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Spannung in Annette von Droste-Hülshoffs "Der Knabe im Moor"

Titel: Spannung in Annette von Droste-Hülshoffs "Der Knabe im Moor"

Hausarbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kim Schlotmann (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Der Knabe im Moor" darf als das wohl bekannteste lyrische Werk Annette von Droste-Hülshoffs gelten. Doch trotz der Popularität dieses Gedichts sind die ausschlaggebenden Faktoren, die für die wesentliche Erzeugung von Spannung dieses Werkes konstitutiv sind, bisher nur wenig beachtet worden. Die vorliegende Untersuchung nimmt es sich daher zum Ziel, der Frage auf den Grund zu gehen, warum es "Der Knabe im Moor" auch heute noch versteht, so manchem Hörer einen wohligen Schauer über den Rücken zu jagen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Die schaurige Atmosphäre im Knaben im Moor

2.1 Lexikalische, semantische, syntaktische und metrisch-phonetische Mittel zur Erzeugung von Spannung

2.2 Inhaltliche Mittel zur Erzeugung von Spannung

3. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die literarischen Techniken und Stilmittel, mit denen Annette von Droste-Hülshoff in ihrer Ballade „Der Knabe im Moor“ eine unheimliche und spannungsgeladene Atmosphäre erzeugt. Dabei wird der Fokus besonders auf die Verzahnung von sprachlicher Gestaltung, psychologischer Innenperspektive und kriminologischen Deutungsmustern gelegt, um zu klären, wie die Autorin den Leser in das subjektive Angstempfinden des Protagonisten einbindet.

  • Analyse lexikalischer, semantischer und syntaktischer Stilmittel
  • Untersuchung der metrisch-phonetischen Spannungsgenerierung
  • Psychologische Deutung der Angst und Wahrnehmung des Knaben
  • Kriminologische und sozialgeschichtliche Einordnung der Spukgestalten
  • Untersuchung von Perspektivwechseln und der Rolle des Erzählers

Auszug aus dem Buch

2.1 Lexikalische, semantische, syntaktische und metrisch-phonetische Mittel zur Erzeugung von Spannung

Der Knabe im Moor zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Verben aus, von denen ein Großteil akustische Vorgänge beschreiben. Allein in der ersten Strophe finden sich – in flektierter Form – die Verben zischen (V. 6), singen (V. 6) und knistern (V. 8), zu denen sich im weiteren Verlauf noch in der zweiten Strophe sausen (V. 11) und rascheln (V. 12), in der dritten Strophe knittern (V. 21 ), in der vierten Strophe brodeln (V. 27) und pfeifen (V. 28) sowie in der fünften Strophe bersten (V. 33) und rufen (V. 35) gesellen. Zwar tauchen im Text noch weitere Wörter auf, die im weitesten Sinne dem akustischen Wortfeld zugeordnet werden können und die keine Verben sind (Ohr in V. 19, Melodei in V. 29, Geigemann in V. 30), doch sind die Verben die dominierende Wortart im Knaben.

Neben der allgemeinen Eigenschaft von Verben, einen Text dynamischer und lebendiger wirken lassen zu können, übernehmen die Tätigkeitswörter in dem Gedicht auch noch eine weitere Funktion. So spricht Margarete Fuchs in ihrem Aufsatz von drei Ebenen der Angsterfahrung, die der Knabe auf seinem Weg nach Hause macht. Der Bereich der akustischen Wahrnehmung stellt für sie die zweite Ebene dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung erläutert den literarischen Stellenwert der Autorin und definiert die Forschungsfrage bezüglich der technischer Mittel zur Spannungserzeugung im untersuchten Gedicht.

2. Die schaurige Atmosphäre im Knaben im Moor: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen sprachlichen und inhaltlichen Ebenen, die zum Aufbau der unheimlichen Stimmung beitragen.

2.1 Lexikalische, semantische, syntaktische und metrisch-phonetische Mittel zur Erzeugung von Spannung: In diesem Unterkapitel werden die grammatikalischen und lautlichen Mechanismen sowie die Wortfelder beleuchtet, die gezielt auf die psychische Wirkung beim Leser zielen.

2.2 Inhaltliche Mittel zur Erzeugung von Spannung: Hier wird die kriminologische Dimension der im Gedicht auftretenden Gespensterfiguren und deren sozialgeschichtlicher Hintergrund untersucht.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die vielfältige strategische Anwendung von Stilmitteln durch Droste-Hülshoff zur wirkungsvollen Spannungsgestaltung.

Schlüsselwörter

Annette von Droste-Hülshoff, Der Knabe im Moor, Ballade, Spannungsaufbau, literarische Stilanalyse, akustische Wortfelder, Schauergedicht, psychologische Innenperspektive, Naturmagie, Gespensterglaube, Kriminologie, Versmaß, metrische Zäsur, Kindsmord, Narratologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die sprachlichen und inhaltlichen Techniken, mit denen Annette von Droste-Hülshoff in der Ballade „Der Knabe im Moor“ Spannung erzeugt.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Die Untersuchung umfasst die lexikalischen, metrischen und syntaktischen Gestaltungsmittel sowie die Analyse der inhaltlichen, oft kriminologisch motivierten Gespensterfiguren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Werkzeuge der Dichterin freizulegen, die den Leser dazu bringen, das subjektive Gruselerleben des Knaben als eindringliche Realität wahrzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die textnahe Interpretation mit dem Rückgriff auf Forschungsliteratur zu den Themen Motivik, Metrik und Textgenese verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte sprachliche Untersuchung (u.a. Wortfelder, Lautmalerei) und eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Motiven und den Figuren des Gedichts.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Spannungsaufbau, unheimliche Atmosphäre, psychologische Kammerspiel-Dramaturgie, kriminologische Lesart und metrische Manipulation.

Welche Rolle spielt der „i-Laut“ im Gedicht laut der Arbeit?

Der Autor zeigt auf, dass der gehäufte Einsatz des i-Lautes laut der Forschung eine unheimliche Wirkung erzeugt und als „Laut der tiefen Verbindungen“ atmosphärisch zur Spannung beiträgt.

Warum ist die Figur der „verdammten Margreth“ besonders relevant?

Die „verdammte Margreth“ stellt laut der Arbeit den Höhepunkt des Grusels dar; ihr Vergehen als Kindsmörderin ist jedoch nicht explizit benannt, was den Leser zur Interpretation zwingt und so zusätzliche Spannung generiert.

Wie bewertet der Autor das „es“ als sprachliches Mittel?

Die „es“-Konstruktionen werden als bewusstes, irrational wirkendes Mittel gedeutet, das die Unfassbarkeit des Numinosen unterstreicht und den Leser im Unklaren über die Ursache der Angst lässt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spannung in Annette von Droste-Hülshoffs "Der Knabe im Moor"
Hochschule
Universität Münster  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Die Lyrik der Annette von Droste-Hülshoff
Note
1,3
Autor
Kim Schlotmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V213333
ISBN (eBook)
9783656418665
ISBN (Buch)
9783656419136
Sprache
Deutsch
Schlagworte
spannung annette droste-hülshoffs knabe moor
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kim Schlotmann (Autor:in), 2012, Spannung in Annette von Droste-Hülshoffs "Der Knabe im Moor", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213333
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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