Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Journalism, Journalism Professions

Das Internet und der Wandel des Wissenschaftsjournalismus

Chancen, Risiken und Perspektiven

Title: Das Internet und der Wandel des Wissenschaftsjournalismus

Scientific Essay , 2012 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: B.A. Julia Hoffmann (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Welche Änderungen ergeben sich explizit für den Wissenschaftsjournalismus durch den Medienwandel, welche Risiken birgt das Internet und welche Chancen verspricht es? Kann sich der Wissenschaftsjournalismus durch die neuen Kanäle lösen von seinem Nischendasein, ja sogar seine Funktion innerhalb der Gesellschaft grundlegend erneuern? Diese Fragen sollen innerhalb der vorliegenden Arbeit geklärt werden. Dabei wird zunächst ein Blick auf den Wissenschaftsjournalismus im Allgemeinen geworfen, seine
historische Entwicklung und seine Funktion innerhalb der Gesellschaft
beleuchtet sowie ein Überblick über seine Rolle innerhalb des Mediensystems, inhaltlich und ökonomisch umrissen. Zudem werden die Besonderheiten der praktischen Arbeit eines Wissenschaftsjournalisten sowie das sich wandelnde Rollenbild der Profession betrachtet. Im zweiten Teil der Arbeit werden zunächst die Folgen und Konsequenzen der Verlagerung journalistischen Arbeitens ins Internet skizziert. Die Diskussion der Auswirkungen dieser Entwicklungen auf den Wissenschaftsjournalismus, der Chancen, die sich aus den Konsequenzen ergeben und nicht zuletzt der Risiken, bilden dann den zweiten Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Bestandsaufnahme

3. Journalistisches Arbeiten – Themenfindung, Recherche und Darstellung

4. Wissenschaftsjournalismus in Zeiten des Internet

5. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den fundamentalen Wandel des Wissenschaftsjournalismus im Kontext der zunehmenden Digitalisierung und analysiert, wie das Internet sowohl neue Herausforderungen als auch Chancen für die professionelle Berichterstattung über Wissenschaftsthemen bietet.

  • Historische Entwicklung und Rolle des Wissenschaftsjournalismus im Mediensystem
  • Veränderung journalistischer Arbeitsweisen durch digitale Werkzeuge und Recherchemethoden
  • Analyse des Beziehungsgeflechts zwischen Wissenschaftlern und Wissenschaftsjournalisten
  • Bedeutung von Partizipation und neuen Darstellungsformen im Internet
  • Zukünftige Anforderungen und Perspektiven an das Berufsfeld

Auszug aus dem Buch

3. Journalistisches Arbeiten – Themenfindung, Recherche und Darstellung

Auch wenn Experten heute bereits zum Teil ein Ende des wissenschaftszentrierten Wissenschaftsjournalismus konstatieren (Artz & Wormer 2011, S. 872), ist der Anlass für eine Berichterstattung in den meisten Fällen doch immer noch ein wissenschaftliches Ereignis. In einer Inhaltsanalyse von Pressepublikationen stellten Badenschier, Elmer und Wormer 2008 fest, dass dies in den Jahren 2003 und 2004 immerhin knapp die Hälfte der erschienen Artikel betraf. Für den Zeitraum 2006 bis 2007 fiel der Anteil zwar von 49% auf 42%, der Anteil der Beiträge, die von nichtwissenschaftlichen Ereignissen ausgelöst wurden blieb mit ebenfalls 42% jedoch stabil (Badenschier, Elmer & Wormer 2008, S. 883). Oft wird jedoch insbesondere im Bereich des „Wissensjournalismus“ immer häufiger ein großer Teil von Beiträgen identifiziert, die sich auf keinen konkreten Auslöser zurückführen lassen (Artz & Wormer 2011, S. 872, Badenschier, Elmer & Wormer 2008, S. 888).

Für die Zuordnung unterschiedlicher Auslöser hat Blöbaum 2003 eine Gruppe von Anlasssystemen entwickelt und in einer Inhaltsanalyse herausgefunden, dass die vier häufigsten Auslöser für einen Beitrag zu einem wissenschaftlichen Thema Sicherheit und Risiko, Ethik, Wissenschaft und Medizin sind (Blöbaum et. al 2003, S. 35). Insbesondere die Rolle von Sicherheit, Risiko und Ethik können als Hinweise auf ein geändertes Rollenbild des Wissenschaftsjournalismus betrachtet werden. Der reine Informationsvermittler weicht dem kritischen Journalisten, der, wie schon im ersten Kapitel beschrieben, nicht mehr nur Fakten präsentiert, sondern eine diskursive Beziehung zwischen Gesellschaft und Wissenschaft herstellt und damit wieder die traditionelle Rolle des „watchdog“ einnimmt (Artz & Wormer 2011, S. 872). Gestützt wird diese von einem relativ hohen Anteil an Beiträgen, die aus fachfremden Anlässen entstehen. In anderen Ressorts, wie beispielsweise dem Sport, wäre ein Anteil von knapp der Hälfte publizierter Beiträge, die ihren Anlass nicht im Sport haben, undenkbar.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Bestandsaufnahme: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung und die Funktion des Wissenschaftsjournalismus als Subsystem des Journalismus sowie dessen sozioökonomische Bedeutung.

3. Journalistisches Arbeiten – Themenfindung, Recherche und Darstellung: Hier werden die professionellen Abläufe, die Kriterien der Themenwahl sowie das schwierige Beziehungsverhältnis zwischen Forschenden und Journalisten analysiert.

4. Wissenschaftsjournalismus in Zeiten des Internet: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie das Internet die Recherche, die Anforderungen an Journalisten und die Art der journalistischen Vermittlung von Wissenschaftsinhalten transformiert.

5. Conclusio: Das Fazit fasst zusammen, dass die Digitalisierung das Berufsfeld vor neue Herausforderungen stellt, aber durch Partizipation und technologische Möglichkeiten auch Chancen für eine neue Bedeutungsebene eröffnet.

Schlüsselwörter

Wissenschaftsjournalismus, Medienwandel, Internet, Recherche, Journalismus, Wissenschaftskommunikation, Gatekeeper, Partizipation, Onlinejournalismus, Medienkrise, Rollenbild, Digitalisierung, Wissenschaft, Nachrichtenwerte, Berichterstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den durch das Internet ausgelösten Strukturwandel im Bereich des Wissenschaftsjournalismus und untersucht, wie sich die professionelle Rolle der Journalisten in diesem Prozess verändert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Einordnung, dem veränderten Beziehungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Journalismus sowie den Auswirkungen digitaler Medien auf Arbeitsweisen und Darstellungsformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Chancen und Risiken des Medienwandels für den Wissenschaftsjournalismus zu identifizieren und zu klären, ob sich die Funktion dieser Profession in der Gesellschaft grundlegend erneuert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Auswertung empirischer Inhaltsanalysen sowie Studien zur Mediennutzung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bestandsaufnahme des Faches, die Themenfindungs- und Rechercheprozesse und untersucht detailliert, wie das Internet die journalistische Praxis beeinflusst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Wissenschaftsjournalismus, Medienwandel, Internetrecherche, Gatekeeper-Rolle und Partizipation definiert.

Welchen Einfluss hat das Internet auf die Recherche der Journalisten?

Das Internet vereinfacht den Zugang zu Quellen und Experten, erhöht jedoch gleichzeitig den Druck auf Journalisten, in der Informationsflut selektiv und kritisch zu arbeiten.

Verändert das Internet die Rolle der Wissenschaftler gegenüber den Journalisten?

Ja, durch neue Kommunikationsmöglichkeiten haben Wissenschaftler eine größere Kontrolle über ihre Außendarstellung, wenngleich das Verhältnis zwischen beiden Gruppen durch unterschiedliche Zeitkonzepte und Interessen weiterhin angespannt bleiben kann.

Was bedeutet das "verspätete Ressort" im Kontext der Arbeit?

Dieser Begriff beschreibt die historische Rolle des Wissenschaftsjournalismus, der lange Zeit als Ergänzung zu anderen Ressorts galt, heute aber aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen an Bedeutung gewonnen hat.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über die Zukunft des Berufsfeldes?

Die Autorin schlussfolgert, dass der Wissenschaftsjournalismus als Pionier des Onlinejournalismus fungieren kann, sofern Journalisten die Risiken wie das "Quick-and-Dirty"-Prinzip minimieren und ihre Rolle als kritische Vermittler stärken.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Das Internet und der Wandel des Wissenschaftsjournalismus
Subtitle
Chancen, Risiken und Perspektiven
College
Dresden Technical University
Grade
1,7
Author
B.A. Julia Hoffmann (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V229726
ISBN (eBook)
9783656449270
ISBN (Book)
9783656449850
Language
German
Tags
internet wandel wissenschaftsjournalismus chancen risiken perspektiven
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Julia Hoffmann (Author), 2012, Das Internet und der Wandel des Wissenschaftsjournalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229726
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint