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Prüfungsangst und Prüfungsneurose

Title: Prüfungsangst und Prüfungsneurose

Intermediate Examination Paper , 2002 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Zacharias (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Zunächst werde ich in dieser Zwischenprüfung den Text „Prüfungsangst und
Prüfungsneurose“ von Erwin Stengel zusammenfassen, danach den Text „Zur Psychoanalyse
der Prüfungsangst“ von Michael L. Moeller. Im zweiten Teil meiner Hausarbeit werde ich
dann die beiden Texte ausführlich miteinander vergleichen. Schließlich werde ich meine
eigene Meinung zu den jeweiligen Texten darstellen und erklären, wie gewisse Punkte sich
meiner Ansicht nach auf meine spätere Zukunft als Lehrerin auswirken und warum sie
wichtig sind.
Abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass ich aus Platzgründen darauf verzichten
werde die männliche und weibliche Form auszuschreiben, sondern jeweils nur die männliche
Form verwende, wodurch ich als Frau jedoch keinesfalls die Frauen ausschließen möchte,
sondern diese einfach mit in den männlichen Begriff einschließe. Nach Stengel gehört zur [Prüfung der Prüfling, der Prüfer, die Prüfungshandlung, der
Prüfungsgegenstand, ein Prüfungszweck, (...) eine Prämie im Falle des Erfolges, eine Strafe
im Falle des Misserfolges.] (Stengel, S. 286). Jeder Vorgang, in dem diese Merkmale
auftreten, ist eine Prüfung. Dass der Prüfling jünger ist als der Prüfer muss nicht zwangläufig
der Fall sein, denn der Unterschied zwischen Prüfer und Prüfling liegt nur in der Beziehung
zum Prüfungsgegenstand. Prüfungen sind notwendig, damit wir wissen, ob der Prüfling das,
was er im Laufe seiner Ausbildung lernen sollte auch wirklich verinnerlicht hat. Viele
Faktoren lassen eine Prüfung jedoch unnötig erscheinen. So gibt es Prüfungen, bei denen die
Fragen der Prüfung selber nichts mit der späteren Tätigkeit zu tun haben. Prüfer antworten
hierauf, dass es nur wichtig sei, dass der Prüfling eine Leistung erbringt, wie diese aussehe,
sei jedoch unwichtig. Dadurch werden viele wichtige Bereiche jedoch nicht geprüft. Ein
weiteres Problem ist die Häufigkeit der Prüfungen im Laufe eines menschlichen Lebens. So
wird vor Beginn der Ausübung einer Tätigkeit noch häufig geprüft, während die Tätigkeit
jedoch ausgeübt wird, finden keine Prüfungen mehr statt. So weiß niemand, ob die
betreffende Person sich fortgebildet hat und sich mit neuem Wissen in bestimmten Bereichen
auskennt. Diese Beispiele zeigen deutlich, dass bei der Entscheidung, wann und ob Prüfungen
notwendig sind, der Verstand keine allzu große Rolle spielt.
Da Freud feststellte, dass wir Erklärungen für unsere neurotischen Verhaltensweisen, bei den
Wilden finden, sollten wir uns deren Prüfungsvorgänge anschauen.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zusammenfassung der beiden Texte

2.1. Erwin Stengel – Prüfungsangst und Prüfungsneurose

2.2. M. L. Moeller – Psychoanalyse der Prüfungsangst

3. Vergleich der beiden Texte

4. Bezug zu meiner späteren Tätigkeit als Lehrerin und Stellungnahme

5. Bibliographie

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die psychoanalytischen Perspektiven von Erwin Stengel und Michael Lukas Moeller auf das Phänomen der Prüfungsangst und Prüfungsneurose kritisch zusammenzufassen und gegenüberzustellen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie unbewusste psychische Konflikte sowie die Rollenverteilung zwischen Prüfer und Prüfling den Prüfungsvorgang beeinflussen und welche Bedeutung diese Erkenntnisse für das professionelle Handeln einer Lehrkraft besitzen.

  • Psychoanalytische Grundlagen der Prüfungsangst und Neurose
  • Vergleich der theoretischen Ansätze von Stengel und Moeller
  • Einfluss neurotischer Verhaltensweisen bei Prüfern und Prüflingen
  • Die Rolle unbewusster Konflikte und Übertragungsgefühle
  • Reflexion der Relevanz für den Lehrberuf und gesellschaftliche Konsequenzen

Auszug aus dem Buch

2.1. Erwin Stengel – Prüfungsangst und Prüfungsneurose

Nach Stengel gehört zur [Prüfung der Prüfling, der Prüfer, die Prüfungshandlung, der Prüfungsgegenstand, ein Prüfungszweck, (...) eine Prämie im Falle des Erfolges, eine Strafe im Falle des Misserfolges.] (Stengel, S. 286). Jeder Vorgang, in dem diese Merkmale auftreten, ist eine Prüfung. Dass der Prüfling jünger ist als der Prüfer muss nicht zwangläufig der Fall sein, denn der Unterschied zwischen Prüfer und Prüfling liegt nur in der Beziehung zum Prüfungsgegenstand. Prüfungen sind notwendig, damit wir wissen, ob der Prüfling das, was er im Laufe seiner Ausbildung lernen sollte auch wirklich verinnerlicht hat. Viele Faktoren lassen eine Prüfung jedoch unnötig erscheinen. So gibt es Prüfungen, bei denen die Fragen der Prüfung selber nichts mit der späteren Tätigkeit zu tun haben. Prüfer antworten hierauf, dass es nur wichtig sei, dass der Prüfling eine Leistung erbringt, wie diese aussehe, sei jedoch unwichtig. Dadurch werden viele wichtige Bereiche jedoch nicht geprüft.

Ein weiteres Problem ist die Häufigkeit der Prüfungen im Laufe eines menschlichen Lebens. So wird vor Beginn der Ausübung einer Tätigkeit noch häufig geprüft, während die Tätigkeit jedoch ausgeübt wird, finden keine Prüfungen mehr statt. So weiß niemand, ob die betreffende Person sich fortgebildet hat und sich mit neuem Wissen in bestimmten Bereichen auskennt. Diese Beispiele zeigen deutlich, dass bei der Entscheidung, wann und ob Prüfungen notwendig sind, der Verstand keine allzu große Rolle spielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt die Zielsetzung ihrer Zwischenprüfung dar, die darin besteht, zwei spezifische Texte zu vergleichen und deren Erkenntnisse auf ihre zukünftige Tätigkeit als Lehrerin zu beziehen.

2. Zusammenfassung der beiden Texte: Die theoretischen Ansätze von Stengel und Moeller werden einzeln erläutert, wobei Konzepte wie Prüfungsneurose, unbewusste Triebkonflikte und die Dynamik zwischen Prüfer und Prüfling im Fokus stehen.

2.1. Erwin Stengel – Prüfungsangst und Prüfungsneurose: Es wird analysiert, wie Stengel Prüfungen in den Kontext von Triebwünschen und kindlichen Entwicklungsprozessen stellt und warum Prüfungsneurosen entstehen.

2.2. M. L. Moeller – Psychoanalyse der Prüfungsangst: Moellers Erweiterung des Themas um Aspekte der Interaktion und psychophysiologische Reaktionen auf Gefahrensignale wird hier dargelegt.

3. Vergleich der beiden Texte: In diesem Kapitel werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Autoren hinsichtlich ihrer Definitionen, der Bedeutung des sozialen Umfelds und der Rolle des Unterbewusstseins systematisch gegenübergestellt.

4. Bezug zu meiner späteren Tätigkeit als Lehrerin und Stellungnahme: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Erfahrungen, kritisiert die Gestaltung von Prüfungsverfahren und erörtert, wie Lehrer mit Prüfungsangst bei Schülern umgehen sollten.

5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für die Hausarbeit.

Schlüsselwörter

Prüfungsangst, Prüfungsneurose, Psychoanalyse, Erwin Stengel, Michael Lukas Moeller, unbewusste Konflikte, Übertragung, Prüfungsfeld, Triebtheorie, Leistungsdruck, Pädagogik, psychische Gesundheit, Lehrerrolle, Kindheitsentwicklung, Versagensängste

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert und vergleicht zwei psychoanalytische Texte zum Thema Prüfungsangst und Prüfungsneurose, um ein tieferes Verständnis für die psychischen Hintergründe dieser Phänomene zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition des Prüfungsfeldes, die Dynamik zwischen Prüfer und Prüfling, die Bedeutung unbewusster Triebkonflikte sowie die Auswirkungen von Prüfungsangst auf die intellektuelle Leistungsfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Ansätze von Stengel und Moeller kritisch gegenüberzustellen und die gewonnenen Erkenntnisse auf das spätere Berufsfeld als Lehrerin zu transferieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und einen systematischen Vergleich zweier psychoanalytischer Texte, ergänzt durch eine persönliche Stellungnahme und pädagogische Reflexion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Zusammenfassung der Autoren sowie ein strukturierter Vergleich ihrer Auffassungen zu Themen wie Pubertätsriten, Narzissmus, Masochismus und der Rolle des Gewissens in Prüfungssituationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Prüfungsangst, Prüfungsneurose, Psychoanalyse, Triebtheorie, Übertragung und Lehrerrolle.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Stengel und Moeller bezüglich des Prüfers?

Stengel konzentriert sich stark auf die Vaterfigur als Prüfer, während Moeller den Prüfer in einen breiteren sozialen Kontext einbettet und auch die Bedeutung von Elternteilen sowie die Interaktion der Beteiligten stärker betont.

Warum hält die Autorin den "neurotischen Prüfer" für besonders gefährlich?

Sie warnt davor, dass ein neurotischer Prüfer durch eigenes Fehlverhalten oder unbewusste Ängste den eigentlichen Prüfungszweck gefährden und fachliche Qualifikationen eines Prüflings nicht objektiv beurteilen kann, was fatale berufliche Konsequenzen haben kann.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Prüfungsangst und Prüfungsneurose
College
University of Bremen  (Pädagogik)
Grade
2,0
Author
Julia Zacharias (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V22613
ISBN (eBook)
9783638259019
Language
German
Tags
Prüfungsangst Prüfungsneurose
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Zacharias (Author), 2002, Prüfungsangst und Prüfungsneurose, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22613
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