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Kreatives Schreiben. Historische Entwicklung, didaktische Diskussion und die Umsetzung in der Unterrichtswirklichkeit

Auf der Grundlage einer empirischen Untersuchung

Titel: Kreatives Schreiben. Historische Entwicklung,  didaktische Diskussion und die Umsetzung in der Unterrichtswirklichkeit

Bachelorarbeit , 2012 , 86 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maximilian Frisch (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Was aber ist nach aller Kritik am Aufsatzunterricht, nach Forschung und didaktischer Diskussion in der Unterrichtswirklichkeit angekommen? Welche Konzepte und Methoden werden heute genutzt und tragen sie der didaktischen Entwicklung Rechnung? Dieser Fragestellung widmet sich die vorliegende Arbeit. Das Erkenntnisinteresse liegt hierbei auf der Schreibdidaktik, die im Unterricht tatsächlich angewendet wird. Als Referenz dient dabei ein Methoden- und Konzeptbereich, der in der neueren Schreibdidaktik von Anfang an diskutiert und erweitert wird: Das Kreative Schreiben. Da gerade das Kreative Schreiben (neben dem Freien Schreiben) seit den 80er Jahren für den Wandel von der traditionellen Aufsatzdidaktik hin zu einer kreativitäts-, subjekt- und letztlich prozessorientierten Schreibdidaktik steht, soll überprüft werden, inwiefern es in Lehrplänen und offiziellen Handreichungen, in Schulbüchern und schließlich im Unterricht Niederschlag gefunden hat. Dabei wird zunächst der Begriff Kreatives Schreiben vor dem Hintergrund seiner historischen und didaktisch-wissenschaftlichen Entstehung beleuchtet und für diese Arbeit definiert. Anschließend soll festgestellt werden, welche Konzepte und Methoden für das Kreative Schreiben im Unterricht entwickelt wurden und wie diese in der Theorie angewendet werden sollen. In einem letzten Teil wird schließlich untersucht, inwiefern diese Methoden sich in Vorgaben des bayerischen Kultusministeriums, also in Lehrplänen und Handreichungen für den Deutschunterricht, wiederfinden und wie die Lehrwerke und Schulbücher der Verlage dies umsetzen. Eine empirische Untersuchung stellt abschließend vor, wie Lehrer hinsichtlich der Schreibförderung vorgehen und inwiefern Kreatives Schreiben hierbei eingesetzt wird. In der Schlussbetrachtung wird schließlich sichtbar, ob das Kreative Schreiben als ein Konzept der Schreibdidaktik in der unterrichtlichen Wirklichkeit einen Stellenwert erreicht, der dem hier aufgezeigten Bedeutungswandel des Schreibens im Unterricht entspricht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Kreatives Schreiben: Eine neue Entwicklungsstufe auf dem Weg des Schreibens von der unreflektierten Hilfstechnik zu einer Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts?

2. Kreatives Schreiben: Die Ursprünge und die historische wissenschaftlich-didaktische Diskussion

2.1 Kreatives Schreiben vor dem Hintergrund des Kreativitätsbegriffs

2.2 Die Entwicklung des Aufsatzunterrichts und Schreibunterrichts

2.3 Kreatives Schreiben und die Schreibforschung

2.3.1 Schreibprozessmodelle

2.3.2 Schreibentwicklung

3. Konzepte kreativen Schreibens

3.1 Kreatives Schreiben als Medium des „subjektiven Selbstausdrucks“

3.2 Kreatives Schreiben als durchgängige Methode der Wissensbildung im Unterrichtsalltag

4. Methoden kreativen Schreibens

4.1 Methodensammlungen in der Literatur

4.2 Methoden des kreativen Schreibens – Ein Überblick

4.2.1 Assoziative Verfahren

4.2.2 Schreibspiele

4.2.3 Schreiben nach Vorgaben, Regeln und Mustern

4.2.4 Schreiben zu und nach literarischen Texten

4.2.5 Schreiben zu Stimuli

4.2.6 Weiterschreiben an kreativen Texten

5. Kreatives Schreiben in der unterrichtlichen Wirklichkeit

5.1 Kreatives Schreiben im Lehrplan und in Handreichungen des Kultusministeriums

5.2 Kreatives Schreiben in ausgewählten Schulbüchern

5.2.1 Vorüberlegungen

5.2.2 Methodisches Vorgehen

5.2.3 Deutschbücher der Jahrgangsstufe 5

5.2.4 Deutschbücher der Jahrgangsstufe 8

5.2.5 Deutschbücher der Jahrgangsstufe 11

5.3 Kreatives Schreiben im Unterricht

5.3.1 Vorüberlegungen

5.3.2 Zur Methodik

5.3.3 Untersuchungsdesign

5.3.4 Einhaltung und Relevanz der Gütekriterien

5.3.5 Auswertungskriterien

5.3.6 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse

5.3.6.1 Stellenwert von Schreibentwicklung und Schreibförderung

5.3.6.2. Verständnis und Einsatz des kreativen Schreibens

5.3.6.3 Materialien und Fortbildungen hinsichtlich kreativen Schreibens

6. Kreatives Schreiben: Zwischen hohen Erwartungen und hohem Anspruch an Lehrer, Unterricht und Schüler

6.1. Theorie schlägt Praxis oder: Was ist eigentlich Kreatives Schreiben?

6.2. Zwischen „Heiligsprechung“ und ungenutzten Potentialen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die praktische Anwendung des Konzepts "Kreatives Schreiben" im Deutschunterricht an Gymnasien. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit kreative Schreibansätze in Lehrplänen, Schulbüchern und der Unterrichtspraxis tatsächlich implementiert sind und ob sie den Anforderungen einer modernen Schreibdidaktik, die den Schreibprozess in den Mittelpunkt stellt, gerecht werden.

  • Historische Entwicklung der Schreibdidaktik und des Aufsatzunterrichts.
  • Theoretische Fundierung und Begriffsbestimmung von Kreativität und kreativem Schreiben.
  • Analyse von Schreibprozessmodellen und Schreibentwicklungsstufen.
  • Methodenüberblick: Von assoziativen Verfahren bis hin zur Textüberarbeitung.
  • Empirische Untersuchung zur Umsetzung in der Unterrichtswirklichkeit mittels Experteninterviews.

Auszug aus dem Buch

1. Kreatives Schreiben: Eine neue Entwicklungsstufe auf dem Weg des Schreibens von der unreflektierten Hilfstechnik zu einer Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts?

Das Schreiben begleitet Menschen, die in den modernen Industriestaaten aufwachsen, von der Schule über Ausbildung und Berufsleben bis in den privaten Bereich. Schriftliche Kommunikation ist überall präsent: Egal, ob Schüler ihre Hausaufgaben in schriftlicher Form verfassen oder ob sie in ihrer Freizeit über SMS, Email und Facebook mit Freunden in Kontakt treten: Das Schreiben ist im 21. Jahrhundert mehr denn je die Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Schreiben ist gerade heute eine, wenn nicht die wichtigste Kulturtechnik des Menschen – mit belegbaren Auswirkungen „[…] auf die Kognition des Menschen […]“.

Der hiermit angesprochene Aspekt der kognitiven Bedingungen und Effekte des Schreibens ist dabei noch nicht lange Gegenstand von wissenschaftlichen wie alltäglichen Diskussionen. Gerade weil das Schreiben zumeist früh erlernt und ab diesem Zeitpunkt ständig angewendet wird, ist es für die meisten Menschen eher eine Art Hilfstechnik, die sich im allgemeinen Sprachgebrauch vor allem durch die motorischen und heute vermehrt mechanischen Aspekte definiert. Schreiben ist, ganz im Unterschied zu der Bedeutung, die Schreibforschung und auch Schreibdidaktik dieser Kompetenz in den letzten Jahrzehnten beimessen, oft eine Selbstverständlichkeit, über die scheinbar nicht weiter diskutiert werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kreatives Schreiben: Eine neue Entwicklungsstufe auf dem Weg des Schreibens von der unreflektierten Hilfstechnik zu einer Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts?: Einleitende Bestimmung des Schreibens als essenzielle Kulturtechnik und der Notwendigkeit einer didaktischen Auseinandersetzung mit diesem Prozess.

2. Kreatives Schreiben: Die Ursprünge und die historische wissenschaftlich-didaktische Diskussion: Historischer Rückblick auf die Entwicklung vom traditionellen Aufsatzunterricht hin zu einer modernen Schreibdidaktik sowie die theoretische Verortung des Kreativitätsbegriffs.

3. Konzepte kreativen Schreibens: Darstellung zentraler theoretischer Ansätze, die kreatives Schreiben entweder als subjektiven Selbstausdruck oder als systematische Methode der Wissensbildung konzipieren.

4. Methoden kreativen Schreibens: Systematische Aufarbeitung verschiedener Verfahren, unterteilt in assoziative Methoden, Schreibspiele, literarische Zugänge und Verfahren zur Textrevision.

5. Kreatives Schreiben in der unterrichtlichen Wirklichkeit: Empirische Analyse der Umsetzung kreativer Methoden in bayerischen Lehrplänen, ausgewählten Schulbüchern sowie durch Experteninterviews mit Lehrkräften.

6. Kreatives Schreiben: Zwischen hohen Erwartungen und hohem Anspruch an Lehrer, Unterricht und Schüler: Abschließende Reflexion darüber, warum kreatives Schreiben trotz seines hohen Anspruchs in der Praxis oft nur ergänzend oder als isolierte Methodensammlung Anwendung findet.

Schlüsselwörter

Kreatives Schreiben, Schreibdidaktik, Schreibprozess, Schreibkompetenz, Aufsatzunterricht, Schreibanlässe, Subjektivität, Schreibentwicklung, Schreibforschung, Methodenvielfalt, Unterrichtswirklichkeit, Identitätsbildung, Schreibmotivation, Schreibprozessmodell, Prozessorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung des kreativen Schreibens im Deutschunterricht an Gymnasien im Kontext des Wandels zur modernen Schreibdidaktik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Aufsatzunterrichts, der Rolle von Kreativität in Schreibprozessen sowie der Analyse aktueller Schulbücher und der Praxis von Lehrkräften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob kreatives Schreiben als eigenständiges didaktisches Konzept in der Schule etabliert ist oder lediglich als ergänzende Methodensammlung fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer umfassenden Literaturanalyse wird eine qualitative empirische Untersuchung in Form von leitfadengestützten Experteninterviews mit Lehrkräften durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine systematische Methodenübersicht und eine Analyse der unterrichtlichen Umsetzung anhand von Lehrplänen und Schulbüchern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kreatives Schreiben, Schreibdidaktik, Schreibprozess, Schreibkompetenz und Unterrichtswirklichkeit sind die prägenden Begriffe.

Wie bewerten die befragten Lehrkräfte das kreative Schreiben?

Die befragten Lehrkräfte kennen den Begriff zwar, nutzen kreative Methoden jedoch meist situativ, um Schreibblockaden zu lösen oder die Motivation zu steigern, statt es als systematisches Gesamtkonzept einzusetzen.

Warum wird im Unterricht oft auf das kreative Schreiben verzichtet?

Lehrkräfte nennen vor allem Zeitmangel, hohe Anforderungen durch Lehrpläne und den Fokus auf standardisierte Prüfungsformen als Haupthindernisse für eine prozessorientierte Schreibdidaktik.

Ende der Leseprobe aus 86 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kreatives Schreiben. Historische Entwicklung, didaktische Diskussion und die Umsetzung in der Unterrichtswirklichkeit
Untertitel
Auf der Grundlage einer empirischen Untersuchung
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Note
1,0
Autor
Maximilian Frisch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
86
Katalognummer
V215722
ISBN (eBook)
9783656443698
ISBN (Buch)
9783656444169
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreatives Schreiben Schreiben Schreibdidaktik Deutsch Didaktik Aufsatzunterricht Deutschunterricht Aufsatzdidaktik Methode Schreibprozess
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Frisch (Autor:in), 2012, Kreatives Schreiben. Historische Entwicklung, didaktische Diskussion und die Umsetzung in der Unterrichtswirklichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215722
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Leseprobe aus  86  Seiten
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