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Verhaltensmodifikation - Eine Erklärung anhand der operanten Konditionierung nach Burrhus Frederic Skinner

Titel: Verhaltensmodifikation - Eine Erklärung anhand der  operanten Konditionierung nach Burrhus Frederic Skinner

Hausarbeit , 2008 , 19 Seiten

Autor:in: Daniela Imhof (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner täglichen Arbeit als Sozialpädagogin habe ich nicht nur die Aufgabe für das Wohl der Klientel zu sorgen, sondern auch für die Klientel selbst oder für die Umwelt unangeneh-mes Verhalten zu reduzieren und angepasstes, erwünschtes Verhalten zu fördern.
Jede/r von uns hat in der Erziehung Methoden erlebt, welche unsere Verhaltensweisen geprägt haben und wendet selber Methoden an, um das Verhalten eines Gegenübers zu beeinflussen. Da in der Sozialen Arbeit die angewendeten Erziehungsmethoden jedoch nicht auf intuitiven, persönlichen Einstellungen und Reaktionsweisen, sondern auf wissenschaftlichen Erkenntnis-sen basieren sollen, begann ich mit der Suche nach Theorien und Methoden, die die Wissen-schaft liefert, um Verhalten professionell, zielgerichtet und wirksam verändern zu können.
Auf der Suche nach entsprechenden Theorien und Erkenntnissen stiess ich unter anderem auf Skinner, welcher zum einen als Begründer der Verhaltensmodifikation gilt und als Erster den wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wurde. Seine Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die Weiterentwicklung der Lerntheorie und Verhaltensmodifikation, weshalb es sicherlich wertvoll ist, diese wegweisenden Grundlagen zu kennen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

3. Geschichte der Lerntheorie

4. Theorie der operanten Konditionierung

4.1 Aufbau von Verhalten

4.1.1 Shaping

4.1.2 Chaining

4.1.3 Prompting und Fading

4.1.4 Token

4.1.5 Negative Verstärkung

4.2 Erhalt des aufgebauten Verhaltens

4.2.1 Intermittierende Verstärkung

4.2.1.1 Quotenverstärkung

4.2.1.2 Intervallverstärkung

4.3 Abbau von unerwünschten Verhaltensweisen

4.3.1 Präsentationsbestrafung

4.3.2 Entzugsbestrafung

4.3.3 Löschung

5. Weiterentwicklung der Lerntheorie

6. Kritische Würdigung

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie nach der operanten Konditionierung von B.F. Skinner menschliches Verhalten professionell aufgebaut, erhalten und abgebaut werden kann, um dies für die soziale Arbeit nutzbar zu machen.

  • Grundlagen der operanten Konditionierung
  • Methoden zum Aufbau von Verhalten (Shaping, Chaining etc.)
  • Strategien zur Aufrechterhaltung durch intermittierende Verstärkung
  • Ansätze zum Abbau unerwünschter Verhaltensweisen
  • Historische Einordnung und Weiterentwicklung der Lerntheorie

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Shaping

Wenn das spontan gezeigte Verhalten eines Organismus noch nicht dem erwünschten Zielverhalten entspricht, kann das Verhalten durch Shaping geformt werden (vgl. Kriz 1989: 131), indem jeder noch so kleine Schritt in die Richtung des Zielverhaltens sukzessive positiv verstärkt wird (vgl. Skinner 1973: 94), bis die Zielreaktion konditioniert ist (vgl. Lefrançois 2006: 117). Wenn das Verhalten schliesslich seine gewünschte Form erreicht hat, wird dieses nur noch bei korrekter Ausführung verstärkt(vgl. Edelmann 2000: 78). Auf diese Weise kann beispielsweise einem stummen Kind beigebracht werden den Laut ,,O’’ zu sagen, indem zuerst jegliche Lautäusserungen belohnt werden, dann nur noch solche, die stimmhaft korrekt sind, dann nur noch diese, die zwischen einem ,,A’’ und einem ,,U’’ liegen und der Mund dabei offen ist, bis nur noch der Laut ,,O’’ verstärkt wird (vgl. Fliegel 1981: 47).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Suche nach wissenschaftlichen Methoden für die Sozialpädagogik und führt in die Fragestellung ein, wie Verhalten nach Skinners Theorie manipuliert werden kann.

2. Begriffsdefinition: Es wird definiert, dass Verhaltensmodifikation die systematische Anwendung operanter Lernprinzipien zur Veränderung von Verhalten bedeutet.

3. Geschichte der Lerntheorie: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die klassische Konditionierung nach Pawlow sowie die Anfänge des Behaviorismus durch Watson.

4. Theorie der operanten Konditionierung: Das Hauptkapitel erläutert das Prinzip der operanten Konditionierung, den Wirkreaktionsprozess sowie die Techniken zum Aufbau, Erhalt und Abbau von Verhalten.

5. Weiterentwicklung der Lerntheorie: Hier wird skizziert, wie sich die Verhaltensforschung weiterentwickelt hat, insbesondere durch Ansätze wie das Selbstsicherheitstraining oder die Theorie des Modelllernens.

6. Kritische Würdigung: Die Autorin reflektiert die Stärken und Schwächen der Skinnerschen Theorie, insbesondere hinsichtlich ethischer Aspekte bei der Anwendung am Menschen.

7. Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden kompakt wiederholt und der Nutzen für die professionelle soziale Arbeit unterstrichen.

Schlüsselwörter

Verhaltensmodifikation, Operante Konditionierung, B.F. Skinner, Verhalten, Verstärkung, Shaping, Chaining, Token, Bestrafung, Löschung, Sozialpädagogik, Lerntheorie, Intermittierende Verstärkung, Kontingenz, Verhaltensänderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Theorie der operanten Konditionierung nach B.F. Skinner zur Verhaltensmodifikation in der sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Aufbau, den Erhalt und den Abbau von Verhalten durch gezielte Konsequenzen (Verstärker oder Bestrafung).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sozialpädagogische Fachkräfte Verhalten professionell, zielgerichtet und wirksam verändern können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf der behavioristischen Lerntheorie und beschreibt die Anwendung von operanten Lernprinzipien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Methoden wie Shaping, Chaining, Token-Systeme sowie Verstärkerpläne zur Verhaltenssteuerung detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Verhaltensmodifikation, Operante Konditionierung, Verstärkung, Shaping, Chaining und Löschung sind zentrale Begriffe.

Warum wird Shaping als Methode empfohlen?

Shaping ermöglicht es, komplexe Zielverhaltensweisen schrittweise aufzubauen, indem auch erste Annäherungen an das Zielverhalten bereits positiv verstärkt werden.

Was unterscheidet intermittierende von kontinuierlicher Verstärkung?

Kontinuierliche Verstärkung baut Verhalten schnell auf, während intermittierende Verstärkung das gelernte Verhalten resistenter gegenüber Löschung macht.

Welche kritische Sichtweise nimmt die Autorin ein?

Sie kritisiert, dass Skinners Experimente primär an Tieren durchgeführt wurden und die Anwendung bestrafender Methoden am Menschen ethisch problematisch ist.

Was ist der Unterschied zwischen Entzugsbestrafung und Löschung?

Bei der Entzugsbestrafung wird ein positiver Verstärker aktiv weggenommen, während die Löschung durch reines Ignorieren bzw. Ausbleiben jeglicher Verstärkung geschieht.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verhaltensmodifikation - Eine Erklärung anhand der operanten Konditionierung nach Burrhus Frederic Skinner
Hochschule
Fachhochschule Nordwestschweiz
Autor
Daniela Imhof (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V213821
ISBN (eBook)
9783656423164
ISBN (Buch)
9783656423355
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verhaltensmodifikation eine erklärung konditionierung burrhus frederic skinner
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Imhof (Autor:in), 2008, Verhaltensmodifikation - Eine Erklärung anhand der operanten Konditionierung nach Burrhus Frederic Skinner, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213821
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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