„Die Anforderungen an die Genauigkeit und Qualität vieler Produkte werden immer
höher. Inzwischen sind ein Materialfluss von zahllosen Teilen und immer höhere
Taktraten in normalen Fertigungen an der Tagesordnung. Das erfordert
ausgeklügelte Prüfverfahren, wie sie die industrielle Bildverarbeitung bietet. Sie wird
immer stärker zum integralen Bestandteil einer Automatisierungslösung und
entwickelt sich mehr und mehr zur Standarddisziplin in der Automatisierungstechnik.“
[1]
Bildverarbeitungssysteme werden heute von vielen Unternehmen hergestellt, die
wiederum etliche verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Funktionen anbieten.
Auf jedes einzelne dieser Modelle einzugehen würde den Rahmen dieser Arbeit
sprengen. Deshalb beschränkt sich die folgende Marktuntersuchung von industriellen
Bildverarbeitungssystemen auf Geräte der Siemens AG. Die industrielle Bildverarbeitung kann anhand der Abbildung 1 in das Gesamtsystem
der Bildverarbeitung eingeordnet werden. Ebenso sind daraus Aufgaben und
Anwendungsgebiete ersichtlich. 2.2. Komponenten und Aufbau
Ein industrielles Bildverarbeitungssystem besteht in der Regel aus folgenden
Komponenten oder einer Untermenge von ihnen (siehe auch Abbildung 2):
· Beleuchtungseinrichtung
· Abbildungsoptik
· Sensor (primär Halbleiter Kameras, d.h. opto-elektronische Wandler)
· Framegrabber (Bildspeicher und Analog/Digitalwandler)
· Bildprozessoren
· Rechner mit Betriebssystem
· Bildsoftware
· Interfaces zur Ansteuerung von Aktoren
· Interfaces zur Erfassung weiterer Sensorsignale [2] [...]
Inhaltsverzeichnis
1. EINFÜHRUNG
2. INDUSTRIELLE BILDVERARBEITUNG
2.1. AUFGABEN UND ANWENDUNGSGEBIETE
2.2. KOMPONENTEN UND AUFBAU
2.3. ANFORDERUNGEN AN INDUSTRIELLE BILDVERARBEITUNGSSYSTEME
3. BILDVERARBEITUNGSSYSTEME DER FIRMA SIEMENS
3.1. DIE SIMATIC VS 100-REIHE
3.1.1. SIMATIC VS 110
3.1.2. SIMATIC VS 120
3.1.3. SIMATC VS 130
3.2. SIMATIC VS 710
3.3. SIMATIC VS 720-REIHE
4. VERGLEICH DER VORGESTELLTEN BILDVERARBEITUNGSSYSTEME VON SIEMENS
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Marktüberblick über industrielle Bildverarbeitungssysteme, wobei der Fokus gezielt auf die technologischen Lösungen der Siemens AG gelegt wird, um deren Einsatzmöglichkeiten und Leistungsmerkmale in der modernen Fertigung aufzuzeigen.
- Grundlagen der industriellen Bildverarbeitung und Systemarchitektur
- Anforderungen moderner Produktionsprozesse an optische Prüfsysteme
- Detaillierte Analyse der SIMATIC VS 100-Produktfamilie
- Leistungsmerkmale und Einsatzgebiete der SIMATIC VS 700-Reihe
- Vergleichende Gegenüberstellung der vorgestellten Siemens-Systeme
Auszug aus dem Buch
3.1.1. SIMATIC VS 110
Das Modell VS 110 (siehe Abbildung 3) prüft das Teil, ähnlich einer Lichtschranke, im Durchlichtverfahren als Schattenbild. Dazu muss die Beleuchtungseinheit gegenüber vom Sensorkopf montiert werden. Mit diesem Gerät lassen sich in einem Prüfschritt drei verschiedene Formprüfungsaufgaben vornehmen:
„Richtiger Prüfling”: Der Prüfling ist zwar in Ordnung, ist jedoch beispielsweise um 180° verdreht.
„Lagerichtiger Prüfling”: Das geprüfte Teil wird in korrekter Ansicht zugeführt, ist nicht verdreht und kann ordnungsgemäß weiter verarbeitet werden.
„Fehlerhafter Prüfling”: Das Teil weist im Schattenbild Unterschiede gegenüber dem erlernten Teil auf, es ist also deformiert und wird deshalb aussortiert. [3]
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINFÜHRUNG: Erläutert die steigende Bedeutung der industriellen Bildverarbeitung für Qualitätssicherung und Taktraten in modernen Fertigungsprozessen.
2. INDUSTRIELLE BILDVERARBEITUNG: Definiert die technischen Komponenten und die grundlegenden Prüfverfahren wie Durchlicht- und Auflichttechnik.
3. BILDVERARBEITUNGSSYSTEME DER FIRMA SIEMENS: Stellt die verschiedenen Modellreihen der SIMATIC-Familie vor und beschreibt deren jeweilige Funktionsweise und Einsatzgebiete.
4. VERGLEICH DER VORGESTELLTEN BILDVERARBEITUNGSSYSTEME VON SIEMENS: Bietet eine tabellarische Übersicht, die Anwendungsgebiete, technische Daten und Preise der Modelle direkt gegenüberstellt.
Schlüsselwörter
Industrielle Bildverarbeitung, Automatisierungstechnik, SIMATIC, Sensortechnik, Durchlichtverfahren, Auflichtverfahren, Qualitätskontrolle, Teileidentifikation, Data-Matrix-Code, Fertigungsautomatisierung, Bildverarbeitungssysteme, Signalverarbeitung, Produktionsoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Marktuntersuchung industrieller Bildverarbeitungssysteme mit einem spezifischen Fokus auf das Produktportfolio der Siemens AG.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die technischen Grundlagen der Bildverarbeitung, die Anforderungen der Industrie sowie die Detaillierung und der Vergleich der Siemens-Modellreihen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die verschiedenen verfügbaren SIMATIC-Bildverarbeitungslösungen zu geben, um deren Anwendbarkeit für unterschiedliche Aufgabenstellungen zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von technischen Produktdokumentationen und Herstellerkatalogen der Siemens AG.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Aufbau/Verfahren) erklärt und anschließend die Modelle der VS 100- sowie der VS 700-Reihe detailliert vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Bildverarbeitung, Automatisierungstechnik, Qualitätsprüfung, SIMATIC, Auflicht- und Durchlichtverfahren sowie Data-Matrix-Code.
Worin unterscheidet sich die VS 100-Reihe von der VS 700-Reihe?
Die VS 100-Reihe zeichnet sich durch einfache Bedienbarkeit („Training“ statt Programmierung) aus, während die VS 700-Reihe leistungsfähigere und universellere Funktionen für anspruchsvollere Aufgaben bietet.
Was genau ist der VS Link bei der VS 720-Reihe?
Der VS Link ist eine zusätzliche Hardwarekomponente, die den Anschluss eines VGA-Monitors sowie eine PROFIBUS-Schnittstelle ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Hepp (Autor:in), 2003, Marktuntersuchung: Bildverarbeitungssysteme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22670