Aufgrund der hohen Bedeutung von Wertemanagement befasst sich diese Arbeit zu Beginn mit dem Nutzen des Wertemanagementsystems in einem Unternehmen. Anschließend wird auf die Unternehmensethik und Werte in der strategischen Kommunikation eingegangen. Danach folgt ein möglicher Präsentationsaufbau der fiktiven Firma „NewTech“ zur Veranschaulichung von Compliance. Abschließend wird noch ein erster Vorschlag zur Implementierung eines Wertemanagementsystems vorgestellt und im letzten Teil der Arbeit wird auf die Rolle der Unternehmenskultur bei Einführung eines Wertemanagementsystems in dem fiktiven Unternehmen „NewTech“ eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Intro
2. Begriffsdefinition Werte
3. Wertetheorien
3.1 Das Wertekonzept von Schwartz
3.2 Werte nach Joseph Maria Bochenski
3.3 Bedeutung der drei wesentlichen Triebkräfte für die Ein- und Durchführung von Wertemanagementsystemen in Unternehmen
3.3.1 Komplexität von Managemententscheidungen
3.3.2 Renaissance der Subjektivität
3.3.3 Gesellschaftliche Verantwortung
4. Unternehmensethik
4.1 Konfliktformen
4.1.1 Intrapersonelle Konflikte
4.1.2 Innerorganisatorische Konflikte
4.1.3 Inter-firm-Konflikte
4.1.4 Extra-firm-Konflikt
4.2 Unternehmenspolitische Strategien
4.2.1 Wettbewerbsstrategie
4.2.2 Ordnungspolitische Strategie
4.2.3 Marktaustrittsstrategie
5. Dilemmata, die in der Kommunikation von Werten und über Werte entstehen, und mit denen sich Wertemanagement und Kommunikationsmanagement zur Herstellung von Vertrauen beschäftigen müssen
5.1 Lösung Behrents für diese Dilemmata
5.2 Beispiel aus der Praxis
6. Compliance – Grundlage der Corporate Governance
6.1 Erklärung – Compliance
6.2 Die sieben Grundelemente eines Complianceprogramms
6.3 Vorteile eines funktionierenden Compliance-Systems
6.4 Anforderungen bei der Implementierung eines Compliancesystems in einem Unternehmen
6.5 Welche Abteilungen in Unternehmen sind in der Regel für die Durchführung von Complianceprogrammen verantwortlich
7. Coaching als Implementierungsstrategie von Wertemanagement
7.1 Kontaktphase (Orientierung)
7.2 Vorgespräche (Information)
7.3. Umfrage (Kodifizierung)
7.4 Informationsphase (Kommunikation)
7.5 Prozessschritte (Implementierung)
7.6 Zertifizierung
7.7 Fazit
8. Die Rolle von Werten bei der Gestaltung der Unternehmenskultur
8.1 Unternehmenskultur
8.2 Die Rolle der Unternehmenskultur bei der Einführung eines Wertemanagementsystems
8.3 Wie kann die Unternehmenskultur erkundet und beschrieben werden
9. Resümee
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die Bedeutung und praktische Implementierung von Wertemanagementsystemen in Unternehmen als Antwort auf zunehmende ethische Herausforderungen und Reputationsrisiken. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Unternehmen durch klare Werte, Compliance-Strukturen und eine bewusste Unternehmenskultur Vertrauen aufbauen, illegale Praktiken verhindern und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können.
- Grundlagen des Wertemanagements und ethische Wertetheorien.
- Analyse von Konfliktfeldern und unternehmenspolitischen Strategien.
- Die Rolle von Compliance als Basis der Corporate Governance.
- Methoden der Implementierung durch Coaching und Prozessmodelle.
- Gestaltung und Bedeutung der Unternehmenskultur bei der Einführung von Wertemanagementsystemen.
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Innerorganisatorische Konflikte
Innerorganisatorische Konflikte sind ein fester Bestandteil des Ethik-Managements. Eine große Bedeutung wird hierbei dem Personalmanagement zugesprochen. Das Personalmanagement umfasst sämtliche ethisch relevante Arbeitsfelder. Dazu gehören z.B. die Wahrung von humanen Arbeitsbedingungen, Schutz der Unantastbarkeit, die Wahrung der Chancegleichheit, Einhaltung von Arbeitsschutz und Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit wie auch Datenschutz und das Recht auf eine angemessene Entlohnung. Außerdem können sich interpersonelle Konflikte ergeben. Diese treten zwischen Personen, aber auch zwischen verschiedenen Abteilungen auf. Daraus ergeben sich Probleme, welche die Arbeitsleistung, aber auch die Qualität eines Produkts beeinträchtigen können. Zu den häufigsten Formen der interpersonellen Konflikte gehören Mobbing und Diskriminierung. Mit solchen Mitteln soll zumeist das Selbstbewusstsein eines Mitarbeiters gemindert und letztendlich sein Austritt aus dem Unternehmen erzwungen werden. Neben den Schutzmaßnahmen zum Wohle der Mitarbeiter muss sich auch das Unternehmen gegen unzureichende Arbeitsleistung einzelner Individuen schützen können. Die oben genannten Konfliktpotentiale treten vor allem zwischen Management und Mitarbeitern auf. Konflikte können aber auch im Verhältnis zwischen Kapitaleigentümern und Management auftreten. Hier gilt es ein Verhältnis auf Vertrauensbasis schaffen zu können. Dies kann z.B. durch die regelmäßige Rechenschaftsablage oder auch unabhängige Wirtschaftsprüfung erzeugt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Intro: Einleitung in die Relevanz des Wertemanagements anhand des Siemens-Skandals und Skizzierung des weiteren Aufbaus der Arbeit.
2. Begriffsdefinition Werte: Erläuterung des Wertebegriffs durch verschiedene philosophische und soziologische Perspektiven und Definitionen.
3. Wertetheorien: Vorstellung der Theorien von Schwartz und Bochenski sowie Erläuterung der Triebkräfte für Wertemanagementsysteme.
4. Unternehmensethik: Untersuchung verschiedener Konfliktformen und Strategien, mit denen sich Ethik-Management auseinandersetzen muss.
5. Dilemmata, die in der Kommunikation von Werten und über Werte entstehen, und mit denen sich Wertemanagement und Kommunikationsmanagement zur Herstellung von Vertrauen beschäftigen müssen: Analyse der paradoxen Herausforderungen bei der wertorientierten Kommunikation und Ansätze zur deren Lösung.
6. Compliance – Grundlage der Corporate Governance: Definition von Compliance, Darlegung der sieben Grundelemente und Vorteile eines funktionierenden Systems.
7. Coaching als Implementierungsstrategie von Wertemanagement: Detaillierte Beschreibung eines Phasenmodells zur Einführung eines Wertemanagementsystems im Unternehmen.
8. Die Rolle von Werten bei der Gestaltung der Unternehmenskultur: Erklärung der Unternehmenskultur und deren Bedeutung sowie Möglichkeiten zur Untersuchung dieser Kultur.
9. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit von Wertemanagement als integraler Bestandteil der modernen Unternehmensführung.
Schlüsselwörter
Wertemanagement, Unternehmensethik, Compliance, Unternehmenskultur, Corporate Governance, Integrität, Werte, Vertrauen, Risikomanagement, Kommunikation, Coaching, Organisationsentwicklung, Konfliktmanagement, Moral, Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen, Notwendigkeit und Implementierung von Wertemanagementsystemen in Unternehmen, um ethisches Handeln und Integrität zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind Unternehmensethik, Compliance-Programme, die Rolle der Unternehmenskultur sowie Kommunikationsstrategien im Kontext von Werten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch Wertemanagement ihre Identität stärken, Vertrauen aufbauen und gleichzeitig wirtschaftliche Risiken minimieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, der Erörterung von Fachkonzepten und der Anwendung dieser auf ein fiktives Unternehmensbeispiel ("NewTech").
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Werte, Ethik), das Management von Dilemmata, Compliance-Strukturen sowie ein konkretes Coaching-Modell zur Implementierung vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Wertemanagement, Compliance, Unternehmenskultur, Unternehmensethik und Integrität.
Wie definiert die Arbeit das Verhältnis von Compliance zu Werten?
Compliance bildet die strukturelle Grundlage der Corporate Governance, während das Wertemanagement als moralische Leitlinie für das Verhalten im Unternehmen fungiert.
Welche Bedeutung kommt dem Coaching bei der Implementierung zu?
Coaching wird als mehrphasiger Prozess verstanden, der die Mitarbeiter durch Orientierung, Umfragen und Information aktiv in die Erarbeitung und Umsetzung der Unternehmenswerte einbindet.
Was besagt das Eisbergmodell im Kontext der Unternehmenskultur?
Das Eisbergmodell verdeutlicht, dass nur ein kleiner Teil der Unternehmenskultur (z. B. Leitbilder) sichtbar ist, während der Großteil (Grundprämissen, Einstellungen) im Verborgenen liegt.
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- Markus Reiter (Author), 2012, Grundlagen des Wertemanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214835