Exkursionsprotokoll vom 29.März 2003. Früher standen wir auf zwei Beinen - heute sind wir Tausendfüßler


Hausarbeit, 2003
11 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Standort 1: Mont-Cenis in Herne-Sodingen

3. Standort 2: Evangelische Gesamtschule in Gelsenkirchen-Bismarck

4. Standort 3: Landschaftspark Duisburg-Nord

5. Standort 4: Zeche Zollverein Schacht XII in Essen-Katernberg

6. Standort 5: Stadtpark West/Jahrhunderthalle in Bochum

7. Schlussbetrachtung

8. Literaturverzeichnis

9. Fotoverzeichnis

1. Einleitung

Unsere Exkursion am 29.März 2003 führte uns zu verschiedenen Projekten der IBA Emscher Park.

Alle Standorte sind ehemalige Industriebrachen, auf denen früher Kohle oder Stahl produziert bzw. gefördert wurden. Durch die Kohle- und Stahlkrise ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Industrieanlagen nach und nach stillgelegt.

Die IBA Emscher Park hat versucht, die stillgelegten Industrieflächen neu zu nutzen. Auf unserer Exkursion haben wir die Projekte auf Ziele der IBA Emscher Park untersucht. Ist es gelungen, ökologische, soziale und ökonomische Aspekte bei den jeweiligen Projekten zu verwirklichen?

Weiter stellt sich die Frage, inwieweit ehemalige Industriegelände nun neu genutzt werden. Wie war die frühere Nutzung, was hat das Projekt heute zu bieten. Ist es für Touristen attraktiv genug?

2. Standort 1: Mont-Cenis in Herne-Sodingen

Mont-Cenis war früher eine Zeche; sie wurde vor 25 Jahren geschlossen.

Foto 1: Gesamtansicht Mont-Cenis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: o.A.: ...auf Mont-Cenis; Datum: un bekannt; http://www.fortbildungsakademie.nrw.de letztes Update: unbekannt; Datum der Recherche: 4.4.03

Nach der Schließung der Zeche wurde lange überlegt, wie man nun die Brachfläche weiter nutzen sollte. Daraufhin wurde von der IBA Emscher Park und der Stadt Herne ein internationaler städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt.

Auf der 30 ha großen Brachfläche entstand eine Haus in Haus Konstruktion, die 1999 fertiggestellt wurde. Im Multifunktionshaus befinden sich ein Bürgerzentrum, die Stadtbücherei, ein Bürgersaal, Seminarräume, ein Restaurant, Apartments für Seminarteilnehmer sowie die Fortbildungsakademie des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen. Sie alle werden von einem Glashaus überdacht.

Bei dem Projekt wurden sowohl der ökologische als auch der soziale und der ökonomische Aspekt berücksichtigt.

Drei Hauptmaterialen wurden verwendet – Beton, Glas und Holz. Das Gerüst der Glashülle wurden aus heimischen Fichten hergestellt.

Auf dem Dach der Glashülle befinden sich Solarzellen. Es handelt sich um die größte dachintegrierte Solaranlage der Welt. Zusammen mit der Glashülle wird ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit erfüllt: Die Glashülle bewirkt eine „klimatische Verschiebung“[1], d.h. die Wärme, die durch die Sonne eingestrahlt wird, bleibt erhalten, und es herrscht fast das ganze Jahr über ein Mittelmeerklima; so wird rund 50% weniger Energie gebraucht als bei vergleichbaren Projekten. „Durch die Bestückung des Daches mit verschiedenen Modulen, die unterschiedliche Wirkungsgrade aufweisen, wird eine Beschattung der inneren Gebäude erreicht.“[2] Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach sorgt für die entsprechende elektrische Energie, die für das Gesamtobjekt benötigt wird.

Außerdem wird das aus der ehemaligen Zeche ausströmende Methangas in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt. Mont-Cenis kann durch die Fotovoltaikanlage und durch die Regenwasseraufnahme sich selbst sowie die Wohnhäuser und das Krankenhaus in unmittelbarer Umgebung versorgen.

Mont-Cenis ist jederzeit für die Öffentlichkeit zugänglich. Da es öffentliche Einrichtungen wie Ämter oder die Bibliothek besitzt, wurde Mont-Cenis zu einem Stadtteilzentrum. Weiterhin wurden ein Restaurantbereich, Wasserbecken und erholende Bereiche geschaffen. Alle Aufenthaltsorte sind behindertengerecht gebaut.

Direkt um Mont-Cenis herum wurde ein ovaler Kreis mit Laternen und Pappel angelegt. Es besteht eine direkte Verbindung zum Erholungsstandort Isenberg sowie in das Landschafts- und Naturschutzgebiet Vosshacken. Auf dem Mont-Cenis-Platz vor dem Gebäude finden im Sommer viele Open-Air-Veranstaltungen statt.

Durch den Bau von Mont-Cenis sind viele neue Arbeitsplätze entstanden.

[...]


[1] o.A.: Visionäres Architekturkonzept; In: o.A.: ...auf Mont-Cenis; Datum: unbekannt

http://www.fortbildungsakademie.nrw.de/architek/

letztes Update; unbekannt; Datum der Recherche; 4.4.03

[2] Bruhn, Brigitte; Risse, Bernd: Aus der Tiefe ans Licht - Der Energiepark Mont-Cenis in Herne-Sodingen; In: Duckwitz, Gerd; Hommel, Manfred; Kommunalverband Ruhrgebiet (Hrsg): Vor Ort im Ruhrgebiet – Ein geographischer Führer, 3. Überarbeitete Auflage, Essen 2002, S.131

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Exkursionsprotokoll vom 29.März 2003. Früher standen wir auf zwei Beinen - heute sind wir Tausendfüßler
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
11
Katalognummer
V22075
ISBN (eBook)
9783638255103
Dateigröße
558 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exkursionsprotokoll, März, Früher, Beinen, Tausendfüßler, Einführung, Arbeiten
Arbeit zitieren
B.A. Silke Gerlach (Autor), 2003, Exkursionsprotokoll vom 29.März 2003. Früher standen wir auf zwei Beinen - heute sind wir Tausendfüßler, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22075

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