Napoleons Religionspolitik zwischen 1799 und 1814. Zwischen Deeskalation, Integration und Konfrontation


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012
23 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Napoleon und die Römisch-Katholische Kirche

2. Napoleon und die Protestantische Kirche

3. Napoleon und die Juden

Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Einleitung

Die Auseinandersetzung der verschiedenen europäischen Gesellschaften mit Religion und Religiosität im 19. Jahrhundert geriet in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der Geschichtswissenschaft. Lange Zeit wurde die Religion im Schatten der großen Bewegungen und Umbrüche des 19. Jahrhunderts wie der Industriellen Revolution, dem Nationalismus und dem Liberalismus nur stiefmütterlich behandelt. Doch wie jüngste Forschungen gezeigt haben,1 kann die Bedeutung des Themas „Religion“ für das 19. Jahrhundert kaum bedeutend genug eingestuft werden. Die Auswirkungen und Bedeutung von Religion in den sich als zunehmend „moderner“ und „säkularer“2 bezeichnenden Nationalstaaten zu analysieren scheint in diesem Zusammenhang ein besonders ertragreiches Forschungsfeld zu sein. Dabei wurde kaum ein Land tiefer geprägt und besaß durch seine europaweiten Kriege einen größeren Wirkungsrahmen als Frankreich. Gerade die napoleonische Herrschaft zu Beginn des „langen“ 19. Jahrhunderts war dementsprechend nicht nur maßgeblich für das Ausprägen des modernen Verwaltungs- und Rechtsstaates, sondern schuf auch die Ausgangslage für viele religiöse Konflikte des 19. Jahrhunderts, besonders in den italienischen Staaten.3 Eine Studie über die Gestalt und den Charakter der napoleonischen Religionspolitik kann also in diesem Forschungskomplex nur gewinnbringend sein. Wie genau sah das Verhältnis Napoleons gegenüber den großen Religionen des Abendlandes, das heißt dem Katholizismus, dem Protestantismus und dem Judentum also aus?

Für jeden ist Napoleon Bonaparte zuerst ein Kriegsherr, ein Eroberer der Europa beherrschte. Genauso bekannt ist der Gesetzgeber Napoleon, der Urheber zahlreicher Modernisierungen in der französischen Verwaltung, der Gesetzgebung und der Wirtschaft. Aber Napoleon Bonaparte war auch der Initiator der Rückkehr zum religiösen Frieden in Frankreich und der Gründer eines neuen Verhältnisses zwischen den europäischen Gesellschaften und der Religion.4 Denn die Französische Revolution hatte mit der Monarchie ebenso wie mit der Religion gebrochen. Der Bruch mit der Religion entwickelte sich aber seit 1790 zu einer Wunde in der französischen Gesellschaft, die nie richtig zu heilen begann und deren Behandlung immer dringender wurde.5 Denn nach Jahren des revolutionären Chaos, der „Dechristianisierung“ und des moralischen Durcheinanders blieb den gläubigen Franzosen nur noch die Religion als sittlicher Halt. Seit Jahrhunderten waren die katholische Kirche und die französische Monarchie untrennbar miteinander verbunden und legitimierten sich gegenseitig. So berief sich gerade der Royalismus in Frankreich stark auf den Katholizismus, um die Wiederherstellung der Dynastie der Bourbonen zu legitimieren und Unterstützung in der breiten Masse der Bevölkerung zu gewinnen.6 Damit hatten die Royalisten auch Erfolg. Der Erste Konsul Bonaparte erkannte nach dem Staatsstreich des 18. Brumaire (9./10. November 1799), dass die Lösung der religiösen Frage ein, wenn nicht das entscheidende Mittel zur Befriedigung Frankreichs und Assimilierung der neuen eroberten Territorien war.7 Ein Friede mit der Religion würde die Sache der Bourbonen gerade in der aufständischen und royalistischen Vendée und Bretagne entscheidend schwächen und die neu erworbenen katholischen und protestantischen Gebiete Belgiens, des Rheinlandes und Piémonts befriedigen.8 Doch aufgrund der Untrennbarkeit von Kirche und Thron verband sich für Bonaparte mit einer religiösen Aussöhnung nicht nur der Zweck, „das Volk zu regieren, wie die meisten Menschen es wünschen, regiert zu werden“,9 um damit die sozialen Verhältnisse zu stabilisieren. Vielmehr würde bei einer Wiederherstellung des religiösen Kultes die göttliche Legitimation der Bourbonen automatisch auf ihn übergehen müssen. Ein riesiger Schritt auf dem Weg zur Gründung einer eigenen Dynastie und ein vorzüglicher „Hebel zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung“.

Die folgende Studie möchte zeigen, wie Napoleon Bonaparte den Glauben in Frankreich restaurierte und inwiefern er ihn für seine Zwecke instrumentalisierte. Dazu ist es unerlässlich sich nicht allein auf den katholischen Glauben zu beschränken, sondern im Zeitalter der sich ausprägenden religiösen Toleranz und des omnipräsenten napoleonischen Staates alle großen im Abendland repräsentierten Religionen zu analysieren:10 Wie gelang Napoleon die Restauration der Religion im post-revolutionären Frankreich? Welche Rolle spielten diese Religionen im napoleonischen Frankreich? Wirkten sie regimestabilisierend oder destabilisierend und ergaben sich aus ihnen unterschiedliche Konfliktfelder mit dem Staat? Hielt der Friede mit den Religionen tatsächlich während der gesamten napoleonischen Herrschaft an oder überdauerte er diese? Im Folgenden sollen diese Fragen nacheinander entlang der drei genannten Konfessionen anhand der einschlägigen Quellen und neusten Forschung analysiert werden.

1. Napoleon und die Römisch-Katholische Kirche

Die Mehrheit der Franzosen blieb vor allem auf dem Land dem katholischen Glauben während der Revolution genauso treu, wie zur Zeit des Ancien Régimes.11 Die Polizeiberichte Fouchés bestätigten das.12 Einen Keil zwischen katholische Kirche und gläubige Bevölkerung auf der einen Seite und der Bourbonendynastie auf der anderen Seite zu treiben, musste die größte Herausforderung werden. Denn insgesamt waren 80% der französischen Bevölkerung, d.h. fast 30 Millionen Franzosen katholisch, und mussten daher Bonapartes zunächst religionsloser Herrschaft eine potentielle Bedrohung sein.13 Die Gefahr wurde dadurch vergrößert, dass es immer noch zahlreiche Priester und Bischöfe gab, die sich noch nicht auf die Verfassung vereidigen ließen und beständig gegen die neue republikanische Regierung predigten. Die daraus resultierenden Sorgen Bonapartes gingen aus einem seiner Gespräche mit Roederer hervor: „Ich verurteile diejenigen, die glauben, dass man die Priester links liegen lassen muss, sich nicht mit ihnen befassen darf […]. Das ist so als ob man sagte: Draußen stehen Leute mit brennenden Fackeln um Ihr Haus, lassen Sie sie nur, aber wenn sie es anstecken, müssen Sie sie verhaften.“14 Auch gegenüber dem Staatsrat Thibaudeau bestätigte er, dass „das Volk eine Religion braucht! Und diese Religion muss sich in den Händen der Regierung befinden. Heute führen den französischen Klerus 50 emigrierte und von England bezahlte Bischöfe. Ihr Einfluss muss zerstört werden und dazu ist die Autorität des Papstes nötig.“15 So setzte Bonaparte schon in den ersten Monaten des Konsulats erste Zeichen, um das Volk und den neuen revolutionsfeindlichen Papst Pius VII. über seine religiösen Absichten zu informieren. Am 28. Dezember 1799 wurde die Nutzung aller nicht veräußerten Kirchen zur Sonntagsmesse durch Bonaparte erlaubt und am 30. Dezember, dem am 19. August 1799 im Exil von Valence verstorbenen Papst Pius VI. auf seine Anweisung hin, eine würdige Trauerprozession gewidmet.16 Nach ersten kleineren Kontakten mit Vertretern des Papstes,17 nahm Bonaparte offiziell am 6. November 1800 die Verhandlungen mit dem Papst auf. Auf französischer Seite wurden die Verhandlungen geführt durch Abbé Bernier, dem einstigen republikanischen Unterhändler in der Vendée, dem ehemaligen Bischof von Autun und jetzigen Außenminister Talleyrand und Joseph Bonaparte.18 Auf päpstlicher Seite wurden die Verhandlungen geführt durch die Kardinäle Spina und Consalvi, sowie dem Mönch Caselli.19 Bei den Verhandlungen zum Konkordat stellte sich schnell heraus, dass es viele ungeklärte Probleme und Hindernisse gab. Die Frage der Entlassung der eidverweigernden Bischöfe stand ebenso zur Debatte wie die Frage, was mit den nichtverkauften Kirchengütern geschehen und welchen Status die katholische Religion in Frankreich einnehmen sollte. Der Heilige Stuhl verlangte, dass der Katholizismus in Frankreich die „herrschende Religion“ oder „Staatsreligion“ werden sollte.20 Für Bonaparte war das völlig ausgeschlossen, hätte das doch die Etablierung eines Staats im Staate und die Wiederherstellung der alten feudalen Privilegien bedeutet. Schließlich einigte man sich für ein Konkordat auf folgende Inhalte: Bonaparte erkannte den katholischen Glauben als Religion „der Mehrheit der Franzosen“ und „der drei Konsuln“ an.21 Der Kult und damit alle Messen sollten wieder im vollen Umfang öffentlich und frei durchgeführt werden. Dafür erkannte der Papst die Französische Republik diplomatisch an.22 Um der neuen geopolitischen Lage Frankreichs gerecht zu werden und die Spaltung des französischen Episkopats in verfassungstreue und eidverweigernde Geistliche zu überwinden, sollten alle Diözesen Frankreichs neu aufgeteilt und besetzt werden. Alle französischen Bischöfe sollten deshalb ihre Ämter niederlegen und Neubesetzungen stattfinden. Im Fall, dass ein Bischof sich weigern sollte sein Amt niederzulegen, würde es ihm der Papst entziehen. Frankreich sollte fortan eingeteilt sein in 10 Erzbistümer, 50 Bistümer und rund 3000 Pfarreien.23 Für die Neubesetzung der Bistümer wurde festgesetzt, dass nach Übereinstimmung mit dem Konkordat von 1516, die Bischöfe durch Bonaparte ausgesucht und ernannt und vom Papst durch das kanonische Recht die Investitur gewährt wurde.24 Alle Bischöfe und Priester hatten der französischen Regierung einen Treueeid zu leisten und öffentlich für die Republik zu beten.25 Letztlich verzichtete der Papst auch auf die Kirchengüter, die von der Revolution beschlagnahmt und noch nicht verkauft wurden. Dafür verpflichtete sich Bonaparte zu Unterhaltszahlungen aller Priester und Bischöfe. Weil er diese jedoch regelmäßig und nicht einmalig zu bezahlen gedachte, wurden damit alle höheren Geistlichen zu de facto Beamten der Regierung und von dieser finanziell abhängig.26 Nicht umsonst nannte man zukünftig die kirchlichen Würdenträger in Frankreich auch die „purpurnen Präfekten“ und die Priester „Bürgermeister in Schwarz“. Bonaparte gestatte außerdem die Wiedereinführung von Priesterseminaren, jedoch ohne Dotationen. Wie schwierig diese Probleme zu lösen waren, zeigte sich daran, dass der Vertragstext einundzwanzigmal(!) umgeschrieben werden musste. Schließlich führten die militärischen Drohungen Bonapartes, der Friede von Lunéville (9. Februar 1801), der den Papst seiner österreichischen Rückendeckung beraubte und die Nachgiebigkeit von Pius VII. zum Ziel.27 Das Konkordat wurde schließlich am 16. Juli 1801 um 2 Uhr morgens unterschrieben. Zehn Jahre religiöser Querelen und des Schismas wurden damit beendet. Am 15. August 1801 wurde das Konkordat von Rom ratifiziert, Paris folgte am 10. September.28 Daraufhin sandte der Papst den Kardinal Caprara nach Paris, um die vollständige Ausführung des Konkordats in Frankreich zu überwachen, denn das Konkordat blieb dort keineswegs frei von Kritik. Die Kirche wurde zwar durch das Konkordat eindeutig dem Staat untergeordnet, aber Staatsrat, Tribunat, Gesetzgebende Versammlung, zahlreiche Minister, Senat und große Armeeteile sahen die Rückkehr zur „schönen Maskerade“ des Ancien Régime als Verrat an der Revolution.29 Auch bei den eidverweigernden Bischöfen stieß das Konkordat auf Kritik. Zwar unterwarfen sich einstimmig alle verfassungstreuen Bischöfe unter Grégoire dem Konkordat, doch 36 von 46 eidverweigernde Bischöfe lehnten ihre Entlassung ab. Es erhielt sich damit eine „Kleine Kirche“ (PetiteÉglise) von Gegnern des Konkordats, ein neues aber grundverschiedenes Schisma zu dem von 1791, das teilweise bis ins 20. Jahrhundert mit den Schwerpunkten in der Provence, im Languedoc, in der Guyenne, in der Gascogne, im Poitou und in der Bretagne anhalten sollte.30 So sah sich Bonaparte „gezwungen“, die Rechte der Kirche noch weiter zu beschneiden, um damit die Behauptungen einer Rückkehr zum Ancien Régime zu entkräften. Der Staatsrat Portalis wurde am 7. Oktober 1801 zunächst als Kultusbeauftragter, von 1804 bis 1807 dann als Kultusminister eingesetzt, um die sogenannten „organischen Artikel des katholischen Kultes“ auszuarbeiten.31 Mit diesen Erweiterungen des Konkordats wurde der Geist desselben grundsätzlich verletzt. Die „organischen Artikel“ beinhalteten, dass der Papst keine Bulle in Frankreich ohne die Erlaubnis der Regierung veröffentlichen durfte. Ebenfalls durfte kein Konzil, keine Ordensgründung, Seminargründung und Redaktion der Katechismen in Frankreich ohne ihre Erlaubnis stattfinden. In den Priesterseminaren musste die gallikanische Deklaration von 1682, d.h. die Unterordnung der Kirche unter den Staat, gelehrt werden.32 Den Erzbischöfen und Bischöfen wurde damit genau vorgeschrieben, was sie in ihren Diözesen zu lehren hatten. Die organischen Artikel wurden schließlich am 9. April 1802 verabschiedet und veröffentlicht. Der Papst war mit dem Konkordat und den Neuerungen der „organischen Artikel“ unzufrieden, ließ sich aber auf sie ein, damit die Institution der katholischen Kirche in Frankreich nach zehn Jahren der Absenz gewahrt blieb. Das Meisterwerk Bonapartes war vollzogen. Ein religiöser Machtapparat Bonapartes war entgegen aller Kritik geschaffen und päpstlich legitimiert. Am Ostersonntag, den 18. April 1802, nahm dieser bei einem Te Deum durch die pompöse Verkündigung der „Rückkehr zum Frieden des Gewissens“ in Notre-Dame seine Arbeit auf.33 Das Volk jubelte und die Menschen strömten vor allem auf dem Land wieder massenhaft in die jetzt endgültig regierungstreu gewordenen Kirchen und Kathedralen. Dem französischen Royalismus wurde damit seine wichtigste Stütze entzogen und der Herrschaftsstruktur Bonapartes einverleibt. Im Jahr 1803 folgte auf das Konkordat mit Frankreich noch das Konkordat mit der Italienischen Republik, deren Präsident Bonaparte war. Wie sehr das Konkordat von 1801 zur Ausprägung der dynastischen Legitimation Bonapartes beigetragen hatte, erkannte man schließlich an der Teilnahme des Papstes zur Krönung Napoleons I. am 2. Dezember 1804 in Notre-Dame. Noch nie hatte ein Papst an der Krönung eines französischen Monarchen teilgenommen. Für die Dauer vom 28. November 1804 bis zum 4. April 1805 hielt sich Papst Pius VII.

[...]


1 Vgl. dazu u.a. Blaschke, Olaf, Abschied von der Säkularisierungslegende. Daten zur Karrierekurve der Religion (1800-1970) im zweiten konfessionellen Zeitalter. Eine Parabel, in: Zeitenblicke 5 (2006); Blaschke, Olaf, Das 19. Jahrhundert. Ein zweites konfessionelles Zeitalter?, in: Geschichte und Gesellschaft 26 (2000), S. 38-75; Rémond, René, Religion et Société en Europe. La sécularisation aux XIXe siècles. 1789-2000, Paris 2001.

2 Das bedeutet hier, vor allem rationale, wissenschaftlich-nüchterne, selbstlegitimierende und religionslose Staaten.

3 Broers, Michael, The Politics of Religion in Napoleonic Italy. The War against God. 1801-1814, New York 2002, S. 175-190; Cholvy, Gérard, Christianisme et société en France au XIXe siècle. 1790-1914, Paris 2001, S. 29-34.

4 Boudon, Jacques-Olivier, Napoléon et les Cultes. Les Religions en Europe à l'aube du XIXe siècle. 1800 - 1815, Paris 2002, S. 7.

5 Boudon, Napoléon et les Cultes, S. 26f. ; Cholvy, Christianisme, S. 9-20 ; Godechot, J., Les Institutions de la France sous la Révolution et l’Empire, Paris 1998, S. 421-433 ; Lyons, Martyn, Napoleon Bonaparte and the Legacy of the French Revolution, Basingstoke 1994, S. 78f.

6 Boudon, Jacques-Olivier, Histoire du Consulat et de l’Empire.1799-1815, Perrin 2003, S. 78f.

7 Lyons, Napoleon, S. 78f.

8 Godechot, Institutions, S. 713.

9 Birnbaum, Pierre, L’Aigle et la Synagogue. Napoléon, les Juifs et l’État, Paris 2007, S. 50 ; Cholvy, Christianisme, S. 22.

10 Boudon, Napoléon et les Cultes, S. 8f.

11 Boudon, Napoléon et les Cultes, S. 30f.

12 Ders., Ordre et Désordre dans la France napoléonienne, Soteca 2008, S. 174 ; Lyons, Napoleon, S. 90.

13 Lentz, Thierry, Le Grand Consulat, Paris 1999, S. 302.

14 Lefebvre, George, Napoleon, Stuttgart 2004, S. 119.

15 Godechot, Institutions, S. 713.

16 Boudon, Napoléon et les Cultes, S. 55 ; Godechot, Institutions, S. 711. 5

17 Nach der Schlacht von Marengo (14. Juni 1800) ließ Bonaparte schon in Mailand ein Te Deum singen und wandte sich mit den folgenden Worten an den Mailänder Klerus: „Keine Gesellschaft kann ohne Moral bestehen, und es gibt keine Moral ohne Religion. Also bietet nur die Religion dem Staat eine feste und dauerhafte Stütze. Eine Gesellschaft ohne Religion ist wie ein Schiff ohne Kompass, ein solches Schiff kann sich weder seines Kurses versichern, noch hoffen, den Hafen zu erreichen.“ Auch auf seiner Rückreise nach Paris traf er am 25. Juni 1800 in Vercelli mit dem Kardinal Martiniana zusammen und äußerte ihm gegenüber seinen Wunsch, die guten Beziehungen zwischen Frankreich und der Kurie wiederherzustellen.; Boudon, Histoire, S. 78f.; Cholvy, Christianisme, S. 21; Lentz, Consulat, S. 202-205, 302, 305.

18 Boudon, Napoléon et les Cultes, S. 59 ; Ders., Ordre et Désordre, S. 175f.

19 Ders., Histoire, S. 81 ; Godechot, Institutions, S. 713.

20 Lefebvre, Napoleon, S. 121.

21 Cholvy, Christianisme, S. 22. ; Villepin, Dominique de, Le Soleil Noir de la Puissance. 1796-1807, Paris 2007, S. 236-240.

22 Godechot, Institutions, S. 714 ; Lentz, Consulat, S. 326.

23 Boudon, Napoléon et les Cultes, S. 87-96.

24 Godechot, Institutions, S. 714f. ; Lentz, Consulat, S. 314 ; Zacharie, Clémence, Art. „Concordat. Aspects institutionells“, in: Lentz, Thierry (Hg.), Quand Napoléon inventait la France. Dictionnaire des institutions politiques, administratives et de cour du Consulat et de l’Empire, Paris 2008, S. 144f.

25 Der zu leistende Treueeid wurde wie folgt festgesetzt: „Ich schwöre der Regierung Gehorsam und Treue zu leisten […] Wenn ich davon erfahre, dass in in meiner Diözese oder sonst wo, sich etwas zum Schaden des Staates entwickelt, werde ich dies der Regierung mitteilen.“; vgl. dazu: Kerautret, Michel, Les Grands Traités du Consulat. 1799-1804. Documents diplomatiques du Consulat et de l’Empire, Band 1, Paris 2001, S. 192.

26 Godechot, Institutions, S. 715f. ; Lefebvre, Napoleon, S. 124.

27 Godechot, Institutions, S. 713.

28 Ebd., S. 716.

29 Boudon, Napoléon et les Cultes, S. 64f. ; Lentz, Consulat, S. 316-318. 7

30 Godechot, Institutions, S. 720.

31 Boudon, Napoléon et les Cultes, S. 66f., 73f. ; Cholvy, Christianisme, S. 23 ; Godechot, Institutions, S. 717.

32 Godechot, Institutions, S. 717.

33 Boudon, Napoléon et les Cultes, S. 49 ; Cholvy, Christianisme, S. 24f. 8

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Details

Titel
Napoleons Religionspolitik zwischen 1799 und 1814. Zwischen Deeskalation, Integration und Konfrontation
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Historisches Seminar)
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
23
Katalognummer
V213939
ISBN (eBook)
9783656423713
ISBN (Buch)
9783656434221
Dateigröße
487 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zwischen, deeskalation, integration, konfrontation, napoleons, religionspolitik
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts (B.A.) Geschichte Tim Altpeter (Autor), 2012, Napoleons Religionspolitik zwischen 1799 und 1814. Zwischen Deeskalation, Integration und Konfrontation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213939

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