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Die Zukunftsfähigkeit des Nationalstaates

Title: Die Zukunftsfähigkeit des Nationalstaates

Scientific Study , 2013 , 29 Pages

Autor:in: D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Von Myriaden von Kriegsdenkmälern in Deutschland und der Welt verhallen ungehört die abermyriaden von Stimmen von Gefallenen, die der Menschheit zurufen: Beendet die Hybris des Nationalstaates mit seiner einzigen Logik der Macht und des Blutvergießens! Wir sind keine Helden, selbst wenn wir Generäle und Heerführer waren, sondern nur die Opfer des Nationalstaates, der entgegen der Etymologie des Wortes dem Menschen keine irreversible Heimat geben, sondern sie nur zerstören kann, weil er eine artifizielle Identifikation ohne Substanz ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Ende des Nationalstaates und der Beginn der Weltgemeinschaft

2. Kultur als Charisma

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zukunftsfähigkeit des Nationalstaates und plädiert für eine Transformation hin zu einer supranationalen Weltgemeinschaft. Ziel ist es, den destruktiven, nationalen Machtanspruch durch ein ethisch fundiertes, globales Kulturverständnis zu ersetzen, das auf der Anerkennung kultureller Diversität als menschliches "Charisma" basiert.

  • Kritik an der destruktiven Logik und der "Pseudoreligion" des Nationalstaates
  • Psychologische und ethische Notwendigkeit eines globalen Bewusstseinswandels
  • Konzeptualisierung von Kultur als Gabe und damit verbundener Verantwortung
  • Analyse pathologischer Machtstrukturen anhand der "Zwergen-Metapher"
  • Plädoyer für ein "Kulturrecht" als Basis für friedliche internationale Koexistenz

Auszug aus dem Buch

Das Ende des Nationalstaates und der Beginn der Weltgemeinschaft

Von Myriaden von Kriegsdenkmälern und historischen Gedenktafeln in Deutschland und der Welt verhallen ungehört die abermyriaden von Stimmen von Gefallenen, die der Menschheit zurufen: Beendet die Hybris des Nationalstaates mit seiner einzigen Logik der Macht und des Blutvergießens! Wir sind keine Helden, selbst wenn wir Generäle und Heerführer waren, sondern nur die Opfer des Nationalstaates, der entgegen der Etymologie dieses Begriffes dem Menschen keine irreversible Heimat geben, sondern sie nur zerstören kann, weil er eine artifizielle Identifikation ohne Substanz ist.

Und solange man vermittels eines Phantoms reale Identifikationsbedürfnisse befrieden möchte, bleibt man im Bereich der Realitätsfremdheit des Wahnsinns des Krieges. Er ist wohl die unglücklichste Lösung des natürlichen menschlichen Bedürfnisses nach leibseelischer Permanenz, sozialer Zugehörigkeit, Identität und Geborgenheit in Sicherheit. Gewiss, so könnte man hinzufügen, ist er nur ein historisches Übergangsgebilde, das die Nachfolge anderer Identifikationen angetreten hat, sowie es der Vorläufer weiterer Identifikationen sein wird, ohne die sich der Mensch in diesem Leben nicht als zeiträumlich relatives Wesen in den raumzeitlichen Kontexten des Existenz verankern und beheimaten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Ende des Nationalstaates und der Beginn der Weltgemeinschaft: Dieses Kapitel analysiert den Nationalstaat als historisch überholtes, destruktives Gebilde und fordert eine Transformation hin zu einer solidarischen Weltgemeinschaft, um die Gefahr zyklischer kriegerischer Zerstörung zu bannen.

2. Kultur als Charisma: Hier wird der Kulturbegriff neu definiert: Kultur wird nicht als Waffe, sondern als persönliche und kollektive Gabe ("Charisma") verstanden, deren ethische Verwaltung essenziell für die Überwindung zwischenmenschlicher und geopolitischer Konflikte ist.

Schlüsselwörter

Nationalstaat, Weltgemeinschaft, Kultur, Charisma, Bewusstseinswandel, Ethik, Globalisierung, Identität, Frieden, Zwergen-Metapher, Kulturrecht, Supranationalität, Verantwortung, Machtanspruch, Altruismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der problematischen Rolle des Nationalstaates in der modernen Welt und schlägt einen notwendigen Übergang zu einer globalen Weltgemeinschaft vor.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kritik am Nationalismus, die psychologische Bedeutung von Identität, die ethische Verantwortung im Umgang mit kultureller Diversität und die Suche nach friedlichen Organisationsformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nationalstaat als "Gefahrenquelle" zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie durch eine ethische Metamorphose des Kulturverständnisses ein globaler, friedlicher Zustand erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird verwendet?

Der Autor wählt eine interdisziplinäre Perspektive, die sozialpsychologische Analysen mit ethischen und metaphysischen Betrachtungen verbindet, um komplexe globale Zusammenhänge zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird der Nationalstaat als eine Art Karzinom oder "Götze" dekonstruiert und das Konzept "Kultur als Charisma" entwickelt, um ein verantwortungsvolles Miteinander auf individueller und kollektiver Ebene zu begründen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Kultur als Charisma", "Bewusstseinswandel", "Supranationalisierung" und eine metaphorische Sprache wie das "Zwergensyndrom".

Was genau beschreibt die "Zwergen-Metapher" in diesem Text?

Die Metapher beschreibt Akteure – seien es Individuen, Staaten oder Institutionen –, die ihr eigenes Ego oder ihren Machtanspruch über das Wohl des Ganzen stellen und dadurch zerstörerische Prozesse auslösen.

Warum hält der Autor den Nationalstaat für ein "historisches Auslaufmodell"?

Aufgrund seiner ständigen Tendenz zur "Hybris", seiner logischen Verstrickung in kriegerische Konflikte und seiner Unfähigkeit, den Anforderungen einer global vernetzten, diversen Menschheit gerecht zu werden, ohne dabei massive Zerstörung zu verursachen.

Welche Rolle spielt Religion oder Metaphysik in den Argumenten des Autors?

Religion wird hier weniger institutionell, sondern als ethisches Fundament (z. B. Selbst- und Nächstenliebe) und als Aufruf zur Anerkennung der Einheit der Schöpfung genutzt, um den nationalen Fanatismus zu überwinden.

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Details

Title
Die Zukunftsfähigkeit des Nationalstaates
Author
D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Author)
Publication Year
2013
Pages
29
Catalog Number
V215371
ISBN (eBook)
9783656431459
ISBN (Book)
9783656566779
Language
German
Tags
Nationalstaat Gechichte/Zukunft des Nationalstaates Gesellschaftsorganisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Author), 2013, Die Zukunftsfähigkeit des Nationalstaates, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215371
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