobe aus  89  Seiten
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