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Medienrecht und Medienwirklichkeit in Rumänien

Title: Medienrecht und Medienwirklichkeit in Rumänien

Seminar Paper , 2002 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Hilke Dahinten (Author)

Communications - Movies and Television
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Nach der Wende 1989 befindet sich Rumänien in einem Übergangsprozess auf dem Weg zur Demokratie.

1992 wurde mit dem Mediengesetz der Grundstein für ein duales Fernsehsystem gelegt, dass sich seither immer weiter entwickelt. Problematisch ist in diesem Zusammenhang der Bereich der Medienfreiheit, da die Gesetzgebung in diesem Fall einschränkende Wirkung hat, die nicht internationalen Standards entspricht. Diese Tatsache wird von vielen internationalen Organisationen immer wieder hervorgehoben und bemängelt, in Artikeln und Berichten die meist außerhalb Rumäniens veröffentlicht werden.

Da die Mediengesetzgebung in großen Teilen den europäischen Gesetzgebungen entspricht, werde ich in dieser Arbeit, nach einer kurzen Vorstellung der wichtigsten Sender, nur auf die Kritikpunkte eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das rumänische Fernsehsystem

2.1 Öffentlich-rechtliche Sender

2.2 Private Sender

3. Rechtliche Grundlagen

3.1 Verfassung von Rumänien und das Gesetz über das Audiovisuelle

3.2 Die Regulierungsbehörde CNA

4. Kritik an dem rumänischen Mediengesetz

4.1 Einschränkung der Medienfreiheit durch das Strafrecht

4.2 Andere Einschränkungen

5. Fazit

6. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das rumänische Fernsehsystem nach der Wende von 1989 im Kontext des Übergangsprozesses zur Demokratie. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit dem Spannungsfeld zwischen der gesetzlichen Verankerung der Medienfreiheit und deren tatsächlicher Einschränkung durch strafrechtliche Bestimmungen und politische Einflussnahme.

  • Struktur des dualen Fernsehsystems (öffentlich-rechtlich vs. privat)
  • Rechtlicher Rahmen durch Verfassung und Mediengesetz
  • Rolle und Befugnisse der Regulierungsbehörde CNA
  • Konfliktpotenzial durch strafrechtliche Verfolgung von Medieninhalten
  • Einfluss ökonomischer und politischer Abhängigkeiten auf die Berichterstattung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die rumänische Verfassung und das Gesetz über die audiovisuellen Medien

Den rechtlichen Rahmen des Medienbetriebs liefert die rumänische Verfassung vom 21. November 1991. Darin werden ausdrücklich das Recht zur Gewissensfreiheit (Artikel 29), das Recht der Ausdrucksfreiheit (Artikel 30) sowie das Recht auf Information (Artikel 31) verankert. Diese Artikel sind jedoch nicht unproblematisch: so ist zwar jede Form von Zensur untersagt (Art. 30, §2), gleichzeitig verbietet §7 des selben Artikels „den Aufruf zu ... territorialem Separatismus“ was auf Grund der rumänischen Geschichte auch schon als eine Form von Zensur gewertet werden kann. Dieser Paragraph erscheint in gleicher Form auch in im dem Gesetz über die audiovisuellen Medien (Legea audiovizualului). Dieses Gesetz erweitert die Artikel der Verfassung und bildet den gesetzlichen Rahmen für das Funktionieren öffentlich rechtlicher und privater Radio und Fernsehsender in Rumänien. Es enthält Bestimmungen über den Medienfreiheit, zum Jugendschutz, zur Werbung, Zum Recht auf Gegendarstellung etc.

Problematisch an diesen ist an diesen Gesetzen auch der starke Schutz des Staatsgeheimnisses und der beschränkte Zugang zu Informationen aus Gründen der ‚öffentlichen Sicherheit‘ sowie die vielen Ausnahmen, in denen das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht geltend gemacht werden kann. Diese (insbesondere die Passage betreffend „die Verleumdung des Landes und des Volkes“ ) widersprechen den internationalen Menschenrechten auf diesem Gebiet, die alle Außnahmen, außer denen die es selber benennt, verbietet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage Rumäniens als Demokratie im Wandel und Einführung in die Problematik der Medienfreiheit.

2. Das rumänische Fernsehsystem: Überblick über die historische Entwicklung sowie die öffentlich-rechtlichen und privaten Senderlandschaften.

2.1 Öffentlich-rechtliche Sender: Vorstellung der Gesellschaft SRTV und ihrer verschiedenen nationalen sowie kulturellen Programmangebote.

2.2 Private Sender: Analyse der Entwicklung privater Rundfunkanbieter und ihrer Programmstrategien auf dem rumänischen Markt.

3. Rechtliche Grundlagen: Erörterung des verfassungsrechtlichen Rahmens und der gesetzlichen Bestimmungen für den Medienbetrieb.

3.1 Verfassung von Rumänien und das Gesetz über das Audiovisuelle: Analyse der Verfassungsparagraphen und Mediengesetze hinsichtlich ihres Einflusses auf die Zensurproblematik.

3.2 Die Regulierungsbehörde CNA: Beschreibung der Aufgaben und der Struktur des Nationalen Rates für audiovisuelle Medien als Kontrollorgan.

4. Kritik an dem rumänischen Mediengesetz: Zusammenfassung der Abweichungen von internationalen Standards und Kritikpunkten an der aktuellen Gesetzgebung.

4.1 Einschränkung der Medienfreiheit durch das Strafrecht: Diskussion über die strafrechtliche Verfolgung von Journalisten und die Problematik des Schutzes von Offiziellen.

4.2 Andere Einschränkungen: Betrachtung ökonomischer Abhängigkeiten und politischer Einflüsse, die eine objektive Berichterstattung behindern.

5. Fazit: Einschätzung der Zukunft des rumänischen Mediensystems zwischen Demokratisierung und legislativen Hürden.

6. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Rumänien, Medienfreiheit, Fernsehsystem, Mediengesetz, Demokratisierung, Strafrecht, Zensur, CNA, SRTV, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Private Sender, Pressefreiheit, Meinungsäußerung, Politische Einflussnahme, Medienwirklichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation der Medienfreiheit im rumänischen Fernsehen nach dem Ende des kommunistischen Regimes 1989 und beleuchtet die Diskrepanz zwischen verfassungsrechtlichen Freiheitsrechten und tatsächlicher Praxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das duale Rundfunksystem, die gesetzlichen Grundlagen der Medienregulierung durch das CNA sowie die Kritik an strafrechtlichen Sanktionen gegen Journalisten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie rumänische Mediengesetze einerseits den Übergang zur Demokratie fördern, andererseits jedoch durch restriktive Bestimmungen die journalistische Freiheit gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen, internationaler Berichte und eine Vorstellung der relevanten Fernsehsender, um die aktuelle Medienwirklichkeit zu skizzieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Senderstrukturen, die Erläuterung der rechtlichen Grundlagen sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Einschränkung der Medienfreiheit durch das Strafrecht und politische Strukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienfreiheit, Demokratisierung, rumänisches Mediengesetz, strafrechtliche Sanktionen und die Rolle der Regulierungsbehörde CNA charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Regulierungsbehörde CNA im rumänischen System?

Die CNA agiert als selbstständige, aber politisch besetzte Körperschaft des öffentlichen Rechts, die für die Lizenzvergabe und die Überwachung von Programmstandards zuständig ist.

Warum wird die strafrechtliche Verfolgung von Journalisten kritisiert?

Die Kritik beruht darauf, dass beleidigende oder kritische Berichterstattung strafrechtlich verfolgt werden kann, was oft internationale Menschenrechtsstandards verletzt und zur Selbstzensur in Redaktionen führt.

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Details

Title
Medienrecht und Medienwirklichkeit in Rumänien
College
University of Cologne  (Institut für Theater-, Film und Fernsehwissenschaft)
Course
Proseminar Aufbaukurs Fernsehen
Grade
1,7
Author
Hilke Dahinten (Author)
Publication Year
2002
Pages
11
Catalog Number
V21672
ISBN (eBook)
9783638252331
Language
German
Tags
Medienrecht Medienwirklichkeit Rumänien Proseminar Aufbaukurs Fernsehen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hilke Dahinten (Author), 2002, Medienrecht und Medienwirklichkeit in Rumänien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21672
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