Die vorliegende Projektarbeit „Hintergründe und Lösungswege für den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen – dargestellt am Teilbereich Krankenhaustechnik“ behandelt den Bereich Krankenhaustechnik, die Hintergründe, sowie eine Analyse des Fachkräftemangels in ingenieurlastigen bzw. handwerklichen Berufen und mögliche Lösungswege des Fachkräftemangels.
Das Gesundheitswesen in Deutschland besteht aus den Leistungsempfängern, den Leistungserbringern, den Leistungsfinanzierern, den Leistungszahlern, dem Staat und sonstigen Verbänden. Es teilt sich in Deutschland in 3 Bereiche auf – ambulanter, stationärer und rehabilitativer Gesundheitssektor.
Die jährlichen Ausgaben des Gesundheitswesen betrugen im Jahr 2010 287.293 Millionen € und sind damit etwa um 100.000 Millionen € seit 1995 gestiegen.1 Damit entsprechen die Gesundheitsausgaben etwa 11,6 % des Bruttoinlandproduktes Deutschlands. Die Ausgaben für Krankenhäuser liegen bei rund 74.307 Millionen € und haben ebenso seit 1995 einen steigenden
Verlauf.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Krankenhaustechnik als integraler Bestandteil der stationären Versorgung
2.1 Aufbau und Fachpersonal der Krankenhaustechnik dargestellt an einem Beispielhaus
2.2 Fachpersonal in der technischen Abteilung
2.3 Hauptaufgaben des Personals der Krankenhaustechnik
3 Analyse des zukünftigen und aktuellen Fachkräftemangels im Teilbereich Krankenhaustechnik
3.1 Aktuelle Einflussfaktoren des Fachkräftemangels
3.2 Zukunftsentwicklungen
3.3 Personalbedarf unter Berücksichtigung der Krankenhausentwicklung
4 Lösungsansätze zur Behebung des Fachkräfteengpasses
4.1 Personalbeschaffung als Lösungsversuch des Fachkräftemangels
4.2 Outsourcing als Lösungsansatz
4.2.1 Chancen beim Outsourcing
4.2.2 Risiken beim Outsourcing
4.3 Anreizgestaltung für Fachkräfte
4.3.1 Materielle Anreize
4.3.2 Immaterielle Anreize
5 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Projektarbeit untersucht die Hintergründe und Ursachen des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen mit einem spezifischen Fokus auf den Bereich der Krankenhaustechnik. Ziel ist es, den aktuellen und zukünftigen Personalengpass in ingenieurwissenschaftlichen sowie handwerklichen Berufen innerhalb von Kliniken zu analysieren und mögliche Lösungsstrategien für Krankenhäuser aufzuzeigen.
- Analyse der Bedeutung der Krankenhaustechnik für die stationäre Versorgung
- Untersuchung der Einflussfaktoren auf den Fachkräftemangel, insbesondere demografischer Wandel und Ingenieurlücke
- Bewertung von Strategien zur Personalbeschaffung innerhalb des Krankenhauses
- Einsatzmöglichkeiten und Risikoprofile von Outsourcing-Strategien in technischen Klinikbereichen
- Bedeutung der Anreizgestaltung (materiell und immateriell) zur langfristigen Mitarbeiterbindung
Auszug aus dem Buch
4.2.2 Risiken beim Outsourcing
Outsourcing bringt aber nicht nur Vorteile mit sich, sondern ist auch mit Risiken verbunden. Über mögliche Risiken sollte man sorgfältig nachdenken, um die Sicherstellung des Regelbetriebs nicht zu gefährden.
Ein Risiko welches man bei Inbetrachtziehen einer Outsourcinglösung beachten sollte, ist die große Abhängigkeit vom externen Dienstleister. Frosch, Hartinger, Renner unterteilen die Risiken in 4 Kategorien: Externe Widerstände, Rechtsprobleme, Auswahl des Dienstleisters und Versorgungsicherheit.
Das erste Risiko welches bei der Entscheidung für den Einkauf einer Dienstleistung auftritt, ist die Auswahl des Dienstleisters, die Menge der Anbieter von Outsourcingleistungen ist groß und somit auch die Auswahlmöglichkeit. Unter Externe Widerstände wurden auch die politischen Aspekte (Machtverlust, Arbeitsplatzsicherung, Bemühen um Wählerstimmen) mit in die Entscheidungsfindung eingebunden. Unter Rechtsproblemen sind die Haftungsfragen im möglichen Schadensfall zusammengefasst. Letzteres ist die Zuverlässigkeit des Outsourcinganbieters, welche eine besondere Bedeutung bei Outsourcingentscheidungen von Krankenhäusern spielt, da hier eine ständige Versorgung garantiert wird. Unabhängig davon ist eine weitere Gefahr der know-how Verlust bei Dienstleisterwechsel oder Rückintegration von Eigenleistungen.
Um diese Risiken möglichst gering zu halten ist ein effizientes Projektmanagement, sowie eine umfassende Vertragsgestaltung mit dem Dienstleister zu empfehlen. Einer späteren Abhängigkeit vom Dienstleister sollte sorgfältig vorgebeugt werden, wenn möglich sogar ausgeschlossen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Fachkräftemangels im deutschen Gesundheitswesen ein und beschreibt die Rolle der Krankenhaustechnik als integralen Teil der Sekundärprozesse.
2 Die Krankenhaustechnik als integraler Bestandteil der stationären Versorgung: Dieses Kapitel definiert die Aufgabenbereiche der technischen Abteilung und stellt den organisatorischen Aufbau in einem Beispielkrankenhaus sowie das Anforderungsprofil an das Personal dar.
3 Analyse des zukünftigen und aktuellen Fachkräftemangels im Teilbereich Krankenhaustechnik: Hier werden die Ursachen des Fachkräftemangels analysiert, wobei besonders der demografische Wandel, die Ingenieurlücke und die Problematik der Entlohnung beleuchtet werden.
4 Lösungsansätze zur Behebung des Fachkräfteengpasses: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Strategien, darunter interne Personalbeschaffungsmaßnahmen, Outsourcing von Dienstleistungen sowie Methoden der materiellen und immateriellen Anreizgestaltung.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass Krankenhäuser ihr Personalmarketing modernisieren müssen, um dem fortschreitenden Fachkräftemangel wirksam zu begegnen.
Schlüsselwörter
Krankenhaustechnik, Fachkräftemangel, Fachkräfteengpass, Gesundheitswesen, Demografischer Wandel, Ingenieurlücke, Personalbeschaffung, Outsourcing, Anreizsysteme, Mitarbeitermotivation, Personaleinsatz, Krankenhausmanagement, Fachhandwerker, Personalmarketing, Arbeitsmarkt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Projektarbeit thematisiert die Herausforderungen des zunehmenden Fachkräftemangels im Gesundheitswesen, mit einem spezifischen Fokus auf die technische Abteilung von Krankenhäusern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Ursachen für den Fachkräfteengpass, insbesondere im Ingenieur- und Handwerksbereich, sowie der Evaluierung von Lösungsstrategien wie Outsourcing und Anreizsystemen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Krankenhäuser auf den zunehmenden Mangel an qualifiziertem technischem Fachpersonal reagieren können, um die Betriebsbereitschaft ihrer technischen Anlagen langfristig sicherzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Daten zu demografischen Entwicklungen, zur Ingenieurlücke sowie zu arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen über Anreizsysteme.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bedeutung der Krankenhaustechnik, eine detaillierte Untersuchung der Mangelursachen und die Vorstellung sowie kritische Würdigung von Personalbeschaffungs- und Bindungsmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Krankenhaustechnik, Fachkräftemangel, Demografischer Wandel, Ingenieurlücke, Outsourcing und Anreizsysteme.
Welche Rolle spielen immaterielle Anreize für technisches Personal in Krankenhäusern?
Laut der Arbeit sind immaterielle Anreize wie Arbeitsinhalte, Work-Life-Balance und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung entscheidend, um qualifiziertes Personal langfristig an das Krankenhaus zu binden, da materielle Anreize durch Tarifverträge oft begrenzt sind.
Warum ist das Thema Outsourcing im Kontext der Krankenhaustechnik relevant?
Outsourcing bietet Krankenhäusern die Chance, sich auf ihre Primärprozesse zu konzentrieren und dem Mangel an eigenem Fachpersonal zu begegnen, indem technische Dienstleistungen an externe Spezialisten vergeben werden – allerdings unter Abwägung von Qualitäts- und Abhängigkeitsrisiken.
- Arbeit zitieren
- Christian Lübbert (Autor:in), 2012, Hintergründe und Lösungswege für den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213195